Ask @Gismolo:

Vielleicht beruhigt es dich: So etwas schläft nur ein. Wirklich verlieren kannst du es nicht. Maximal irgendwo in dir drin, aber es ist definitiv wieder auffindbar. Wenn es nicht weitergeht, nimm Hilfe in Anspruch.

Rye
Ich habe ja schon zu mit ein paar Psychologen gesprochen. Jetzt auch wieder eine Überweisung zur Psychiatrie, die dieses Mal allerdings eher fälschlicherweise, weil ich meine Ärztin irgendwie angelogen habe.
Ist komisch. Es geht ja weiter. Ich funktioniere. Gerade geht das halt voll bergab, weil mir die Einsicht fehlt, wozu das überhaupt gut sein soll. Ein wenig vermisse ich die emotionale Zerschlagenheit und habe Angst vor der Normalität, glaube ich, aber in der Normalität sollte man sich doch wenigstens auch mal an irgendwelchen Dingen erfreuen können.
Selbst wenn ich über etwas lache, denke ich mir "Toll, jetzt lache ich auch mal". Es gibt keinen Moment, in dem ich das nicht passiv beurteile. Nicht mal während Wutanfällen. Oder ... "Wutanfällen"? Ich weiß nicht mehr, ich bin mehr so ein Charakter, den ich ziemlich schlecht geschrieben habe.
Vermutlich brauche ich bei der Schlaflosigkeit nur eine Plattform, um mich auszudrücken. Es frustriert mich auf einer sehr tauben Ebene. Es.. stört mich. Oder so. Ich werde jetzt auch wenn das alles eigentlich BS ist trotzdem nochmal mit einem Psychologen reden, wenn auch nur, um klarzustellen, dass ich ein privilegierter Huso bin, der vor Jahren vielleicht mal Probleme hatte, jetzt aber einfach nicht mehr ohne will.
Brauche einfach Klarheit. Ma guggen. Ich hatte so ein echt krasses Hollywoodfilmleben und dann, boom, hat jemand auf Pause gedrückt und die VHS rausgenommen. Ich darf jetzt auf dem sxheiß Band rumlaufen, hin und her, aber halt nicht die Länge nach. Danke für deine Anteilnahme.

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Wo gehst du gerne spazieren?

Jote
Ich .... zweifle zunehmend daran, dass ich überhaupt irgendwas gerne mache. Da sind Dinge, die ich tue, weil sie mir früher mal etwas bedeutet haben, von denen ich denke, sie müssten "gerne" getan werden.
Aber ehrlich gesagt bin ich in völliger, gähnender Leere gefangen. Desinteresse und Taubheit, egal bei was ich tue, ich bin da, ich mache Dinge, aber immer mit Gedanken, niemals kann ich mich auf etwas einlassen, niemals wirklich etwas fühlen. I play pretend until I dream. Da fühle ich dann auf einmal was, in den Träumen.
Keine Ahnung wieso. Bin ich gemäßigt? Bin ich so langweilig, dass ich mich selbst langweile? Oder ist da was kaputtgegangen? Das Einzige, das mir noch Halt gibt, ist die Sorge, dass ich nichts mehr fühle. Nur ist das ein Gefühl oder ein Gedanke? Ich hab keine Ahnung mehr.
Dinge, die ich gern mache? Ich gebe gern anderen Menschen Leidenschaften über. Dinge, die ich lieb(t)e, irgendwas. Leute etwas fühlen zu lassen, bedeutet mir wohl viel. Aber ich? Was mache ich gern? Was m a c h e ich gern?
Nichts? Keine Ahnung. Irgendwie ist da die Klarheit verschwunden und die Passion gestorben, oder hoffentlich nur eingeschlafen. Es gibt nichts Anderes mehr, über das ich schreiben könnte. Ich kann aufhören. Ich habe genug. Alles wäre gelogen, und ist es vermutlich auch. Vielleicht sogar das hier? Ich weiß es nicht mehr. Irgendwann wusste ich es mal. Ich weiß es nicht mehr.

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was weißt du über frei.mau.rer, ohne nachzuschlagen? ich würde gerne wissen, was da common knowledge ist. danke.

charlotte
Freimaurer wurden damals gegründet, um Wissenschaft und Religion nicht mehr so albern voneinander zu trennen, sondern einen Kompromiss zu finden, ein gemeinsames intellektuelles Zusammen ohne banalem "Nein".
Es gibt viele "Treffzentren" wie halt Kirchen, und ich möchte meinen, dass im Westen dort immer eine Bibel am Pult vorhanden ist, im Osten aber ggf. auch mal der Koran (und so weiter und sofort, Religion per se ist völlig irrelevant, wird aber eben mit offenen Armen empfangen).
Das Pentagramm ist ein wichtiges Symbol der Freimaurer und steht für deren fünf Tugenden, die ich beim besten Willen nicht mehr alle ganz aufzählen kann, aber sind so die Klassiker.
Außerdem gibt es Ränge, meistens 33, und solche mit dem Rang von 33 wissen dann über die New World Order und werden uns alle versklaven.
Nein, Spaß, sorry. Freimaurer sind keine Sekte und ich hatte in jungen Jahren auch mal erwogen, ihnen beizutreten. Aber ich weiß nicht mehr so viel über sie, muss ich mir eingestehen.

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Könnt ihr mir gute Rocksongs empfehlen? (Am liebsten aus den 60er 70er oder 80er, muss aber nicht umbedingt sein)

Rock ein wenig offener definiert. Pink Floyd, Simon & Garfunkel und so kennt man ja, deshalb mal ein paar vielleicht nicht so bekannte Interpreten oder Titel, die ich einfach von ganzem Herzen liebe. Vielleicht findest du ja was.
1972: Focus – House of the King
1980: Billy Joel – All For Leyna
1980: Tom Waits – Chocolate Jesus
1981: Japan – Visions of China
1985: Elton John – Goodbye Yellow Brick Road
1992: Nick Cave & The Bad Seeds – I Had a Dream, Joe
1994: Jeff Buckley – Grace
2006: The Raconteurs – Blue Veins
2009: Dead Man's Bones – Lose Your Soul
2016: Kaleo – Broken Bones
https://www.youtube.com/watch?v=ll37rY-yiQQ

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Wie stehst du zu dem Veggie-Trend? Es werden auch inzwischen schon Hochzeiten und andere Familienfeste rein in vegatarisch oder vegan veranstaltet. Würdest du hingegehen, wenn du von der "Fleisch-Fraktion" wärst? Würdest du bei so einem Fest Fleisch und Veggie anbieten, oder nur die eine Sorte?

Simply Me
Ich weiß nicht, ob ich das als Trend bezeichnen würde. Ich würde ja auch nicht Martin Luther King, Jr. als Trendsetter bezeichnen, so mit einem kleinen Ticken Polemik.
In meinen Augen ist das ganz großartig. Ich bin selbst Vegetarier und sehe die Ursache teils in dem Wunsch nach Identität bei Einzelnen, vordergründig aber in dem vermehrten gesellschaftlich-politischem Verantwortungsbewusstsein, das hinter den Schleier von "uns geht es doch gut" zu sehen versucht.
Da gibt es viele Gründe, und zwei Veggies würden das sicher auch unterschiedlich beantworten. Die Entwicklung von Umweltbewusstsein, von Tier- & Naturliebe beziehungsweise irgendwie menschlicher Bescheidenheit. Natürlich auch das Klarwerden, wie furchtbar Massentierhaltung Bauern und an den entsprechenden *Fabriken* wohnenden Menschen gesundheitlich zusetzen kann, so wie letzten Endes auch ein Verständnis für Gesundheit. Wobei ich als Vegetarier (sehr) gemäßigten Fleischkonsum grundsätzlich als gesundheitliches Optimum betrachte beziehungsweise mich dahingehend nicht zu weit aus dem Fenster lehnen möchte.
Es ist in meinen Augen ganz schade, dass sich viele Fleischesser so gegenpositionieren. Der Ansatz, weniger Fleisch zu essen, ist nämlich in jeder Hinsicht ein guter, ethisch wie gesundheitlich. Da gibt es gar keine Frage. Fanatismus ist dann halt Lowego-Selbstprofilierung, hat mit dem Konzept per se aber genauso wenig zu tun wie Mumble mit dem gesellschaftlich grundsätzlich so großartigem Hip-Hop, das ich gern mit Jazz vergleiche. Differenziert betrachtet ist das einfach eine coole, lobenswerte Sache.
Deshalb erachte ich derlei Familienfeste und dergleichen auch durchaus als eine coole Sache. Es ist sogar ganz mutig und demzufolge teils bewundernswert, das durchzuziehen. Die dahinterliegende Intention spielt für mich da natürlich eine Rolle. Wenn man das dann der ganzen Welt auf seinem Blog erzählt und sich als Gott der Gesellschaft deklariert, kann mir das dann schon auch aufstoßen. Zu solchen Menschen würde ich aber auch nicht zum Feiern gehen.
Gerade bei einer Hochzeit, die für mich so viel Schönheit zelebriert, ist das durchaus verständlich. Fleisch.. Ich verstehe sehr gut, wie das anwidern kann, wie man in jedem "Stück" einen Leichnam sieht, der da offen und wie selbstverständlich auf einem Tisch herumliegt. Ich habe das Gefühl selbst manchmal und bin wirklich kein "Extremist".
Ich kann mir sehr gut vorstellen, nur eine von beiden Dingen anzubieten. Wenn da tatsächlich jemand wegen etwas für einen Fleischesser doch prinzipiell relativ Banalem jammern sollte, dann hat der sowieso nichts auf meiner Feier verloren. Es ist halt unwahrscheinlich, dass ich bald irgendwas organisiere.

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Warum haben die wenigsten ein moralisches Bewusstsein und sind geistig nicht in der Lage ihren Fleischkonsum in Frage zu stellen? Dass Tiere dafür leiden verdrängen wir. Ist der Mensch wirklich so ein hirnlose, unsensible Kreatur die nur aus der Macht der Gewohnheit Fleisch isst? #Degeneration

Ehrlich gesagt kann ich dir darauf keine konkrete Antwort geben, weil jeder Mensch anders ist. Dass es ethisch nicht nur fragwürdig, sondern unter aller Sau (bad pun) ist, Fleisch aus dem Supermarkt zu essen, ist kein Geheimnis, und dass man mit übermäßigem, das heißt also weit über gesundheitlichen Gründen hinweg, Fleischkonsum durchaus auch zu mehr toten Tieren, kranken Menschen und Umweltproblemen beiträgt, ist ebenfalls kein Geheimnis.
Fleischkonsum per se sollte man nicht zwingend verurteilen, aber in entsprechender Relation sehen. Für das Mahl ist ein Tier gestorben. MUSS man das jetzt essen? Viele Native Americans haben nur das Nötigste gejagt und sich bei der Seele bedankt, und dann auch Haut und Zähne weiterverwendet. Über so etwas sind wir weit hinweg, abstrakte Wurst ist aber trotzdem ein schön gemachtes Leichenteil.
Ich sehe es als moralisch grundsätzlich wichtig an, dass man wenigstens Flexitarier ist und auf die Fleischherkunft achtet (beziehungsweise generell). Alles andere ist eine Frage der Lebenseinstellung.
Wir sind halt in unserer Komfortzone. Man muss Bewusstsein schaffen und dann, Schritt für Schritt, die richtigen Entscheidungen treffen. Zu diesen gehören weniger und qualitatives Fleisch konsumieren (oder keines), Energieverbrauch senken, Auto mal stehen lassen, Zigaretten und Müll mitnehmen und trennen, Kleidung, Nahrungsmittel.... Alles. Man kann buchstäblich in jeder Sache etwas besser machen und es ist überall kein Geheimnis.
Es stimmt aber, ich finde das bisweilen auch krank. Ich kann auch an mir beobachten, wir ich manchmal wider besseren Gewissens ein Coca Cola-Produkt kaufe. Man muss sich der besseren Lebensweise eben annähern so gut es geht (und das geht wenigstens aus finanzieller Sicht sogar sehr gut, keine Frage), wenn man denn etwas für andere Lebewesen und die Umwelt übrig hat. Im Kern aber wohl auch, wenn man etwas für sich übrig hat.

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Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?

H v p p y. †
"Leben nach dem Tod" geht mir einfach nicht weit genug und deshalb habe ich so meine Schwierigkeiten mit dieser Formulierung. Diese Aussage will nämlich gleich zwei in meinen Augen kritische Dinge als gegeben sehen.
Leben. Was ist Leben? Geboren werden, atmen, lachen, Liebe, Job? Das, was wir kennen? Das Existieren? Was stellt man sich darunter vor? Ich glaube, dass wir weder endlich noch unendlich sind, beziehungsweise will ich es mir nicht anmaßen, uns in eine der beiden Schubladen zu stecken, ohne sie zu verstehen. Dass wir immer werden und Veränderung ausgesetzt sind, auch im jetzigen Leben. Ich zweifle an einem einfachen Ende, boom, Bewusstsein weg und fertig, wenn dir das reicht.
Aber ein "Leben nach dem Tod", etwa Reinkarnation oder Himmel, das wirkt für mich so einfach. Fernab von jeglichem abstrakten Denken, um das Unbekannte verständlicher und demnach weniger unheimlich zu machen, deshalb betrachte ich diese Dinge als durchaus kritisch, erwäge sie indes jedoch ebenfalls.
Denn da ist das "nach". Es gibt immer diese Etappe, dann die, dieses Jahrzehnt, dann das. Vor dem Leben, nach dem Leben. Wann war denn vor dem Leben? Der einzige Anhaltspunkt ist der Beginn der dir bekannten Existenz. Es gibt kein Davor. Muss es ein Danach geben? Gibt es diese Schubladen namens Zeiten in diesem Kontext überhaupt? Vielleicht reicht es, wenn ich sage, dass ich an das Leben glaube.
Aber auf banalster Ebene; ja, ich glaube daran.

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Welche Musik hörst du momentan?

Ich höre gerade hauptsächlich Hip-Hop. Eminems alten Sachen, Kamikaze hat mir wieder ziemlich viel Feuer für ihn gegeben, wie immer so ziemlich alles von Tech N9ne, aber auch Fatoni, Edgar Wasser, Fehring Grau und natürlich den sich dieses Jahr selbst übertreffenden Alligatoah.
Joa, das ging so die Woche. Ganz schön gut (ab) sogar! Wobei ich ganz viel Bo Burnham gehört habe, aber der hat nicht so in die Aufzählung gepasst, lalala!

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:)

MariE
"Social media - it’s just the market’s answer to a generation that demanded to perform so the market said, here - perform. Perform everything to each other, all the time for no reason. It’s prison - its horrific. It’s performer and audience melded together.
What do we want more than to lie in our bed at the end of the day and just watch our life as a satisfied audience member. I know very little about anything. But what I do know is that if you can live your life without an audience, you should do it."
—Bo Burnham

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Kannst du leicht einschlafen und durchschlafen oder hast du Probleme damit? Kannst du evtl. ein Einschlafritual empfehlen?

Simply Me
Es gibt relativ einfache Regeln, die man unbedingt für drei, vier Wochen anwenden sollte, ehe man schulterzuckend von irgendwelchen Schlafstörungen ohne Hoffnung palavert.
Zum einen eine Stunde vor dem geplanten Schlafengehen nicht mehr am Laptop, Fernseher oder Handy hängen. Das Zeug fvckt mit unserem Biorhythmus und hält uns künstlich wach, da wird man weder müde noch schläft man plötzlich ein.
Dann ist da diese ungesunde, nicht sehr hilfreiche Lebensweise des "am Wochenende allen Schlaf nachholen". Damit bringt man im Grunde jeden Samstag seinen Rhythmus durcheinander, der aber definitiv länger als fünf Tage braucht, um sich richtig einzupendeln, und sorgt abermalig dafür, dass man nicht einschlafen kann.
Generell sind Rituale, keine spezifischen, absolut hilfreich, da man sich psychologisch und damit letztlich biologisch daran gewöhnen kann und seinen Körper in Schlafmodus versetzen kann. Vor dem Einschlafen ein Glas Milch ist deshalb gar nicht mal so albern. Die letzte Stunde immer im Bett zum Lesen (am Buch, nicht am ebook, blaues Licht zerstört jeglichen Effekt) nutzen ist aus verschiedenen Gründen, auch zugunsten des Rhyhtmus, außerordentlich empfehlenswert. Eine letzte Netflix-Episode? Im Gegenteil.
Es gibt auch andere Dinge, auf die man gut achten kann. Man sollte nicht in Stunden denken, sondern in 90 Minuten. Eine Schlafphase dauert etwa so lange. Fünf pro Nacht im Schnitt empfehlenswert, eine weniger als eine halbe definitiv auch besser, im Tiefschlaf aufzuwachen ist mies, gerade mit ungesunden Weckern!!
Laute Wecker reißen heraus und das ist ungesund und kann sich auf lange Sicht schädigend auf das Einschlafen auswirken. Lichtwecker sind absolut genial, tatsächlich bei Konsequenz auch das Nichtbenutzen eines Weckers, da die biologische Uhr meiner Erfahrung nach auf 10-30 Minuten genau funktionieren kann und du dann einfach nur geil ausgeschlafen bist. Das ist aber lediglich die Konsequenz vom Vorhandensein eines Rhythmus, mit Wecker durchaus auch machbar, wenn man etwa dann zuvor aufwacht. Ansonsten: Ganz leiser Wecker, der langsam graduell lauter wird. Vielleicht mit Naturgeräuschen, da wär'n wir auch wieder bei Kombi Lichtwecker, Konditionieren auf das Aufwachen bei (künstlicher) Dämmerung kann das Leben verändern.
Den Schlaf anders wahrnehmen! Ist keine verschwendete Zeit. Fängt man mit Klarträumen an, konditioniert man seinen Kopp darauf, Träume als Priorität wahrzunehmen und man erinnert sich sehr schnell wieder an mehr, und mehr, und ganz viel. Das ist nebenbei erwähnt der erste Schritt für Klarträume, zu denen auch jeder Mensch fähig ist, und dann macht das Schlafen nochmal so richtig Spaß.
Auch gut: Wenig bewegen. 10-20 Minuten ganz ohne Bewegung abgesehen der Augen (REM ist ja eh) und du schläfst bei einigermaßen gutem Rhythmus. Übliche Strategie bei Pros des luziden Gebiets, da kontrolliertes Einschlafen. Der Körper schläft nämlich zuerst ein, aus offenkundigen Gründen.
Gibt vieeel! Nicht aufgeben.

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Why people gather when others die? Why people feel they should?

Bibliofille
It's a way to give everyone the opportunity to really say goodbye together, with all the combined love of the people who knew the person. Overall, I get it. It's a nice, sometimes very nice symbolic thing I wholy understand.
I've been on two funerals. The one of my dad when I was 10 years old. That one was hard to bear, for everyone, because nobody expected his death at all, he was in his 40s and our family was somewhat troubled, but loving and caring for each and everyone.
The second was my grandfather's. Now, that was a different one. We were silent at the ceremony and surely sad he was gone, but accepted it as natural and, well, life (and death). In the end, we were talking, a little laughing and getting to know completely new family members. That was more my kind, but even then. You know, talking about the gone and smile about it.
I think it's sad that it is such an awful sad day. Everyone's crying, nobody's talking and boom. I'd rather have a funeral where everyone's having a nice, honest little party about me with my favorite music and food. Why, crying is absolutely fine, but don't make it the saddest day of my life. Oh, wait.

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irgendwann verändert sich das leben sehr, wenn man im erlernten beruf täglich arbeiten gehen muss. was willst du auf jeden fall rüberretten in diese zeit? auf was willst du nicht verzichten, auch wenn es schwierig sein kann, das zu organisieren? oder bist du privatier und musst gar nicht zur arbeit?

charlotte
Ich habe ein großes Problem mit repetetiven Faktoren. Daher habe ich durchaus Angst vor den Gedanken an Berufen. Jeden Tag dieselbe Tätigkeit scheint mir wahnsinnig schmerzlich, aber in Grenzen auch durchaus nicht unerwünscht. In Grenzen. Schule etwa mag ich total gern, es unterscheidet sich ja doch irgendwo täglich, man lernt etwas, die Menschen sind ganz cool und vor allem außerordentlich an sozialen Ereignissen interessiert. Passt für mich, bin wohl ein Schulmensch. Das mit den Noten nehme ich dabei gar nicht mehr so eng.
Meine Familie hat generell Tendenzen zum minimalistiscg-bescheidenen Leben und wenn mich jemand nach meinen Plänen fragt, sage ich, dass ich auf jeden Fall nicht große, zeitkostende Karriere machen möchte. Am besten so wenig wie möglich, dafür so viel wie möglich für mich. Es sei denn, der Beruf bringt Erfahrungen und kostbare Begegnungen mit sich.
Ein miserabler Beruf kann durch tolle Menschen gut werden, ich denke da vor allem an die Erfahrung Fließband-Arbeit in den Behindertenwerkstätten, ein potenziell toller durch die falschen katastrophal, mein Praktikum beim Rechtsanwalt etwa war einfach nur widerlich und damals Burn-out-Ursache.
Nun aber wäre mir ein dankbarer Beruf lieb. Einer, der Menschen oder Lebewesen in irgendeiner Form etwas Gutes bringt. Das machen richtig angegangen im Grunde alle Berufe, das ist toll, aber Anwalt für Familienrecht? Da verdient man sein Geld für Streits um Nichts und wieder Nichts, die Kinder gehen daran kaputt. Toll. Gerade arbeite ich für eine Woche auf einem Kartoffelroder auf 'nem Biohof und das ist harte Arbeit, aber man macht's für was Gutes und hat dazu noch tolle Menschen um sich. Mega!
Abwechslung und Erfahrung, Zeit für mich. Darum geht es mir. Ein Leben etwas über materiellem Existenzminimum für spirituelles Maximum. Früher wollte ich nur schreiben und Berufen aus dem Weg gehen. Heute will ich schon gern arbeiten, gar unbedingt, aber nicht unter den üblichen, aber unglaublichen Bedingungen. Wenig, dafür intensiv und mit Herz.

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Gehören klar definierte Geschlechterrollen zerschlagen? // Warum/warum nicht? // Wo fängt es an/wo hört es auf?

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Ach. Der Mann ist intelligent, er ist stark, er ist nachdenklich. Und sonst so? Aso. Die Frau ist halt der Rest. Sensibel. Ok, Feminismus: Die Frau ist sensibel, jetzt auch nachdenklich, intelligent, stark. Feminismus? Jo? Der Mann bitte auch sensibel! Ehhh... später!
Geschlechterrollen gibt es nach wie vor, stärker, schwächer, und leider herrscht noch genug Sexismus vor, um beiden Geschlechtern einzelne Aspekte als obligatorisch vorzuhalten. Frau? Klar, gleiche Rechte schon geil, aber halt mit rasierten Achseln, ok? In dem Gesang machen aber nicht nur Männer mit. Und vice versa! Ein Mann rasiert sich nicht die Beine, ruft der Kumpel, ruft die Freundin. The fuq? Diese banalen Richtlinien sind doch widerlich entgegen jeglicher Selbstverwirklichung einzig und allein auf Identifizierung und entsprechend Selbstbestätigung aus.
Wir sind süchtig nach Identifikation und Schubladen. Seien es Persönlichkeitstets INFP-Bla, Depressions-Tests, Instagram-Likes, Follower. Fandoms. Man identifiziert sich direkt mit allem, Hauptsache INDIVIDUELL, aber bloß nicht individuell. Geschlecht bildet da oft keine Ausnahme.
Den stereotypischen Geschlechterrollen nach zu urteilen war und bin ich eine Frau. Ja, sxheiße. Lieber zu den Amazonen, da bin ich den Geschlechterrollen nach zu urteilen ... äh. Ein.... Mann? Nix eigentlich.. oh.. ... egal. Tja, in einem anderen Leben habe ich mich zweifelsohne als transgender geoutet. Okay, aber ich habe auch männliche Aspekte, jede Menge. Ich stehe zum Beispiel auf Frauen. Ähh. Aber wir sind natürlich bei Rollen, nicht Gender. Wo will ich nun differenzieren? Ich weiß es nicht. Meine Antwort auf Gender steht auf einem sehr persönlichen Fundament. Es ist schwierig. Klar, andere glauben anders, im Kern sagen diese anderen Dinge aber deinem Leben "nein". Das macht Toleranz dahingehend zu einem komplexen Thema und Diskurs wichtig. Für mich sind die Grenzen schwimmend und Gender per se ist für mich daher ohnehin relativ. Rollen sowieso.
Guck, du hast das vielleicht beim Schreiben erst dazugedacht. "klar definierte" Rollen gibt es schon: Die Frau trägt das Kind aus, die Frau "füttert" das Neugeborene. Vorausgesetzt, wir reden nicht von einem lesbischen Elternpaar. Ups.
Nö, sehe da nix. Geschlechterrollen, tschhhh. Einengend, vereinfachend. Mann und Frau unterscheiden sich durchaus, vielleicht auch in spezifischen Dingen, die sich auf Verhalten und dergleichen auswirken und folglich auch dahingehend betrachtet werden, aber nicht, niemals endgültig, und die Rollen wandeln sich stetig. Schubladen sind okay, vielleicht sogar notwendig, aber sie werden zu einem Problem, wenn man sie abschließt.
Gut, dass die ursprüngliche, verkürzte Antwort fünfmal diese Box hier gesprengt hat. Ups.

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