@Gismolo

Psijic

Ask @Gismolo

Sort by:

LatestTop

Septemberliche Filmumfrage: Welchen Film hast du zuletzt gesehen und wie lautet deine Wertung (von 1 - 10)?

Chromosomenfascho’s Profile PhotoThe Ex-Panse
7 / 10. Ich habe zuletzt Charlie Chaplins "A Woman of Paris" (1920) gesehen. Das war damals sein erster Film, in dem er keine Rolle hat (und ich glaube auch, sein einziger - hat dem langweiligen Publikum gar nicht gefallen, einen ernsten Chaplin ohne ihn zu sehen).
Der Film wurde in einigen US-Staaten verboten, weil er als zu problematisch eingestuft wurde. Wieso? Nun ja, die zwei "Liebenden" leiden nicht an äußeren bösen Einflüssen. Es wirkt erst so, aber statt dass man denkt: "Oh nein, die Armen, so schlimme Missverständnisse und Gemeinheiten", denkt man sich viel öfter: "Hä? Das war ja mega sxheiße von ihr!"
Diese komplexe Figurenzeichnung ist noch nie zuvor dagewesen und findet ihren Höhepunkt in einer Beziehung, die die Frau mit einem reichen Bachelor hat, der erst, ganz nach Proletarierfreund Chaplin, wie ein dummer Sack wirkt, aber immer mehr zu dem coolsten Charakter wird. (Adolphe Menjou wurde durch den Film berühmt, von Dalí gefeiert und später von Kubrick in seinem Megafilm Paths of Glory gecastet.)
Die romantische Frau, der Protagonist, wirft der Liebe wegen seine teure Kette aus dem Fenster - denn die Liebe ist mehr wert als jedes Geld der Welt! Doch als sie sieht, wie ein Obdachloser sie einsteckt, rennt sie auf die würdeloseste Art überhaupt dem Obdachlosen zeternd hinterher, um sie wieder zurückzuholen - Menjou bleibt in der Wohnung, laut lachend. Man möchte meinen, herablassend über die Heuchelei und Naivität, aber es wirkt doch mehr wertschätzend und belustigt ohne böse Gedanken. Ich bin dem Film sehr dankbar, dass Menjou mir endlich aufgefallen ist, und freue mich über Chaplins ernsten Film, der sich den seltenen frechen Scherz doch mal erlaubt, ohne die Ernsthaftigkeit in Frage zu stellen.
Leider war der Film, in dem Chaplins Langzeitgefährtin Edna Purviance die Hauptrolle spielt, der Grund, warum ihre Karriere langsam kaputt ging. Er hätte helfen sollen, ihr auch unabhängig von Chaplin (bei dem sie bis dahin in gefühlt jedem Film mitgespielt hat) eine Karriere zu verschaffen, stattdessen ging sie dadurch etwas ein. Aber hey, Mary Pickford hat ihn geliebt. "How he knows women!—oh, how he knows women!", sagte sie, als sie über den Film sprach. Süß.
Der Film war jetzt nicht allzu spannend oder emotional, aber doch immer unterhaltsam und so erfrischend modern und freigeistig. Der reiche Herr lacht ziemlich oft über ihre Leiden, aber so wie die eine Szene da zeigt, zum Teil sicherlich zu Recht. Als er erfährt, dass sie in einen anderen Mann verliebt ist, versteht er das Problem nicht: I don't mind, enjoy yourselves. Wie ich, so du, quasi. Wenn das nicht gesunde Polyamorie ist, weiß ich auch nicht. Und wenn ich im Kino eines wertschätze, dann schöne Repräsentation von dramaloser Non-Monogamie. Na ja, war hier jetzt mit viel Drama, aber ihr wisst schon.
Guter Film für Historiennerds und Stummfilmfreunde. :)

View more

Related users

ich liebe das Trampen WENN ICH DEN HIPPIESCHEISSDRECK SCHON WIEDER LES WAS STIMMT MIT DIR NICHT

Chromosomenfascho’s Profile PhotoThe Ex-Panse
weißt du ich denk mir so oh Jim ist zurück und stellt absolute MÜLLFRAGEN aber IMMERHIN IST ER ZURÜCK ODER?
NEIN ER MUSSTE ES WIEDER VERSAUEN UND GENAU DESHALB LÄDT DICH KEINER MEHR EIN WENN ES FAMILIENTREFFEN GIBT
PEACE

Erzähl mal etwas über dich🏻

franzlee’s Profile PhotoRussische Babuschka
Ich liebe das Trampen. Wann immer ich das erwähne, springen die Leute gleich zu ihren üblichen Tiraden: Das ist doch gefährlich. Manchmal scheinen Leute richtig offended zu sein, wenn ich erwähne, dass ich gerne fremden Menschen vertraue. Ich persönlich denke, dass das eine der schönsten Dinge ist, die man der Gesellschaft tun kann. Es ist ein wenig mein kleiner Beitrag, meine kleine Mission: einfach einem Fremden trauen, und wissen, dass auch er mir vertraut. Ähnlich ist es mit dem sogar noch sichereren Couchsurfing oder Blablacar. Das macht den "Fremden" vielmehr zu einem Mitmenschen. Es ist eine Erinnerung an das Gute im Menschen, und ich stelle mir gern vor, wie diese Leute nachhause gehen und denken: Heute habe ich etwas gewagt. Ich nahm diesen Typen mit, und er war wirklich lieb. Ich fühle mich irgendwie, wirklich gut. Vielleicht erwähne ich das das nächste Mal, wenn jemand sagt: "Trampen ist verrückt, ich würde niemals einen Fremden in mein Auto lassen." Oder: "Man kann heutzutage niemandem mehr trauen."
Ja, es ist riskant, aber es ist eine Entscheidung, die ich treffe. Die Angst vor dem Tod ist die Angst vor dem Leben - leicht gesagt, natürlich, aber es resoniert dennoch. Ich entschied, dass das Risiko es wert ist - so wert. So viele Leute lieben Into the Wild und wagen es nicht einmal, ein Wochenende ohne Smartphone irgendwo hinzufahren. Sie lieben Der Herr der Ringe und haben ihre Stadt schon lange nicht mehr verlassen, die Natur schon lange nicht mehr gesehen, ohne durch Kameras zu sehen, eigene oder aus zweiter Hand. Sie sehen Geschichten über Vertrauen, Liebe, Weltrettung, und haben für sich entschieden, dass in diesem Leben der gefühlten Amoral, der Sündhaftigkeit, die am wenigsten sündhafte Entscheidung es ist, einfach nichts zu tun. Wieso dann die Sehnsucht in den Geschichten? Und wieso dann das Verurteilen in der Realität? Es ist eine Diskrepanz, die ich bei mir selbst zu lange wahrnahm. Ich kann dem nicht mehr so viel Raum zusprechen. Das Leben ist zu kurz.
Ich liebe dieses ungeschriebene Vertrauen, diesen Sinn für Gemeinschaft, für Liebe. Und während ich weiß, wie gefährlich es ist, seine Menschenkenntnisse zu überschätzen, so denke ich, dass man es die meiste Zeit schon ahnt - und dass das Wichtigste für einen Tramper es ist, nein sagen zu können. Ich glaube nicht, dass es als Frau verantwortungslos ist, zu trampen, aber ich verstehe und respektiere, dass man sich sicherer fühlt, dem fernzubleiben. Letztendlich ist es einem jedem selbst überlassen. Zwar glaube ich, dass die meisten Menschen das Risiko als unverhältnismäßig groß wahrnehmen, aber ich kann nicht den Fakt herunterspielen, dass Trampen mit einem Element der Verletzlichkeit und des Vertrauens einhergeht. Das ist immerhin ein großer Grund, warum ich es so liebe. Und an all jene, die bei einem Tramper mal angehalten haben: danke, Gefährte.

View more

Glaubst du, du bist hübsch 1 bis 10

Wenn Atheisten wieder ungefragt random sich darüber beschweren, wie dumm und aufdringlich religiöse Menschen sind, sobald auch nur das Wort "Religion" gehaucht wird. Bro? Hörst du dich selbst?
Ich habe Freunde und gute Bekannte in bestimmt einem halben Dutzend Glaubensrichtungen: Islam, Christentum, Atheismus, Hinduismus, Zeugen Jehovas, Astrologie, "Spiritualismus". Die aufdringlichsten sind meiner Erfahrung nach die Atheisten (ja okay, und die jüngeren Zodiac-Sign-Leute in meiner Klasse :T). Uuuuuund manche "Spirituelle", aber das ist ja eine schwammige Bezeichnung. Aber können wir mal mit dem Generalisieren aufhören? Und den Überlegenheitsgefühlen? :<
Ich hab es so satt, in jeder Unterhaltung zu Religion ständig als dumm bezeichnet zu werden, nur weil ich nicht atheistisch bin. Weil das heute ja "veraltet" ist. Das ist sooo eine arrogante und unverschämte Weltsicht. Ich sag schon gar nix mehr, wenn es zu solchen Unterhaltungen kommt, weil arg Spirituelle mich als naiven Atheisten und arg Atheistische als naiv Religiösen abstempeln. :T

View more

+ 1 💬 message

read all

Lieber alleine blieben und auf die "Liebe deines Lebens" warten oder konstant in einer Beziehung einen Kompromiss eingehen?

JaninaLila’s Profile PhotoJanina
Wenn du einen Menschen findest, mit dem du niemals Kompromisse eingehen musst, dann ist das entweder eine toxische Beziehung oder eine omnipotente Gottheit. Bruv, man muss doch schon mit sich selbst Kompromisse eingehen. So eine Vorstellung von einer Beziehung ohne Reibung ist Schwachsinn, auch wenn man an die Liebe des Lebens glaubt.
Viele Menschen sind allein. Einfach zu warten und hoffen, dass die Liebe irgendwann durch die Zimmertür marschiert, wenn man nie an irgendeinem Ort ist, wo man Menschen kennenlernen kann, ist nicht mal gegen Windmühlen kämpfen, sondern sich vor die Windmühlen setzen und hoffen, dass sie irgendwann einfach von allein umfallen. (Das passiert zwar, aber wahrscheinlich stirbst du davor.)
Persönlich denke ich, dass es wichtig ist, sich an Beziehungen zu versuchen. Wenn man nie eine hat und dann mit 30 oder 40 endlich jemanden findet, dann hat man noch zero Erfahrungen in Dingen wie Kompromissbereitschaft, offener Kommunikation, oder eben auch ganz normalen (und schönen) Dingen wie das Ende der Verliebtheit und wie man mit Streits umgeht - mehr noch, welche Art Mensch man überhaupt ist innerhalb einer Beziehung. Geht man dann mit normativen Vorstellungen in die ganze Sache, also monogam, relationship escalator, oder macht man sich mehr Gedanken über die Nuancen?
Die Zeit drängt halt nicht. Ich persönlich nehme diese Betrachtungsweise von "die eine, wahre Liebe" als etwas unglaublich Unromantisches wahr, wenn man sie traditionell versteht, und dieser Gedanke steht dann so vielen Paaren im Weg, bei denen es besser wäre, wenn sie sich trennen, weil sie halt Angst haben, dass sie dadurch "verloren" haben oder eine Beziehung "fehlgeschlagen" ist, was totaler Wahnsinn ist. But don't get me wrong, Wörter wie "Lebensabschnittspartner" sind für mich so dermaßen pragmatisch und unromantisch, dass ich heulen könnte, wenn ich sie höre. Außerdem setzt das auch wieder den Anspruch auf zeitliche Begrenzung. Wieso nicht einfach im Jetzt sein, und im Jetzt lieben?
Hauptsache nicht in die Fallgrube des Idealisierens fallen, wo so eine Beziehung dann bestimmt alle Probleme löst und man plötzlich nicht mehr einsam ist und glücklich. Das ist viel zu viel Verantwortung für so einen Partner. Ich würde niemals jemanden daten, der nur nach der "Liebe ihres Lebens" sucht. WTF? Was denkt die Person, wie so viele arrangierte Ehen Minderheit hin oder her früher trotzdem in wunderschöner Liebe geendet sind? Da steckt doch so viel mehr dahinter als ein "Perfekt".
Ganz zu schweigen davon, dass "Beziehung" halt so ein schwimmender Begriff ist, dass viele Menschen nach normativen Vorstellungen in ihrem Leben vielleicht nie in einer "echten" Beziehung sind und trotzdem glücklich und aw.
Mann, ich kann da keinen geradlinigen Gedanken fassen. Ich weiß doch auch nicht. Rationalität ist da eh blah. Will einfach kuscheln mit der Welt. Danke.
Aber Kompromisse bleiben trotzdem immer Teil von Beziehungen LG

View more

Ist dir Ehrlichkeit und Treue auch wichtig in einer Beziehung

jonathanpfeiffer1’s Profile PhotoFcbFan.40
Nein, ich gehe grundsätzlich nur mit Menschen zusammen, von denen ich mir sicher sein kann, dass sie mich immer anlügen und betrügen. Und wehe, ich merke mal, dass die Person mal was Ehrliches gesagt hat - tschüss! Aber umso schärfer natürlich, wenn sie es selten mal macht, nur um dann auch darüber zu lügen. Anders sind Beziehungen nicht gesund, danke LG

Wann hat dein Herz zuletzt ganz weit alle Fenster geöffnet? (Frei interpretierbar)

feytality’s Profile PhotoFey ✧˖°
Heute Nacht. :) Ich bin spontan zum späten Sonnenuntergang zu unserem Waldweiher gefahren mit meinem Hund. Da gibt es auch eine Quelle, aus der man trinken kann. Es sind vier Weiher hintereinander, und jeder ist ein wenig schlammiger und verwachsener. Es waren nur noch ganz wenige Leute da. Und am zweiten Weiher war niemand.
Ich war früher im Wasser zuhause. Jeden Tag, jede Woche, immer. Tauchen, schwimmen, treiben lassen - Hauptsache Wasser. Mit Sozialphobie und Depressionen hat das schlagartig aufgehört, und ich war bis vor einer Woche seit acht Jahren nicht mehr irgendwo schwimmen (bis auf eine missglückte Ausnahme). Ja, nicht mal mit meiner alten Freundin, die auf einem Boot aufgewachsen ist. :<
Aber letzte Woche war ich mit einer lieben Freundin spontan abends nacktbaden und habe mich sooo zuhause (und unsportlich) gefühlt. Diese Tür ist wieder da, diese Realität zurück und ich freue mich auf einen Sommer voller Wasser. Heute war ich wieder im Wasser und habe mich so gefreut zu sehen, wie meine helle Haut im Sternenlicht geleuchtet hat. Einmal ist eine Fledermaus fast über meinen Kopf geflogen.
Ich weiß nicht. Ich fühle mich so, als wäre ich zuhause angekommen - in der Natur, im Wald, im Wasser. Einfach in der Gegenwart. Wenn ich schwimme, bin ich am Leben, und die laute, schnelle, dreckige Welt, die sich die Menschen so eingerichtet hat, wartet erst einmal. Hallo, da war ein supersüßer Teichfrosch ok!!!! Wie soll mein Herz da nicht die Arme ausgebreitet losheulen!!!!

View more

Wie überwinde ich eine Trennung (toxische Beziehung) am besten? Was kann ich gegen diese Hilflosigkeit tun?

Lunartear01’s Profile PhotoSarah
Was für eine Antwort erwartest du dir? Glaubst du wirklich, es gibt ein Geheimmittel? Einmal Sense8 durchgucken und Hoffnung wiederhergestellt? Alle Lord Huron-Alben hören und zum Supermenschen aufsteigen?
Es kommt doch auf so viel an. Warum war die Beziehung toxisch? Was sind die Wunden, die erst zu Narben werden müssen? Lass Wunden Narben werden, ist das nicht das Kredo des Lebens? Welche Dinge werfen dich aus der Bahn?
Kurzfristig ist es trotz allem das Ende einer Beziehung mit einer Person, die dir unglaublich viel bedeutet, und dir dir unglaublich nahe stand. Also darfst du nicht vergessen, dass Trauer okay ist, und dass du ihn oder sie auch vermissen darfst. Du darfst nicht vergessen, warum ihr euch getrennt habt, und dass es gut ist, diesen Schritt getan zu haben. Aber du darfst trotzdem ganze Welt sxheiße finden und dich dem Loch hingeben, das sich aufgetan hat. Für eine Weile.
Langfristig... was muss sich ändern? Eins nach dem anderen. Erst einmal trauern. Solche Fragen musst du dir stellen. Welche Dynamiken ziehen dich an, welche bringen die toxischen Dinge in der Beziehung hervor? Hast du Vertrauensprobleme? Wie vermeidet man so was? Whatever, keine Ahnung, ich kann dir die richtigen Fragen nicht beantworten. Manchmal ist es okay, hilflos zu sein. Vielleicht hast du einen Freund, eine Freundin, oder eine Katze, mit dem du durch die Nächte kuscheln kannst. Oder ein Comfort-Videospiel, oder Essen, i woas do au ned. Ich wünsch dir ganz viel Kraft.

View more

+ 1 💬 message

read all

Kommt es nur mir so vor oder wurde hier gefühlt jedem zweiten das Herz gebrochen?

Ich hijacke deine Frage. Ich habe nämlich meine Gedanken zu Eifersucht niedergeschrieben innerhalb von polyamoren Beziehungen: und bin hier so inaktiv, dass das mal schön ist. Dieser hier ist der letzte Part, damit ich das systematisch verlinken kann.
Do activities like holding hands feel less special to you when you know that your partner does them with someone else too?
---
Liv Strömquist has written a graphic novel called "The Origin of Love" where she draws some scientific theories and notions about love. One for example argues the connection between capitalism and love within an amatonormative relationship that has been growing ever since like the 1850s, when people started marrying "out of love" - that is, men did, and women kinda still had to look for a wealthy husband, with their singular bargain being sex. So prostitvtes got ostracized even more, etc, and we started this notion of "owning" the partner. As a polyamore person you're probably fighting this thought but it seems like maybe you haven't overcome it completely.
It may be the reason people can't per se separate between love and sex, and both the monogamous (and even starting polyamore maybe) partner will get super-jealous if you have sex with someone else because it's somehow like taking away the love - simultaneously, the person you have sex with even in an open relationship may start to become jealous of not having your "love".
One theory likened the normative form of love to a secular form of religion. We get conditioned "to be yours", "to give everything", to "be the person for her or him". To have shared secrets. Quite like a religion, there are rituals, and very bonding things like insiders that you wouldn't share with an outsider. Exclusivity ultimately. Doing the same thing with someone else is a taboo then, from nicknames to spooning, even more so when it borders on a taboo, something that is not okay if you just do it with someone who isn't part of it - like sex. So of course if you share this thing with someone else, it feels less special. For the same reason people stay together not only out of love, but out of hate too. And or the same reason people romanticize ups and downs, toxic relationships, and insecure ones: the very insecurity of it, the trauma even, is incredibly bonding. "We've been through so much... I can't see anyone else by my side." The better approach may be: "We've been through so much... I can't see anyone else by my side like this." Of course, also relationships that have survived life-crises. But does that make it necessarily better than a good ole stable relationship that has no big drama?
2: https://ask.fm/Gismolo/answers/172206978738

View more

Liked by: Katzelmacher

2 — partnership

Gismolo’s Profile PhotoPsijic
Take all these with a grain of salt, they're theories. But some of those resonate with me. And ultimately, I believe it all comes down to an inflated ego. I'm not attacking you, I think the vast majority of people in the west has an inflated ego - to give the I so much relevancy because it is you, after all, and in this individualistic society, where all of us get pressured into being special by corporations and people alike, to realize you don't necessarily get the VIP status hurts. You can argue that the fact this person loves you and does a thing with you that he maybe does with only one, two other people makes it still special, given how many people there are on this planet. But I think that's the wrong approach. Let me talk out of my arse, maybe it will have some merit.
The right approach is this, to me - ever been to a sex/fetish party? I have not (yet), but I've seen Shortbus and some French movies, so I'm an expert. Sex and intimacy seems very un-intimate from the outside, but it becomes a collective intimacy that is romantic in its own right. If you get over the process of thinking love and partnership fundamentally means sharing exclusive secrets and instead understand the biggest value stems from not only being able to fully trust each other, but also to feel not alone next to a person, to feel understood, you know, the magic of the vanishing of "it's me and him that hang out" and the rising of "it's us that hang out" - to be seen - you will have less of a problem with things like these, I believe. To fight the ego seems to be a life-goal to many, and I do think there's a reason for that. Having a massive ego doesn't only mean self-love, but also self-hate. Self-perception, theoretical solipsism, if you will. When you grow and realize we're all alive, and it's all alive, that it all matters, that even the ugliest building in your city has been built by the sweat of dozens of people with their own wishes and families, that that old tree you like to sit at has been sat at by so many people from so different ages - does it make it more or less romantic? I think it's romantic. It's nice. In this alienated society, having something to share with someone else is nice, and if it's with more than one person, that's all the more nicer to me.
3: https://ask.fm/Gismolo/answers/172206978994

View more

Liked by: roggenbrot

3 — partnership

Gismolo’s Profile PhotoPsijic
Maybe you always will, and that's okay, maybe. There is a spectrum. Do you take your partner to the same restaurant, the same mountain path, and listen to the same music during sex on his or her birthday? That would just be lazy. I would do this, maybe, if it's like dear to me, but I would probably tell my partner beforehand and definitely not do it during her birthday, which, let's be honest, is a celebration for the ego. Which is fine, to some degree, depending on how much you define yourself by being special. Some, many people get sad or angry if a friend forgets their birthday, or some kind of anniversary; think of all these comedies on heteronormativity, aka Two and a Half Men, Seinfield: haha, the woman is sooo dependent and emotional but the man wants to be independent and is kind of an ass because he ultimately is in need of this woman being dependent - it's like relationships have been defined as two people that inflate each other's ego. :b But I'm straying off-topic.
Be a bit more modest, and appreciative (saying that empathetically). The very moment you're with your partner alone is the biggest value, for the biggest gift a person can make to you is to give you his or her time (not exclusively talking about physical presence), especially in a society that fell victim to so many pitfalls that are all labelled first and foremost "fast-paced". You've lived your whole life and met many people, you've watched your favorite movie with so many people and you realize, sometimes you forget with whom you've watched it. But it's not the exclusivity of the moment that gives it all its value.
It's the sum of its parts, the "we've been through so much bad, good and even neutral" that only you two know, and only you two will ever know, because nobody else in the history of the world has ever been living the same exact partnership as you did. In the very same way that, you know, all stories have been told but it's always worth it to tell new stories - your own stories. They will always have value because it's not the Wikipedia bullet points that make them stories, it's the soul of the teller that does.
Then it's the fact that the only reality we have is the present. Yet we have learned to live mostly in past and present. We understand backwards, we think forwards, as someone once wrote. But we live in the Now. And there, nothing but what happens now matters. People stay with people for years after they fell out of love because they cling onto that past, but it's just a ghost, it's like living in a ruin. The past is not the future; the present is the present. And in the present, he does something that is intimate to both of you. He may have had sex with 30 people, or 1, he may be polyamorous and meet someone else the very same evening, but it doesn't matter if you get on board with the notion that right now, he is with you. And now I'll stop.

View more

Liked by: roggenbrot

Wenn du dich in jemanden verliebst und ihr euch gut versteht gestehst du der Person deine Liebe oder hoffst du darauf das die Person sich auch in dich verliebt hat und den ersten Schritt auf dich zuwagt? An die Vergebenen: Wie ist eure Liebe entstanden?

gedankenrakete’s Profile Photokovu
Ich bin auf der Ebene unglaublich unkompliziert. Früher habe ich ewig gewartet und alles, weil "oh nein, wenn sie nein sagt, ist alles komisch zwischen uns". Aber es ist selten der Neinsagende derjenige, der es komisch macht, sondern der Verliebte, der sich von dem Konzept der Liebe nicht trennen kann und Freundschaft dann als unzureichend empfindet.
Ich habe diese Furcht nicht mehr. Ich nehme es auch nicht als "gekorbt werden" wahr. Es sind zwei verschiedene Wahrnehmungen, und ich kann gut mit jemandem befreundet sein, in den ich eigentlich verliebt bin. Wieso auch relationship escalator? Und wenn die Person nicht mit mir befreundet ist bzw sein möchte, dann ist es sowieso besser, sie zu vergessen.
Also ja, ich gehe hin, und sage, dass ich Gefühle für sie habe. Ich habe manchmal irgendwie Sorgen, dass ich zu conscious bin über meine Worte. Ich rede oft mit wohlgewählten Ausdrücken und will nicht fake wirken. Sprache ist manipulativ, und wenn man gut mit ihr umgehen kann umso mehr. Ich kann mit Sprache besser umgehen als der Durchschnitt, und ich verstehe Menschen sehr gut, thanks to years and years of loneliness. Manchmal macht es mich zynisch, der Gedanke, dass ich mit einem Menschen nur so eng befreundet bin oder in einer intimen Beziehung dank Jahren von geradezu systematischen Versuchen, einander näher zu kommen - sei's wegen ganz besonderen Filmen, süßen Geschenken oder einfach häufiger Exposition zueinander. Klingt das autistisch? Maybe, ich frag' meinen zukünftigen Therapeuten. Jedenfalls bin ich um dem zuvorzukommen unglaublich offen geworden, und sage freiheraus, was ich fühle, wenn ich es fühle. Das, wie man im Deutschen so schön sagt, puttet Leute at ease. Ich habe schon meine Verliebtheit bekundet und ein "ich sehe dich so nicht bekommen". Die Beziehung ist gewachsen und die Dynamik war und ist unglaublich niedlich.
Ich nehme Beziehungen nicht als "zusammen" und "nicht zusammen" wahr. Deshalb sage ich auch nicht Zeug wie "bester Freund" oder so. Jede Beziehung wird nach ihren eigenen Maßstäben wahrgenommen. Da komme ich gar nicht in den Druck, wenn ich verliebt bin, dass ich irgendwie die Person verlieren muss. Es tut trotzdem weh, nicht falsch verstehen, aber das einfach zu verheimlichen macht das ja nur noch viel schlimmer. THEORETISCH - denn auch Sehnsucht und heimliche Verliebtheit sind ein Quell großer Schönheit, finde ich. Ich bin gerne verliebt, auch "unglücklich".
Also ja. Wenn ich Gefühle für jemanden habe, sage ich es der Person so sanft wie möglich, also einfach, um sie nicht vor den Kopf zu stoßen. Aber ich sage es ihr. Und aufschieben tue ich das auch nicht.
Meine committed Beziehung? Wir waren beide durch Zufall gleichzeitig verliebt ineinander. Chemie hat geregt, und glücklicherweise bei genau der richtigen Person. Wenn beide überhorny nebeneinander sitzen, bleibt das nicht lange geheim. :)
Meine non-committed "Freundin" (aka nicht der Norm entsprechende "Beziehung"): durch langsames Wachstum.

View more

Wie gehst du mit Dauernörglern um?

Ich kann mit vielen Dingen super umgehen. Mit derben Meinungen, mit Introvertierten und Extrovertierten, mit Wütenden. Ich kann mit Nörglern überhaupt nicht umgehen. Wie soll man mit jemandem reden, der immer in allem etwas Negatives sieht? Und dieses Kritisieren ist zwangsläufig von oben herab. Vor allem, was sagt es über einen Menschen aus, wenn das, was er am meisten macht, ist, sich über andere Menschen zu beschweren, die überhaupt nicht da sind? Fühlst du dich wie Gott oder was soll die Sxheiße?
Bissel Nörgeln ist ok, aber du sprichst ja die Extreme an. Boah ne. Das steckt in einer Art zu Leben, von der ich mich so weit wie möglich distanzieren möchte. Das ist pure Antiromantik und Kleinlichkeit, die ich sofort mit privilegiert und undankbar in Verbindung bringe (obwohl es sicherlich auch viele weitgehend unprivilegierte Menschen gibt, die Dauernörgler sind).
Was sage ich? So was wie: Was jammerst du immer so rum? Hast du Spaß daran, die Welt schlechtzureden? Meistens sage ich nicht viel. Ich diskutiere gerne, aber wenn Leute am Jammern sind wegen irgendeines Fahrradfahrers im Auto oder weil irgendeine Plattform eine Serie nicht am Stück veröffentlicht und "ihnen die Entscheidung raubt, zu bingen", dann sage ich oft nix erst mal. Ich spreche das vielleicht später in einem neutraleren Moment an, aber ohne die Person outzucallen. Dauernörgler sind Meister darin, sich als unfehlbar zu betrachten. Und Menschen, die sich so gerne in die Opferrolle schieben, sind mir oft nicht geheuer in Diskussionen und andernorts.

View more

Welche positive Begegnung im Leben ist dir besonders in Erinnerung geblieben? (Egal ob Mensch, Ideen, Gedanken, Tiere, Pflanzen ...). - @feytality

feytality’s Profile PhotoFey ✧˖°
Im Kurzzeitpflegepraktikum, wo ich wieder so hart depressiv wurde, weil es so schlimm war, war ein Mann um die 65, der früher Maler-Lehrer war und mit mir immer über Kunst und die Welt (ja) geredet hat. Es war so schön!
Dann natürlich meine erste Liebesbeziehung mit einem Mädchen, als ich 20 war und sie, die davor nur auf Booten gelebt hat, zum ersten Mal für mehrere Monate auf dem Festland. Wegen ihrer Hundehaarallergie haben wir im Bus meiner Schwester gewohnt gemeinsam und gefühlt jeden Tag miteinander verbracht. Wenige Menschen haben mich mehr geprägt als sie, obwohl wir uns nur zwei oder drei Monate kannten.
Es war ein ganz magischer Moment. Mir ging es psychisch nicht gut und nach einer Serie von überstürzten, unrequited crushes habe ich mich verschlossen und basta gesagt. Dann bin ich aber spontan mit zu einem Poetry Slam, weil da eine Neuseeländerin dabei war und ich Kulturaustausch geil finde (und die Ferne idealisiert habe und bisweilen sicher immer noch tue). Wir haben sofort gefunkt und geredet und geredet und am selben Abend dann bin ich zu ihr und ihrer Gastfamilie, wo wir die gesamte Nacht durchgeredet haben.
Zu der Zeit habe ich im Club gearbeitet, deshalb war mein eh hypersuperdupersensitiver Körper angeschlagen, und dadurch wurde ich so heiser, dass ich mehrere Tage nicht reden konnte. Wir haben uns natürlich trotzdem getroffen, nur war ich diesmal leiser, habe Zettel geschrieben und geflüstert (ich weiß dass das schlecht ist!!). Das war so eine crazy Zeit und sie fühlt sich auch drei Jahre später superreal an. Manchmal wie ein Traum, aber doch so nah. Uff.
Meine aktuelle Partnerin habe ich während Corona kennengelernt mit anderen lustigen Anekdoten, aber durch und mit ihr bin ich extrem viel gewachsen und selbstsicherer geworden. Inzwischen ist es für mich gar nicht mehr unglaublich, dass mich jemand wertschätzen kann, auch wenn es mir manchmal immer noch zu schaffen macht. Ich habe immer so ein paar Probleme mit Einsamkeit und weiß nicht, ob ich da je ganz über den Schatten springen kann.
Aber ich weiß, dass sie mein Leben um ein tausendfaches bereichert und das Gefühl schön ist, mit zehn Leuten im Raum zu sein und doch so oft froh zu sein, dass ich jetzt mit diesem ganz besonderen Menschen nachhause gehen kann, um den Abend miteinander zu verbringen. Sie ist mir auf so vielen Ebenen so ähnlich und es ist wahre Magie, so ein Traum, jemanden zu haben, mit dem ich ganz viel einfach rumhängen kann, der aber auch meine Liebe für Kunst und Geschichten teilt, und für Niedliches.
Sie ist unendlich geduldig und lieb und mir egal wie sehr sie blusht wenn sie das liest. Ist nicht so easy, mit mir zusammen zu sein, und trotzdem ist sie es schon recht lange nun. Wenn ich nicht mit ihr zusammen wäre und mir jetzt ein Engel sagen würde: So wird die Beziehung in zwei Jahren aussehen, willste oder willste nicht? Dann würde ich willste. :) Das ist schön. Und so weiter.
Ich könnte so viel aufzählen. Viel Magie out there. :)

View more

Hey die Schreiben wollen instagram adelinaNula schreibt mich an freue mich

AdelinaNuLa’s Profile PhotoAdelinaNuLa
auf dem bauch schlafen: sehr schlecht für genick, aber kein schnarchen
auf dem rücken schlafen: sehr gut für genick (mit dickem kissen schlecht), aber schnarchen
auf der seite schlafen: gut fürs herz, schlecht fürs herz, something esophagus aber ok wenn du keine magenprobleme hast, wirbelsäule verschiebt sich wenn du kein dickes kissen benutzt und idealerweise auch eins zwischen deine damn beine
hartes bett: gut für auf dem rücken schlafen, bad für bauch und sex
weiches bett: D E P E N D S
memory foam: premium für bauch und seite, rücken nicht?
fazit: amphetamine

Was kannst du nicht glauben?

Ich kann nicht an Gott glauben. Ich habe das Gefühl, in meiner Jugend mit jedem Jahr atheistischer geworden zu sein, und ich mag es nicht. Ich will das, ich war früher gern in Kirchen, ich bin immer noch gern in Kirchen. Ich sehe auch die Logik der Naivität, überzeugter Theist oder Atheist zu sein, und werde für immer zweifeln. Davor werden in mir Fragen zum Wesen unserer Realität wach, die auch noch nicht beantwortet werden können, oder nie.
An Gott zu glauben, ist, an Unendlichkeit zu glauben. Und doch lauert auch im Atheismus ebendiese in Form des Nichts. Das indes als unendlich zu bezeichnen, ist völlig widersinnig und ich hasse alles wieso ist mein Kopf so ein begrenztes 0pfer.
Und doch höre ich allzu oft Geschichten, die mich aufhorchen lassen, über Geister und spirituelle Erfahrungen, die ich niemals einfach so abtun würde. Und dann erinnere ich mich daran, dass Massenpsychosen existieren und Halluzinationen schon durch bloßen Schlafmangel induziert werden. Und dann erinnere ich mich, dass das eine sehr convenient Ausrede ist, um tatsächlich spirituelle Erlebnisse abzutun.
Im Kreise der Hippies fühle ich mich ambivalent und einsam. Ich war im Ashram für eine Woche und habe mich so zuhause gefühlt, und gleichzeitig isolierter denn je. Leute, die derart überzeugt von etwas sind, machen mir immer Angst. Genau wie überzeugte Atheisten mit ihren Religionen um Selbstdarstellung oder Pessimismus wie ein Kult anmuten, fühle ich mich genauso bei theistischen Menschen. Als würde ich einem Theater hinterherrennen. Wir sind doch nur Tiere, jawohl, aber es scheint doch nur der Westen zu sein, der nicht die Ganzheit aller Dinge anerkennt, zumindest in dem Ausdruck der meisten Gläubigen. In Afrika und Asian, in diversen Völkern von Natureinwohnern ist meist die Rede von einer großen Seele. Aber wenn ich daran glaube, und das möchte ich doch gern, dann überzeugt mich das nicht von einer Existenz nach dem Tod, und letzten Endes wäre ständige Wiedergeburt doch bedeutungslos, oder ist das Leben allein die Rechtfertigung für das Leben? Für Menschen, die leben, ist es das gern. Verzeiht mir, wenn sie mir etwas biased erscheinen.
Sind wir wirklich wichtig genug, entwickelt genug, dass ein Weiterleben uns überhaupt zusteht? Sind es nicht die Menschen, ich und du, wir und ihr, alle, die die stetige... Weltzerstörung zulassen? Eine Zivilisation erbaut sich, und sie wird korrumpiert, es kommen Revolutionen, die Würfeln gleichkommen, da das Ergebnis nie vorhersehbar ist und in vielen Ländern wie Frankreich oder Iran doch allzu oft als Tragik besungen wird. Und wir machen weiter, rechtfertigen uns.
Was ist Kunst da mehr als völlige Eitelkeit, oder Selbstverwirklichung? Oder ist das Leben selbst Eitelkeit, wenn man sich nicht völlig aufopfert? Sind wir dafür verantwortlich, kann man das verlangen, besser, muss man das verlangen? Keine Ahnung. Ist alles ned so einfach. Und das ist nur eine Sache. Denn manchmal gibt es gar nichts, an das ich glaube.

View more

Du bist wundervoll 🍭💕

Menschen sind so verschieden und alles aber ich habe den Beweis gefunden, dass wir alle gleich sind, und dabei kenne ich die Sprache nicht mal. LG
Du bist wundervoll

Einige wenige Filme/Serien fand ich beim zweiten Mal schauen sogar noch besser als beim ersten Mal. Gibt es für dich persönlich auch Filme/Serien, bei denen das auf dich zutrifft? Welche sind das?

LukasSteigerwald’s Profile PhotoLukas
Magnolia (1999) von PTA fand ich beim ersten Mal supergut, aber das Ende etwas komisch. Nun finde ich mich jährlich irgendwie den Film wiedersichten und habe ihn inzwischen total ins Herz geschlossen. Über drei Stunden lang und für mich sicherlich PTAs Meisterwerk. Tom Cruise als Red Piller ist einfach nur die Höhe.
Oldboy (2003) von Park Chan-wook war einer meiner ersten koreanischen Filme, und daher ist viel der Filmsprache noch an mir vorbeigegangen. Nachdem er sich zu einem meiner Lieblingsregisseure gemausert hat, habe ich den Film auch noch viele Male gesehen und liebe ihn inzwischen bedingungslos.
Ähnlich verhält es sich bei vielen der kinderfreundlicheren Ghibli-Filme, auch bei Mamoru Oshiis Filmen und bei Akira - die habe ich so früh gesehen. Jetzt, wo ich mit Anime und Animation wirklich sehr viel Erfahrung habe, habe ich erst realisiert, was für phänomenale Ausnahmewerke Filme wie Ghost in the Shell und Akira sind, oder Serien wie Cowboy Bebop.
Jim Jarmuschs Night on Earth (1991)! Fand ich anfangs mit jedem Kurzfilm etwas weniger cool, und am Ende etwas planlos. Rewatche ihn aber jährlich, weil der New Yorker Abschnitt allein so genial ist, und habe die Schönheit darin endlich erkannt. Mit jedem Kurzfilm wird die Nacht später, und die Begegnungen entsprechend... auch müder, irgendwie. Das ist einfach ein toller Film, gerade, wenn man selbst etwas müde ist.
Andrei Tarkovskys Ouvre ebenso. Damals war ich einfach noch nicht bereit für langsam erzähltes Kino, das auch noch als älteren Jahren ist. Jetzt, wo ich alte Filme sehr gern sehe, und auch überwiegend (noch dazu deutlich älter als 1960 oder sonst was), bin ich total daran gewöhnt, mehr entschleunigt. Seine intuitive Art, Filme zu drehen, findet bei mir "mit dem Alter" genau wie Terrence Malick und Wong Kar Wai immer ein Stückchen mehr Anklang. Sehr schön.
Serientechnisch vermute ich, dass mir eine Wiedersichtung von Twin Peaks die Serie völlig zur Offenbarung macht. Sie ist der große Bruder meiner Lieblingsserie The Leftovers, und gerade ihre surrealsten Momente sind TL am ähnlichsten, aber damals fand ich es einfach zu lang und teils etwas banal. Inzwischen vermisse ich das Städtchen so sehr, dass ich mir sicher bin, mich über jede geteilte Minute damit mehr zu freuen.
Zuletzt Breaking Bad, das ich zweimal abgebrochen hatte, obwohl es so gut gedreht und gespielt war, weil's mich in der dritten Staffel immer wieder verloren hat. Habe es irgendwann zur vierten geschafft und war dann vollends sprachlos glücklich, das Meisterwerk endlich so richtig zu fühlen.

View more

Adidas oder Nike?

Marie29052001’s Profile PhotoMarie ♡
Puppet Presidents command
Puppet troops to burn the land
Puppet fire, puppet flames
Feed on all the puppet names
Puppet lovers in their bliss
Turn away from all of this
Puppet reader shakes his head
Takes his puppet wife to bed
Puppet me and puppet you
Puppet German, puppet Jew
Leonard Cohen

(Wie) kann man heutzutage überhaupt noch „ehrenhaft“ handeln?

Fea3li’s Profile PhotoPheline
Genauso wie immer schon, wenn du mich fragst. Integrität bewahren, den Prinzipien treu bleiben. Nicht nur helfen, wenn jemand hinsieht, oder wenn es dein Selbstwertgefühl nötig hat. Und natürlich nicht unnötig Leid in die Welt schleudern. Aufstehen, wenn es kein anderer tut - egal ob im Bus oder in der Gesellschaft, ganz gleich, was es deinem Ansehen tut. So viel Energie du hast, du musst ja kein Revolutionär sein. Aber eben doch deinen kleinen Teil dazu beitragen, möglichst ohne Dreck zu hinterlassen. Ich persönlich weiß nicht, ob es in der Gesellschaft etwas Wichtigeres gibt als das.

Next

Language: English