Ask @Gismolo:

irgendwann verändert sich das leben sehr, wenn man im erlernten beruf täglich arbeiten gehen muss. was willst du auf jeden fall rüberretten in diese zeit? auf was willst du nicht verzichten, auch wenn es schwierig sein kann, das zu organisieren? oder bist du privatier und musst gar nicht zur arbeit?

charlotte
Ich habe ein großes Problem mit repetetiven Faktoren. Daher habe ich durchaus Angst vor den Gedanken an Berufen. Jeden Tag dieselbe Tätigkeit scheint mir wahnsinnig schmerzlich, aber in Grenzen auch durchaus nicht unerwünscht. In Grenzen. Schule etwa mag ich total gern, es unterscheidet sich ja doch irgendwo täglich, man lernt etwas, die Menschen sind ganz cool und vor allem außerordentlich an sozialen Ereignissen interessiert. Passt für mich, bin wohl ein Schulmensch. Das mit den Noten nehme ich dabei gar nicht mehr so eng.
Meine Familie hat generell Tendenzen zum minimalistiscg-bescheidenen Leben und wenn mich jemand nach meinen Plänen fragt, sage ich, dass ich auf jeden Fall nicht große, zeitkostende Karriere machen möchte. Am besten so wenig wie möglich, dafür so viel wie möglich für mich. Es sei denn, der Beruf bringt Erfahrungen und kostbare Begegnungen mit sich.
Ein miserabler Beruf kann durch tolle Menschen gut werden, ich denke da vor allem an die Erfahrung Fließband-Arbeit in den Behindertenwerkstätten, ein potenziell toller durch die falschen katastrophal, mein Praktikum beim Rechtsanwalt etwa war einfach nur widerlich und damals Burn-out-Ursache.
Nun aber wäre mir ein dankbarer Beruf lieb. Einer, der Menschen oder Lebewesen in irgendeiner Form etwas Gutes bringt. Das machen richtig angegangen im Grunde alle Berufe, das ist toll, aber Anwalt für Familienrecht? Da verdient man sein Geld für Streits um Nichts und wieder Nichts, die Kinder gehen daran kaputt. Toll. Gerade arbeite ich für eine Woche auf einem Kartoffelroder auf 'nem Biohof und das ist harte Arbeit, aber man macht's für was Gutes und hat dazu noch tolle Menschen um sich. Mega!
Abwechslung und Erfahrung, Zeit für mich. Darum geht es mir. Ein Leben etwas über materiellem Existenzminimum für spirituelles Maximum. Früher wollte ich nur schreiben und Berufen aus dem Weg gehen. Heute will ich schon gern arbeiten, gar unbedingt, aber nicht unter den üblichen, aber unglaublichen Bedingungen. Wenig, dafür intensiv und mit Herz.

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Gehören klar definierte Geschlechterrollen zerschlagen? // Warum/warum nicht? // Wo fängt es an/wo hört es auf?

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Ach. Der Mann ist intelligent, er ist stark, er ist nachdenklich. Und sonst so? Aso. Die Frau ist halt der Rest. Sensibel. Ok, Feminismus: Die Frau ist sensibel, jetzt auch nachdenklich, intelligent, stark. Feminismus? Jo? Der Mann bitte auch sensibel! Ehhh... später!
Geschlechterrollen gibt es nach wie vor, stärker, schwächer, und leider herrscht noch genug Sexismus vor, um beiden Geschlechtern einzelne Aspekte als obligatorisch vorzuhalten. Frau? Klar, gleiche Rechte schon geil, aber halt mit rasierten Achseln, ok? In dem Gesang machen aber nicht nur Männer mit. Und vice versa! Ein Mann rasiert sich nicht die Beine, ruft der Kumpel, ruft die Freundin. The fuq? Diese banalen Richtlinien sind doch widerlich entgegen jeglicher Selbstverwirklichung einzig und allein auf Identifizierung und entsprechend Selbstbestätigung aus.
Wir sind süchtig nach Identifikation und Schubladen. Seien es Persönlichkeitstets INFP-Bla, Depressions-Tests, Instagram-Likes, Follower. Fandoms. Man identifiziert sich direkt mit allem, Hauptsache INDIVIDUELL, aber bloß nicht individuell. Geschlecht bildet da oft keine Ausnahme.
Den stereotypischen Geschlechterrollen nach zu urteilen war und bin ich eine Frau. Ja, sxheiße. Lieber zu den Amazonen, da bin ich den Geschlechterrollen nach zu urteilen ... äh. Ein.... Mann? Nix eigentlich.. oh.. ... egal. Tja, in einem anderen Leben habe ich mich zweifelsohne als transgender geoutet. Okay, aber ich habe auch männliche Aspekte, jede Menge. Ich stehe zum Beispiel auf Frauen. Ähh. Aber wir sind natürlich bei Rollen, nicht Gender. Wo will ich nun differenzieren? Ich weiß es nicht. Meine Antwort auf Gender steht auf einem sehr persönlichen Fundament. Es ist schwierig. Klar, andere glauben anders, im Kern sagen diese anderen Dinge aber deinem Leben "nein". Das macht Toleranz dahingehend zu einem komplexen Thema und Diskurs wichtig. Für mich sind die Grenzen schwimmend und Gender per se ist für mich daher ohnehin relativ. Rollen sowieso.
Guck, du hast das vielleicht beim Schreiben erst dazugedacht. "klar definierte" Rollen gibt es schon: Die Frau trägt das Kind aus, die Frau "füttert" das Neugeborene. Vorausgesetzt, wir reden nicht von einem lesbischen Elternpaar. Ups.
Nö, sehe da nix. Geschlechterrollen, tschhhh. Einengend, vereinfachend. Mann und Frau unterscheiden sich durchaus, vielleicht auch in spezifischen Dingen, die sich auf Verhalten und dergleichen auswirken und folglich auch dahingehend betrachtet werden, aber nicht, niemals endgültig, und die Rollen wandeln sich stetig. Schubladen sind okay, vielleicht sogar notwendig, aber sie werden zu einem Problem, wenn man sie abschließt.
Gut, dass die ursprüngliche, verkürzte Antwort fünfmal diese Box hier gesprengt hat. Ups.

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Lehrer_innen, Lehrer*innen oder doch einfach nur Lehrer? Welche Form sollte man in der deutschen Sprache wählen, um alle Geschlechter anzusprechen?

Jim Panse
Das zu sehen tut mir immer ein wenig weh. Dieses Gedöns schadet dem Lesefluss in meinen Augen genauso sehr wie ein völlig unpassend gesetztes Komma, ganz einfach weil es eine verbale Anomalie ist. Es existiert mündlich nicht und sieht schriftlich ungeschickt aus.
Wohl gewählte Formulierungen sind durchaus nicht schwer zu finden. Lehrende, Lehrkraft, Lehrperson. Im Zweifelsfall kann man immer noch auf "Lehrerinnen und Lehrer" ausweichen.
Versteh' mich nicht falsch, ich erkenne die Intention dahinter an und schreibe niemandem vor, wie er/sie zu, schreiben hat. Aber in meinen Augen ist es ganz einfach furchtbar anzusehen. Ich selbst sehe vom Gendern meist ganz ab, neutrale Formulierungen sind beim Schreiben aber durchaus in meinem Interesse.

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du hast einige, viele dinge, geändert in deinem leben. darf ich fragen, wie dir das gelungen ist? den kampf haben wir ja nicht gesehen. wäre das etwas, wo auch gott...seine hand im spiel hatte?

charlotte
TW
Sechs Jahre gefüllt mit Mobbing, Todessehnsucht, Todesangst, Krankheiten, Angst, Bauchschmerzen, Einsamkeit, ...... Kein großes Geheimnis mehr, abseits von einzelnen Details, über die ich nicht sprechen möchte.
So oder so nicht schön und ich bin auch nicht stolz darauf. Sehr wohl aber kann ich sagen, nahezu immer dagegen vorzugehen versucht habe und unglaublich viele Rückschläge erlitten hatte, wenn die Depression etwa zu schlimm wurde und jede Bemühung im kratzigen Sand erstickte.
Hin und her und her und hin und viel Eskapismus, dabei aber die Kunst sehr wohl als inspirierenden, Stärke gebenden Antrieb nutzend, als die Freunde, die ich gerne gehabt hätte, und ich bin nun zu einem Punkt gekommen, wo sich übliche Selbstverletzung fast immer nicht mehr gut anfühlt, sondern als komisch, als irrational.
Ich bin halt immer wieder aufgestanden und wenn ich nicht aufstehen konnte, habe ich wenigstens überlebt bis zu dem Zeitpunkt, wo wieder Raum für minimale Hoffnung existierte. Jetzt bin ich immer noch geplagt von wahnsinnig vielen Problemen und einem komplexen Gedankenkreis, aber ich habe dem Positiven viel mehr Raum zugesprochen.
Es ist so schwer, das Wie zu erklären. Man öffnet die Augen und bam. Ich bin Kunst ewig zu Dank verpflichtet. Mache mich nicht mehr so ultrawichtig und habe diesen ganzen Karrieremurks ein wenig aus den Augen verloren, weiß noch nicht so recht, wohin und wie, aber ich weiß auch, dass das gar nicht mal so eilig ist und ich bis dahin andere Bürden entgegentreten kann.
Ich würde mich noch nicht als glücklich per se bezeichnen, ganz und gar nicht. Aber mittlerweile sehe ich nach vorne und habe wahnsinnig viel Perspektive gewonnen. Ich war arbeitslos, habe monatelang weder geduscht noch mein Bett verlassen, wurde im Grunde von meiner Mutter gefüttert, um zu überleben. Ich habe mir im Kopf Krebs im Endstadium gespinnt und auch Tetanus, bin auf Begegnungen mit zwielichten Gestalten im Sinn nachts durch Gassen gestreift und meinen Tod eher akzeptiert als die Konsequenzen, welche das Offenbaren meiner Krankheiten mit sich bringen würde.
Wie soll man da noch, jetzt wo das nahezu vorbei ist, an große Jobs denken und diesen ganzen Murks, den die Schule und die Familie verzapft? Ich ecke oft an, bei jedem, weil ich keine Angst mehr habe und scheinbar irrational handle und rede. Ich habe ja nie so richtig die Angst vor dem Tod besiegt, auch nach alledem. Aber die Angst vor dem Leben ist so, so sehr geschrumpft, dass ich leider weltfremd scheine, und dieses Etwas da, diese Angst, gegen die gehe ich schon seit Jahren vor, seit einem Jahrzehnt vielleicht, und der Kampf geht weiter, weiter, weiter. Ich verlasse meine Komfortzonen, experimentiere, gehe auf Fremdes zu und mache einfach, anstatt davon ach so philosophisch auf einem Blog oder eben hier zu sinnieren und mir zu wünschen, so wie die in Filmen und Büchern zu sein. Denn die machen einfach. Das ist der einzige Unterschied. Gewesen. :)

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Das heißt, die Idee von Gott allein reicht für dich aus, damit dieser auch existiert?

Entzauberungstyp ( ͠° ʖ̯ ͡°)
Wenn ich sage, ich glaube an Gott, dann heißt das erstmal nur, dass ich die Unwissenheit unsereins anerkenne. Gott als Idee ist sicherlich schöner Komfort, für mich ist "Gott" aber nichts weiter als eine Bezeichnung für etwas jenseits unserer Grenzen. Und da liegt ja das Problem. Wieso sollte "es" "etwas" sein, oder eine "Entität"? Unsere Sprache wurde nicht mit dem Wissen darum geschaffen, warum sollte sie in der Lage sein, es zu erklären? Sähen alle Menschen nur Schwärze, keiner könnte das Konzept von Dunkelheit begreifen.
Ich habe lediglich meine Seele für Dinge jenseits banaler Logik geöffnet und keine Lösungsformel gefunden, sondern meine immer schon da gewesene Spiritualität geweckt. Wie ein tauber Mensch, der den Bass wahrnimmt. Das ist alles.

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+1 answer in: “https://ask.fm/plusoderminus/answers/150787880912 Zu welcher Position fühlst du dich gehörig? Gerne mit Begründung - muss aber nicht, falls es zu persönlich ist.”

https://ask.fm/plusoderminus/answers/150787880912 Zu welcher Position fühlst du dich gehörig? Gerne mit Begründung - muss aber nicht, falls es zu persönlich ist.

Jim Panse
Ich schätze, dass ich mich (mittlerweile) zwischen 1 und 2 befinde. Allerdings will hier nicht zwingend vom "großen Vater" die Rede sein, wobei ich (nicht nur) der Bibel durchaus bis zu einem gewissen Grad Glauben schenke.
Dabei würde ich mich nicht als Christ bezeichnen. Ich sehe "Gott" erstmal als Bezeichnung, als Mittel, um Diskussionen zu schaffen, distanziere mich im Augenblick aber von einer klaren Definition in diverser Hinsicht. Kurzum muss Gott für mich auch keine "Entität" sein.
Trotzdem, ja. Zwischen 1 und 2. Ich besitze keine Zweifel an der Existenz mehr, aber es gibt ganz einfach kein 100% in einem limitierten Geist.

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Tagesfrage #270: was ist typisch für dich?

Jessy's Tagesfragen
Menschen verbinden ständig Dinge mit mir, die dann schon wieder nicht mehr so mit mir in Verbindung gebracht werden müssen. Das sind nämlich mehr Symptome als die tatsächlichen Gründe. Filme beispielsweise. Sicher liebte ich von Kind auf Kunst, bin mit Hyrule und Hogwarts aufgewachsen und habe ein enormes Filmwissen aufgebaut, schreibe sogar selbst.
Aber viel interessanter ist, dass ich in letzter Zeit nichts lese, kaum etwas ansehe, und seit Jahren schon fast gar nichts, das ich bereits kenne. Ich rewatche nahezu nie. Nur aus Anlass, wenn ein Freund etwas nicht kennt und ich quasi eine neue Welt eröffnen könnte. Sonst, na ja, nie.
Kunst drückt sich dahingehend genauso aus wie meine Begeisterung in jedes Individuum, in jedem Baum des Waldes und in jeden Stein des zu besteigenden Berges. Neues ist meine Liebe. Ich liebe das Leben, ich liebe die Seele, sei sie vom Menschen oder der Welt, einen großen Unterschied gibt es nicht, und ich lerne so gern Neues kennen.
Ständig lege ich Bekanntes nieder und fange neue Projekte an. Ständig merke ich, wie mir Routine zur Last fällt und ich mich am besten beweise, wenn ich in völlig unerwartete Situationen komme. Neulich habe ich auf der Autobahn einen Autounfall gehabt und als klar war, dass niemand verletzt wurde, habe ich gegrinst und gelacht, mein Beifahrer hat mich wie einen Wahnsinnigen angestarrt. Natürlich tat es mir leid für die anderen, aber es war passiert und es war eine spannende, neue Erfahrung!
Deshalb gehe ich Beziehungen auch oft aus den Weg, während ich Nähe suche. Denn ich könnte doch noch eine andere grandiose Person kennenlernen und wenn mir die Inkarnation von Elizabeth aus BioShock über den Weg laufen würde, ja hallo! :D
Das Fremde zieht mich an. Fremde Menschen, neue Orte, das Kennenlernen neuer Personen, neuer Geschichten, neuer Gefühle. Ich habe wohl schon immer von Abenteuern und der Ferne geträumt und das ist wohl letztlich typisch für mich. :)

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Would you rather get noticed by the hottest person at party or have perfect abs?

Get noticed is something which will pass pretty soon. You may have a great time for a few days or what weeks, but even then, it will pass. Besides, people notice me very often, I have a habit of standing out through stupid conversations, strange looking outfits and ridiculous accidents, lol. Though that's probably not your definition of getting noticed.
Anyway, perfect abs would be amazing! I love doing sports and I do it pretty much everyday, but I'm struggling with my body which is one of those no-changers. I can eat what I want and I can train as much as I want, my body doesn't give a shlt either way. Thus, already having perfect abs would be pretty chill.
Besides, if you want to get noticed, you get noticed, as long as you have the courage and will to let that happen.

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du liebst musik - aber wie sieht es mit tanzen aus, wie bewegst du dich am liebsten zur musik? welche dekade hat für dich die schönsten tänze? welche beherrschst du? wie bekommt man dich auf die tanzfläche?

charlotte
Ich kann leider noch keinen Tanz, weil ich immer zu schüchtern für etwaigen Unterricht war. Das wird aber noch geändert, da dominiert mittlerweile die Zuversicht und Lust!
Auf die Tanzfläche bekommt man mich, sobald mir ein Lied ansatzweise zusagt. Dann bin ich der erste und auch der letzte, ganz egal, wie viele Menschen, ganz egal, welcher Anlass, Party mit Tanzfläche und okayer Musik wird abgerockt. Dahingehend habe ich jegliche Hemmungen verloren.
Ich liebe es, dieses gemeinsame auf eine Melodie, einen Beat, einen Text abgehen. Es gibt nichts Schöneres. Tanzen ist für mich nur der nächste Schritt, das tatsächliche Einlassen auf die Musik und das Gemeinsam. Still bei einem guten Konzert stehen? Hell no.

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also bist du jetzt hippie?

Uff, ich weiß nicht, ob ich mich so bezeichnen wollen würde. Der Begriff ist für mich sehr ambivalent und deshalb kann ich mich damit sowohl identifizieren als auch so gar nicht. Sind halt auch nur Begriffe und die werden so unterschiedlich wahrgenommen, dass ich mich lieber davon distanziere.
Ich lebe meine Spiritualität zunehmend aus, habe mich schlichtweg dazu entschieden, mich dem Leben mehr zu öffnen und mein Ding durchzuziehen. Das Ding ist halt Natur und Menschen. Das habe ich immer in Filmen gesucht, in Spielen, Büchern.
Jetzt lebe ich das eben nicht nur nach innen, sondern auch oder vor allem nach außen, und damit kann ich mich so viel mehr identifizieren. Ich gehe bewusster denn je Schritte fort vom Materialismus und lasse mich einfach mehr auf die Seele ein. Das habe ich schon immer gewollt, sonst wäre da nicht diese omnipräsente Kunstpassion, aber nun kann ich es besser benennen.
Nenn' es Hippie, wenn das deine Einordnung leichter macht. Ich würde mich nicht so bezeichnen.

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Tagesfrage #266: was war dein größter Traum als Kind und was ist es jetzt?

Jessy's Tagesfragen
Als Kind hatte ich verschiedene Wünsche. Ich wollte Psychologe werden, vielleicht Abenteurer, der die Welt rettet, aber vor allem Schriftsteller.
Dann wollte ich unbedingt Regisseur werden und Politiker, Schauspieler und Drehbuchautor, Samurai und Mönch, Revolutionär und Musiker, Bibliothekar und Übersetzer.
Heute will ich Liebe in mich aufnehmen und wahrnehmen, so viele Menschen verschiedenster Art wie gerade möglich kennenlernen und dabei die Welt und mich erfahren.

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(Entscheidungsfrage für die Tagesfragen) Wie geht es dir heute? :) was hast du geplant und was ziehst du an? Gehst du aus oder bleibst du zuhause? :) schreibe mir ein wenig.

Insta-elliandhusband
13 Stunden pausenloses *Feiern*. Jetzt bin ich fertig as fvck und verdammt zufrieden. Ich hätte nie gedacht, dass mir dieses wöchentliche Ausgehen mit Freunden oder Fremden so lieb werden würde, dass ich meine Filmis oder sonst was hintenan stellen würde. Auch wenn die nurmehr ohnehin einen kleineren Stellenwert einzunehmen scheinen.
Angezogen habe ich mich wie üblich. Jeansjacke, Jogginghose, keine Schuhe und Sonnenbrille. Kurzum nannte mich jeder zweite Mensch Kiffer und jeder jeweils andere zweite John Lennon. Wie immer also.
Aber die Tatsache, dass ich nach all dem Sxheiß echt noch 15 fvcking Kilometer heimgeradelt bin, ist echt die Spitze. Wenn das nicht ein ehrenwerter symbolischer Start in die Ferien ist. Jetzt brennen meine Füße durch das viele Barfußlaufen am Steinstrand, das ich mir zunehmend angewohnt habe, und mein Kreislauf heult eh, aber ich bin glücklich. Nichts ist schöner als das offen gelebte Verbundensein, und nie hätte ich gedacht, dass mir das so wichtig werden würde.

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Wenn deine angeblich beste Freundin /bester Freund mit deinem Partner schlafen will, was würdest du tun? (aus eigenem Anlass)

Insta-elliandhusband
Irgendwie scheint mir diese Idee aus zweierlei Gründen sehr ansprechend.
1. Ich hätte eine beste Freundin.
2. Ich hätte einen Partner.
:<
Äh. Auch so ein interessantes, sicher nicht unkompliziertes Szenario. Sexuelles Begehren ist keine Seltenheit (duh) und man kann sich doch auch so immer mal wieder Geschlechtsverkehr mit dem einen oder anderen Individuum vorstellen. Isso.
Dass mein bester Freund das artikuliert, würde ich schon mal als nicht zwingend negativ empfinden. Das unterstreicht nur das enge Verhältnis, das wir haben, schließlich beweist er damit mehr Offenheit als viele innerhalb einer Beziehung, die jegliche gefühlte Anziehung zu anderen Personen völlig negieren. Offenes Geheimnis, dass das Bvllshit ist.
Sex aus Sexgründen scheint aber eine Sache zu sein, auf die man für einen Freund verzichten könnte. Ich habe Schwierigkeiten mit dem Konzept der Monogamie und auch Polygamie und distanziere mich daher grundsätzlich von Beziehungen, ein wenig aus Angst vor Konfrontation dieser Thematiken, aber da muss man einfach ehrlich sein. Zu sich selbst, zu den anderen.
Kommt man (und der Partner) damit klar? Super, dann lass den Freund, die Freundin doch mit anderen Sex haben. Why not?
Kommt man damit nicht klar? Ist ja auch okay. Dann spreche ich mich halt mit meinem Partner und/oder dem Freund aus. Dann halt nicht, er geht doch auch nicht davon aus, dass ein Nein einem "Flck dich aus meinem Leben" gleichkommt. Mein Gott, es ist Sex. Das lässt sich zu allen Beteiligten sagen. Verallgemeinern lässt sich aber niemals.

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What cartoon/Animes do you still like to watch?

Bibliofille
I've watched a lot of anime between 2015 and 2017. Sadly, I stopped, somewhat, mostly due to the fact that I simply watched nearly all of the known movies and essentially most of the interesting and more known shows.
I just can't stand stereotypical anime anymore. I used to defend it but when I watch some, even rewatch originally liked ones, I just can't help but get annoyed fast by this overexcited atmosphere feeled in dialogue, pace and drawing. It just isn't that authentic and I have a hard time searching for good ones. Guess I'm one of those anime fans who become manga readers, hahaha. Elitist much, huh? It is how it is.
Of course I still love anime per se and the Japanese culture even more actually. Just not the mainstream stuff. Start to prefer movies again because they're just more often calm and thus more emotional, also often, very very often watch live-action films of Japan such as the ones by Iwai Shunji.
However, anime I "still" and probably will always like are for example Mushishi, Fullmetal Alchemist: Brotherhood, ef: a tale of Memories, Steins;Gate, Shinsekai yori and Your Lie in April.

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Wieso dürfen Mädchen eigentlich Jungskleidung tragen aber als Kerl wird man direkt ausgelacht? Ich liebe Strumpfhosen total.. ich schäme mich seh dafür.. Was sagt ihr dazu? Hab mich damit noch nie jemandem anvertraut..

Sexismus.
Stimmt schon, ich sehe das ganz ähnlich und diese Frage wird meistens höchstens scherzhaft gestellt und dann mit amüsiertem Lächeln abgetan, und zwar von beiden Seiten. Ganz einfach, weil das Tragen von Kleidern oder eben Strumpfhosen noch so dermaßen absurd, so unglaublich scheint, dass das häufig gar nicht erst in die gesamte Debatte eingebracht wird.
Einfach einen Kaftan zu kaufen würde da auch nicht so viel lösen, lol. Aber cool wäre es! Sexismus Männern gegenüber als Thema wird leider immer noch oft totgeschwiegen oder als offensiv und frei von Fundament beschimpft, dass dahingehend viel nicht vorangeht. Rasieren ist da auch so ein Thema.
Dass du das (und letztlich jeder zweite männliche Weggefährte irgendwann irgendwie vermutlich auch) verschweigst, ist auch wieder bezeichnend und beweist, wie sehr wir (alle) Gefangene des Systems sind. Die Gesellschaft und niemand sonst hat uns eingetrichtert, welche Kleidungsstücke für wen sind, wer welches Hobby haben darf, wer, na ja, gerade historisch betrachtet auch "mehr wert" ist. Das ist alles so ein Bvllshit.
Unsere Generation ist total am Arsxh und "früher war alles besser" stimmt sicher nicht per se, trotzdem ist eine gesamte Generation erkrankt. An Sucht nach Internet, Sucht nach Selbstdarstellung. Deshalb teilweise auch diese Gendersxheiße, diese Welle an *psychischen Krankheiten*, diese massenweite Selbstprofilierung. Alle sind süchtig nach Schubladen, und viele werden sogar noch süchtiger, wenn sie versuchen, sich von Stereotypen zu distanzieren. Ironisch.
Sxheiß drauf, Bruder. Schäm' dich niemals für die Dummheit anderer Menschen.

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Wie viele Fragen hast du ignoriert..... wow-wow-wow! ?

Das Problem an ask.fm ist für mich geworden, dass sich die meisten Fragen einfach nicht interessiert anfühlen und ich ungern irgendwelche Massenfragen beantworte, wissend, dass der Fragende meine Antwort nur kurz zum Liken aufruft.
Natürlich sind viele viele Fragen auch aus Interesse heraus gestellt, aber da wiederum sind dann wieder viele dabei, die sich zu beantworten einfach falsch anfühlt. Als würde ich Dinge über mich offenbaren, die schlichtweg keinen interessieren könnten. Ich kann schließlich seltenst herauslesen, ob der Fragende an mir persönlich interessiert ist.
Darüber hinaus bekomme ich monatlich 100-200 Fragen, ein Drittel von Bots, und kann und will mich nicht so intensiv mit mir auseinandersetzen, und das dann auf oftmals unglaublich banaler Ebene wie "Lieblingsfarbe". Dann gehen nur die Antworten unter, für die ich wirklich investiere und deren Fragen mich vielleicht auch zu tiefergehender Reflexion inspiriert haben.
Außerdem, und vielleicht vor allem, ist es nicht einfach, einfache Dinge über mich zu schreiben und mich dabei nicht wirklich leiden zu können. Ich nerve mich beim Antworten häufig selbst und habe wahrscheinlich doppelt so viele Antworten geschrieben und gelöscht wie tatsächlich veröffentlicht, einfach weil ich mir beim Schreiben denke, dass das doch keine Sau juckt und ich einfach das Mavl halten sollte.
Wenn dich wirklich etwas interessiert oder du mir ganz persönlich eine Frage stellst, dann antworte ich schon gern, aber das kann ich durch bloße Buchstaben mit Fragezeichen häufig schlichtweg nicht herauslesen.

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What great thing would you attempt if you knew you could not fail?

Bibliofille
I don't like that kind of thinking. Do you not know? If you want it, you can achieve it. That's how I perceive the world. I don't critisize your philosophy nor do I claim to know it; I'm merely taking some distance from your choice of words and, thus, answering the question, fundamentally.
See, there's this problem in our generation that our parents tell us that we're special and we'll get everything what we want. Thing is we're getting internet, which is equivalent to non-age-restricted alcohol. It makes us feel good in the shortterm, but in the end, isn't satisfying at all. Makes us lazy, makes us say "yeah, the day was ok" without trying to accomplish anything more than that. Just writing and thinking about it. Because we get likes, because our virtual friends have the same dreams, because, well, virtually everyone seems to think s/he's the chosen one while subconsciously being aware that there is no such thing and that sitting around and watching shows about people actually getting shi t done doesn't make them the same.
So now, rather, what great thing will I attempt because I know I cannot fail? I won't achieve it, maybe, surely there's the chance, but I can't fail if I attempt as long as my goals aren't wrongly focussed. The goal is never to become rich, for instance. It's to become happy through becoming rich. The end isn't the goal. There's just one secular end and that's called death. Everything else is moment after moment.
There are a couple things, of course: I always dreamt to become an artist without realizing there is no such thing as "becoming" that. You are, or you are not. So let me cross that one out.
Well, I could say I want to meet new people, to see completely new worlds, to learn the most different things and emotions ... but, it really comes down to one goal, for now: I'm attempting to forsake this system thinking, or, rather, to refind my spiritual self. My mind is still somewhat caged in this money and anxiety driven society and I intend to get out of that, to live according to my soul. I make progress every moment and that's amazing. It's small things, really, but overall they're everything.

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