zum thema "ice bucket challenge"

brenton hartley surpassed GOD!
Falls man die letzten Tage nicht gerade „Interneturlaub“ gemacht hat, wird die virale Flut von Ice Bucket Challenge-Videos wahrscheinlich nicht völlig unbemerkt an euch vorbeigegangen sein. Es flippen ja gerade alle wegen Zuckerberg aus. Dabei geht es darum, sich einen Eimer Eiswasser über dem Kopf auszuleeren und dann andere zu „nominieren“, das Gleiche zu tun. Es also quasi das selbe Prinzip wie bei der Biernominierung, aber anstatt vermeintliche Trinkfestigkeit oder Männlichkeit zu demonstrieren, geht es bei der Ice Bucket Challenge darum, gesellschaftliches Bewusstsein ALS zu schaffen. Wenn du deiner Nominierung nicht nachgehst, musst du Geld an die ALS-Stiftung deiner Wahl spenden. Es ist eins dieser würdest-du-eher-als-Spiele, bei dem das ganze Internet mitmacht, und erschreckenderweise kippen sich die meisten Leute lieber einen Eimer Eis über den Kopf, als einer Wohltätigkeitsorganisation etwas zu spenden.
Es gibt wirklich viel, was man an der Ice Bucket Challenge kritisieren kann, das Nervigste an der ganzen Sache ist aber die Tatsache, dass man es hier mit einer Form von Narzissmus zu tun hat, die sich als Altruismus ausgibt. Wenn der Sommer dann wieder kühler wird und sich Eiswasser nicht mehr ganz so erfrischend anfühlt, werden die Menschen ALS wieder komplett vergessen haben. Es ist unglaublich en vogue, so zu tun, als wäre uns etwas wirklich wichtig, aber auch diese Mode wird schon bald wieder verschwunden sein.
Das ist letztendlich auch die Krux des ganzen „Hashtag-Aktivismus“, der begeistert von vielen Millennials praktiziert wird: Anstatt tatsächlich etwas zu tun, kannst du einfach nur so tun als ob, indem du die Timeline deiner Facebook-Freunde mit irgendeinem Stuss vollspammst. So wie die Ice Bucket Challenge verkommen auch andere, eigentlich gut gemeinte Anlässe zu einer kollektiven Social-Media-Nabelschau..." Lange Rede kurzer Sinn: nach dem Hashtag gespamme wird es abebben, doch die Probleme bleiben.
Wie Stroh im Feuer

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