Ask @Gehirn_Zelle:

Sollte man, wenn man schlecht gelaunt ist, eher fröhliche oder traurige Musik hören? Ist es besser sich aufzumuntern oder sich den Emotionen hinzugeben und quasi eine Katharsis zu erleben um das Problem nicht wieder zu haben?

SatanSonholyGhost
Eine wirklich schöne Frage … insbesondere die Erwähnung der Katharsis.
Musik schützt mich vor der Stille und bewahrt in aller Nostalgie kostbare Erinnerungen, schmerzliche wie schöne. Musik lässt mich atmen, treiben, schwingen, mein Innerstes klingen. Sie reinigt den Geist, das Herz, die Seele und schenkt kostbare Augenblicke des Friedens. Wenn ich einfach nur für Takt, Melodie, Lyrik und den Moment lebe, ihn in mich sauge, daran verbrenne, alles abwerfe, gar loslasse, war es ihre tragende Kraft. Brand und Balsam in einem und oft genug das einzige, was mich festhält. Manchmal so fest in Anziehung und Griff, dass es weh tut. Ihre Tiefen schürfen auf der Seele Grund, ihre Höhen lassen den Himmel küssen. Mit jedem Wort, jeder Note, betupft Musik ergraute Winkel meines Unterbewusstseins. In vollendeter Wirkung ist sie befreiend. Doch gebe ich mich ihr zu sehr hin, hat sie etwas Bannendes. Dann bewegt sie nicht nur kleine Steine, sondern riesige Felsen, die den empfindlichen Boden meines Geistes erschüttern. Ihr Sein ist voller Klarheit und zugleich nebulös in sich ziehend. Geheimnisumwittert lüftet Musik Mysterien des Innersten, wie sie jene erschafft. Und bei all dem, gebe ich ihr den Namen Paradoxon. Lässt sie mich schweben oder stürzen? Hält oder erdrückt sie, füllt oder leert sie, flickt oder sticht sie? Sie ist Sucht, sie ist Sehnsucht. Wiedergefundenes Gefühl. Mit dem ersten Ton setzt sie die Seele frei; besonders dann, wenn sie fesselt. Und ich wünschte, ich könnte ihr spielend entgegenkommen, doch bleiben mir nur Worte – stumpf und leer.
Ich höre jene Musik, zu der es mich zieht und gebe mich ihr hin. Ob traurig oder fröhlich ist nicht von Belang, die Gefühle sind es nicht, nicht so. Sie sind einfach und ich nehme sie an. Das ist es, was mich in Einklang bringt und beizeiten die andere Seite offen hält. Im Licht stehen oder im Schatten, beides ist ein Tanz mit dem Leben und benötigt diesen und jenen Schritt.

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Was war der größte Fehler den du jemals gemacht hast ?

Superlative verblassen im Angesichts des Facettenreichtums des Lebens doch arg. Und wer kann schon sagen, ob etwas anderes richtiger gewesen wäre? Im Nachhinein ist es immer einfach, vermeintlich klüger zu sein, gab es hier doch noch kein Resultat, welches sich bewerten ließe.
Zu meinen größeren negativ verbuchten Erfahrungswerten zählt sicherlich, anderen mehr vertrauen zu wollen als meiner Intuition und auf Hoffnung, statt auf meine Wahrnehmung zu hören.
Dabei bin ich nicht gutgläubig, sondern zweifelnd. Gibt es da doch diese Stimme in mir … Im Resultat ergibt sich Zerrissenheit. Kein gänzliches oder viel zu leicht erschütterbares Vertrauen in den Gegenüber und kein gefestigtes Vertrauen in mich. Nur könnte, sollte, müsste. Ein Vielleicht. Ein Ausblick. Dabei würde ich so gut sehen, wenn Träume in der Nacht blieben.
Ich räumte anderen zu viel Platz in meinen Gedanken ein. Womöglich, weil ich sie schlicht zu gern in meinem Herzen gehabt hätte.

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~ Übermorgenfrage 17.02.2018 ~ Durchsuche deine Galerie von den Fotos, die ihr selbst geschossen habt, wähle das erste aus, welches besonders ist und poste es hier. Es kann auch besonders schlecht, besonders gut, besonders rot, besonders belichtete etc. sein (:

Madame Cacahuète
Besonders leer.
Ich lichtete mich an jenem Tag mit dem Gedanken ab "du bist noch da". Es half.

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Gibt es Dinge, bei denen es Dir mit der Zeit so erging, dass sie Dir schwerer fielen?

♡*Maikes Freitags-Fragen*♡
Je länger ich warte, desto schwieriger fallen mir die meisten Dinge. Einfach aus einem Impuls heraus tun, ist mir immer noch der beste Weg. Sobald ich innehalte, mache ich mir Gedanken, lenke meine Aufmerksamkeit auf Ängste und gerate in zu viel Passivität, die mich nach und nach in Antriebslosigkeit einschnürt.
Schwerer fallen mir mit der Zeit auch monotone Dinge. Ich mag Gewohnheiten an und für sich ganz gerne, aber ohne neuen Anreiz verliert das Leben an Glanz und Intensität und ehe ich es mich versehe, ist nicht mehr nur der Alltag fahl, sondern mein Gemütszustand. Die Energie in mir wird blockiert und die einfachsten Dinge, die zuvor noch so natürlich waren, können zu einer Herausforderung werden.
Beziehungen zu beenden ist leider auch eine Sache, die immer schwerer wird, je mehr man investiert und sich in ihr hingegeben hat.
Zunehmend fällt es mir auch schwerer, meinen Mund zu halten, mich anzupassen oder ruhig zu bleiben. Ich schätze, meine Toleranz ist hier ziemlich erschöpft. Dinge die mich belasten und die ich früher sehr gut still tragen konnte, kehre ich heute verstärkt nach außen. Das schafft mehr Unfrieden. In mir ist es hingegen ausgeglichener geworden. In manchen Situationen wäre meine einstige Zurückhaltung allerdings von Vorteil, sie verlangt mir heute aber wesentlich mehr Anstrengung ab.
Lernen … früher konnte ich mühelos neues Wissen aufsaugen. Heute mangelt es mir an Konzentration dazu und mitunter steckt sogar harte Arbeit dahinter. Hier merke ich doch stark, wie wichtig es ist, den Kopf fit zu halten.

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Wie vergisst man am besten Jemand?

Das muss wohl jeder für sich selbst herausfinden. Der Wille dazu, hat mir jedenfalls nie geholfen, im Gegenteil. Mittlerweile führe ich diese Kämpfe aber auch nicht mehr. Was ich am ehesten vergessen will, ist ggf. der zurückbleibende Schmerz oder ruhelose Gedanken. Eine intensive Auseinadersetzung wirkt mir am besten, um auch wirklich dauerhaft Frieden zu haben. Ich arbeite mit der Negativität, wodurch sie produktiv wird. Nach und nach fällt sie dann ab und mit ihr der Rest. Was bleibt, ist Liebe, sofern es sie gab und Erinnerungen, die bereichern. Ob negativ oder postiv, spielt dann keine Rolle mehr. Sie sind schlicht ein Teil von mir. Manchmal nehme ich sie wahr, manchmal nicht. Manchmal sickern sie in das Unterbewusstsein, manchmal aktiviere ich sie bewusst. Je nachdem.

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Kann ein Mensch wirklich vorurteilsfrei denken?

maiglöckchensuppe
Nicht jede Situation hat man bereits durchlebt, bevor man sie erfährt. Das einfachste Beispiel sind hier Kinder. Sie begegnen einander mit Neugierde, ganz gleich welche Hautfarbe das andere hat oder wie anders es aussieht. Je nach Charakter sind hier sicher einige introvertierter und andere offensiver, aber kein Kind wird von einem ausländischen Aussehen auf das Klischeedenken zu dem entsprechenden Land denken, außer, es hat dieses bereits erlernt bzw. von den nächsten Bezugspersonen übernommen.
Je älter man wird und desto mehr Erfahrungen und Verknüpfungen man zum Leben hat, desto schwieriger wird das vorurteilsfreie denken, wobei ich der Ansicht bin, dass es einen erheblichen Unterschied macht, ob der Kopf eine Schublade öffnet, weil er Sachverhalte eben strukturiert und ordnet, oder ob er diese Schublade dann auch schließt. Das wäre in meinen Augen „das Urteil“, der Denkprozess zuvor lediglich die „Bestandsaufnahme“, die eine Tendenz vorgibt. So lange man sich selbst und die Welt immer wieder unermüdlich hinterfragt, offen für Neues bleibt und bereit ist, andere Blickwinkel zu gewinnen, würde ich sagen, man denkt überlegt und ist vorurteilsfrei, ja.

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Gibt es Namen, die du sofort mit positiven und negativen Gedanken assoziierst?

Madame Cacahuète
Nicht mehr. Die meisten Menschen, zumindest jene die mir wichtig werden und damit diesen Einfluss auslösen könnten, wandle ich früher oder später in Metaphern um. Und sie tragen nie nur eine Bedeutungsseite, wonach ich hier sicherlich an jene Personen denke, dies aber mit gemischten bis ausgewogenen Gefühlen tue.

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Welchen Gedanken würdest du gerne es deinem Kopf löschen?

Madame Cacahuète
Wie kann es einem nur nicht leid tun, eine Person verletzt zu haben, die man eigentlich in sein Herz geschlossen hat? Wie kann man nur so ignorant sein und hinter all dem zugefügten Schmerz nur sich sehen? Wie kann man nur keine Reue darüber empfinden, dass andere für das eigene Wohl leiden mussten?
Ich bekomme diese Gedanken nicht aus dem Kopf ... sie nicht in den Kopf. Man kann. Und ich verstehe es nicht.
Letztendlich liegt der größte Schmerz darin, sich maßlos getäuscht zu haben. Bereitwillig, gegen jede Vernunft. Gegen jede Intuition. In erster Linie hätte ich mir vertrauen müssen. Das ist es was es heißt, von Selbstzweifeln zerfressen zu sein. Und mich macht es krank, erneut von vorne beginnen zu müssen. Wieder ein Stück tiefer. Wieder ein Stück verzweifelter. Wieder ein Stück kaputter.
Das alles würde ich gerne dem Nichts vermachen. Auslöschen, um nicht jeden Tag erneut gegen diesen negativen Sog in mir ankämpfen zu müssen.
Ich wünschte, ich hätte mehr Gleichgültigkeit in mir. Sie scheint einen ins Gleichgewicht zu bringen.

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Was macht frei?

Madame Cacahuète
Im Augenblick sein.
Die Vergangenheit ist eine Fessel, die an alte Erfahrungen bindet und in ihnen gefangen hält. Schweift man hingegen in die Zukunft, scheint der Ausblick zunächst Weite zu versprechen. Die Ferne schafft aber Erwartungen, Wünsche und Träume. Sie schürt Sehnsucht, die wiederum Unzufriedenheit bedingt und nichts anderes als eine lange Leine für Gedanken ist, die in Bedürfnisse kettet.

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Was möchtest du 2018 nicht mehr erleben? :)

et immutati
Es ist Mitte Februar und ich habe eigentlich alles durch, was mich an persönlichen Krisen erschüttern kann. Schwerwiegende Krankheiten oder tatsächlicher T.od meiner Liebsten würde ich nicht erleben wollen. Niemals, genau genommen. Hier kann ich mich höchst glücklich schätzen, dieses Jahr bislang verschont geblieben zu sein.

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Welches Lied kannst Du momentan hoch und runter hören?

Weltenwanderer
Lacrimosa - Copycat
Come a little bit closer
And hear what i've got to say
Burning words of anger
Of hate and desperation
What if I break the silence?
What if I do forgive the past?
I know, it might sound funny
To tell you what i felt
I mean, i really loved you
It's a shame - my fault - i know
But why - but why
Why are you so stupid?
Fuck you and your killing lies
I hate your pissing attitude
Why did you have to go so low
Truler - Copycat
What if i break the silence?
What if i do forgive the past?
Sucking like a vampire
The blood of all your friends
But sorry, my blood was poisoned
Now burn in Hell
https://youtu.be/a1f0nXqWqyI

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