Ask @Gismolo:

Inspiriert von einer anderen Frage: Was mochtest du früher, magst es aber heute nicht mehr?

Moony
Hm, ich weiß nicht. Eskapismus, vielleicht. Weißt du, ich habe starke eskapistische Tendenzen und bin sicherlich stark durch diese bedingt auch sehr schnell in extremen Gefilden zu finden, die sich wohl als Süchte bezeichnen lassen.
Dann wird Filme sehen zu einer Pflicht, gar zum Lebenszweck, oder das Vervollständigen eines Spiels. Klingt alles harmlos, die Ausmaße sind aber schwer in Worte zu fassen. Deshalb habe ich auch immer schon Distanz zu Drogen bewahrt.
Nun, aber mittlerweile sehe ich das alles kritischer. Ich fühle mich beim Videospielen oft schlecht, als würde ich meine Zeit verschwenden, es sei denn, die Gründe passen, und auch bei Filmen, aber vor allem Serien erwische ich mich häufig dabei, wie ich die aktuelle Tätigkeit anzweifle.
Nicht weil Kunst per se zwingend Eskapismus entspricht, sondern weil ich es häufig so zu missbrauchen scheine, sprich die Rolle des stereotypischen, (eben nicht) pflichtbewussten Konsumenten lebe. Das ist schade. Ablenkung will ich nicht mehr, ich will daran wachsen oder damit leben, aber nicht darin. Vielleicht auch das, allerdings mit geöffneter Tür.
Das beschäftigt mich. Früher habe ich das alles nicht so eng gesehen. Da war ich einfach obsessiv oder sagen wir recht begeistert von Dingen, aber diese Freuden mit derartig niederen Gründen heiße ich nicht mehr so willkommen.

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Was meinte dein Freund damit? Inwiefern hast du dich verändert?

Ich habe zunehmend häufiger meine Komfortzone verlassen. Die psychischen Probleme sind noch da, aber ich habe gelernt, mich nicht mehr mit ihnen zuzudecken, sondern wenn auch außerordentlich unbeholfen auf ihnen zu balancieren.
Das ist im Wesentlichen das, was nach außen hin bei dem besagten Freund offenbar ziemlichen Eindruck gemacht hat. Es freut mich, dass das aufzufallen scheint, weil das ein wenig bestätigt, dass ich den richtigen Pfad einzuschlagen scheine.

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Zähle ein paar seltsame Dinge über dich auf:

Moony
Ich fühle mich beim Auflisten so möchtegern. Was heißt schon "seltsam"? Gemessen an was? Ich werde das einfach von der Perspektive hiesiger Gepflogenheiten schreiben.
• Wenn ich mich für etwas wirklich Nettes bedanke, zeige ich Rückstände meiner Asien/Anime-Obsession, die immer wieder zu amüsieren scheint. Ich falte nämlich meine Hände wie im Gebet und senke den Kopf wie in einer kleinen Verbeugung.
• Ich führe Statistik zu den von mir gesichteten Filmen beziehungsweise vielmehr zu den mir bekannten Regisseuren, Drehbuchautoren, Cinematographen, Produzenten, Komponisten, ... und zu eigentlich allem. Auch Kinobesuchen, Theaterbesuchen, Ausgaben und so weiter und sofort.
• Generell bin ich vollendeter Perfektionist, wobei das natürlich mit dem Vorangehenden zusammenhängt. Ich tippe Sätze mehrmals, bis ich sie völlig fehlerlos getippt habe, und wenn etwas meiner Wenigkeit nicht perfekt ist, was Ordnung anbelangt, gerade schulische Dinge, dann stuft meine Psyche sie als wertlos ab. Dadurch stapelt sich einiges an.
• Ich steigere mich wie in Manie in vieles rein, wohl ebenfalls zusammenhängend mit meinem Perfektionismus. Deshalb war ich allerdings schon nach vielen Dingen, ja, süchtig, und muss immerzu aufpassen, zu balancieren. Das ist häufig gerade für andere Menschen anstrengend und macht es mir nicht leicht, die goldene Mitte zu leben. Macht mich allerdings unzufrieden, wenn ich nicht alles über etwas weiß, und deshalb diskutiere ich bei politischen Angelegenheiten etwa ungern mit, da ich nicht jedes kleine Faktum weiß, und schreibe auch kein Science-Fiction, weil ich dann erstmal Physik und Chemie studieren müsste, sowie auch keine historischen Werke aus ähnlichen Gründen.
• Ich sortiere meine Bücher und Filme erstmal nach der Zeit, in der sie spielen, und dann nach ihren Erschaffungsjahren. Allerdings möchte ich eigentlich nicht viel besitzen und bin dahingehend noch im Zwiespalt, da ich zwar wenig besitzen möchte, aber auf keinen Fall des Nichtbesitzens wegen. Deshalb hüte ich mich auch (noch) vor dem materiellen Ansammeln musikalischer Werke. Allerdings kaufe ich DVDs nahezu ausschließlich, damit sich andere die Werke ansehen können.
• Ich zähle (all) meine Schritte und muss am Ende immer eine gerade Zahl haben.
• Ich besitze kein Mobiltelefon und möchte keinen Führerschein, geschweige denn ein Auto. Gegen die habe ich sogar eine ziemliche Abneigung.
• Ich habe Probleme mit (allen) Entscheidungen. Neulich bin ich noch bei Filmanfang aus dem Kinosaal gesprungen und hab mein Ticket gegen ein anderes eingetauscht, weil ich mir die ganze Werbung über unsicher war, ob das die richtige Entscheidung war. Man kann sich ja denken, welche Ausnahmen das bei wichtige(re)n Entscheidungen annehmen kann.
Also, so spontan. Will ja nicht alles über mich erzählen! Wäre doch langweilig!

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Empfiehl mir etwas.

Ich empfehle dir das luzide Träumen, das Klarträumen!
Es ist ein ganz, ganz falscher Gedanke, den viele da verfolgen, wenn sie meinen, sie könnten es nicht erlernen, sie würden sich ja nie an ihre Träume erinnern, oder, schlimmer noch, sie würden gar nicht träumen.
Letzteres ist nicht wahr, Ersteres lässt sich mit wenig Aufwand beheben. Aber es geht hier nicht um das Wie, sondern um das Warum, das geht halt Hand in Hand, denn der Weg ist das Ziel.
Wie kommt man zum Klarträumen? Nun, man wird sich bewusst, dass man träumt. Die Voraussetzung ist also ein stetiges Bewusstsein, so stetig, so eingegliedert, dass man es auch im Traum hat, dass man ständig seine Realität hinterfragt.
Klarträumen gilt daher häufig als eine Art der Meditation, aber die beiden Dinge gehen wohl vielmehr Hand in Hand, da das letztendliche Klarträumen nicht mit Meditation einherzugehen hat, diese aber große Türen öffnet.
Klarträumen als Ziel gibt dir eine tolle Motivation, dir deiner Selbst bewusster zu werden und das Leben nicht mehr so verquer zu betrachten, wie die Gesellschaft es ständig macht. Und es macht sxheiße verdammt nochmal viel Spaß!
Ansonsten ... versuch's mal mit Chill Bump. Du scheinst Hip-Hop ja zu mögen! Das ist ein megageiles Duo aus Producer und Rapper, und die beiden sind einfach nur Größen.
https://www.youtube.com/watch?v=bwP8Dv5J92Q

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Singel?

My family in a nutshell:
Haben eine neue Toilette, alte steht vor der Tür:
Ma: "Haste das Klo schon weggeworfen?"
Er: "Oh. Ne."
Ich: "... das Klo wegwerfen? Würde sich doch gut als Blumentopf machen, hah."
Ma: "..."
Er: "..."
Ich: "..."
Ma: "Stimmt. Oder als Gartenstuhl. Ok, erstmal nicht wegwerfen."
WAS HABE ICH GETAN

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【ᴾᴸᴼ℘ 🆀】Since a lot of new people want to receive my questions: tell us a bit about yourself - maybe 5 important facts?

【 MOVED 】
Important facts ... now what would one consider to be important? I really can't ... oh, well. I quit using ask as a platform to reveal too much personal information not so long ago, so the facts won't be "too important", but they'll reveal some little things about me, I reckon.
1. Symbolism means a lot to me. I always wear certain things, for example a necklace, which remind me on a lot of things.
2. I'm a big-time perfectionist. People always call themselves perfectionists, I know, and that's why no one is surprised when I say that, but it's really, really, really bad. My problems with decisions are coming from that. I suffered from a burn-out (and other things) thanks to it. Others may call it anxiety.
3. I perceive works of art as individuals I get to know. I'm not much of a critic, I love teen romances without "objective" greatness as well as giant "masterpieces" whatsoever. I don't give a. While I love and respect the craft and art, I'm in it for the feelings, for the love, for the findable truth. Not for discussing why something isn't as good as something else.
4. I don't own a smartphone (or mobile phone). I owned one for four months, I lost it one week ago and that's a great thing. It's just nothing I can get used to, or, rather, it's nothing I want to get used to. I love it to be independent, and, well, yeah, lost.
5. Since my alarm clock broke, I wake up without. I don't seem to need one. After years of fighting, I got the perfect rhythm. Funnily enough, during holidays or even weekend, I don't wake up at all. Just during school. I like it.

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dein lieblingslied aus den 70ern? :)

charlotte
... die 70er? Das wäre ja wie wenn du nach den 50ern, 60ern, 2000ern oder 2010ern fragen würdest. (Äh.) D: Nicht schlecht, du!
Na gut, okay. Statt einem ... 1+10, dabei häufig eher "eines meiner liebsten der Band", weil die meisten in dem Jahrzehnt einfach nur rausgehauen haben.
• Screamin' Jay Hawkins - Portrait of a Man
• Simon & Garfunkel - Bridge over Troubled Water
• Leonard Cohen - Avalanche
• Paco de Lucía - Entre dos Aguas
• Deep Purple - Child in Time
• Aerosmith - Dream On
• Pink Floyd - Comfortably Numb
• Bob Dylan - Forever Young
• Elton John - Your Song
• Billy Joel - Tomorrow Is Today
• Eagles - Hotel California

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Wie schützt du deine Daten vor Diebstahl und Missbrauch über die kürzlich bekannt gewordenen Sicherheitslücken in allen CPUs?

Ach, ich habe mich im Vorjahr bewusst gegen Online-Banking entschieden und werde das auch in absehbarer Zeit weiterhin so handhaben.
Ich werde mir auch nicht vor offener Webcam einen runterholen (ok, das vielleicht schon, aber dann stell ich es sowieso online) und mich nicht von billigen Angeboten locken lassen.
Und, du, meine Geschichten dürfen die gerne stehlen. Fänd' ich geil. Stell dir mal vor, die veröffentlichen die. Kann ja problemlos nachweisen, dass ich das Urheberrecht habe. Das wär' sowohl Ego- als auch Karriereboost. Nice.

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Durch @plusoderminus inspiriert: Wie stehst du zu dem Konzept politisch heutzutage inkorrekte Worte in alten Büchern zu zensieren/ersetzen? Verfälschung der Geschichte oder sinnvoll und notwendig?

Majo
Sehe ich als absolut und vollends schwachsinnig an. Die Sprache entwickelt sich weiter und wer ältere, also "historische" Werke liegt, der macht das selten ohne das Bewusstsein, genau das zu tun.
Tatsächlich finde ich es absolut grauenvoll, um nicht so sagen abgrundtiefe Sxheiße, auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, die originalen Worte eines lange verschiedenen Künstlers aufgrund aktueller, in Zukunft dann auch wieder völlig irrelevanter Wörtchen zu, ja, verschandeln.

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Would you rather be able to breathe underwater or walk in the clouds?

Ich: "Hallo. Sie, ich will nicht Ihre Geduld strapazieren, aber ich hab Probleme mit, äh, Organisation ... also ... ich hab entweder heute oder morgen einen Termin bei Ihnen."
Er: "Ah, ja. Gestern."
Ich: "Richtig, meinte ich." *hat schon den Termin im November verpennt*
Er: "Nächster freier Termin im April."
Ich: "Super, wir sehen uns dann ... hoffentlich."
*gehe gedankenverloren zur Bank*
Ich: "Hey, ich würde gern Geld einzahlen."
Sie: "Okay, haben Sie denn Ihre Karte dabei?"
Ich: "Natürlich."
Sie: "Hier, schauen Sie, das geht hier beim---"
Ich: "Einzahlungssystem. Oh. Klar. Ja. Äh."
Sie: "Genau."
...
Ich: "Äh, ich hab meine Karte doch nicht dabei."
*gehe gedankenverloren zum Bahnhof*
Ich: "Moment mal ..." *schaue in Geldbeutel* "Sxheiße, ich hab doch grad mein ganzes Geld eingezahlt ............."
*renne zurück zum hiesigen Musik- & Filmgeschäft, wo ich eben war und auch für drei Wochen gearbeitet hatte*
Sie: "Haste was vergessen?"
Ich: "Uhhh. Sorry." *schwer am Atmen*
Sie: "Oookay. Genau!"
Ich: "Äh ... sorry, aber ich hab eben mein ganzes Geld eingezahlt und vergessen, dass ich so nicht in den Bus kann."
Wieso passiert mir eigentlich immer so eine Sxheiße? ;_;

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Woran erkenne ich denn falsche Gründe?

Ach, ich denke einfach, dass die falschen Gründe grundsätzlich negativ sind. Freust du dich aufs Wochenende, weil da was Cooles passiert oder weil dann die Woche vorbei ist? Ist das dreckige Hosenbein blöd, weil du gern gut aussiehst oder weil es dir peinlich ist?
Häufig ist sind letztere Dinge der Fall, und dahingehend sollte man vielmehr hinterfragen, wieso man die gegebene Zeit nicht wahrnehmen möchte, wieso man etwas als peinlich empfindet.
Das waren nur Pauschalbeispiele und das kann und will ich nicht verallgemeinern. Ich finde meine Wahrheit aber im Positiven und kann bei aller Objektivität eine Weltbild des Hasses und der übermäßigen Sorgen nicht einfach so hinnehmen.

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Wann heucheln andere? Wann heuchelst du selbst?

Bewusstsein. Alle haben den Durchblick im Leben und trotzdem machen sie sich Gedanken über Dreck am Hosenbein und freuen sich aufs Wochenende. Beides absolut legitim, wenn es nicht aus den falschen Gründen ist, und ich befürchte, dass es das nur allzu häufig ist.
Ich denke, der große Fehler der Menschen ist es, zu glauben, dass sie wissen, was sie tun. Genau das trifft auch auf mich zu.

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welche deiner haltungen könnte man getrost als konservativ einordnen?

charlotte
Oh, ach. Was soll's. Nicht, dass ihr mich alle plötzlich hasst, aber hey.
• Psychische Krankheiten werden gerade von älteren zu oft unterschätzt, aber Probleme wiederum von jungen Menschen viel, viel, viel zu häufig als solche hingenommen und das ist ein gewaltiges Problem dieses Jahrhunderts. Ähnlich wie bei der leidigen Genderthematik bin ich davon überzeugt, dass das Internet dahingehend viel Schuld trägt.
• Irgendwie hält mein Bewusstsein immer noch am Konzept der einen Liebe fest, aber ich arbeite an Klarheit.
• Ich erachte die Bibel nicht als Blödsinn und finde es gut, dass sie in der Schule Thema ist.
• Ich bin kein Fan vom Gedanken der Verwirklichung des Kommunismus.
• Ich hänge ein wenig an (nationaler beziehungsweise lokaler) Kultur und habe daher meine Probleme mit der Globalisierung, vor allem bedingt durch Liebe zur Sprache und Essen.
• ... und auch mit der Flüchtlingspolitik, die so wie ich das sehe zu sehr auf "dürfen sie kommen?" und viel zu wenig auf "wie sorgen wir dafür, dass sie zurückkönnen?" aufbaut.
• Ich habe riesige Angst vor Handys mit Gesichts- oder Fingerabdruckerkennung und würde mir so etwas niemals freiwillig zulegen.
• Wenn Leute in meiner Anwesenheit zu oft und zu viel am Handy sind, dann distanziere ich mich von ihnen.
• Internetfreundschaften ersetzen keine persönlichen und sich in ihnen auszuruhen kann gefährlich sein.
• Die Menschen sind oft viel zu viel im Internet.
• Traditionen können fantastisch sein.
• Wer sich anstrengt, wird belohnt.

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What's your plan for 2018?

Heute mal wieder Lächeln gen Abgrund voller nihilistischer Lebensfreude, wunderbar der Weisheit entsprechend, dass der Morgen den Tag macht.
Silvester wird wieder offen und lachend mit bestem Beispiel im schlechtesten Sinne gehandelt und mit der verdrehten Maske des Eskapismus jubelnd durch den Feinstaub gehustet.
Ich will natürlich kein Spielverderber sein und finde das Feiern per se auch völlig in Ordnung. Der Anlass ist schön, wenn nicht Heuchelei aus allen Rissen tropft. In diesem Sinne wünsche ich uns allen aufrichtigst ein positiv verlaufendes 2018. Liegt an uns!

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Are you allergic to something?

Actually, something troubling me is the hatred against "right minded people" or like "climate change denial". People throw terms like "leftist", "depressional", "capitalism" and whatnot in conversations, whereas only few are really reflecting what these words actually mean. That's complicating simplification and producing a barrier between everything through stereotyped thinking.
I feel like it's a major problem to withdraw from reasonable communication, be it because of resignation or other things. That's why I like to distance myself from certain terms, which is surprisingly hard because everyone has like terms for their bio. It's not only amusing to see all these terms in bios of people here on ask for instance, it's also troubling, as far as I'm concerned, that is. I feel like that's another symptom of an illness called "Generation Diagnosis". I'm kind of allergic to that, hah.

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Gewaltbereiten Hooligans soll der Führerschein entzogen werden: Angemessen oder nicht? (Das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun)

Jim Panse
Selbst ich als jemand, der Automobilen grundsätzlich eher mit Antipathie gegenübersteht, empfinde diesen Gedankengang eher blödsinnig.
Zweifelsohne ist jeder tollwütige Fahrer einer zu viel, aber da müssen schlichtweg die Gesetze verschärft und die Bußgelder erhöht werden und das löst sich von selbst, nicht so halb kontextlos.
Hooligans sind ein Trauerzeugnis und solche, die gewalttätig wurden (Betonung auf Präteritum), gehören auch bestraft. Aber nicht durch Führerschein-Entzug, sondern mit den üblichen Vorgehensweisen und nebst diesen eben Dinge wie Hausverbote.

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Fühlst du dich manchmal von innen unrasiert?

Simona ⁽⁽⁽i⁾⁾⁾
Das ist eine tolle Metapher. Weniger auf mich eingehend ist das ein gewaltiger Kritikpunkt an der Gesellschaft. Ich weiß, du wolltest sicherlich was über mein Innenleben hören, aber ich hab mehr Spaß daran, mich über die Gesellschaft auszulassen, auch wenn das für dich womöglich weniger Früchte trägt.
Der Kapitalismus strebt vielleicht Selbstverwirklichung an, der Markt aber ganz bestimmt nicht. Ich betrachte ihn genau wie den Kommunismus als Utopie, und deshalb bin ich Freund und Feind beider Konzepte. Eine Anschauung, die ich interessanterweise bei jedem Gespräch verteidigen muss. Aber dann lobpreisen die jungen Menschen den Kommunismus und reden trotzdem von Automarken und anderweitigen symbolischen Stützpfeilern des Drecks.
Das Problem ist, die Werbungen reden immer von "dir" und "Glück" und "Freude", aber die abgedroschenen Phrasen verpackt in kreative Ideen täuschen nicht über die eigentliche Intention hinweg: das Verkaufen. Nichts ist besser als jemand, der sich alternativ fühlt, weil er irgendwas Bestimmtes sein Eigen nennt.
Darauf baut die Gesellschaft schließlich auf. Ironisch wie gelungen wird alles homogenisiert, indem vom "Individuum" gepredigt wird, und genau darin liegt die Krux: Man kann nichts anbieten, das das Selbst schön hält. Das ist allein durch Bewusstsein, durch Gefühle möglich. Kein Geld der Welt hilft dir dabei. Das macht sich in einer Werbung nicht gut, die aus marketingtechnischen Gründen stets positiv zu vermitteln versucht.
Also, ja, manchmal fühle ich mich innerlich unrasiert. Dafür gibt es nämlich nix im Discounter. Ich habe lange nicht andernorts danach gesucht und mein Glück in Zahlen gemessen. Ich bin aber schon lange Zeit auf dem richtigen Weg, glaube ich, und würde durchaus behaupten, dass sich dieses Gefühl immer häufiger zeigt. Das mag zunächst negativ klingen, bedeutet letztlich aber nichts Anderes als Bewusstsein.

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OOLDMKA | 86 |
Tut mir leid, dass ich so inaktiv bin. Aber ich habe das Kapitel ask-Tagebuch abgeschlossen. Ich war einfach zu offen. Zwar bei weitem nicht mit allem, aber schon mit vielen Details.
Das hat sich in letzter Zeit nicht grundlos gelegt und jetzt will ich das ein für allemal stoppen hier. Das ist auch der Grund, weshalb ich gute 700 Antworten gelöscht habe und sich fast nur noch Gesellschaftliches und Humor auf meiner Seite findet, ganz zu schweigen von meiner Aktivität.
Das Internet ist eine so spannende Welt, das ist fantastisch. Nichtsdestoweniger wird sich das mit meiner Aktivität hier nicht mehr allzu sehr steigern, denke ich. Wollte ich mal mitteilen!

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