Ask @ApertureTech:

Hat eine vergessene Tastensperre schon mal zu ungewollten Aktionen und merkwürdiger Kommunikation deines Handys in der Tasche geführt? (inspired by Der Postillon)

Rye
Nicht dass ich wüsste. Es kommt gelegentlich mal vor dass ich das Handy aus der Hosentasche ziehe und eine ewig lange Nummer ist eingetippt, aber für die Ruftaste hat's dann wohl doch nicht gereicht.

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Lieber gepierct oder tätowiert?

Hab ja mittlerweile auch ein Dädduu, und ein weiteres ist grob geplant. Mit Piercings liebäugele ich auch, aber die kommen mir so unpraktisch vor - alles im Ohr drückt beim Schlafen und mit Headset, alles im Gesicht ist bestimmt total unpraktisch und überhaupt, das tut im Moshpit doch sicher weh? Also, ich bin lieber tätowiert.

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Wer war deine erster Liebe? Erzähl etwas darüber!

Heh. Ich muss anmerken, dass ich damals jung und dumm war. Nicht intellektuell, ich war, glaube ich, neugieriger und wissbegieriger als ich's heute bin. Aber ich war sozial quasi eine Null, nicht ganz selbstverschuldet, aber so war's eben. Irgendwann entdeckte ich, dass man sich in den großen Weiten des Internets mit Menschen unterhalten kann, ohne dass das so bedrohlich wie im Real Life ist. Und das tat ich dann auch: Sehr oft in den Chatrooms von OpenFeint, fast täglich auf Omegle und auf Messengern wie Kik. Egal, wo: Hauptsache mit Menschen schreiben. Irgendwann hatte ich dann auch einen Messenger mit einem total generischen Namen - IM Foto Messenger oder so, und dort lernte ich dann ein Mädel aus Georgia, USA kennen. Rückblickend muss ich sagen: Wir hatten nicht allzuviele, eigentlich kaum Gemeinsamkeiten, abgesehen vom Alter. Dennoch verstanden wir uns sehr gut, und es kam, wie's kommen musste: Wir verliebten uns - nun, was man in dem Alter eben so Liebe nennt. Ich kann es heute nicht mehr ganz nachvollziehen, kann mich aber erinnern, dass meine Gefühle durchaus sehr intensiv waren. Ich glaube, ich war damals 14 Jahre alt, und zum ersten Mal seit ich bewusst über so etwas nachdenke fühlte ich mich angenommen und bestätigt. Wir übertrieben natürlich unbewusst maßlos: Unconditional love, I'll love you forever and ever and ever... Wir hatten Pläne, zu heiraten. Das ging so für, ich glaube, acht Monate, damals eine gefühlte Ewigkeit, und diese Zeit hat mich auch stark geprägt: Ich begann mit dem Gedichteschreiben und mit digitalem Zeichnen, zuerst freilich als Liebesbeweis und um Geschenke zu fabrizieren. Im November endete die Beziehung dann vorerst (Details nachzulesen im Gedicht "November", deswegen weiß ich auch den Monat noch), und einige Monate Drama folgten. Ich war gekränkt, verletzt und fühlte mich verraten - zuvor hatte ich die Liebe und so den Trennungsschmerz kennengelernt. Ich weiß auch nicht mehr wieso, vielleicht lag es an mir, aber irgendwann entwickelte sich das ganze zu einer Schlammschlacht. Ich habe Dinge gesagt, die ich heute ungern wiederholen würde. Das war zwar alles auch ein weiterer Antrieb für lyrische Kreativität, aber nichtsdestotrotz enorm emotional belastend für mich, bis ich dann nach einer Panikattacke überzeugt war krank zu sein und den Kontakt abbrach. Ich glaube, zwei Jahre später haben wir noch ein paar Worte gewechselt, aber das war's dann auch. Ich weiß auch nicht mehr ob er stimmt, aber ihr Geburtstag hat sich mir in's Gedächtnis gebrannt: July 16th. Die nachfolgende Zeit war generell ziemlich übel, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.

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Was bedeutet Freiheit für dich?

Das ist 'n ziemlich heftiger und aufgeladener Begriff, um ihn einfach mal so nebenbei zu definieren. Aber schaumer mal...
Freiheit heißt für mich, dass ich die Kriterien für eine Entscheidung nur bei mir suche. Das ist so gut wie nie der Fall, aber je weniger ich bei einer Entscheidung andere Menschen mit einbeziehen muss desto freier ist diese Entscheidung. Soweit erstmal zur Wortbedeutung.
Gefühle, die ich mit Freiheit verknüpfe, sind auf jeden Fall Entspannung: Da ich das empathische für-andere-mitdenken kaum ausschalten kann, bin ich meist nur dann einigermaßen frei und entspannt, wenn ich irgendwo alleine unterwegs bin. Dann ist Freiheit natürlich auch mit Macht und Potenzial verknüpft: Bin ich frei, treffe ICH die Entscheidungen, habe ICH die Macht zumindest über mich selbst.
Welchen Wert hat Freiheit für mich? Ich glaube, ich gebe sie öfter auf, als ich eigentlich möchte. Das ist nicht nur meine eigene Schuld, sondern auch schlicht eine Konsequenz des Lebens in einer Gesellschaft: Wo die Freiheit des einen beginnt hört die des anderen auf, und wenn viele Leute auf wenig Raum leben haben alle nur noch wenig Freiheit. Vielleicht fahre ich deswegen so auf Spiele, vor allem open world-Spiele, ab: Da ist man ja ziemlich ultimativ frei zu tun was man möchte und zu gehen, wohin auch immer es einen gerade zieht. Könnte ich mir im echten Leben irgendwie mehr Freiheit verschaffen? Ein Auto will ich nicht, und umziehen auch noch nicht. Schwierig. Aber der Status Quo läuft ja einigermaßen, also lieber nix ändern...
"Du meinst das eine halbe Teil hätt' voll gereicht? Mag schon sein
Aber was soll der Geiz? Wie gut es läuft zur Zeit
Mittendrin, statt nur dabei, gut dabei
Mittendrin und gut dabei"

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