Ask @Fruhlingspfutze:

"Es gibt mehr Darstellungen des Bösen als irgendetwas sonst. Das Böse ist visuell viel ansprechender als das Gute." (Lars von Trier) Siehst Du das auch so? Wie kommt das?

(Manu)
Visuell? Nein *schmunzel* die Attraktivität des Bösen liegt in der Psyche und den eigenen lustvollen Abgründen. Die Anziehungskraft gestaltet sich mir mehr aus einer gewissen Erotik der Se.bstzerst.rung heraus, dem Nervenkitzel und der Neugier nach dem Geschmack der Freiheit hinter vernunftbegabter Gedanken.
Darstellungen des Bösen überwiegen wahrscheinlich nur deshalb, weil der Mensch dazu neigt, in seiner selbstherrlichen Moral alles zu verteufeln, was sich seiner Kenntnis und der stumpfen Idealisierung vereinfachter Normvorstellungen entzieht.
Ansonsten spricht mich persönlich das Licht an, erst recht, wenn es hinter den Schatten liegt oder zur Erkenntnis führt, dass beides nicht mehr und nicht minder ist, als eine Symbiose.
Du kannst auch nicht das Leben vom T.d trennen und das eine wahrhaft lieben, ohne das andere willkommen zu heißen.

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Sind alle Emotionen eine Wahl? Kann man sich entscheiden, glücklich anstelle von traurig zu sein?

Selbstverständlich. Gefühle sind der reinste Bonbonautomat. Man wählt eine Geschmackssorte, drückt den entsprechenden Knopf und schon zergeht die gewünschte Emotion auf der Zunge und erfüllt das Innerste mit tiefster Zufriedenheit … man muss nur ganz fest daran glauben und sich seiner bonbontastischen Fähigkeiten bewusst sein.
So, bin glücklich über das grandiose Wortspiel und traurig über den schlechten Witz.
Tiefe Emotionen obliegen keiner Wahl. Was ich persönlich für möglich halte, ist das Erlernen eines entschiedenen Umgangs damit und einer gewissen Selbstregulierung. Diese findet mir allerdings im Kopf statt. Der schmerzliche Verlust eines geliebten Menschen lässt sich nicht schön fühlen, wohl aber in schöne Richtungen denken, in dem man z. B. die gemeinsame Zeit schätzt, die glücklichen Erinnerungen weiter im Herzen trägt, die Lehre für das Gefühlsleben annimmt, über den Verlust hinauswächst und gedanklich Platz für neue Erfahrungen schafft, diesen offen gegenüber steht und nicht in Schmerz und Trauer festgekettet in der Vergangenheit verweilt. Das macht nicht automatisch glücklich, schafft aber Raum, um Glück einzuladen und vor allem einen wachen Blick dafür, dieses auch im Kleinen wahrzunehmen.
Separieren würde ich von traumatischen Erfahrungen oder qualvollen Lebensumständen. Beides stellt vor eine Ohnmacht, die entweder über keine gedankliche Kraft verfügt oder diese obsolet macht. Mögliche Hilfe anzunehmen, ist die Entscheidung, die einem gegebenenfalls hier bleibt.
Ansonsten … alles verändert sich. Darin liegt keine Wahl, je nach Einstellung wohl aber eine Chance.

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Wenn du in einem Zirkus eine Rolle spielen beziehungsweise arbeiten würdest, wer wärst du?

Emu
Leben ist tanzen über dem Abgrund ... ein Seiltänzer. Alternativ und mit ein bisschen mehr Realismus, Beleuchter. Mich faszinieren Blickwinkel und wie sehr das rechte Licht oder Schattengebung die Szenerie bzw. deren Wahrnehmung beeinflussen kann.

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Wenn Januar, Februar und März Kapitel im Buch "Mein 2019" wären, welchen Titel würden sie tragen? Gibt es schon Vorahnungen oder sogar Wünsche für die Namen der restlichen Kapitel?

juicy lucy
Dämmerung
Sonnentief
Sturmwelt
Frühlingsbrise
Seelenwanderung
Sternenglück
Nachtschwarz
Hitzschlag
Regenhimmel
Nebelfelder
Herbstzeitlose
Eisflocken

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Mit welcher Art von Stift schreibt ihr am liebsten 🖊

et immutati
Im Alltag benutze ich zwar meist einen praktischen Kulli, aber am liebsten schreibe ich mit Tintenroller. Bei Notizen ziehe ich ansonsten den Bleistift vor und bei Briefen oder diversen schriftlichen Einträgen in meine Bücher gern auch klassisch den Füller.

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Was muss man tun, um einen Abdruck auf deinem Herzen zu hinterlassen?

juicy lucy
Ziemlich simpel … mich berühren.
Geschieht auch allzu oft, was insofern mein Glück ist, als dass in diesem Überfluss jede Spur mit der nächsten Emotionsflut leicht hinfort gewischt werden kann. Sie verschwindet nicht, zeichnet mich aber auch nicht. Dazu bedarf es mehr.
Es sind Wege, die ins Herz führen, keine flüchtigen Augenblicke. Willst du einen zeitlosen Abdruck hinterlassen, dann sieh hin, werde Gewahr, was du Schritt für Schritt im Begriff bist in Besitz zu nehmen und lass mich sehen, begreifen, wohin dieser Teil von mir wandert und ankommt.
Etwas anders sind natürlich geschlagene Löcher, nur bin ich hier wohl schlicht zu weich, als dass sie allzu viel anrichten könnten. Es sind eher Kopf und Psyche, die hier nachhaltig vor Abgründen stehen. Aber danach war ja nicht gefragt …

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Was hältst du davon, dass man seine Flammen / Coins nun auch verschenken kann? Wer nicht weiß um was es geht, bitte auf das neue Update warten. 🔥

M e l l i
Nicht so gut. Eine Benotung nach Schulnoten von 1 bis 6 für die Kategorien Präsentation, Inhalt, Rechtschreibung und Grammatik fände ich besser. Dazu die Möglichkeit für extra Sternchen, Fleißpunkte und ein Feld für Lobeshymnen und ich wäre annähernd zufrieden.

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Was wäre nötig, damit die Menschen endlich anfangen einander zu verstehen?

juicy lucy
“Es hört doch jeder nur, was er versteht.”
Ich glaube es ist eine Unmöglichkeit, einen Mensch gänzlich zu verstehen, denn es würde voraussetzen, nicht nur dessen Gedanken- und Gefühlswelt zu kennen, sondern diese auch genau so erfahren zu haben. In Teilen mag das gelingen … man denkt gleich, fühlt ähnlich, machte analoge Erfahrungen. Doch nichts davon ist identisch. Sich in andere hineinzuversetzen, lässt einen niemals mehr als eine “Kopie” wahrnehmen, die man immer noch mit eigenen Augen sieht, ergo, sich aus den eigenen Farben malt.
“Wir können uns sehen und hören die Stimmen
Ein jeder ein Eiland im endlosen Meer”
Was wäre nun nötig, um “anzufangen”, obwohl es nie zur Vollendung gereicht?
Wirkliches Zuhören, wirkliches Interesse, eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Gegenüber und dessen Wahrnehmung.
Ungetrübte Kommunikation, die weder Zugänglichkeit, Offenheit noch Ehrlichkeit scheut.
Und vor allem Verständnis und die Bereitschaft zur wertungsfreien Akzeptanz und Annahme.

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[Frage am Morgen] Hast du schon einmal etwas gemacht in dem Wissen, dass es ein Fehler ist? Warum hast du es dann trotzdem durchgezogen?

Fritz-Ferdinand von Pinguin 企鹅
Nicht direkt in dem Wissen, dass es ein Fehler ist, aber in der Ahnung und Vermutung.
Ich hätte ja auch falsch liegen können ... würde ich es also trotzdem nicht versuchen, machte ich in jedem Falle einen Fehler.
Erfahrung will gemacht werden, sie mir nur zu erdenken oder durch Vorbehalte zu verwehren, lässt sie fehlen und unterm Strich, ist mir das oft unliebsamer als mögliche negative Ergebnisse.

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gibt es eine aktivität, die dich beruhigt oder einen ort, an dem du dich wohl fühlst?

Tèa
Laufen … an einem See entlang, der Glanz der fließenden Ruhe und das tanzende Licht auf der Wasseroberfläche im Blick. Freiheit atmen und Ballast hinter sich lassen.
Schreiben … treiben, in Fluss und Einklang kommen. Einfangen, verbannen, entspannen.

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Steckt in dir eigentlich ein kleiner Rebell, oder machst du immer alles nach Vorschrift? Manchmal wünsch ich mir ja einen Tag lang ganz ohne Rücksicht auf Verluste zu leben...also mit kindlicher Naivität einfach all das auszuprobieren, was wir Erwachsenen verlernt haben oder nicht dürfen 🤣

Sabrina
Für einen Rebell bin ich zu wohlerzogen, aber zuweilen bin ich ein Trotzkopf und schlage jedwede Grenze, Vorschrift und Regel in den Wind und kümmere mich einzig um mein inneres Begehr. Die kindliche Naivität oder viel mehr der Wunsch danach, sie zu leben, kommt darin sicher auch zum Ausdruck.
Ansonsten durchbreche ich gern "Wunschvorstellungen", wenn sie meinen Idealen widersprechen, meine Werte angreifen oder schlicht stark gegen mein Empfinden gehen.
Auch pflege ich meine "kindlichen" Bedürfnisse in einem erwachsenen Rahmen ... so lange es nicht zu viel des Guten ist, erlaube ich mir ziemlich viel. Ob ich mich traue, ist dann manchmal eine andere Sache ;)

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Was du nicht weißt, macht dich nicht heiß?

juicy lucy
Ich erwärme mich vornehmlich für Offenheit, kann leidenschaftliche Neugier hegen und verbrenne mir lieber die Finger an der Wahrheit als an ätzender Verschleierung.
Davon ab, Unwissenheit lässt einen oftmals erst recht in Flammen aufgehen. Das Häufchen Asche ist dann allerdings nicht mehr heiß.

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Zwischendurch - Frage zum Nachdenken: Was ist für dich persönlich "romantisch" und gibt es sie überhaupt noch in der heutigen Zeit?💘💘

Jessica
Was ist für mich romantisch … Zärtlichkeiten, deren Nuancen von sanftem Rosé bis zum tiefen Schwarz reichen und eine sanfte Note des Augenblicks tragen, verspielt, verträumt, versunken, leicht und ungezwungen.
Ich würde behaupten, sie ist zeitlos.

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(2) Was denkst du hierüber: "Instinkt ist eine Lüge, die ein ängstlicher Körper erzählt, in der Hoffnung sich zu täuschen." (Die Legende von Korra - Guru Laghima)

Shino Lion
Schwierig … entweder Worte Färben Emotionen in mir ein und liefern Bilder oder sie tun es nicht; aber das weißt du ja schon. Ich kann daher wenig mit dem Zitat anfangen … es stößt in mir nichts Bewegendes an. Müsste ich interpretieren, finde ich mich in einer Situation des Fluchtinstinkts wieder. Anders macht mir der ängstliche Körper keinen Sinn. An der Lüge hänge ich dann aber … für mein Empfinden gibt es nichts Reineres als den puren Instinkt. Nachdem der Instinkt warnt und zur Flucht treibt, könnte ich mir vorstellen, dass mit Lüge die noch nicht eingetretene Realität gemeint ist. Ich persönlich würde es aber nicht so nennen.
In mir kommt halt trotz der schönen Worte leider nichts Verständiges an, womit ich mit keiner zufriedenstellenden Antwort dienen kann. Die Zugänglichkeit fehlt und meine Gedanken sind so leer wie der empfangende Inhalt. Vielleicht schaffte ein situativer Kontext mehr Bezug.
Wie gesagt, ich tue mich schwer damit.

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Was machst du am liebsten bei stürmischen, regnerischen Tagen?

Simply Me
Hm, dem heulenden Wind und dem prasselnden Regen lauschen, das Ziehen der Wolken beobachten und gedanklich in diesem grauen tosenden Meer versinken …
Mich lyrisch treiben lassen, stimmungsvolle Musik genießen.
In warme Decken eingekuschelt Eiscreme mit einer lieben Person teilen, quatschen, reden, lachen, einen Film ansehen und schlicht in vertrauter Nähe verweilen.
Raus gehen, das Nass spüren, den Sturm fühlen.

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Herzen und wann aus deinem Bauchgefühl heraus? Was ist der Unterschied zwischen diesen Gefühlen?

Waschbär
*handelst; nehme ich an
Das Herzgefühl ist furchtbar kräftig und treibend. Aber auch sehr zart und fein, fast schon zerbrechlich wie Glas. Wird es nicht gehört, fühlt es sich stiefmütterlich behandelt und zerbricht. Das macht es schwer, mich dagegen zu entscheiden und letztlich fehlt mir immer etwas Wesentliches, wenn ich es außen vor lasse.
So klar wie es in seinem Tenor ist, so verwirrend kann die Stimme des Herzens jedoch sein, weshalb es mich früher oder später ins (Zer)Denken zieht.
Das Bauchgefühl ist diffus … höre ich darauf, ist es mir bislang aber der verlässlichste Parameter. Hier denke ich weder, noch fühle ich mich intensiv in eine Situation ein. Die Handlung folgt einem natürlichen Impuls und insgesamt brachte mich mein Bauchgefühl bisher auf die besten Wege. Ich scheue sie oftmals nur auch … dieses instinktive Handeln hat immer so einen subtilen Hauch von Angst, weshalb es mich dann leicht zum kontrollierten kopflastigen Handeln verschlägt.
Tja, nun sind wir also im Kopf und hier gefällt es dem Gefühl nicht. Es hat keinen Raum, keine Luft zum Atmen und nur Farbe, die künstlich riecht und nach unvollendeter Innenarchitektur schmeckt. Manchmal schreit und tobt es in dieser Gefangenschaft, manchmal lässt es sich auf einen “Kurzurlaub” dort oben ein und manchmal springt es lieber hinaus aus dem Fenster des Augenblicks und sieht genussvoll Flug oder Fall zu.
Wann? Je beizeiten. Ich wünschte, ich wüsste darum. Vielleicht zählt das ja zu den Mysterien, die ich nichtsdestotrotz unergründet lassen will.

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