@Fruhlingspfutze

Lebenstänzerin

Ask @Fruhlingspfutze

Sort by:

LatestTop

Positiv denken!“ „Optimistisch bleiben!“ „Krisen als Chance begreifen!“ Der Imperativ des Glücks springt uns aus vielen Selbsthilferatgebern und Werbungen entgegen. Sind wir umgeben vom „Glücksterror“, dem Zwang zu bekennen „Es geht mir gut“?

XxSuperwomenxX’s Profile PhotoEponomasie
Wir sind von Eitelkeit umgeben, vom schönen, schillernden Schein der Monitore, vom Hochglanz einer verzerrten Wahrnehmung … Die Leistungsgesellschaft beschränkt sich nicht mehr nur auf die Arbeit und deren Ergebnisse, sie fordert zunehmend ihre Zurschaustellung. Prangt darüber ein Motto von “think positiv”, muss auch der Inhalt positiv sein. Und ist er es nicht, ja dann hast du es nicht begriffen, think positiv!
Ein trauriges Schauspiel, dessen ich mich wohl schuldig bekennen muss. Das Leben ist so viel leichter, so viel erträglicher, wenn man sich dem Licht zuwendet und Schatten hinter sich lässt.
Der Glücksterror, wie du sagst, ich denke er ist nur zu verständlich. Bei all dem zugänglichen Wissen, den Nachrichten aus jedem gottverlassenen Winkel dieser Erde, den ganzen Prognosen und Berechnungen, WIE kannst du da ernsthaft wirklich hinsehen (wollen)? Kümmere dich um deine Perspektive und die Welt verändert sich …

View more

Hallo liebe Alice. Was ist eine toxische Beziehung und wie kann man diese beenden?

id77852424’s Profile PhotoМарина *kein VIP*
Inzwischen scheint jede problematische Beziehung mit dem Stempel “toxisch” versehen zu werden und ich weiß nicht recht, was ich von dieser Entwicklung halten soll … gibt man “toxische Beziehung” in die Suchmaschine ein, finden sich allerlei Merkmale, Verläufe, Erfahrungsberichte etc. Nun ja, zu deiner Frage, liebe Marina:
Ich persönlich verstehe unter einer toxischen Beziehung einen schleichenden Tod für die Seele … sie frisst sich nicht nur durch den Kopf und nährt zuverlässig emotionalen Schmerz, sie haftet auch zunehmend an körperlichen Beschwerden, laugt auf jeder Ebene aus, destabilisiert das Selbstbild und pulverisiert den Selbstwert. ABER eine toxische Beziehung zeichnet sich vor allem durch die Unfähigkeit aus, diesen Prozess a) zu erkennen und b) sie als völlig destruktiv anzuerkennen.
Eben das macht es für Betroffene auch so schwer. Oftmals wird eine solche Beziehung bis zur Selbstaufgabe verteidigt, schön geredet, die eigenen Erfahrungen einem Wunschdenken untergeordnet und mit aller Macht erhalten. In der Regel wird eine toxische Beziehung beendet, wenn man sich selbst nicht mehr aufgibt, vielleicht auch gar nicht mehr kann, weil man sprichwörtlich am Ende ist. Die ersten Schritte aus einer toxischen Beziehung sind, sich nach und nach wiederzufinden. Meist ein harter Weg mit Rückschlägen …
Ganz gleich wie sie aussah, einer toxischen Beziehung entflieht man nur, wenn sich die Beziehung zu sich selbst verändert. Hat man also erkannt, anerkannt und ist weggerannt, folgt die eigentliche Arbeit … obwohl man doch eigentlich nur noch ein Häufchen Elend ist, keinerlei Kraft mehr inne hat, sich zerstört fühlt.
Die besten Chance haben jene Betroffene, die sich möglichst professionelle Hilfe suchen (können) und/oder eine gereichte Hand aus dem Freundes- bzw. Familienkreis ergreifen.

View more

Related users

Gibt es eine Person, die du hasst, ich mein wirklich hasst, weil sie dir etwas Unverzeihliches angetan hat, was dich immer wieder verfolgt? Wenn ja, wer ist diese Person, und wie gehst du mit der Situation um?👀

shinebright5394’s Profile PhotoFaten dasilva
Es gibt keine Person, für die ich nur puren Hass empfinde. Anteile davon, aber insgesamt bin ich sehr sparsam mit dieser Emotion, die letztlich nur schädlich für mich selbst ist.
Unverzeihliches wurde mir angetan, aber ich jage dem nicht mehr nach. Werde ich an das ein oder andere erinnert, empfinde ich Abscheu und Verachtung und manchmal eben eine kurze auflodernde Flamme ... im Grunde ist sie aber nur das Überbleibsel einer Erfahrung, die sich dann und wann getriggert in meine Seele schneidet. Stets ein alter Schmerz, der mir nichts mehr anhaben kann, keine aktive Beachtung findet, aber eben unvergesslich ist.

Welche Musik macht dich aggressiv (auf negative Art und Weise)

ShortMan679’s Profile PhotoSergej Fährlich
Auch auf die Gefahr hin, dass ich Mangels Kenntnis Genres durcheinanderwerfe … “prolliger” Hip-Hop mit Möchtegerngangstern die frauenfeindliche, homophobe und sexistische Texte vom Stapel lassen. Mich macht die “Musik” aggressiv, mich machen die Inhalte aggressiv, mich macht dieses ganze dumme Gebaren aggressiv.
Manche deutsche Schlagermusik geht mir auch gehörig auf die Nerven und kann mich je nach gegenwärtiger Reizbarkeit aggressiv machen. Ich weiß gar nicht, was mich daran so sehr auf die Palme bringen kann … diese ganze kitschige, schnulzige Art einfach mit dieser super langweiligen, aber trotzdem extrem unangenehmen Sentimentalität, die sich ins Ohr frisst. Bisschen so, als ob ich früh morgens um 6 Uhr mit einer quietschigen Hochgefühlstimme “trallala, es ist ein wundertoller Morgen, trallala” geweckt werde. Fürchterlich.
Zuletzt, Death Metal. Manchmal kratzt er an meiner Grenze der Selbstbeherrschung. Die meiste Zeit ist das mit einem Wort gesagt, geil und durchaus gesucht und gewollt. Musik ist ein Katalysator, ein Ventil für überschüssige oder aufgestaute Energie. Sie bringt mich ins Gleichgewicht und polt etwas eigentlich Negatives in mir positiv um.
Stehe ich aber bereits unter Strom und starkem Stress, kann mir diese Musikrichtung mitunter zu viel sein.
Anbei ein Beispiel - je nach Tagesform genieße ich den Song oder ich muss ihn wieder abstellen.
https://www.youtube.com/watch?v=XFxd2uult1MFruhlingspfutze’s Video 171786810438 XFxd2uult1MFruhlingspfutze’s Video 171786810438 XFxd2uult1M

View more

Fruhlingspfutze’s Video 171786810438 XFxd2uult1MFruhlingspfutze’s Video 171786810438 XFxd2uult1M

Du kämpfst verbissen gegen die Aliens... Und wirst besiegt... Sie sagen dir: "Du hast uns beeindruckt. Es war uns eine Ehre. Schliesse dich uns an und regiere mit uns die Welt." Was wirst du tun? (1) Kämpfen. (2) Flüchten. (3) Ignorieren. (4) Mit ihnen regieren. (5) Ablehnen

quetzop1’s Profile Photouᴉnɓuᴉꓒ uoʌ puɐuᴉpɹǝꓞ-zʇᴉɹꓞ
Nichts von alldem (direkt). Ich würde vermutlich mitspielen, dabei observieren, unterwandern und aus dem Inneren Widerstand leisten.

Bist du schüchtern, wenn du deine Gefühle einer anderen Person gegenüber ausdrücken möchtest?

CiplyteSandra’s Profile PhotoSandra
Schüchtern nicht unbedingt. Ich habe mich hier schon so oft überwunden, dass ich zwar noch Hemmung spüre, diese mit dem ersten Wort aber hinter mir lassen kann. Eher fühle ich mich dabei unbeholfen und relativ unfähig im rechten Ausdruck. Es ist für mich aber generell schwierig, Gefühle punktiert und konkret zu erfassen. Die meiste Zeit sieht es in mir wie in einem ausgelaufenen Farbkasten aus. Ich kann dir zwar klar sagen, welcher Farbton überwiegt, aber nur selten gleich die Farbe benennen.

Wie funktionieren Gefühle? Was sind Gefühle? (Auf philosophischer Basis)

XxSuperwomenxX’s Profile PhotoEponomasie
Gefühle sind das Plus und Minus, das Auf und Ab, das Vor und Zurück, die Bewegung, der Inhalt, das pulsierende Leben.
Ich glaube die Frage, wie Gefühle funktionieren, ist mir daher auch "falsch" gestellt. Gefühle sind und fließen wie Wasser. Wasser funktioniert auch nicht, es ist ein bestehendes Element. Es kann aber wohl nutzbar gemacht und auch in andere Aggregatzustände versetzt werden ... Stichwort Beeinflussung ergo Manipulation der Gefühle. Wie Manipulation funktioniert und damit Gefühlsschwankungen, ließe sich erklären.

Wie würdest du das Wort nennen, das beschreibt, dass man nicht mehr durstig ist? Also der Counterpart zu satt. Wie kann es sein, dass so ein nützliches Wort in der deutschen Sprache nicht existiert?

LukasSteigerwald’s Profile PhotoLukas
Das wäre eigentlich interessant zu recherchieren, aber ich spekuliere mal…
Zunächst fällt mir "gestillt sein" ein. Ich habe meinen Durst gestillt, hat gewiss jeder schon gehört. "still" müsste somit das Äquivalent zu satt sein. Still wird allerdings synonym zu ruhig sein oder lautlos verwendet, was zu Missverständnissen führen könnte.
Überlege ich nun weiter, so kommt mir gestillt sein auch bei einem Baby in den Sinn. Wenn es Hunger hat, schreit es. Es bekommt die Brust und wird mit Muttermilch gestillt … es beruhigt sich und ist wieder still. Vielleicht hat sich der Zusammenhang zwischen still als nicht mehr durstig und still als leise verloren, weil ein Erwachsener ja nicht zu schreien beginnt, wenn er durstig ist.
Durst und Hunger sind bei einem Baby nicht getrennt. Sowohl Flüssigkeit als auch Nährstoffe werden über die Muttermilch zugeführt. Haben wir aber Hunger, ernähren wir uns von Essen. Der Durst hingegen wird separat betrachtet und mit Flüssigkeitszufuhr reguliert.
38 Grad in der Mittagssonne, der Asphalt glüht, die Stirn klebt vor Schweiß, jeder Schritt kratzt als trockener Atemzug in der Kehle. Ich habe Durst und gebe das unter Garantie auch lautstark, stöhnend und nörgelnd kund! Gebe mir was zu trinken und ich bin still - also ich finde das passt auch bei einer erwachsenen Frau ^^ Ob angemessen oder nicht, ungestillte Bedürfnisse lassen das Kind wieder in Erscheinung treten.
Wurde vor ein paar Jahren aber nicht "sitt" eingeführt? Ich meine mich zu erinnern … es gefiel mir nicht und bis findet das Wort in meinem Sprachgebrauch keine Verwendung.

View more

+ 4 💬 messages

read all

Trigger-Warnung. Kannst du dir vorstellen, irgendwann mal die Entscheidung zu treffen, die lebenserhaltenden Maschinen bei einer erkrankten Person abzustellen? Hintergrund: Egal wie begründet und aussichtslos es wäre, ich könnte es nicht. Gerne ein paar Gedanken dazu

LukasSteigerwald’s Profile PhotoLukas
Diese Situation kann ich mir sogar sehr gut vorstellen … vor nicht allzu langer Zeit verlor ich einen geliebten Menschen und neben all dem Schmerz und der Trauer war da vor allem dieses seltsame Gefühl der Erleichterung, welches ich erst annehmen musste. Es hatte so einen schalen Beigeschmack … den Eindruck von “das ist falsch” oder “so darfst du nicht fühlen”. Ich tat es trotzdem. Ich war froh, um die friedlich gewordenen Gesichtszüge, wobei ich das Bild des letzten aushauchenden Atems nie vergessen werde … es sah wirklich so aus, als verließe die Seele den Körper … die quälende Gefangenschaft eines verwelkten Lebens. In mir drin gab es bereits zuvor den stillen Wunsch nach einem Ende … für den geliebten Menschen, aber auch für mich selbst. Ich bin nicht gut darin, in Zerrissenheit und Unsicherheit zu wandeln und im Leben gehe ich, selbst bei größter Reue, doch immer und immer wieder den aktiven Schritt der Beendigung, bevor mir etwas endet … ich jemanden verliere. Ein hübscher Teufelskreis, den ich fürchte, selbst, oder gerade in solch einer von dir beschriebenen Situation, nicht verlassen zu können.
Ich weiß aber auch um diese ätzende Hoffnung in mir, die Gabe, nach jedem feinsten Lichtstrahl zu haschen oder ihn mir in tiefster Finsternis selbst zu erschaffen … daher würde ich zwar eine eindeutige Tendenz zu einem klaren “ja” festlegen, diese aber niemals als endgültig erachten. Ich glaube, müsste ich diese Entscheidung je für meine Kinder treffen, würde es mich vorher umbringen … oder der Wahnsinn zerfleischen.

View more

Würdest du jemanden mit einer psychischen Erkrankung daten? (Mit Begründung)

AlloexVr’s Profile PhotoAlloexVr
Was ist denn das für eine, mit Verlaub, dämliche Frage? Ist es denn gang und gäbe, vorweg über psychischen Störungen zu informieren? Stelle mir das gerade so vor: “Guten Tag werte XY, mein Name ich Hannibal Lecter und ich würde heute Abend gerne ein Abendmahl kredenzen. Darf ich Sie dazu einladen?” Selbstverständlich, wer könnte da schon nein sagen! Oder ein romantischer Spaziergang im Mondschein durch Londons Straßen mit Jack the Ripper - hach, schrecklich gerne.
Ernsthaft, es ist natürlich traurig, wenn eine Erkrankung ein Hindernis darstellt und gerade mit dem Gedanken “jemanden vollkommen zu lieben” beißt sich das, aber wenn ich auf der ernsthaften Suche nach einem Partner bin, dann, weil ich in erster Linie dem innigen Wunsch nach einer gesunden Partnerschaft folgte. Psychische Erkrankungen sind nicht wie physische … sie behindern oder erschweren nicht nur den Alltag, was sich gemeinsam mit Unterstützung meistern lassen kann, sie können ein Zusammenleben unmöglich machen, je nach Störung ja nicht mal wirkliche Nähe oder gar Liebe zulassen. Je nach psychischer Erkrankung können Probleme entstehen, derer ich mich stellen könnte und würde; ich bin ja selbst kein unbeschriebenes Blatt und ich kenne wirklich keinen Menschen mit Lebenserfahrung, der nicht das ein oder andere schwere Päckchen zu tragen hat. Aber wenn im Vorfeld bereits eine ganze Latte an Alarmglocken schellt, dann schenke ich diesen besser Gehör, als mich selbst zu Grunde zu richten.
Pauschale Antwort daher - kennenlernen wollen - immer. Mich faszinieren Menschen schlichtweg zu leicht, um bei Interesse abzulehnen. Zudem gibt es die unterschiedlichsten zwischenmenschlichen Beziehungen und sofern sie auf die eine oder andere Art bereichert oder gut tut - liebend gern. Im Sinn der Partnerwahl würde ich aber definitiv Vorsicht walten lassen und je nach Erkrankung von vornherein keinen Kummer schaffen wollen.

View more

Was kannst du mir gerade empfehlen? (Völlig egal in welchem Bereich, selbst wenn ich keine Ahnung habe, worüber du sprichst.)

Madame_Vava’s Profile PhotoChaosperle
Berge! Das Gefühl inmitten des Himmels eingebettet zu sein, ist einfach unbeschreiblich! Mich zog es stets zum Wasser und ich konnte bisher nie wirklich was mit den steinernen Giganten anfangen, aber ich wurde verzaubert. Hoch oben über die Dinge zu blicken, mach so unglaublich frei im Kopf und leicht ums Herz ...
Was kannst du mir gerade empfehlen Völlig egal in welchem Bereich selbst wenn

Warst du jemals 100% glücklich?

justmellisblog’s Profile PhotoM e l l i
Glücklich sein, ist mir immer eine 100 % Erfüllung, weshalb mir die Frage auch unsagbar traurig klingt. Mich durchströmt sehr oft Glücksgefühl. Natürlich unterscheidet sich dieses aber in seiner Art und Weise. Manchmal spüre ich mehr Euphorie heraus, manchmal ein Bauchflattern, manchmal legt sich mehr ein wohliger Schauer auf mein Herz, manchmal ist das Glück sehr laut und ich möchte es herausschreien, ja lachen und weinen, manchmal ist das empfundene Glück dann wieder sehr leise und besinnlich und manchmal liegt in ihm einfach nur ein Zauber.
Vielleicht fehlt (evtl dir) bei einem verspüren Mangel völligen Glücks also nur eine bestimmte Erfahrung?

Wie wäre es mal mit einer Zitate-Sammlung? Möchtest du Zitate mit uns teilen, die dich inspirieren, die du besonders treffend findest, die dich bereichert haben und/oder welche dir in irgendeiner Form besonders in Erinnerung geblieben sind? Gerne auch mit Erläuterung

LukasSteigerwald’s Profile PhotoLukas
So manche Zitate haben mich bereits inspiriert, zum Nachdenken gebracht oder ein unbestimmtes Gefühl in mir benannt. Die prägnantesten erwähne ich gern.
“Gehirn: Aus grauen Zellen bestehendes Gefängnis, in dem der Geist gefangen ist.” - Anselm Vogt
Wer mein altes Profil @Gehirn_Zelle hier noch kennt, dürfte mit dem Zitat etwas anfangen können. Es beschreibt absolut treffend einen Zustand, ja einen ganzen erfahrenen Lebensabschnitt. Mein Balanceakt zwischen Licht und Finsternis, manifestiert in grauen Gemäuern eines eingestürzten Geistes. Die Ausweglosigkeit. Die Sinnlosigkeit. Die Hoffnungslosigkeit. Das Schlachtfeld Vergangenheit und Zukunft.
“Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden jähen Bach des Lebens, hundertmal vom Gischt verschlungen und sich immer von neuem zusammensetzend, und mit zarter schöner Kühnheit ihn überspringend, dort wo er am wildesten und gefährlichsten braust.” - Friedrich Nietzsche
Nichts formuliert mein Reigen mit dem Leben besser und ich liebe dieses wunderschöne, in Worten gemalte Bild. Oftmals glänzt mein Regenbogen Schwarz, aber nie lange. Die Farbe, die Pracht, kehrt stets wieder, während sich mein Lächeln über vergossene Tränen legt, das Herz aufsteht. Unnachgiebig, aller vermeintlichen Vernunft zum Trotze. Ich strebe nach dem Kaleidoskop meiner Seele - immer.
“Denn Vernunft ist, wenn sie allein waltet, eine einengende Kraft, und unbewacht ist die Leidenschaft eine Flamme, die bis zur Selbstzerstörung brennt.” - Khalil Gibran
Eine Mahnung. Eine Weisheit. Ein Leitfaden.
Im Grunde kann ich dies nicht oft genug verinnerlichen.
"Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben muss man es vorwärts." - Sören Kierkegaard.
Kaum etwas kenne ich so gut wie Stillstand oder die fortwährenden Rückschritte ins Nichts. Die verlorenen Gedanken im Strudel der Zeit, die Unklarheit. Den diffusen Blick auf das Jetzt, dieses völlige Unverständnis. Reflexion ist zu meinem Lebenselixier geworden.
“Omnia mutantur, nihil interit” (Alles wandelt sich, nichts geht unter) - Ovid
Trost. Hoffnung. Kraft. Für jemanden, der mit keinem Atemzug an die Sinnhaftigkeit des Lebens glaubt, in dessen Augen sich Vergänglichkeit und die Schatten der Verlustangst spiegelt, ist das Bewusstsein zum natürlichen Kreislauf allen Lebens und Sterbens ein ungemeines, nein notwendiges Auffangnetz. Ich habe mein Denken mit der Perspektive, nichts wirklich verlieren zu können, eng verwoben. Das nimmt an Horror .. an Leere. Und zugleich nährt es die Neugier und das immer wieder verblüffte Staunen über die Wunder dieser Welt - sie sind ein Geschenk.
“Denn Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen.” - Michael Ende
Damit kann ich passenderweise enden … als ob sich alles fügt, zu einem liebenden Herzschlag wird, der hoffentlich Zeit seines Lebens offen ist und mit Zuversicht nach vorne strebt.

View more

Würdest du jemals eine Poly Beziehung eingehen?

Mary_Piika_chuuh’s Profile PhotoMoshi Moshi, Obama desu.
Realistischerweise nein. Für einen Menschen mit Verlustangst kann das Polygefüge nur toxisch und selbstzerstörerisch sein. Wirklich gesunde und von allen Beteiligten gut und intensiv gepflegte Polybeziehungen sind denke ich auch selten. Offen gesagt frage ich mich schon, ob Poly nicht gerade für unreife und verantwortungslose Menschen, Menschen mit Bindungsangst und Menschen mit bestimmten Persönlichkeitsstörungen wie Narzissmus attraktiv sind und ggfs. einen hübschen Deckmantel bieten.
Dank meiner Vorbehalte und der selbst schwierigen Vorbelastung würden also eh die Alarmglocken schellen und ob zu Recht oder Unrecht, ein derartiges Beziehungskonstrukt für mich von vornherein (un)bewusst sabotieren. Die Vernunft schließt es per se aus.

„Wer dich liebt, wird dich nicht ändern.“ Wo genau hat diese Aussage deiner Meinung nach seine Grenze bei Lieblingsmenschen erreicht? In der Hygiene, bei zerlumpten Klamotten oder einem sehr wesensverändertem Erscheinen…usw.? Wann ist für dich der Zeitpunkt für eine „notwendige Änderung“ gekommen?

Sapphiretear’s Profile PhotoRonja Räubertochter
“Willst du etwa, dass ich mich für dich verändere?”, klingt mir wie ein Vorwurf. Ganz so, als ob es per se etwas Schlechtes wäre, sich weiterzuentwickeln, dabei ist es doch völlig natürlich, dass äußere Einflüsse auf uns einwirken. Ich halte mehr von,” mit Menschen die du liebst, veränderst du dich”. Ob erfüllt oder unerfüllt, ob glücklich oder unglücklich, ob zweisam oder einsam - Liebe pulsiert wie ein Strom in uns, sendet impulse, zieht in Richtungen, beeinflusst unser Denken, Handeln, Sein.
Liebe ich einen Menschen, so wünsche ich mir, dass es diesem Menschen gut geht und alles was ich dafür tun kann, gebe ich von Herzen gern, Insbesondere dann, wenn es der geliebten Person damit besser geht bzw. wenn ich für Harmonie und Wohlbefinden sorgen kann. Meine Grenze ist erreicht, wenn ich ein Gefühl der Selbstaufopferung oder der Verstellung spüre.
An einem Beispiel betrachtet, lege ich keinen Wert auf ordentliche Kleidung, aber mein Partner tut dies, wo ist das Problem, von altem abzulassen? Wäre es mir hingegen wichtig, einen bestimmten Kleidungsstil zu pflegen, so wäre dessen Aufgabe ein Einschnitt in meine Persönlichkeit und käme mir zwar nicht in Frage, ABER ich würde hinterfragen - denn vielleicht wäre es ja für mich selbst gut, hier etwas zu ändern oder neues zu entdecken.
Genau so versuche ich alles zu betrachten … Anpassung, ohne Beschränkung gewissermaßen und Treue zu mir selbst und gleichsam Offenheit, ohne dabei einfältig zu sein.
Geht man eine "Partner"schaft ein, dann hat eine gesunde Beziehung nur bestand, wenn man sich auch aufeinander einlässt. Im Zweifel sucht und findet man eben gemeinsam einen Kompromiss.

View more

Was war dir früher einmal wichtig, jetzt aber nicht mehr?

Madame_Vava’s Profile PhotoChaosperle
Geschichte(n).
Ich wollte sie stets festhalten, bewahren und jederzeit wieder aufleben lassen. Viele Jahre war ich außerstande, natürliche Beziehungen zu knüpfen. “Wirkliche” im Sinne von näheren Bekanntschaften, schloss ich ausschließlich über virtuelle Möglichkeiten. Bestenfalls gingen sie von Monitor und Tastatur in Papier und Tinte über, aber realer? Unmöglich. Seit einem erlittenen Trauma hatte mich Verlustangst fest im Griff und mit ihr die Unfähigkeit, neue Menschen tatsächlich in mein Leben zu lassen. So bewegte ich mich in einer Art Zwischenwelt … theoretisch da, aber doch nicht fassbar … ich konnte nicht gänzlich berührt … verletzt werden. Bestimmte Triggerpunkt zerrissen zwar wiederholt den Schleier und schlugen über die geschaffene Kluft mitten ins Herz treffende Brücken, aber es dauerte lange, sehr lange, bis mir dieser so sinnlose und mich gleichzeitig quälender Schutzmechanismus gewahr wurde.
Dadurch, dass ich zwar Menschen in meinem Leben hatte, sie tiefe Einblicke in mein Innerstes erhielten und ich ihnen ebenso auf eine intensive Art des Austausches nah stand, alles aber stets unter dem Mantel der “Unverbindlichkeit” lief, klammerte ich mich an den Worten festen … an den verschenkten, an den erhaltenen. Es gab sonst ja nichts … nicht in meiner Welt. Meine eigene Geschichte schreiben, hatte einen tieferen Sinn, einen doppelten Boden, ein Fundament des Nichts.
Manche Begegnungen waren von kurzer Dauer, manche begleiteten mich viele Monate, andere kamen und gingen wie Ebbe und Flut. Gemein hatten sie alle, dass sie mir von unschätzbaren Wert waren. Nicht nur durch ihre Bereicherung als eigenständige, mit Selbstzweck getragene Erfahrungen, sondern auch als Lehre … Schritt für Schritt der Normalität entgegen.
Ein gewisser Hang zur Nostalgie ist mir geblieben, doch “führe ich kein Buch mehr” über Unterhaltungen jeder Art. Ich speichere nicht mehr gesondert ab, ich archiviere nicht mehr. Was weg ist, ist eben weg. Es macht keinen wesentlichen Unterschied. Geschichte ist das, was mich ausmacht, nicht das, was zurückliegt und ihre Kapitel ergeben nur, neben vielen anderen Erfahrungen, mich selbst. Hier gibt es also nichts festzuhalten, ich muss nur auf mich achtgeben.

View more

Wenn Du die Wahl hättest, unsichtbar zu sein oder fliegen zu können, was würdest Du wählen?

Limerence67257’s Profile PhotoLimerence
Ohne Freiheit nützte mir die Fähigkeit zu fliegen nichts ... sie wäre einigermaßen an mir verschwendet und mehr romantische Attitüde als sonst was.
Die Fähigkeit zur Unsichtbarkeit klingt spannend. Um sie zu nutzen, berührte ich aber im Endeffekt Hinterhältigkeit, Grenzüberschreitung und Betrug ... keine Ahnung, ob ich damit glücklich werden würde.
Wenn ich mir eine fantastische Fähigkeit wünschen könnte, so wäre dies Erdung ... mit beiden Beinen unerschütterlich im Jetzt stehen, tief verwurzelt und gelassen gegenüber den Dingen, die kommen und gehen, mich streifen und weiterziehen ...

Du wachst morgens auf und niemand ist im Haus. Die Straße draußen ist auch leer. Du gehst zur Arbeit/Schule und auch dort ist niemand. Wie fühlst du dich? Was tust du jetzt?

quetzop1’s Profile Photouᴉnɓuᴉꓒ uoʌ puɐuᴉpɹǝꓞ-zʇᴉɹꓞ
lol, allein auf der Arbeit zu sein, wäre nichts Neues. Sollte ich in einer leeren Wohnung aufwachen, würde ich im ersten Moment von "verschlafen" ausgehen, gefolgt von "ist Wochenende?". Ich schätze, so oder so wäre ich davon überzeugt, dass ich noch träumen muss.
Und angenommen ich fände mich tatsächlich in dem Szenario "verlassene Stadt" wieder, würde ich mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass das nicht real und mein Denkprozess bzw mein Bewusstsein noch nicht klar ist.

Was denkst du über "Kin:derfreie Restaurants" ? Kin:der haben dort erst ab einem bestimmten Alter, meist zwischen 12 und 16 Jahren Zutritt.

Marie29052001’s Profile PhotoMarie ♡
Zeigt mal wieder, wie gering Kinder in Deutschland geschätzt werden ... und wie kinderfeindlich die Gesellschaft teilweise ist. Ich finde das furchtbar traurig und definitiv diskriminierend - den Kindern, aber auch den Eltern gegenüber. Was ich hingegen befürworte, ist Erziehung. Ein anständig erzogenes Kind weiß sich auch im Kleinkindalter angemessen zu benehmen bzw. die Eltern entsprechend situativ zu reagieren. Kind nicht mitnehmen, wenn es bereits übermüdet ist, Beschäftigungen einpacken, mit dem Kind auch mal raus gehen und das Kind nicht die ganze Zeit am Tisch ignorieren, sondern mit einbeziehen sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Benimmt sich die Familie daneben, kann sie immer noch freundlich gebeten werden, das Restaurant zu verlassen ... so wie jeder andere störende Gast auch. Kinder aber von vornherein einfach pauschal am gesellschaftlichen Leben auszuschließen, halte ich für absolut verkehrt und kindisch.

View more

Next

Language: English