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Laut einer neuen Prophezeiung wird die Welt im Jahr 2031 untergehen. Was ist deine Meinung dazu? 🤓

TCSeyiTC’s Profile Photoseyit.tgn
Die Welt wie wir sie kennen ist doch sowieso zunehmend am Untergehen. Die Schere zwischen Arm und Reich reißt bald ganz auseinander und Sozialstaaten verabschieden sich zunehmend sogar von der Illusion, sozial zu sein. Vor allem aber fixkt uns der Klimawandel, die Umweltverschmutzung und das ständige Aussterben tausender Spezies.
Ein großer Knall und das Licht geht aus - das nennt sich Tod. Jeder Mensch macht letztlich mindestens einen Weltuntergang mit. Wenn nun in zehn Jahren ein Asteroid die Erde crasht oder in der Arktis dann doch Killerviren freikommen und nicht nur gleich sterbende Würmer - man stirbt. Meine Meinung ist die, dass man gern versuchen sollte, das Leben der Welt zu verlängern - um seinetwillen, um das der Familie, und der Verantwortung wegen, die man den noch kommenden Lebewesen hat. Sich ständig Angst über das Leben nach dem Tod zu machen, über das Ende vom Universum, bringt dich um den Verstand.
Lebe einfach nach bestem Gewissen. Sei kein Trendaktivist, der vegan lebt und trotzdem ständig bei Burger King und H&M einkauft. Mach nicht mit bei der krankhaften Selbstdarstellung, beim suchtfundierten Dating-Wettrennen, halt dich fern von Schmutz wie tiktok, fahr vorsichtig und bewusst und halte Menschen die Tür auf. Geh wählen und lass dich nicht verarsxhen, weder von Mainstreammedien noch "kritischen Alternativmedien", von "Vorbildern" oder deiner Einsamkeit. Vergiss nie, dass du zwar Teil der Welt bist, aber auch du selbst, und dass du am Ende mit dir und deinen Taten im Reinen sein musst. Dass viele Serien mehr Episoden haben als dein Leben Jahre, und dass das keine Rolle spielen sollte, weil du jetzt bist, und die anderen danach.
Der Weltuntergang wurde in der Geschichte der Menschheit schon tausende Male vorhergesagt. Sei's ein Komet 1910, eine Atombombe 1970, ein Planet 2010 oder die Umwelt selbst 2020. Bisher hatten sie alle recht, und viele sind gestorben lange bevor sie ihren letzten Atem taten. Ich kann dir nur eine Bitte mitgeben - verlier dich nicht völlig in Zynismus oder Nihilismus.

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Wie kommst du über die Schande und Peinlichkeit vor Jahren hinweg?

Lol, ich wurde vor drei Jahren von einer bekannten Streamerin innerhalb unserer Gaming-Community bloßgestellt. Live als Cheater und Arsxhloch bezeichnet, habe da ein paar "Freunde" verloren und gefühlt alle in der Community wussten von dem Drama. Das alles wegen eines Missverständnisses, das eigentlich gut gemeint war.
Wurde extrem emotional damals und hab dann am nächsten Tag Stress einen unglaublich wütenden Briten gehabt, weil ein paar Bekannte von mir ihn belästigt haben (ohne mein Mitwissen). Er wollte ohne shit ihre Adressen, um sie fertigzumachen. Haben das aber geklärt.
Na ja. Glaubst du, das juckt mich heute? Absolut feierbar, und habe viel daraus gelernt und selbst wenn mich jetzt irgendein fame Clout-Lappen "dissen" würde, wäre mir das so egal. Die Einzigen, die das noch interessiert, sind die 0pfer, die nicht aus der Vergangenheit lernen und in Stasis gefangen sind. Schande und Peinlichkeit kannst du zu deinem Vorteil als Charakterentwicklung annehmen, oder du kannst dich davon zurückhalten, obwohl es niemanden juckt, der zählt.

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Verrate uns zehn lustige Kindheitsfakten von dir:

cutieMonkey’s Profile PhotoGarnele
• Mein bester Freund hatte denselben Namen wie ich, nur in afrikanischer/arabischer Form. Wir waren wie Sonne und Mond, aber haben auch entsprechend gut zusammengepasst. Er der extro Player (hat literally in der fünften Klasse Süßigkeiten gedealt und dick Umsatz gemacht), ich das schüchterne Mauerblümchen. Aber unsere zehnjährigen Azses haben sich dick intellektuell gefühlt und viel über Politik geredet, Schach. Dass Erwachsene uns als so reif bezeichneten, hat unserem Ego nicht geholfen. :D:D
• Ich hab immer Harry Potter gelesen. Immer und immer. War total besessen, hab mit meinen Freunden HP gespielt und war immer der Lehrer. Wir haben Zaubersprüche auswendig gelernt und so. In der Schule hat man so kleine "Abzeichen" gekriegt für eine bestimmte gelesene Seitenanzahl und ich habe alle vernichtet. Das war total schön für mich, weil, again,
Mauerblümchen. Hat sonst natürlich niemanden gejuckt.
• Hatte als boy damals lange Haare. Ein Mann nannte mich immer Elf. Lol. Hey, in Bayern 2000er war das schon sehr progressiv!
• Drei Schwestern, ne? Und Mauerblümchen... und lowkey fem. War gefühlt der einzige Junge mit vielen Mädchenfreunden und hatte schon damals den Skill, von allem und jedem gemocht zu werden. Vom Klassenassi, vom stillen Mädchen, vom Gemobbten. Einmal hat der Boy mit anger issues bei einem Wutanfall mein Fahrrad getreten und sich dann bei mir entschuldigt. Hat er sonst nie gemacht. Fand ich schon damals süß. Aw man. Heute bin ich ein Huso und brauch eh ned mehr von jedem Zuneigung aber hey.
• Hab erst mit 10 Schnürsenkel binden gelernt und es gekonnt vermieden. Hauptschule lässt dir aber keine Wahl. Da wirst du sonst gefixkt. No joke, meinem besten Freund wurde damals einfach in den Rucksack gepisst. Ehre.
• Hab literally zuhause so ein rosa Rüschen-Kleid getragen gern und mich mit der Schwester um den pinken Kinderwagen gestritten. Ehren-Eltern, dass sie das nicht mal im Ansatz gejuckt hat.
• Hab meinen besten Freund mit 9 bei Minigolfausflug genervt, weil er immer ausgeholt hat, obwohl Lehrerin gesagt hat, man soll das nicht machen, und er hat mir dann versehentlich so hart mit dem Schläger auf die Frezse, dass ich bis heute eine Narbe an der Augenbraue und Gott sei Dank noch ein Auge hab. Hab da dann im Bus gewartet (unschlimme Platzwunde) und Busfahrer hat mir einfach basically den Playboy-Ausschnitt seiner Zeitung gegeben unwissentlich. Kein Wunder ich so. Na ja.
• Mit 12 Xbox im Ofen war Ehrenmove. https://ask.fm/Gismolo/answers/163073130674 LG
• Dreier-Freundesgruppe haben uns immer.. äh. Einer wurde gefesselt mit Panzertape, die anderen haben bewacht, und man musste abhauen und bis zum Waldrand, um nicht "verprügelt" zu werden. Absolutes Ehrengame.
• Wir sind immer random zu nem Haus mit "den Drillingen" und haben die so lange beleidigt, bis sie uns verfolgt haben, und dann bestimmt ne Stunde so weggerannt und so. Waren nicht befreundet, aber Dorflifestyle halt. War schon beste. :(

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Was ist von dem Konzept der antiken Demokratie zu halten, Gremien nicht durch Wahlen, sondern durch das Los zu besetzen, um so automatisch ein repräsentatives Bild der Bevölkerung zu erhalten?

Was gerade die athenische Demokratie, die Polis von der heutigen Zeit unterscheidet, ist die Einwohnerzahl (2,5 Mio in ganz Griechenland) und die Komplexität der Belange. Logistik & Co. waren immer kompliziert, aber du brauchst nun schon Jahre, um überhaupt durchzublicken in einem Gebiet wegen der geopolitischen und bürokratischen Komplexität von ALLEM. Dazu gibt's Berater und Lobbyisten, auch wenn Letztere, na ja, eher "beraten".
Wenn du da jetzt mit Losen kommst, endet das in total vielen Katastrophen. Genau wie ständige Massenentscheidung (also Volksentscheide, wobei ich die aktuelle Bewegung cool finde) bei vielen Themen einfach nicht ideal ist, weil die Masse oft nicht Nuancen im Blick hat, und ganz sicher nicht das Wohl von ALLEN, da Minderheiten in so einem Thema schlichtweg immer außen vor gelassen werden. Beim Los wäre die Repräsentativität zwangsläufig gegeben, aber dann macht der eine eben rückgängig, was der andere wollte. Das führt dann zu gar nichts.
Natürlich bin ich ein Fan von kommunistischen und anarchistischen Ideen, und auch die funktionieren nur auf (sehr) kleiner Ebene. Ein Dorf, in dem per Los gearbeitet wird? Könnte absolut funktionieren. Wird das Dorf je Raumschiffe entwickeln? Sehr unwahrscheinlich. Und ein Land in so viele kleine Systeme aufzuteilen... na ja, Deutschland kennt das ja. Krieg nach Krieg. So viele Eigeninteressen, niemand will was von dem Anderen wissen, und Zusammenarbeit wird sehr ineffizient. Wenn wir jetzt zum Heiligen Römischen Reich zurückkehren, dann war's das kurzum mit gesetzlicher Krankenversicherung und technologischem Fortschritt. Auch wenn kleine Staaten... darüber lässt sich schon diskutieren. Das hat enorme Vorteile. Aber deshalb gibt es ja Bundesstaaten. Eieiei. Durch das moderne geopolitische Ausmaß haben die halt wenig Einfluss auf viel mehr als ob eine neue Straße gebaut wird, vom Klimawandel und Überpopulation werden alle gleichermaßen plattgemacht.
Könnten wir also Los einführen, aber nur in kleineren Dörfern? Weißt du was - vielleicht. Ich kann mir schon vorstellen, dass das die politische Beteiligung steigert. Viel mehr Junge werden Bock haben, eben auch im Dorf zu bleiben. Mein idealistischer Kopf fände die Vorstellung gerade ziemlich schön. Aber realistisch hast du dann einen 30-Jährigen, einen 60-Jährigen, einen 60-Jährigen und einen 60-Jährigen, und alle zanken, weil sie gelost wurden und keine Partei sind. Denn heute will man doch unbedingt groß denken, auch im Dorf - sollte man auch, aber das macht selbst in dem Größenverhältnis Los problematisch. Hmmmm. Schwierig, schwierig.
Interessantes Gedankenexperiment. Und komplementär(!) eingebaut könnte das unter Umständen durchaus cool sein. Dass Politik und Volk sehr zwiegespalten sind, gleich Elite und Realität, das ist... nicht ganz von der Hand zu weisen, aber sehr generalisierend. Aber um es schlüssig zusammenzufassen: Keine Ahnung bro.

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does evil live in you? what has you done the worst thing in your life?

CiplyteSandra’s Profile PhotoTyla
Yes, I would absolutely say evil does live within me. There have been so many despicable thoughts that, if I heard someone else utter them, I'd be inclined to leave my home forever. Thoughtcrime might have its root in an cautionary tale of authoritarianism, yet I can't help but feel awfully guilty of it.
Of course, most if not all people have awful thoughts at times. I know if I met someone like me, I'd probably feel sorry for him. Maybe even laugh a bit, as he hasn't acted upon anything and has no intention of doing so. But the big difference is that he is he, and I am I. I am in control of myself.
This is so stupidly vague, but it is what it is. Humans aren't perfect - but even writing this makes me scoff. What a cheap opt out. Do humans not feel pathetic for their daily thoughts, and, and maybe even more so, lack of thoughts with substance? Death doesn't give life meaning. Meaning gives death life. So is it just ours to find meaning in destruction and ignorance? Is that the human way, or did we stray off at some point?
Oh. The worst thing I ever did was doing not enough.

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Was raubt dir den Schlaf?

ShellyShellyna’s Profile PhotoШелина
"I had hit him where it hurt, in the solar plexus of his conscience. Disarming an idealist was easy. One only needed to ask why the idealist was not on the front line of the particular battle he had chosen."
—Viet Thanh Nguyen, The Sympathizer
Na ja. Ja. Jeden Tag. Was mache ich hier? Aber für die Liebe einzustehen ist nicht so einfach. Und man hat ja auch Sorgen. Aber im Angesicht der Welt fühlt sich jedes Problem oft wie eine kleinliche, letzten Endes ziemlich armselige Ausrede an. Folgt darauf "aber du bist besser als die meisten", dann siebt die nächste Stunde Schlaf dahin, aus Ekel und Scham vor mir selbst.
Ich habe gewaltige Ansprüche an mich, und ihnen zu entsprechen, hieße, mich bis an den Rande des Todes zu verausgaben. Trotzdem - warum nicht, wenn ich dann ruhig schlafen kann? Was hält mich hier? Bücher schreiben für die Menschen einer sterbenden Zukunft? Die dann als Anzünder benutzt werden, nachdem Überbevölkerung und Klimawandel am Ende ganze Systeme gesprengt haben? Oder in einem reichen, zynischen System als Unterlage, damit das Smartphone aufrecht steht?
Na ja. Keine Ahnung man. Manchmal glaube ich, dass ich wahnsinnig werden muss oder schon lange bin. In der Zeit der Nordmänner hat man nicht auf Knien bei einem Gott um Vergebung oder Rettung gefleht. Man stand aufrecht da, das Schwert erhoben, und heilig war nicht der Betende, sondern der mit Ehre und Tapferkeit. Mit Trommeln ins Verderben. Interessiert die Götter, dass man davor so lange auf ein Wunder gewartet hat?
Jeden Tag im gemütlichen Bett aufwachen und als einzige Sorge irgendwelche Beziehungen oder die leidliche Jobwahl haben, weil es so schlimm ist, sich entscheiden zu können. Ja ja, hui hui, die kapitalistischen Megakonzerne haben uns konditioniert und alles, das sind nur von außen betrachtet kleine Probleme, des Menschen Psyche so ausgesetzt wie ein Sandkorn im Wind. Macht es das nicht noch armseliger? Keine Ahnung.
Das System krankt und es lässt mir keine Ruhe. Ich gebe Liebe wo ich kann, und manchmal weiß ich nicht, ob sich etwas ändert, egal wie viele Menschen daran arbeiten. Irgendwelche Klimaziele von der EU? Dass ich nicht lache. Afrika und China juckt das einen Dreck. Mehr Respekt für Leiharbeiter oder Amazon-Angestellte? Dann wird eben outgesourcet.
Religion und Glaube reiht sich da mühelos ein. Ich war neulich ein bisschen in einem Aschram und habe die spirituelle Energie gefühlt, mein Spiritualismus wurde ein wenig geweckt von den Liedern an Krishna. Gleichzeitig erhebt sich eine innere Wand in mir, wenn über Chakren gesprochen wird. Wer soll das wissen? Wo ist da die Wissenschaft? Und dann kann ich nur über den Zynismus in dem Anbeten der Säkularismus lachweinen. Wo die neue Religion es ist, das Individuum anzubeten, und die Kirche jedes Unternehmen, dem es gelingt, essentiell zu werden, ohne aufdringlich zu erscheinen.
Wie lässt sich der moderne Europäer am besten bezeichnen? Als idealistische Zyniker. Als Atombombe mit Gewissen.

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Welches Ereignis aus deinem Leben fandest du ziemlich außergewöhnlich?

gedankenrakete’s Profile Photokovu
Okay, ich bin ultraoffen. Also wer sich bei so was unwohl fühlt, basically fremde Tagebücher zu lesen, möge weiterscrollen.
Ich hab viel Kindheitszeit aufgearbeitet und realisiert, wie kaxke alles eigentlich war. Mein Dad hat sich halt umgebracht und das war immer so "jo Mist, aber danach ging's familiär", und ich war halt so voll mit psychischen Störungen, aber unabhängig von meiner Familie.
Inzwischen verstehe ich viel besser, dass meine Ma durch das Trauma total kaputt war. Und vor allem, dass ihr Co-Alkoholismus durch den dann eingezogenen Alkoholiker nichts Normales war. Irgendwie offensichtlich, ne? Aber digger, alle leiden immer so und für mich war es halt gar kein Thema, meine gesamte Teenager-Zeit über keinen einzigen Ansprechpartner gehabt zu haben, dem Betrunkenen aus dem Weg zu gehen und möglichst unsichtbar zu sein, weil meine Schwester mit dem Jugendamt genug Drama gemacht hat.
Ich hatte meine Mutter nie als Mutter angesehen, eher als Aufpasserin, die es sehr gut mit mir meint und die ich gern hab. Habe ja nie mit irgendjemandem geredet. Im Endeffekt musste ich mir alles selbst beibringen und mich ab 10 selbst großziehen. Kein Wunder, dass man dann Sozialphobie kriegt.
Irgendwie gibt mir das bisschen was, das Wissen. Meine Schwester hat neulich gesagt, dass sie damals schon wusste, wie schlecht es mir ging. Sie war halt damit beschäftigt, sich gegen die ganze Welt aufzulehnen, aber hat immer an mich an erster Stelle gedacht. Ich wusste davon nix, ich war allein in meinem Zimmer und passiv suizidaI und hat sich gebockt.
Meine Familie ist inzwischen total wholesome, aber die Vergangenheit stinkt schon dick ab. Wir haben erst jetzt nach zwölf Jahren die Familie wieder zusammengeführt, und alles dank dem Kind meiner Schwester, das ihr gesamtes Wesen völlig verändert hat.
Ich bin und bleibe irgendwo isoliert von der Welt und weiß nicht, ob ich bedingungsloses Glück spüren kann, weil ein Teil von mir immer irgendwie neben mir steht und mir dabei zusehe, wie ich Spaß habe. Aber ich bin weder Pessimist noch einer, der alle zwanghaft runterzieht, und ich gebe mein Bestes. Dass ich je an diesen Punkt komme, das ist schon was außergewöhnliches für mich. Immerhin gab es eine Zeit in meinen Teens, in der ich mit Messer in Gassen gegangen bin, in der Hoffnung, angegriffen zu werden und dabei entweder zu sterben oder jemandem wehzutun. Das alles ohne Therapie... total dumm, aber na ja.
Es ist halt frustrierend, so abseits zu sein, zwischen zwei Welten. So als würden alle anderen eine eigene Sprache sprechen. Hochsensibilität als Zuschreibung gibt mir da nur bedingt viel, und irgendwelche Diagnosen sowieso. Am Ende kann ich mich eh nie mit irgendeiner Gruppe definieren, sondern bin ich. Das vielleicht Frustrierendste von allem. Aber kann ja connecten mit Menschen, Kunst und Natur, und das, ja, reicht mir fast.

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Ab wann fühlst du dich in einer Beziehung eingeengt?

dasbrieftauebchen’s Profile Photoemelie
Hm, also auf romantische bezogen: Vielleicht, sobald mein Partner von mir erwartet, dass ich monogam und "zufrieden" bin. Das hat nichts mit "nicht genug" zu tun, genauso wenig wie ein Freund nicht "nicht genug" ist, weil man noch eine neue Freundschaft schließt. Auch wenn da natürlich ein großer Unterschied herrscht.
Commitment heißt für mich in erster Linie das Versprechen, Zeit füreinander freizuräumen. Nicht einfach zu verschwinden. Daran zu arbeiten, miteinander zu funktionieren. Sobald Commitment einziehen heißt oder keine weiteren Dates oder nur einen Menschen haben zu dürfen, dem ich meine Geheimnisse und meinen Körper anvertrauen darf... fühle ich mich eingeengt.
Bei Freundschaften habe ich das Problem nicht, weil ich kaum richtige habe. Fast alle Freunde melden sich nicht bei mir und es ist schön mit ihnen, aber eben nicht... so tief freundschaftlich. Schon immer in meinem Leben, seit meiner Depressionen. Deshalb differenziere ich wohl anders zwischen Beziehung und Freundschaft als viele. Ich wünschte, ich hätte jemanden... na ja.
Ich bin zu merkwürdig für die einen, zu intensiv für die anderen, zu oft weggezoned, oder einfach zu "intelligent". Als ich einen Freund das habe sagen hören, hat mich das mehr isoliert als jemals etwas zuvor. Komisch okay, intensiv, aber zu intelligent - was soll das heißen? Die intelligentesten Menschen laufen herum und haben Freunde. Also heißts lediglich, dass meinen Gedankenprozessen schwer zu folgen ist, und das ist etwas, das mich auch seit Ewigkeiten verfolgt. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun. Eher im Gegenteil. Ich bin Autor. Wenn man mir nicht folgen kann... was soll ich dann machen? Schreiben kann ich aber, nur reden anscheinend nicht. Da ist so eine magische Barriere, die Ich heißt.
Daher habe ich so viele Online-Freunde. Meine besten Freunde sind aus dem Internet. Wenn ich sie mal treffe... nun, eine "romantische Beziehung" habe ich so ganz unverhofft gefunden. Wieso Anführungszeichen? Um den Bogen zu spannen: romantisch... ist für mich so vieles. Freundschaften, Fremde, mit denen ich ein Lagerfeuergespräch führe. Ich weiß nicht. Ich... ach. Gibt schon einen Grund, warum die meisten nicht mit mir in einer Beziehung kompatibel wären. Aber das Gute ist, dass ich das auch gar nicht brauche. Beziehungen sind für mich wie gesagt Zeit. Das Anerkennen einer tiefen Verbundenheit, einer wunderbaren Dynamik, die man nicht einschlafen lassen will, weil sie einem, einander so viel gibt.
Eine Freundschaft habe ich einmal semi-beendet, weil die Person versucht hat, gefühlt meine Therapeuten zu sein. Alles zu analysieren. Behauptet hat, mich zu verstehen. Und vor allem mehr wollte als ich. Erstes stört mich immens, Letzteres schüchtert mich unendlich ein - keine gleiche Augenhöhe, weil sie mehr will. Idk.
KEINE AHNUNG ICH VERSTEH MENSCHEN NICHT UND SABOTIER MICH ZU SEHR FÜR KLARE ANTWORTEN

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Welcher Stil gefällt dir bei Filmen am meisten?

cutieMonkey’s Profile PhotoGarnele
Die Liebe für die Cinematographie, sodass Szenen manchmal eher expressionistisch anmuten als sachdienlich, wenn das Sinn ergibt. Deshalb liebe ich Park Chan-wook auch so. Emotional geladene Geschichten, die sich im Spektrum an den extremen Enden befinden oder das Spektrum völlig in Scherben zerbersten lassen. Melodramatik ist immer toll, mit essayistischen Filmen kann ich sehr selten etwas anfangen.
Ich habe auch etwas übrig für Extreme Cinema wie man es häufig bei Filmemachern wie Gaspar Noé, Lars von Trier und Park Chan-wook sieht. Rohes Leiden hat für mich aus einem mir unerfindlichen Grund so viel Katharsis, und ich könnte Filme wie "Brimstone" oder "The House That Jack Built" tausende Male sehen. Aber keine sinnlose Gewalt wohlgemerkt, für banalen SpIatter habe ich wenig übrig. Ich will richtig vernichtet werden und mich danach wie ein Überlebender (oder Toter) fühlen.
Tja, wo fallen da Hayao Miyazaki oder Satoshi Kon rein? Ich weiß es nicht. Aber vielleicht die Liebe, die pure Essenz der Natur oder so. Und Animation sowieso. Hui.
Komödien sind nur meine Welt, wenn ich sie in Gesellschaft ansehe. Ich mag prinzipiell alles, aber meine Faibles liegen in der Dunkelheit und Trauer (und überwältigende Liebe - ich kann sogar den banalsten Romanzen etwas abgewinnen). Wenn man mich nach dem einen Titel fragt, fällt bei mir oft der Titel "The Leftovers", insbesondere deren zweite Staffel. Ich habe schon so viel über die Serie geredet, dass man damit ein ganzes Buch füllen könnte. Taubheit, Einsamkeit, Entfremdung, Leid, Selbsthass - und dabei der Verlust des Realitätssinns. Die Serie reißt die Kontrolle von dir, indem sie sie dir zurückgibt. Aber inzwischen kommt da genauso oft "Mr. Robot" hoch, und nicht nur wegen der herausragenden Cinematographie. Das ist meine Art Film (und Serie).
Filme mit Liebe zur Ästhetik, wo andere von "Selbstzweck" sprechen, können mir auch viel geben. Ich liebe ja nicht nur den Horror, sondern auch die andere Extreme - Schönheit. Schönheit in der Einsamkeit, in der Liebe, im Erfahrenen, mitunter im Tod. Terrence Malick oder David Lowery sind auch große Lieben meinerseits, obwohl mich ihre Filme immerzu sehr anstrengen.
Die Frage fällt mir erstaunlich schwer, weil ich prinzipiell so vielseitig sehe. Aber bei Filmen, Spielen und Romanen fällt die Antwort trotzdem immer ähnlich aus - zerstöre mich oder lass mich das Licht sehen, nur für einen Augenblick. Vielleicht ist das eine Sucht. Ich renne Spiegeln hinterher, obwohl ich mich nicht gern sehe. Vielleicht ist einer dieser Spiegel eines Tages ja ein Fenster, oder letztlich ein noch so kleines Detail anders.

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Welcher Stil gefällt dir bei Filmen am meisten

angenommen, es wird entschieden, dass in deinem betrieb, in deinem beruf, eine impfpflicht eingeführt wird. willst du dich nicht impfen lassen, würdest du deinen job verlieren. was tust du?

quadrati’s Profile Photocharlotte
Schwierig. Hängt ja vom Job ab, ne? Ich warte ja noch mit der Impfung, auch wenn man ja inzwischen dazu sagen muss, dass ich kein Impfgegner per se bin. Die Vorgänge waren mir einfach nicht geheuer und als Hypochonder ist die Entscheidung für mich unheimlich sxheiße.
Mit Novavax bin ich etwas ruhiger und auch langsam mehr bereit, es zu machen, aber es ist und bleibt einfach noch keine völlig transparente Impfung und daher... hmmm. Bei meinem Traumjob würde ich mich impfen lassen, bei anderen vielleicht nicht.
Bleibt komisch und vor einer etwaigen Impfpflicht habe ich auch eine riesige Angst. Ich weiß ehrlich nicht, was ich dann machen würde, und ich hasse die Situation. Noch nie wurde ich so sehr gejudget von sowohl Geimpften, die sich für was Besseres halten, als auch von Impfgegnern, weil ich ein dummes Schaf bin und ihr Blabla von der Expresszeitung was anderes sagt.

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Oli London (eine gebürtig engländische Person) bezeichnet sich selbst als "trans-racial" und unterzog sich zahlreichen Schönheitsoperationen, um "koreanisch" auszusehen. Wie stehst du zu der ganzen Thematik?

feytality’s Profile PhotoFey ✧˖°
Ist einfach riesiger Schwachsinn. Vielleicht Fetischisierung, sicherlich Idealisierung und vermutlich Rassismus. So viele schöne Wörter, aber mein Gott. Ja, man kann sich mega mit einer Kultur identifizieren, sogar viel mehr als mit der eigenen. Aber das macht dich nicht südkoreanisch. Das macht dich zu einer englischen Person mit heftigen Vibes mit südkoreanischer Kultur.
Diese dumme Wertigkeit auf Herkunft, aber vor allem dann, wenn die Leute in dem Land nicht weiß sind. Würde sich ein Deutscher als "transracial Australier" bezeichnen? Selten. Yellow fever ist ein großes Ding und es ist einfach so traurig mitanzusehen, wie Leute auf biegen und brechen von ihrer Identität davonlaufen wollen, nur weil sie irgendwie so sozialisiert sind, dass sie so unendlich viel auf Definitionen geben. Ob das ein Resultat von Globalisierung ist? Nationalstolz sinkt, Kulturen mischen sich umso mehr, aber wo man ist, ist es nicht interessant.
Keine Ahnung, was ich da sagen soll. Die Leute sind alle einsam und verwirrt und man könnte ja sagen: Soll er machen, wenn es ihm damit besser geht. Aber es ist halt einfach so ein BuIIshit.
Harte These: In einer Welt, in der Rassismus kaum vorhanden ist und die einzige Motivation rein ästhetischer Natur ist, kann ich das noch eher verstehen. Jede Operation birgt halt ein gewisses Risiko und mit dem Alter droht's eh, komisch zu werden, aber prinzipiell... nur wenn dann jeder wie Lee Byung-hun aussieht, ist es dann noch toll, wie Lee Byung-hun auszusehen? Wenn's nur noch Johnny Depps auf der Welt gibt, ist plötzlich der unique, der sich keiner OP unterzogen hat. Andererseits sehen die e-girls und boys ja auch alle gleich aus. KPKPKP ist weird und die Welt ist weird und Menschen sind weird und Oli London ist ein dumbazz

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Hast du schonmal ein oder mehrere Serien abgebrochen, weil du das Gefallen daran verloren hast? Wenn ja, wie hießen sie und was genau war der Grund dafür?

Ich breche oft Serien ab. Staffelfortsetzungen werden meistens aus finanziellen Gründen gemacht, da habe ich keine Lust drauf. Aber Netflixserien reizen mich eh nicht so und bei HBO stimmt das nicht. Aber abgebrochen habe ich mitunter The Walking Dead in S4, Agents of SHIELD nach S1, 13 Reasons Why nach S2, Prison Break in S1, Pretty Little Liars nach S1, Naruto Shippuuden in Staffel 3421….
Sind alle noch „möglich“, aber mir ist das alles nicht mehr so wichtig wie früher mal. Es gibt so viele fantastische Serien, in sich abgeschlossen oder sogar weiterlaufend, da sehe ich keinen Grund, meine Zeit mit „ok“ zu verschwenden.
Ich binge nicht und ich schaue aufmerksam. Alles Andere wäre Zombiemodus und dann könnte ich genauso gut gar keine Serie gucken.

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Was hat zuletzt Begeisterung in dir ausgelöst?

Mondknospe’s Profile PhotoRye
Das Bild vom G7-Gipfel. Ich bin oft borderline-zynisch inzwischen und hoffnungslos, wenn ich sehe, wie wenig Plan und wie egoistisch und kurzsichtig sogar Menschen in den höchsten Machtpositionen sein können.
Aber es reicht halt einfach ein kleiner Moment, der kleinste Augenblick, um mich für Tage wieder aufzubauen, mir zu zeigen, warum ich diese Welt und auch die Menschen eigentlich liebe. Bei aller Dummheit und Eigensinnigkeit und Weltuntergangsheit, die Menschen können einfach so süß sein, und die Welt so schön.

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Was hat zuletzt Begeisterung in dir ausgelöst
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