1. Runde: [Politik] - 1933, Hitlers Aufstieg zum Reichskanzler. Meine Frage ist: Wie glaubst du, hat Hitler es geschafft, in 7 Jahren an der Politischen Spitze Deutschlands zu stehen? Gibt es Vorteile in einer Diktatur? Begründe mit deiner eigenen Meinung.

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Hitler schaffte es, aufgrund der schwierigen politischen Verhältnisse in der Weimarer Republik in relativ kurzer Zeit sein erstes großes Ziel auf dem Weg zur Macht zu verwirklichen. 1933 wurde er von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt, da keine Partei die erforderliche Mehrheit bei den Wahlen bekommen hatte um regieren zu können. Dies war auch schon bei den vorherigen 3 Wahlen der Fall gewesen, weshalb ein Präsidialkabinett ausgerufen wurde. In der Verfassung war dieser nicht ganz demokratische Grundsatz aber so festgelegt worden, eine Anfechtung der Ernennung war zwecklos. Ein Problem der damaligen Verfassung war es natürlich, dass anti-demokratische Parteien akzeptiert wurden. Hier hätte der Demokratie, um der Demokratie willen, ein kleiner Dämpfer verpasst werden müssen.
Hindenburgs Beschluss Hitler dieses wichtige Amt zu übergeben, obwohl Hitlers extrem anti-semitistischen Ansichten schon damals deutlich sichtbar, für jene die hinschauten, war, war aus politischer Sicht äußerst logisch und als taktisch klug einzuschätzen, hätte er nicht Hitlers Fähigkeit die Massen zu manipulieren und zu begeistern außen vor gelassen. Hindenburg gehörte der monarchistischen DNVP an, welche das Kaiserreich zurück haben wollte. Hitlers Idee vom 'Führerstaat' kam dem monarchistischen Idealismus am nächsten und Hitler hatte ca. ein Drittel der Wähler auf seiner Seite, was für Hindenburg auch nach außen hin als triftiger Grund erschien den Nazis so viel Macht zu gewähren. Nach innen jedoch war er, nach meiner Meinung, der Ansicht mit Hitler einen starken Verbündeten zu haben, den er als seine Marionette Entscheidungen fällen konnte.
(Das Thema behandeln wir momentan im Geschichtsunterricht, deshalb bin ich so gut informiert, sonst hätte ich wahrscheinlich nachschlagen oder 'googeln' müssen.)
Meiner Meinung nach werden in einer Diktatur nur Rechte beschränkt und keine geschaffen, wodurch für mich kein Vorteil erkennbar ist, bis auf die Tatsache, dass faule Wahlberechtigte sich nicht mehr an der Politik beteiligen müssen und sie sich nicht zu kümmern brauchen, da sie so oder so nichts am Ausgang eines Beschlusses ändern könnten. Dieser Punkt wirkt im Vergleich zum völligen Zerfall der Rechte der Bürger und damit zum völligen Verfall zum Bürgertum jedoch zu klein, um ernsthaft als Argument für eine Diktatur aufgeführt zu werden.

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