Ask @Gismolo:

Wie geht es dir heute?

Inkorrektes Konzept
Ich weiß nicht. Irgendwie gibt es schon wieder kein "heute" mehr. Früher konnte ich das am Überleben des Tages und letztlich der Woche festmachen, mittlerweile bin ich mir der Engstirnigkeit dessen bewusst.
Deshalb war ich früher in Höhen und Tiefen, Tiefen und Höhen, abwechselnd der König der Welt und das versagende, undefinierbare Etwas. Mittlerweile bin ich eine graue Masse ohne Textur und genauso sind meine Tage. Ich schätze, ich war mal eine facettenreiche Persönlichkeit. Filme da, hier noch schreiben, krasse psychische Probleme, Sehnsucht nach einem Instrument, die jahrelange, unerwiderte Liebe zu einer Person ... Konnte immer viel erzählen, 'ne? Aber das ist "heute" nimmer so. Heute bin ich ... halt. Nichts bereitet mir Freude, ich bin halt wach und dann schlafe ich und dann bin ich wach und dann schlafe ich wieder. Wünschte mir, für ein Jahr einfach nichts zu tun und auf dem neuen weißen Blatt loszuschreiben.
Wie es mir heute geht. Pfff. Besxhissenste Spiegelfrage, die ich mir geben kann. Tomorrow is today hieß es bei Billy Joel, and it might as well be just that.
Nervt, Bruder. Ich kann Unterhaltungen über Filme nicht mehr ab, weil ich gar nicht weiß, ob es mich eigentlich interessiert. Ich plane Käufe und frage mich dann, wozu ich das Geld überhaupt ausgebe. Eigentlich ist mir das Wesen total fremd, das ich wurde. Als wäre meine Seele endlich da, wo sie hin will, aber hat mein Bewusstsein in diesem monotonen Kaff hier gelassen. At this rate, I should probably say byebye to the dear internet for good, I reckon. We'll see.

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Was vermisst du am Internet?

Ich vermisse die Nichtexistenz. Das Internet war für mich immer eine alternative Realität der Gesichtslosigkeit – aber das stimmt nicht. Das stimmt nicht. Das macht mir ein wenig zu schaffen und nicht selten erwäge ich deshalb, meine Aktivität hier einstweilen komplett einzustellen.

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Warum ist es in vielen Ländern üblich, die Haustür rund um die Uhr geöffnet zu lassen, in Deutschland aber nicht? Würdest du dich bei unverschlossener Haustür in einem solchen Land unsicher fühlen?

Petersilie
Ich bin nicht so zufrieden mit meinem Status Quo. Generell habe ich ein Problem mit .. na ja, Stasis. Ich mag Abwechslung. Am liebsten natürlich in Form von neuen Bekanntschaften, Begeisterungen, Projekten, aber gern auch in Form von Herausforderungen.
Als neulich die Kette meines Fahrrads 15 Kilometer weg von meinem Haus riss, habe ich lachen müssen, weil mich das irgendwie gefreut hat. Ich mag so was. Unerwartete Probleme, das Entziehen materieller Gegenstände sorgt für Umdenken und dann erwägt man eben auch mal, die drei Stunden heimzulaufen und ob man wegen der Hitze Leute nach ein, zwei Euro für Flüssigkeit fragen sollte. Da klingelt man bei alten Bekannten, sonst was. Ich habe ja kein Handy. Bei mir heißt's vorbeischauen und ma gucken.
Das klingt ungesund, aber ich wünsche mir oft auch negative Intervention. Wie zuvor geschrieben pflege ich häufig eskapistische Tendenzen zu Angst und Trauer zu haben, das ist nicht nur auf Serien beschränkt. Vielleicht erinnert mich das daran, dass ich lebe?
Ich fühle mich nicht unsicher. Seltenst. Nicht durch so was. Hier kann man nix stehlen, das mir den Teppich wegziehen würde, im Gegenteil, ich träume oft vom Zerstören meiner Konsolen, Fernseher und meines PCs, einfach um mal mit der Situation klarzukommen. Das Rationale in mir hindert mich natürlich daran, und ich lade Einbrecher ja auch nicht direkt ein.
Problematisch ist es nämlich in erster Linie wegen der Mitmenschen. Meine Familie muss nicht an meiner selbstverletzenden(?) Eigenschaften leiden, meine Freunde sowieso nicht. Aber hier in der Gegend häufen sich zwar die Einbrüche, aber unser Hund kann bei Fremden echt bedrohlich laut werden und weckt dann sowieso das ganze Haus auf, das darüber hinaus beileibe nicht wehrlos ist. Angst? Nö. Nö.

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Was beschäftgt dich?

Teddy Lupin
Das Leben. Ich hatte heute wieder eine kleine Wutattacke wegen eines Menschen, mit dem ich absolut nicht zurechtkomme, und dann stand ich wieder im Zwist mit meinen Gefühlen auf diverse Art und Weise, von Beziehung bis hin zu meinen Leidenschaften, die ich zunehmend hinterfrage. Und natürlich schmerzen meine Sehnen auch wieder ständig, um mich an das gute alte Handicap zu erinnern, das ich fast vergessen hätte.
Und das fühlt sich alles so sxheiß belanglos an. So belanglos. Wieso kriegt man nicht in den Kopf rein, dass wir jetzt sind und nicht später, dass der Tod dazugehört? Ich habe schon so viel mit dem Tod zu tun gehabt. So viel. An mir, an anderen. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb bin ich Meister im Selbstbelügen. Verdammter Weltmeister.
Bei aller Weisheit um Leben und Tod und die ganze gequirlte Sxheiße schafft mich trotzdem das Praktikum. Wer hätte das gedacht? Meine soziale Angst als solche habe ich vielleicht weitgehend eingedämmt, aber, sxheiße, Soziales macht mir immer noch die meiste Angst. Ich gebe mir bewusst herunterziehende, manchmal triggernde Inhalte, einfach um die Taubheit und den Hass zu durchstehen. Was für 'n kranker Weg ist das? Was für ein sxheiß Eskapismus ist die Suche nach größerem Schmerz? Klingt aber wieder so theatralisch. Ich bin halt ein Lappen, der nicht mit Menschen zurechtkommt. Social awkward nennt man das, glaube ich. Kaschieren kann man das nur so so. :§

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Was war der letzte nächtliche Traum, an den du dich erinnerst?

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Ich habe heute wieder einen großartigen Traum gehabt. Ich ging auf Reisen in ein anderes Land, traf einen alten Bekannten. Die Stadt war sehr eigen und um die Ecke vom Haus des Freundes war ein Hund, der mich verfolgt hat. Ich erinnerte mich, dass er mir das letzte Mal ordentlich einen reingebissen hatte.
Na ja, ich ging dort eigentlich wegen einer Hochzeit hin und es kam zu jeder Menge Drama mit mir in dem Mittelpunkt, weil ich ein Sack bin oder so. Das war neu.
Aber dann besuchte ich besagten Freund, ein großer Filmverschwörungstheoretiker oder so, und dort sahen und analysierten wir gemeinsam einen Film. "Wenn der Regen fällt" oder so. Ich war total aufgeregt, weil ich den Film bei ihm schon einmal sah, vor langer Zeit, und vollends begeistert war, endlich mal wieder etwas bei Filmen zu fühlen und dieses Meisterwerk wiedergefunden zu haben.
Das ist alles voll cool, weil ich tatsächlich schon einmal einen Traum hatte, vor vielen Jahren, in dem ich diesen Mann besuchte und den Film sah. Allerdings nicht im professionell eingerichteten, voll besetzten Keller wie im jetzigen Traum, sondern allein in seinem Arbeitszimmer, das mittlerweile der Raum für seinen Sohn wurde.
What the? Ne? Ich habe ständig aneinander anschließende Träume und bekomme, weil mein Unterbewusstsein sich gern Geschichten zusammenspinnen zu scheint, dadurch immer wahnsinnig viele Ideen. Es ist wundervoll, dass ich in eine der Welten zurückkehren konnte. Ironischerweise weiß ich wieder nicht, was genau das für ein Film war! Macht mich wahnsinnig. Ich verband ihn mit Jim Jarmusch und es ging auch ein wenig um Musik oder so, aber ich weiß es nicht mehr. Ausgerechnet dieses Detail ist mir entfallen. Typisch!

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Welche Musik hörst du momentan? Hast du momentan ein Lieblingslied oder Künstler_in? Hast du in letzter Zeit neue Künstler_innen endeckt? Kannst du mir etwas empfehlen? Oder möchtest du ein Lied/Künstler_in teilen?

Teddy Lupin
Ich höre gerade ganz viel französischen Gypsy, namentlich Opa Tsupa, und ansonsten Bright Eyes, José González, CocoRosie, Lord Huron, Tom Rosenthal, Son Lux und Mine. Die fallen mir gerade ein, die höre ich recht oft. :)
Klare Empfehlung, du!
https://www.youtube.com/watch?v=wchUPj2Saj8

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Tagesfrage #231: was vermisst du im Moment?

Jessy's Tagesfragen
Ich erinnere mich an ein Gespräch mit meiner Mutter, das ich eines Abends mit ihr führte. Damals fragte ich sie, ob sie zum Einschlafen die Augen schloss, weil ich enorme Angst vor den bösen Geistern und anderen Kräften im Nichts hatte, oder wenigstens nahm ich das als kleines Kind so wahr. Als sie mir sagte, dass sie das tat, war ich tief beeindruckt und versuchte das auch, und nach einigen Tagen gelang es mir dann auch wirklich.
Das vermisse ich gerade ein wenig. Nicht den Moment, vielleicht auch nicht die Angst, aber irgendwie das Bild. Ich war einfach ein Kind, das Angst im Dunkeln hatte. Nicht mehr, nicht weniger.

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Tagesfrage #230: hast du eine vielleicht ungewöhnlichere Angewohnheit? Wenn ja, was ist es?

Jessy's Tagesfragen
Ich zähle meine Schritte und darf innerhalb eines Bereichs bis zur nächsten Art des Bodens (etwa Gehweg---Straße) nur eine gerade Anzahl an Schritten laufen, bei Linien zählt das auch. Bin da aber so aufmerksam, dass ich sogar extra stehen bleibe oder hüpfe, damit ich das bewerkstelligen kann.
Außerdem muss ich mich immer gleich oft in eine Richtung gedreht haben und laufe deshalb mittlerweile Treppen, die eine Kehrtwende machen, meistens mit einer Umdrehung. Mache das generell bei "Wendungen", dass ich quasi erstmal in die andere Richtung "gehe".
Ich ziehe ständig meine Brille aus. Immer. Uff. Wenn ich auf die Toilette gehe? Erstmal Brille ausziehen. Jemand spricht mich an? Erstmal Brille ausziehen. Das ist so ein Automatismus geworden, dass ich dann immer vergesse, wann das war und wo die Brille jetzt ist. Muss deshalb jeden Tag zweimal fragen, ob sie jemand gesehen hat, und bekomme mittlerweile nur noch Seufzen zur Antwort.
Ich scrolle immer mit dem Balken in die Mitte und dann gleichmäßig oft nach oben und unten durch Sprünge mit der Maus, damit es sich nicht so einseitig nach unten scrollend anfühlt. :x
Ich meide Spiegel, wann immer ich kann. Im Grunde sehe ich nur einmal morgens hinein, damit ich in der Arbeit ernst genommen werde. Den restlichen Tag nicht mehr.
Wenn ich einen Satz falsch ausspreche, wiederhole ich ihn leise mehrmals schnell, bis ich zufrieden bin.
Ich zähle auch oft hintereinander bis zu 10. Wann, weiß ich gar nicht so genau, konnte da noch kein Muster ausmachen.
Verliebe mich viel zu oft auf oberflächlichere Art und Weise in völlig neue Gesichter.
Unterschiedliche Socken or nothing.
JA, ICH HABE EINEN GLEICHGEWICHTSZWANG :(

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Wem liebst du

Joooooooo, L the ALmighty macht jetzt mal aus Langeweile und so einen Tagesfragenaccount.
Politik, Filme, Gesellschaft und banaler BS wechseln sich da bissel ab und ich guck mal, wie regelmäßig ich das schaffe (Bock habe), aber ja, wird schon ganz gut und länger laufen, wenn Interesse besteht.
Das da liken:
https://ask.fm/zeldaisnotlinkugh/answers/148283606798
(alternativ mein Profil hier durchliken, is auch oke)
Joa. :*
Aber ich mach nicht bei dem ask-BulIshit mit, nur mal so. Keinen Bock auf Ein-Satz-Antworten, Emoji-Sxheiße, halt Müll, der mich dann noch schneller von der Seite treibt. Aber so passt das schon, dann, ne?

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Welche Animeopenings findest du ganz besonders toll?

( ͠° ͟ʖ ͡°)
Ui, das wären so ungefähr gerade die folgenden. Ich komme nicht so mit J-Pop klar, in der Regel, aber es gibt schon Ausnahmen, die ich ziemlich geil finde.
Ajin-------------------------------- Yoru wa Nemureru kai?
Baccano! ----------------------- Guns & Roses
Cowboy Bebop -------------- Tank!
ef: a Tale of Melodies ----- ebullient future
Ergo Proxy --------------------- Kiri
Fullmetal Alchemist -------- Melissa
Fullmetal Alchemist BH -- Again
Mushishi ----------------------- The Sore Feet Song
Paranoia Agent -------------- Dream Island Obsessional Park
Steins;Gate -------------------- Hacking to the Gate
Herz. :)
https://www.youtube.com/watch?v=Ppl21c_zKo8
https://www.youtube.com/watch?v=YzJcBq0xufI
https://www.youtube.com/watch?v=-anabfAg06U

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Wenn du mir spontan ein Buch empfehlen würdest (Genre spielt dabei keine Rolle), worauf würde deine Wahl fallen?

Dovahkiin
Die Elfen (oder Drachenelfen)! Der erste Band eines gewaltigen Universums des deutschen, grandiosen Fantasy-Autors Bernhard Hennen. Die Reihe als Mischung aus Der Herr der Ringe und Das Lied von Eis und Feuer zu bezeichnen, wäre nur halb richtig, weil es als absolutes Hammerwerk für sich selbst steht und mir in einzelnen Punkten auch besser gefällt. Meine liebste Buchreihe.
Da haben wir nämlich all die Fantasy-Klischees vereinigt; Elfen, Alben, Drachen, Trolle, Zwerge und so weiter und sofort, ja, aber auf eine wahnsinnig kreative, neuartige Art und natürlich mit vielen neuen Kreaturen. Wäre in einer Parallelwelt The Elder Scrolls eine Buchreihe, sähe sie Die Elfen sehr ähnlich.
Da sind die Menschen, die früher Wesen als Götter verehrt hatten, welche aber im Grunde einfach nur bösartige alte Wesen waren und sich so aufgespielt haben, die auch wahnsinnige Angst vor Elfen und Co. haben, weil die in ihrer Welt nurmehr Sagengestalten sind, die es gar nicht gibt. Die leben nämlich auf einer anderen Ebene, ähnlich wie in The Elder Scrolls, nur verbunden durch Tore im Nichts.
Im ersten Band, Die Elfen, geht es also um das Verwischen dieser Welten. Einer letzten lebenden Dämonen, nachdem die Gottzeit unter den Menschen schon lang vorüber war, fängt an, Menschen um sich zu versammeln, im Schein einer friedvollen Religion. Ein Elf wird in der Menschenwelt tot aufgefunden (eigentlich undenkbar). Die Elfen und Menschen kommen wieder aneinander. Es ist anstrengend, das Buch, anfangs, aber unvergleichlich geil geschrieben und letzten Endes mitunter das Spannendste, das mir je unter die Augen gekommen ist.
Die Charaktere sind dabei genauso vielseitig und tiefgehend wie die von DLvEuF. Spannend ist dabei, dass Elfen unter Reinkarnation leben und die Reihe über Jahrtausende spielt (einzelne Reihen darin), weshalb man verschiedene Charaktere mehrmals als andere Personen wiedersieht und sich nur überlegen kann, ob sie nicht vielleicht dieser eine, eigentlich bekannte Elf sein könnten. Spiele mit der Relativität von Raum und Zeit (auf Fantasy-Ebene), Bücher, die den Charakter eines Menschen aufsaugen können, um diesen als leere Hülle zurückzulassen, Fuchswesen, quasi Sklaven der Elfen, die völlig unscheinbar Komplotte gegen ihre Herren schmieden, Menschen, die sich blindlings in eine scheinbar wundervolle Religion stürzen, die im Kern aber nur Mord und Blut gegen Elfen predigt.
Hauptcharaktere sind völlig unsicher, es gibt im Grunde fast schon mehr als in Das Lied von Eis und Feuer, und manchmal ist es sogar dann am schmerzvollsten, wenn man erfährt, dass ein Lieblingscharakter durch Reinkarnation doch noch (wieder) am Leben ist, wenn alte Liebende verzweifelt nach dieser suchen etwa. So viele Handlungsstränge, im Grunde die Geschichte der Welt(en) und das alles auf unvorhersehbarer und komplexst aufgebauter Ebene, dass ich immer weine, weil es keiner kennt.
:)
https://www.goodreads.com/work/quotes/1724062-die-elfen

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warum veränderst du dich?

charlotte
Weil ich jeden Tag neuen Reizen, neuen Erfahrungen ausgesetzt werde und zwangsläufig daraus irgendetwas lerne. Selbst wenn es im ersten Moment völlig unwichtig wirkt, oder nach nichts, man lernt und das wirkt sich zwangsläufig auf das zukünftige Selbst aus.
Es gibt natürlich Stufen, aber kein Mensch kann so bleiben, wie er ist. So ist das nun mal. Ich versuche eben aufgrund meiner noch sehr schwierigen Lebenssituation, die Veränderung aktiver und schneller ins Positive zu rücken und deshalb sehen mich viele Freunde immer mal wieder schief an, weil sie sich wundern, wie ich mich so schnell entwickeln konnte. Ich finde das toll. "Bleib so wie du bist"? Ne, aber danke.

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Angenommen "Gott*" würde auf der Erde bei uns Menschen leben....was glaubst du, wie und wo wäre das Zuhause von "Gott*"? Wie würde es aussehen? Großer Tempel, kleine Berghütte oder doch etwas gänzlich anderes? Wie wäre es eingerichtet? Kann man ihn besuchen?

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Ich stelle mir Gott gern als einen Wanderer vor, als den Geist von der Küste, der sich zu Lagerfeuern setzt und mit den anderen in fröhlichem Zusammensein allerlei Geschichten austauscht.

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Glaubst du, dass die Richtung stimmt und dieser Weg ein gutes Ende nimmt? Glaubst du, dass du mehr als bloß ein Zufall bist?

Simona ⁽⁽⁽i⁾⁾⁾
Jaaaa, glaube ich schon für mich! Was nun Zufall ist und was nicht, ist da ja erstmal egal. Streng genommen ist nichts und alles Zufall, das Wort wird einfach zu sehr als Antithese zum Schicksal verwendet. Bin ich Zufall? Ich glaube ja an eine höhere Macht, aber ich glaube absolut nicht, dass diese mich, genau mich wollte. Neee. Das ist ja auch nicht das Wesentliche! :)
Was meine Richtung anbelangt? Ich bin noch lange nicht am Ziel, aber ich arbeite an mir und das seit Ewigkeiten. Bei Problemen heule ich zwar gern in mich rein, aber ich erkenne sie trotzdem als etwas an, das es zu lösen gilt, und genauso gehe ich dann auch vor.
Habe so viel überwunden und bin auch jetzt genau wie vor einem Jahr und genau wie in einem Jahr stetig an irgendwelchen Projekten, um Neues von der Welt zu sehen, um neue spirituelle Erkenntnisse zu erlangen, alte Dinge neu zu betrachten und dabei vor allem immer mehr den Moment zu genießen, meine größte Baustelle. Sicher eine große Herausforderung, weil es ein Widerspruch in sich ist, irgendwo, daran arbeiten zu wollen, aber ich merke, wie es sich bessert.
Beruflich und interessenstechnisch stehe ich zwar gerade mehr als jemals zuvor völlig auf der Schwebe und ich weiß wieder nicht mehr so recht, was ich da will, aber auch, dass es mir darauf gar nicht mehr so sehr ankommt. Ich glaube, dass der aktuelle Weg mich glücklich macht, und es tut gut, das sagen zu können!

https://www.youtube.com/watch?v=88BKftZW73o

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Was glaubst du, ist deine schlechteste Charaktereigenschaft? Arbeitest du an ihr? Ja, du arbeitest dran: wie arbeitest du dran? // Falls nicht: warum?

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Perfektionismus.
Ließ mich in der Realschule verzweifeln, letzten Endes sogar die elfte Klasse abbrechen, schadete und schadet einer Vielzahl von Beziehungen, lässt mich im Alltagsleben oft halbe Höllenqualen durchleben und ließ viele Leidenschaften zu Süchten werden.
Ich arbeite auf jeden Fall an ihr. In erster Linie durch das aktivere Bestreben nach Ausgeglichenheit. Von meditativ anmutenden Dingen bis hin zu temporärem Verzicht diverser Dinge wie Zucker oder Musik und dergleichen versuche ich diverse Dinge, die da mit in mein Seelbefinden einspielen, anzusprechen.
Habe lange genug rumgesessen und gehofft, dass es (nicht) besser wird, mit mir. Das ist immer das Problem mit der Psyche; die Wahrnehmung der Normalität. Die Furcht vor Unbekanntem. Irgendwann hat man daher sogar Angst davor, dass man gesund und im Seelenfrieden lebt. Seit ich diese bekämpfe, geht das Leben so viel besser voran. Deshalb überschreite ich immer Grenzen, über die ich mir im Laufe der Zeit sehr bewusst geworden bin.
Läuft schon.

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was gibt es nicht mehr und du vermisst es?

charlotte
Good ol' gaming sessions. Weißte, einfach zu dritt, viert treffen und den ganzen Tag ordentlich zocken. Je mehr die Online-Kultur sich entwickelte, desto weniger wurde das bei uns. Dasselbe gilt für Filmabende, Serienabende.
Aber so allgemein vermisse ich die Zeit frei von der Online-Welt, wo keiner ständig aufs Handy sah und niemand durchgehend dutzende, eigentlich doch kaum bekannte Leute auf WhatsApp adden musste. Als man sich verabredet hatte und das Treffen nicht einfach fix per Handy absagen oder verschieben konnte.
Alles in allem ... eine sozialere Zeit. Ja, irgendwie schon. Das vermisse ich schon sehr stark.

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was findest du am schönsten an dir?

charlotte
Mir ist aufgefallen, dass es im Grunde keine Zeit bei mir gibt, in der ich mich mit negativer Stasis zufrieden gebe.
Dank meiner Angststörung ist mein ganzes Leben ein Abenteuer. Vielleicht, weil es nicht so einfach ist, sich der tauben Bequemheit hinzugeben. Ich überschreite fortwährend von meinem Geist gesetzte Grenzen und wage mich an neue Dinge heran. Hauptsache, eine weitere Blockade ist überwunden.
Oft kann das anstrengend werden, aber es ist vor allen Dingen belebend. Probleme angehen. Und das Leben, das Leben auch angehen! Das habe ich so lange nicht gemacht. Jetzt scheine ich das nicht oft genug zu können.
Das Balancieren um das Genießen der Gegenwart gelingt mir dabei auch häufig ganz gut, aber im Grunde ist genau das das Ziel. Die Balance halten zu können. One day ... :)

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was würdest du deiner freund/-in verbieten oder was würdest du einfach nicht wollen?

"Verbieten" ist in einer Beziehung so wie ich das sehe absolut toxisch, da es von einer einseitigen Stärke ausgeht. Man kann sich zusammen etwas verbieten, vielleicht, auch wenn mir das schwer von der Zunge geht, aber doch nicht dem Partner.
Was ich einfach nicht will, ist Unehrlichkeit, Verschwiegenheit. Offenheit ist mir wichtig, gar notwendig. Das heißt nicht, dass man alles erzählen muss, ganz und gar nicht, aber solche, die die Beziehung betreffen, das sollte nicht totgeschwiegen werden. Ist das Problem ein Ex, Geld/Schulden, Monogamie, Selbstfindung, freakin' talk about it! :)

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