Ask @AcceptAnythingButIntoleration:

Wieso müssen Menschen, die ständig wiederkehrende Depressionen haben, sich zum Leben zwingen? Ist es nicht egoistisch diese erhalten zu wollen, nur weil man sie nicht verlieren möchte. Letztendlich wäre der Tod ja angenehmer für die Person

Bin voll dafür, dass jeder für sich selbst entscheiden können sollte, ob er am Leben sein will oder nicht.
Bin aber auch dafür, dass man sich selbst nicht zu schnell aufgibt, weil ich aus Erfahrung weiß, dass man durchaus an einen Punkt kommen kann, an dem man sich denkt "Mensch, bin ich froh, dass ich doch am Leben bin".

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Du hast irg. immer gute Laune oder ?

Ich weiß ich klinge immer wie der letzte Freie Liebe Hippie, von wegen alles wird gut, sei einfach glücklich mimimi.
Aber eine gute Einstellung ist einfach verfluchtes Gold, wenn man sie erst mal gemeistert hat.
Also ja, ich habe tatsächlich die meiste Zeit relativ gute Laune, aber nicht weil ich einfach mit der magischen Fähigkeit des Immerglücks gesegnet wurde, sondern weil ich mich einfach immer wieder aufs Neue dazu entscheide, Dinge positiv zu sehen und so glücklich wie möglich über die kleinsten Dinge zu sein. Natürlich ist manchmal einfach alles scheiße und das ist dann auch okay, aber der Punkt ist, dass man sich oft entscheiden kann, ob man sich jetzt davon runterziehen lässt, oder ob man einfach versucht trotzdem eine gute Zeit zu haben.
Menschen fragen mich ständig, wieso ich so ein heiteres Wesen bin und die Antwort ist ganz einfach: Weil ich es so will.

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Manchmal überkommt mich, völlig ohne Grund ein Gefühl absoluter Traurigkeit und ich fühle mich einsam. Kennst du das? Wenn ja: wie gehst du damit um?

ialociN
Du bist ein Wesen dessen kleinste Teile schon existierten und durchs Universum jagten, bevor deine Spezies überhaupt aufrecht ging. Jedes Atom deines Körpers hat vermutlich schon zig Leben begleitet, Dramen, Freude, schiere Existenz, das Wunder des Lebens. Jedes deiner Atome wird sich nach deinem Ableben von dir verabschieden und sich auf ein neues individuelles Abenteuer begeben. Du selbst bist ein Zusammenfinden von Diversität, ein Gemeinsamsein aus unendlichen Begebenheiten. Eine Gruppe von atomaren Abenteurern hat sich zusammengefunden um zusammen für die Zeitspanne eines Menschenlebens ein weiteres Abenteuer zu erleben, zu sein.
Außerhalb deiner Weltsicht gibt es nicht nur die individuelle Welt eines jeden besagten Aufrechtwandelnden, sondern auch noch eine buchstäblich unendliche Menge an Wesen, Ereignissen, Geschichten und Wundern. Was soll diese Einsamkeit sein? Dass du allein bist?
Das bist du nicht.
Natürlich kannst du argumentieren dass du innerhalb deines sozialen Konstrukts nach menschlicher Nähe suchst und sie nicht in zufriedenstellender Menge bekommst, aber allein bist du doch sicher nicht. Du bist nicht nur umgeben von Menschen, die dich lieben, du bist umgeben von einem Universum, das dich liebt. Das klingt natürlich kitschig und esoterisch und ich spreche nicht von einem personifizierten Universum, das auf dem Mond sitzt und sich denkt "jop, den nico, den find ich klasse", sondern von der absurd unwahrscheinlichen Tatsache, dass du überhaupt auf diesem Planeten existierst und sogar multiple Dekaden überlebt hast. Von den Privilegien, mit denen du beschenkt wurdest, dass du nicht nur am Leben, sondern auch noch in halbwegs stabile Verhältnisse geboren bist. Und wenn du der einzige Mensch auf dieser Welt wärst, dann wärst du noch immer nicht allein. Du bist nicht nur lebendig, du bist das Leben. Wir alle sind das Leben.
Man kann wild spekulieren, weswegen wir alle existieren und viele Antworten dafür finden, aber nicht zu leugnen ist nur eines: Wir sind. Oder vielleicht auch nur du und der Rest ist Illusion, aber eindeutig ist doch, dass man uns ein Geschenk gab und dass es eine Schande wäre, es nicht dankend anzunehmen und das beste daraus zu machen.
Manchmal sind wir traurig, das ist völlig okay und verständlich, lebendig zu sein ist schwierig und jeder Tag ist prädestinierter Kampf ums Überleben und Zufriedenheit. Aber nachdem du deine Traurigkeit angenommen hast, lass sie gehen.
Du bist eine Rarität, ein Spektakel, ein Phänomen größten Ausmaßes. Du bist das Leben und es wäre Verschwendung, wenn du signifikante Zeit deiner wunderbaren wertvollen Existenz daran verschwendetest, grundlose Trauer zu hegen. Geh spazieren und schau dir die schöne Welt an, sieh einfach nur, denk nicht. Genieße einfach. Sei.
Die Abenteuer warten darauf von dir entdeckt zu werden.

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✖️

Vergiss nicht, dass du wertvoll bist.
Gut genug und mehr als das. Dass du nicht mangelhaft oder imperfekt bist, weil du nicht in die engstirnige Schablone passt, die uns als Ideal verkauft wird. Was sind diese Ideale wert? Nichts. Und vor allem nichts im Vergleich zu dir. Diese Ideale sind nur Ideen, nur Utopien, aber du bist lebendig. Du bist echt und du bist nicht mehr und nicht weniger als ein Mensch, wie er nun mal leibt und lebt. Es gibt keine richtigen und keine falschen Menschen, es gibt nur unsere komischen Ideen. Und es gibt gegenseitige Einflüsse. Wie du aussiehst, denkst, oder fühlst schadet nicht den Anderen, was also soll daran "falsch" sein? "Falsch" ist es dir zu erzählen, dass du falsch seist.
Ganz gleich, wie du aussiehst und ganz gleich für welche Eigenart du dich schämst, sie hat Existenzberechtigung wie jede deiner Eigenschaften, Gefühle und Gedanken.
Sei gut zu dir und sei gut zu anderen.
Es gibt genug Menschen, die dir erzählen, dass du schlecht seist. Sei nicht selbst auch noch einer davon. Und sei ebenso nicht der Mensch, der anderen erzählt, dass sie schlecht seien. Sag ihnen, dass sie gut genug sind, gib ihnen die Kraft noch besser zu werden.

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Hi! Bin gerade durch Zufall auf seine Seite gestoßen und mich zwickt eine Frage ....; wie finanzierst du ein Leben in Island? Ich lebe momentan in Stockholm, was sehr teuer ist, aber eine Isländerin, die ich hier kennen gelernt habe, hat gesagt, Island ist noch einmal teurer......Also wieeee?

C-lina
Haha, einer meiner Freunde von hier war letztens in Stockholm und meinte "DA WAR ALLES SO BILLIG".
In Island zu überleben ist tatsächlich gar nicht so einfach, aber gewusst, wie!
Konzerte und andere Events sind oft kostenlos, was schon mal Geld spart und wenn ich abends weggehe, trinke ich meistens kein Bier sondern nur Wasser. Wasser gibt es überall gratis.
Ich gehe generell fast nie einkaufen. Mein Essen finde ich größtenteils beim Containern, was hier extrem einfach ist, weil die Container alle offen und unbezäunt sind und aufgrund der kalten Temperaturen alles frisch bleibt. Mit manchen Läden haben wir auch geheime Abkommen und nach Ladenschluss geben sie uns ihre Reste, statt sie wegzuschmeißen. Generell bin ich vernetzt mit einigen alternativ lebenden Leuten und immer mal wieder hat jemand etwas zu viel oder bringt was von irgendeiner Institution mit, die mit uns kooperiert. Außerdem teilen meine Mitbewohner und ich in der Küche alles, womit man noch sehr viel effizienter und sparsamer leben kann. Meistens kocht einer was und alle essen davon mit, was bedeutet, dass ich generell nur alle drei, vier Tage überhaupt koche. Ein mal die Woche esse ich in der sozialen Organisation, in der ich aktiv bin und meistens gibt es da auch ganz viel übriges Zeug, von dem ich mir was mitnehme. So hab ich meistens mehr Essen, als ich brauche, ohne wirkliche Ausgaben. Letztens haben wir bei Dominos ganze Pizzen gefunden und die dann einfach nochmal kurz in den Ofen geworfen, Premium Essen im Wert von 70€ für Lau.
Meine Miete finanzierte ich das letzte halbe Jahr mit Hilfe meiner Ersparnisse, des Erasmusgeldes und Hilfe meiner Eltern, wobei das jetzt alles wegfällt. Da ich aber vorhabe, noch weiterhin hier zu leben, muss ich mir jetzt eben einen Job suchen, um meine Wohnung finanzieren zu können. Falls ich keinen finde, muss ich die Insel verlassen, aber hoffen wir einfach mal, dass das klappt.
Schneeverwehte Grüße, halte den Winter durch, die Tage werden schon länger!

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Was hast du bei deinem ersten Solo-Bühnenauftritt gemacht?

Papiertiger.
Ich habe Gitarre gespielt und gesungen.
Früher bin ich oft mit der Klarinette im Orchester oder als Teil einer Formation in der Musikschule aufgetreten, aber eine Bühne nur für mich und die Gitarre und vor allem mein Gesinge war eine ganz neue Erfahrung.
Bei unserem Festival ist spontan ein Act ausgefallen und dann war die Frage, wie wir diese Zeitlücke füllen. Eine Freundin von mir hat dann angemerkt, dass ich einen humoristischen Song über unsere Stadt geschrieben habe und den doch singen könne. Ich habe wenn es ums Singen geht allerdings brutales Lampenfieber und wollte erst absagen, allerdings wusste ich auch, dass ich bereuen würde, es nicht getan zu haben.
So kam es also dass ich abends vor Aufregung die vorhergehende Vorstellung verlassen musste, in der ich gerade saß, um mich in einer stillen Ecke meiner Panikattacke zu widmen. Beim Soundcheck hat mich der Techniker fast erwürgt, weil ich mit meinem Lampenfieber kaum einen Ton rausbrachte und es entsprechend schwer für ihn war, zackig die Einstellungen vorzubereiten. Sorry Techniker. :(
Wenig später war es so weit und meine Freunde sind total ausgeflippt, als angesagt wurde, dass ich auftrete (hab es ihnen nicht erzählt).
Stieg dann auf die Bühne, riss ein Witzchen über meine Aufregung und schaffte es irgendwie tatsächlich diesen Song zu singen. In der ersten Reihe hatten sich meine Freunde gesammelt, denen ich den Song mal gezeigt hatte (was mich auch schon extrem viel Überwindung und einen kleinen Nervenzusammenbruch kostete) und sangen mit und feuerten mich an und als ich halb ohnmächtig vor Adrenalin von der Bühne stolperte, fiel ich ihnen erst mal in die Arme. Das war eine enorm schöne Erfahrung und das Feedback war überraschend gut. Danach kamen Leute zu mir und klopften mir auf die Schulter und alle waren einfach so lieb und herzlich und es war so toll, dass ich mich getraut hatte das zu tun und es noch dazu gut ankam. Ich war extrem stolz, es getan zu haben und kann jetzt immer hin offiziell behaupten, dass ich mal auf einem Festival gesungen habe, haha.

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Was ist der wertvollste Ort für dich?

Das friedvolle Örtchen des Einklangs inmitten meines Bewusstseins, in das ich manchmal eintreten darf. Es ist mir heilig und es ist der Ursprung meiner positiven Welteinstellung. Im Alltag bin ich meistens zu beschäftigt mit temporär relevanten Alltagsgedanken. Aber manchmal, wenn ich mich erinnere, wenn ich mir den Rückzug gestatte oder wenn mich einfach etwas überkommt, dann finde ich mich wieder an diesem Örtchen des Einverständnisses mit mir selbst und allem um mich herum. Es ist die Wertschätzung meiner Existenz, meiner Privilegien und der faszinierenden Welt in und um uns, die mich einfach friedlich und besonnen stimmt und mich mit dem einfachen Glück des Lebens erfüllt.

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Deine Highlights des Jahres 2017:

girl with kaleidoscope eyes
Chronologisch:
- zufällig Alpakas getroffen
- ENDLICH Zahnspange losbekommen
- eine besondere Zeit mit einem besonderen Menschen
- System of a Down Konzert
- Organisation und Durchführung unseres Festivals
- mein erster solo Bühnenauftritt
- im Kulturzug nach Polen mit den Festivalleuten
- Zusage der Uni in Island (hab noch nie so gekreischt)
- generell ziemlich viel Spaß mit meinen Freunden
- Woodstock Festival Polen
- UMZUG NACH ISLAND
- die beeindruckenden Menschen, die ich hier kennengelernt habe
- Roadtrip um ganz Island
- Nordlichter, explizit eines, das aussah wie ein Drache
- die soziale Organisation, in der ich viel Zeit verbrachte
- Roadtrip in die Westfjorde
- das Überwinden eines starken depressiven Schubes
- der absolut perfekte Roadtrip nach Snæfellsnes im Dezember
- wachsende Selbstliebe
- zufällig Ólafur Arnalds und seinen Hund in Reykjavík zu treffen
- Überwinden extrem vieler meiner Ängste
- Freunde in Deutschland besuchen
- Reise nach Budapest und an Silvester nach Monaten meine Mitbewohner und Freunde mal wieder sehen
- (das war zwar am 5. Januar aber für mich hat es sich wie der eigentliche Abschluss des Jahres angefühlt:) als ich von meinen Reisen zurückkehrte, wieder in Island ankam und so unglaublich glücklich und erleichtert war zurück zu sein. Ich fühlte mich so zu Hause und das obwohl ich zu diesem Zeitpunkt nicht mal eine Wohnung hatte.
Oh, was für ein anstrengendes, nervenaufreibendes, spannendes Jahr. <3

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Bist du verliebt??)??

Ja, in den Nachbarskater. <3
Eine sehr kommunikative riesige norwegische Waldkatze mit unendlich viel Fell, riesigen Pfoten und unstillbarem Kuschelbedürfnis. Manchmal stehe ich auf dem Balkon und er miaut zu mir rauf und dann renne ich runter und sitze mit ihm draußen bis mir alles abgefroren ist. Man muss dazu sagen, dass ich eine Allergie auf Katzenhaare entwickelt habe und nach unseren Kuschelsitzungen immer erst mal ne Stunde weinen und niesen muss, während ich verzweifelt versuche, das Kilo Fell von meinen Klamotten zu bekommen, das er hinterlassen hat. Aber das ist es wert. Alles für die Liebe!

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