Leider muss ich das so machen, weil der Text zu lange ist. Was empfindest du bei diesem Text und wie wird es weitergehen?

Die gekräuselte Oberfläche des Wassers verwandelt die einfallenden Sonnenstrahlen in ein tanzendes Spiel zwischen Farben und Licht, während die flammend roten und leuchtend gelben Blumengesichter ihre Gewänder fallen lassen und darauf warten, dass sich der Vorhang hebt. Sie spitzen die Ohren für die morgendliche Aufführung, die bald ihren Lauf nimmt. Begleitet vom sanften Murmeln des Baches, fangen die Vögel an zu singen. Der liebliche Klang umschmeichelt das Rasseln der Bäume und den stillen Gesang des Windes. Das Konzert wird immer wieder von einer vorwitzigen Meeresbrise gestört. Es ist eine allbekannte Szene, die sich seit dem ersten Tag immer wieder abspielt. Und dennoch geht die morgendliche Ouvertüre weiter, zart und sanft, in ihrer Art perfekt ausgewogen, ohne jemals zu stocken oder sich zu ändern. Inmitten dieser Inszenierung, dem Zentrum der schräg tönenden Aufführung, schmiegt sich ein Dorf tief in den Wald. Dieses Dorf heißt Abel. Es liegt auf einem Hügel, welcher sich über die Küste erhebt und die Landschaft krönt. Am Fuße des Hügels liegt Tenero, eine kleine Hafenstadt, welche man von Abel aus überblickt. Wenn die Nacht anbricht, funkeln ihre Lichter wie Diamanten und setzen die Ouvertüre in ihren letzten Akt, bevor sich die Landschaft wieder schlafen legt um Energie zu sammeln für ihre nächste Aufführung. Alle die diese herrliche Pracht erblicken, geht das Herz auf. Eigentlich sollte man in einem Dorf wie diesen alle möglichen Läden für Touristen erwarten. Doch solche gibt es hier nicht. Tatsächlich ist die Ruhe in diesem Dorf fast merkwürdig zu nennen. Von diesem Ort geht eine friedliche Stille aus, welche zusätzlich zum Reiz von Abel beiträgt. Jedoch hat diese Ruhe auch etwas geheimnisvolles, welches von Generation zu Generation zu erkunden gilt.
Und inmitten all der Szenerie wandert ein kleines Mädchen von Abel nach Tenero. Ihre braunen Halbschuhe klacken freudig auf mit jeden Stein und die Überbleibsel der Pfützen vom letzten Regen spritzen zur Seite mit jedem Sprung in ihnen. Knorrige Äste unterbrechen den ansonsten recht ebenen Weg, geziert von den fallenden Blättern der majestätisch hohen Bäumen, welche den Pfad zu einen lang gezogen Tunnel formen. Das Kind erscheint sehr glücklich, als sei es einst mit der Natur. Das rot-schwarze Kleid weht verspielt im Wind hinter dem Mädchen her, ebenso wie ihr, zu einem Zopf geflochtenes, blond schimmerndes Haar. Ihre großen, braunen Augen sind nicht auf den Weg fixiert, sondern beachten das Naturspektakel, die morgendliche Aufführung mit vollem Interesse. Der Name des Mädchens ist Lorena.
Doch wir verlassen vorerst Lorena und die morgendliche Aufführung. Begeben wir uns zu Tenero. Dort, mitten auf den Markt, sehen wir allerlei Vögel sitzen. Die ältere Gesellschaft versammelt sich hier gerne um die Tiere mit dem Brot zu füttern, welches sie frisch vom Bäcker gekauft haben.

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