Ask @Fruhlingspfutze:

Wo ist der eine Platz auf Erden, von dem du dir wünschst, dass du ihn noch einmal besuchen könntest?

Im Herzen eines geliebten Menschen. Noch einmal in dessen Geist tauchen, seine Welt erkunden, gemeinsam lachen und staunen, freimütig in geschenkter Zeit treiben ... die weiten Sandstrände in Sardinien aufzusuchen und im klaren türkisfarbenen Meer zu schwimmen, ist aber realistischer.

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Was muss passieren damit du deine Meinung über jemanden änderst?

M e l l i
Zeigen mir die Taten etwas anderes, ist meine Meinung offensichtlich falsch oder mindestens unvollständig und gehört überprüft und sowohl positiv wie auch negativ "auf den aktuellen Stand gebracht".
Bekunden Worte, welche ich als aufrichtig befinde oder denen ich aus unerfindlichen Gründen glauben schenken will, einen anderen Sachverhalt, überdenke ich meine Meinung und revidiere sie gegebenenfalls.
Klärt ein Gespräch ein Missverständnis auf, ist meine Meinung überholt.
Verliert jemand durch bestimmte Gesinnungen, Verhaltensweisen oder mir geschilderte Erfahrungen, die ich für vertrauensvoll halte, an Ansehen, ändert sich mein Bild bzw. wird dieses damit zugänglich für Veränderung und Anpassung an die neue "Realität".
Eigene Erfahrung prägt meine Meinung. Je länger und je näher ich jemanden kenne, desto nachhaltig und vollständiger. Ich glaube nicht, dass der Prozess je endgültig abgeschlossen ist. Wie könnte er, wo doch ein jeder mit seiner Erfahrung wächst? Mit der Zeit gewinnen nur jene an "Unantastbarkeit", die mir am Herzen liegen, was so viel heißt wie, auch wenn sich meine Meinung ändert, ändert das nicht zwangsläufig etwas an der Verbundenheit.

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Wurde dir in deiner Kindheit viel vorgelesen und vorgesungen?

Ronja Räubertochter
Ich war als Kind oft krank, viel bei Ärzten und auch im Krankenhaus. Vorlesen verbinde ich irgendwie damit ... Immer wenn ich nur krank im Bett lag oder wir Stunden in den langweiligen und bedrückenden Wartezimmern verbrachten, las mir meine Mama aus einem Buch vor. Das beruhigte mich, lenkte ab und war voller Geborgenheit und Liebe.
Daneben waren es vor allem Hörspielkassetten, denen ich stundenlang lauschte.
Gesungen wurde weniger, allerdings habe ich heute noch "Schlaf Kindlein, schlaf" und "La le lu" im Ohr.

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Warum hast du immer den Drang, gegen andere Menschen zu kämpfen?

Blasius Mengkaka
Den habe ich absolut nicht. Auch beim Schwertfechten früher kämpfte ich nicht gegen Menschen, sondern um das Hochgefühl beim Bewegungsablauf und für Perfektion. Ähnlich beim Bogensch.ießen. Es ging nicht darum die Scheibe oder die Requisiten zu treffen, sondern darum, die innere Mitte zu finden.
"Kämpfe" ich gegen Menschen, dann setze ich mich für meine Ansichten, Wertvorstellungen und mein Gerechtigkeitsempfinden ein, verteidige was mir am Herzen liegt und streite für ein bestimmtes Wohl, Zweck und manchmal auch für Idealismus.

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Arwens Fragenrunde: Was weißt du über Tarotkarten?

Arwen Delany
Quasi nichts, obwohl wir ein sehr schönes Tarot von H.R. Giger haben. Abgesehen davon, was man so in Filmen und Büchern mitbekommt, habe ich mich nicht näher mit Tarot befasst. Eigentlich fände ich die Materie interessant, aber letztlich sehe ich darin so viel Sinn und Zweck wie in Horoskopen. Um mein Unterbewusstsein wahrzunehmen, kann jedes “Symbol” einem Spiegel gleich hergenommen werden. So deute ich meine metaphernlastigen Schreiben, meine Träume, Musik, deren Lyrik mich stark bewegt und ab und an auch Geschichten, Märchen und Erzählungen, eben jene wundersamen Schilderungen, die Raum für Phantasie und eigener Interpretation lassen.

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Fragenrunde: Kennst du dich oder kennst du nur die andern?

Arwen Delany
Wie gut kann man einen anderen Menschen überhaupt kennen? Es kann so viel gespielt oder überspielt sein, dass kennen so nur so viel sagt, wie dir gezeigt wird und was du daraus mit deiner Menschenkenntnis ableitest. Ob dein Bild dann mit dem übereinstimmt, wie eine Person wirklich ist, was sie tatsächlich denkt und wahrhaft fühlt, bleibt fraglich.
Ich wäre jedenfalls vorsichtig mit der Aussage, jemanden zu kennen.
Mich selbst kenne ich ziemlich gut. Nachdem ich am Leben wachse, überrasche ich mich manchmal aber auch noch mit einem Entwicklungssprung. Andere Veränderungen gehen viel langsamer und leiser vonstatten und brauchen mehr Aufmerksamkeit, um im Kleinen erfasst zu werden. Ein bisschen Abstand zu Geschehnissen hilft da ganz gut, um zu klarer Erkenntnis zu gelangen. Vieles, wenn nicht vielleicht sogar alles, lässt sich erst rückblickend verstehen, während der Augenblick selbst im Leben und dessen Entfaltung in uns weilt. Unser Hirn braucht einfach ein bisschen Zeit für die Verarbeitung gesammelter Eindrücke, während Selbstreflexion nicht mal eben so nebenbei funktioniert.

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Wie wichtig sind Gemeinsamkeiten bei Sozialkontakten? Wart ihr schon mal mit Leuten befreundet die komplett andere Hobbys und Interessen hatten?

Reaktor Konzert
Gemeinsamkeiten sollten insofern bestehen, als dass man etwas miteinander anfangen kann. Lebt man in zwei völlig unterschiedlichen Welten mit ganz anderen Interessen und einem konträren Lebensstil, wird es schwer, auf einen Nenner zu kommen. Andersartigkeit kann bereichern, gerade bei Charaktereigenschaften wunderbar ausgleichen und generell schätze ich andere Blickwinkel, die den eigenen Horizont kitzeln und herausfordern, aber eine Kluft sollte nicht dazwischen stehen.
Gleiche Hobbies sah ich noch nie als relevant an, aber bei der Kommunikation sollte es eine Wellenlänge geben, sprich, man sollte sich im Gespräch wohl fühlen, einen Zugang zueinander finden, und sowohl frei reden, wie offen zuhören können. Ist das gegeben, kann sich eigentlich jede Unterhaltung zu einem wundervollen Austausch entwickeln.
Zusammen lachen können, liegt mir noch am Herzen und ich glaube oftmals wird unterschätzt, welches Bindeglied Humor darstellt.
Zunehmend wichtig sind mir insbesondere gleiche Wertvorstellungen und Lebenseinstellungen. Ich habe zwei Kinder und sie nehmen ein Großteil meines Lebens ein. Ich bin gewiss keine Mutti, die sich nur über ihre Kleinen unterhält und nichts anderes als Familienleben im Kopf hat, aber dies nimmt einen großen Raum in meinem Herzen und Leben ein. Findet sich da kein Zugang, fehlt mir etwas Wesentliches, einfach allein schon deshalb, weil ich ganz andere Prioritäten und Sorgen haben. Genauso schwierig sind hier grundsätzlich andere Überzeugungen, Impfpflicht beispielsweise. Da kann ich noch so sehr tolerant sein wollen, ich verbringe meine Zeit nicht mit einer Mama oder einer Nichtmama, die in meinen Augen eine fahrlässige Lebensweise für gut befindet. Ähnliches bei Politik. Irgendwo kommen immer Einflüsse im Gespräch auf. Mit radikalen Menschen oder solchen, die ohne eigenes Hirn Populismus folgen, gerate ich früher oder später einfach aneinander. Moralempfinden … ich kann hier weit in Schattierungen denken und interessiere mich stets mehr für die Beweggründe und das ganze Zusammenspiel als für gesellschaftliche Normen, aber es gibt einfach Dinge, für die ich kein Verständnis aufbringen will. Verführung Minderjähriger beispielsweise. Daneben ist es natürlich fraglich, ob sich wirklich ein solider Sozialkontakt entwickeln kann, wenn Ansichten immer wieder gegenläufig sind.
Zuletzt noch das Sahnehäubchen, welches nicht notwendig aber definitiv ein Plus ist ... ein ähnlicher Musikgeschmack. Herrscht die gleiche Begeisterung für eine Band, ist das für mich schlichtweg eine riesige Bereicherung. Auf Konzerten blühe ich auf eine ganz andere Art und Weise auf und genau solche Augenblicke mit Menschen teilen zu können, die mir nahe stehen, ist unheimlich wertvoll. Zudem liebe ich den Austausch über Songs und deren Wirkungsweise.
Zur zweiten Fragen, kurzum, ja, war und bin ich. Mir ist nicht (mehr) wichtig, ob wir das Gleiche mögen, damit wir miteinander spielen können, sondern ob wir miteinander leben können.

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Wie oft im Leben wünscht du dir wieder ein Kind zu sein?

Dolly Lya
Also ich bin heute einem Schmetterling nachgejagt, stapfte durch Wasserläufe, baute Sandburgen, suchte Edelsteine, tollte auf der Wiese rum, lag unter einem Baum, gab Wolken Namen, schlemmte ein Eis, spielte Fangen und Verstecken … wurde im Arm gewogen, geküsst, angestrahlt, zugedeckt, angepustet, gekitzelt und lachte herzhaft mit Sommersprossen auf der Nase :D
DAS sind die Dinge die ich vermissen, weil sie in ihrer unbeschwerten Art leider zwischen Arbeit, Verantwortung und Pflichten zu kurz kommen. Aber ich bin immer noch in vollen Zügen “Kind”, wenn es die Zeit und Situation erlaubt.
Andere Dinge die ich mit Kind sein assoziiere, gehen mit dem Gefühl von Unselbständigkeit, Abhängigkeit und Unmündigkeit einher, die ich nicht wieder erleben muss. Reicht auch, wenn mich das womöglich im Alter noch bzw wieder ereilt ^^

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Stimmst du zu, dass romantische Liebe die ersten Jahre hält und dann zur Gewohnheit wird?

Mert
Keineswegs. Die romantische Liebe wird keine Gewohnheit, sie schlummert im Verborgenen, während andere Dinge in den Vordergrund gerückt werden. Die Beziehung selbst gewinnt im Laufe der Jahre an Bodenständigkeit und wächst in die Tiefe … neben einer roten Rose erwächst ein Baum. Nimmt man sich Augenblicke des Innenhaltens und der Pflege, lässt sich die Rose im Schatten des Baumes aber immer noch finden und Romantik blüht auf.

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Was war der letzte große Fehler, den du gemacht hast?

Hm, vermutlich vorbehaltlos an schöne Worte geglaubt zu haben, während ich im Gegenzug eine Mahnung in den Wind schlug. Ich weiß aber nicht, ob eine erlebte Erfahrung wirklich ein Fehler ist … um zu lernen, vielleicht auch um zur Einsicht zu gelangen, braucht es manchmal einfach erst den Selbstversuch. Jedenfalls mochte ich es noch nie auf das zu hören, was andere angeblich besser wissen. Im Grunde bereue ich auch nichts, und zu einem Fehler gehörte das irgendwo dazu, oder? Auf was ich verzichten könnte, ist das Gefühl der Enttäuschung. Hier fehlt es mir an der rechten Verarbeitung. Womöglich ist auch das der große Fehler ;) Frust schlägt mir zu stark aufs Gemüt.
Hinnehmen. Abschließen.
Ich übe mich.
Ich kann Menschen nicht ändern. Ich kann ihre perfiden Handlungsweisen nicht ändern. Ja ich kann nicht mal mich so schnell ändern, will es vielleicht auch gar nicht.
Aber ich kann meine Einstellung und meinen Umgang mit Situationen ändern.
Schritt für Schritt.

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Was gibst du dem Leben?

Uff, Farbe vielleicht? Eine Oase der Ruhe und Erholung. Licht. Hoffnung, Geborgenheit, Klarheit. Heilung. Erkenntnis und Inspiration. Liebe … Das wären zumindest ein paar Dinge, die mir als Resonanz von anderen zugetragen wurden. Inwiefern das letztlich stimmt, kann ich selbst nicht beurteilen und es sind ja auch nur Worte von anderen Lebewesen und nichts Allgemeingültiges oder etwas, von dem ich ausginge, dass es das Universum mit Glanz erfüllt. Das wäre der völlig falsche Ansatz. Hingabe wohnt die Selbsterfüllung inne, ganz ohne das Selbst zu füttern.
Ich weiß nicht, ob das Leben selbst wirklich antworten würde. Es wäre jedenfalls eine sehr von Karma bestimmte Sichtweise, die ich so nicht trage.
Ich denke auf auf das Wesentliche beschränkt, gebe ich dem Leben mich selbst … so wie das Leben, mit all seinen Einflüssen, mich mir selbst gibt. Ohne es, könnte ich schließlich nicht sein. Es ist ein Zusammenspiel, ein Ineinanderfließen.

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+1 answer in: “-🦋”

-🦋

la petite Amélie
Ich las kürzlich, dass Leben hätte keinen Sinn, weil man eh ste.rben wird. Es gab eine Zeit, da dachte ich ähnlich. Wozu das alles? Es ist sinnlos …
Es ist vergänglich. Absolut nichts können wir behalten. Noch nicht einmal die Erinnerungen und selbst wenn, wären sie nur ein Schatten des Lebens. Den Sinn sah ich damit, das beste aus dem Leben zu machen, sich sein Glück und seine Freude selbst zu erschaffen, allem Tun einen Wert geben, Nützlichkeit finden, Schätzung aufbringen und Befriedigung im Sein schlechthin erfahren. Aber der Gedanke bleibt, unterbewusst. Eines Tages ist alles fort … an einem Ort des Verlusts … des Nichts. Was bleibt, was tatsächliche Erfüllung bringen kann, ohne dass es einem einst entrissen werden kann, ist Hingabe.
Die Frage ist für mich nicht mehr, was gibt mir das Leben, sondern was gebe ich dem Leben?

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Arwens Fragenrunde: Hast du heute gegen die Welt gekämpft oder für dich?

Arwen Delany
Heute kämpfte ich vor allem gegen mich. Ich bin bestimmt sensibel und schmerzempfindlich, besonders meine Haut reagiert rasch und blüht in blau und lila Tönen auf. Dennoch habe ich zwei Kinder ohne Schmerzmittel oder PDA zur Welt gebracht und kann durchaus was aushalten. Die Physio heute war aber heftig … bildliche Vergleiche spare ich mir besser. Reicht, dass sie in meinem Kopf waren und ich mir eher wie eine tranchierte Ente vorkam. Extrem, und zum Glück merkte ich das gleich, war neben den Schmerzen die psychische Komponente. Darauf vertrauen, dass der Therapeut weiß was er da tut ... in aller erlebter Ohnmacht zulassen, dass mir ein (fremder!) Mensch weh tut … Ich glaub's immer noch nicht, dass ich tatsächlich liegen geblieben bin und nicht fluchtartig die Praxis verlassen habe. Gegen die Tränchen im Auge konnte ich nichts tun, aber die Fassung gewann ich wieder. Ich konnte atmen und geschehen lassen … Und letztlich kämpfte ich für mich … für meine Gesundheit. Unerwartet, hier auch anderweitig zu wachsen.

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Was hältst du von Fernbeziehungen?

Das wäre nichts für mich. Ich glaube ich könnte gut damit leben, wenn mein Partner viel Freiraum und Zeit für sich selbst braucht, sofern wenn wir uns tatsächlich und nicht nur emotional nah wären. Dauerhafte Distanz, dieses nicht unmittelbar wahrnehmen und jederzeit in die Arme schließen können, käme mir früher oder später einer Zerreißprobe gleich. Geborgenheit ist mir da einfach zu wichtig. Auch wenn ich sie nicht ständig direkt brauche, muss ich ihre "Anwesenheit" in meiner Gegenwart fühlen. Zudem läge mir sehr am Herzen, ein aktiver Teil des Lebens zu sein und nicht nur einer, der die meiste Zeit mit fernmündlicher Kommunikation gestaltet und aufrechterhalten wird. Das Risiko mich ausgeschlossen, nebensächlich und vernachlässigt zu fühlen, wäre zu hoch, was wiederum negative Emotionen weckt, die beziehungsschädlich sind. Sobald Angst herrscht, funktioniert es auf Dauer nicht mehr.

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Wenn man eine person wirklich liebt könnte man dann eine offene Beziehung führen?

Tatiana
Gegenfrage … Wenn man eine Person wirklich liebt, könnte diese dann nicht genügen?
Liebe … "Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand" … Davon bin ich tatsächlich überzeugt und so gesehen ja. Aber muss auch der Mensch wirklich alles aus Liebe ertragen? Sollte man nicht zuallererst sich selbst lieben und schätzen und sein Leben so führen, wie es einem gut tut? Und führte es die Liebe per se nicht ad absurdum, wenn so etwas unglaublich Schönes und Wundervolles zur Q.ual wird und unglücklich macht?
Jeder Mensch hat seine eigenen Bedürfnisse und für diese gilt es in erster Linie Sorge zu tragen; im Zweifel allein.

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Tagesfrage vom 25.05.😉 Experten raten dazu öfters mal einen Baum zu umarmen 🌲🌳🤗 Das wäre gut für Körper und Seele 😌..... Nein, das ist kein Witz ☝️..... Deine Meinung dazu 💁‍♂️ Wann hast Du das letzte mal einen Baum umarmt 🌳🌲🤔

Andreas B - kein VIP ® ♔
Ich habe heute an einem Blümchen geschnuppert und bin in eine Regenpfütze gesprungen, zählt das auch? Machte jedenfalls glücklich, auch wenn ich die Hose jetzt waschen muss :P
Einen Baum habe ich zuletzt als Kind umarmt. Was ich regelmäßig erfühle, ist Baumrinde. Bin ich im Wald, wird der ein oder andere Baum schon mal von mir gestreichelt ^^ Generell erdet mich die Natur. Auf einer Wiese sitzen, kann da schon helfen und positiv auf mein Gemüt wirken.

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Was gibt dir das Gefühl von Freiheit?

Sicherheit. Ohne diese kann ich mich nicht frei entfalten und fürchte unentwegt, abzustürzen.
Der Blick in den Himmel oder auf das Meer hinaus, besonders wenn der Wind dabei in den Haaren spielt. Mitunter kann das Gefühl dabei aber auch melancholisch sein und erst Sehnsucht wachrufen.
Tanzen. Auf einem Konzert, frei von Gedanken und gänzlich in mich versunken.
Die Illusion der Wahl. Zwei Alternativen zur Entscheidung und der Wille fühlt sich frei. Allerdings weiß ich meist um das trügerische Spiel der Möglichkeiten, weshalb ich bei entweder oder Fragen auf ask oft ausbreche und mir meine eigene Antwort erschaffe.

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Stimmst du zu, dass Einsamkeit süchtig machen kann und sie daher gefährlich ist?

Blasius Mengkaka
TW: Sucht
…………........
Sucht … eine sehnsuchtsvolle, mit Abhängigkeit unterlegte Suche …
Ich glaube nicht, dass sich irgendein Mensch dieser Erde nach Einsamkeit sehnt … nach Unabhängigkeit, nach Freiheit, nach Rückzug und dem Allein- und Für-sich-sein, aber nicht nach Einsamkeit. Sie ist kein Erlebniszustand, der abhängig machen könnte. Im Gegenteil. Einsamkeit ist ein Erlebniszustand, von dem man loskommen will, den man auflösen will und der Erlösung sucht.
Einsamkeit kann somit zu Süchten führen … der Schmerz, die Verzweiflung, die unerfüllte ziehende Leere im Inneren, die lähmt, schreit und brennt, auslaugt, vom Leben trennt, eine schwere tiefe Trauer mit sich trägt und das Gefühl eines unvollständigen, deplatzierten Puzzles nährt … wie leicht hat es hier doch die Versuchung zur Betäubung, Ersatzbefriedigung, Ablenkung und “Erfüllung”. Al.koholsucht, Es.ssucht, Dr.ogensucht, Medikamentensucht, Spielsucht, S€xsucht, Kaufsucht, Sportsucht … im Prinzip kann jede Substanz und jedes Verhalten zur Sucht führen, bis hin zur Sucht nach Anerkennung, Aufmerksamkeit und der Liebe selbst, sprich jener Zustand des Verliebtseins, der die körpereigene Produktion von glücksbringenden Hormonen auslöst.
Insofern kann Einsamkeit absolut süchtig machen. Weil sie krank macht. Weil sie weh tut. Weil sie ungesund ist, sich durch die Seele frisst und nach Heilung sehnt.
Weil ich die Piano-Version so unglaublich schön finde:
https://www.youtube.com/watch?v=CjPAts6pBCQ

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Wenn ihr denkt, dass ihr nicht mehr könnt, wie lange könnt ihr tatsächlich noch? Und wie sinnvoll ist es, Dinge durchzuhalten?

Reaktor Konzert
Kommt darauf an … tue ich etwas mit dem Kopf, mit dem Körper oder mit dem Herzen?
Sagt der Kopf, ich kann nicht mehr, so ist es meist ein “ich will nicht mehr” oder ein “ich will etwas anderes mehr” oder auch ein “du solltest besser das oder jenes tun”. Bin ich an diesem Punkt, wird es schwer, durchzuhalten; unterwandere ich mich doch bereits mit anderweitig ausgerichteten Gedanken und verliere somit den Fokus.
Sendet der Körper Signale, nicht mehr zu können, geht in den meisten Fällen noch eine Menge. Ist die “Schmerzgrenze” überwunden, gelange ich in eine Art Flow … sei es beim Tanzen, wenn ich eigentlich erschöpft bin, beim Sport, wenn Kräfte schwinden und deren Mobilisierung plötzlich neue Erfolge bringen oder binnen der Geburt, bei der Wehen zum Rhythmus werden und Schmerz kommt und geht, kommt und geht, kommt und geht … nebensächlich wird (auch wenns höllisch weh tut XD)
Fühlt das Herz “ich kann nicht mehr” … nun ja. Es ist gleich, wie oft du glaubst, dein Herz zerspringt in abertausend Scherben, es bleibt doch weiter in deiner Brust. Es schlägt, füllt das Gehirn mit Blut und hält dich im Leben. Ich glaube, so lange man noch irgendetwas in dieser Welt liebt, kann es nicht anders als sich Grenzen zu widersetzen, sie auszudehnen und für, statt gegen etwas zu sein.
Wie sinnvoll es ist, durchzuhalten, würde ich von Situation zu Situation entscheiden. Manches ist mehr Einsatz wert als anderes, manches klüger und manches schlicht insgesamt besser. Nach meiner Erfahrung sollten man dann aber seinen Ehrgeiz, seinen Traum oder seine Sehnsucht begraben, wenn der Weg mehr Frust, Leid und Zerrspiel bürgt als er Freude, Glück und Wohlbefinden schenken kann.
Grundsätzlich ist aufgeben keine Lösung, aufgeben zu können, aber weise.

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