Ask @Irrlichtblick:

Amelie
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Hat dein Name "Irrlichtblick" einen bestimmten Urpsrung?

The Devil's Advocat

Diese Frage bekam ich schon einmal, die Antwort lief letztlich darauf hinaus, dass sich dahinter nicht allzu viel verbirgt. Ursprünglich wollte ich mich bloß "Irrlicht" nennen, weil ich die Definition so schön finde. Aus Wikipedia: "Irrlichte sind seltene Leuchterscheinungen, die nachts insbesondere in Sümpfen und Mooren beobachtet werden können. Ihr unvorhersagbares und kurzzeitiges Auftreten erschwert die systematische Erforschung. Über lange Zeit wurden Irrlichter insgesamt für eine abergläubische Vorstellung gehalten."
Das bedeutet nicht, dass ich mich selbst als etwas Vergleichbares bezeichnen würde. Es ist eher das, was ich an der Welt so mag. Dass in den unscheinbarsten Orten, Momenten, Worten, Klängen, alles, was man sich vorstellen kann, ganz plötzlich etwas Wunderschönes durchscheinen kann. Gerade die Dinge, die nur genau zu dieser Uhrzeit, unter exakt diesen Bedingungen so schön sind, wie man sie zufällig erblickt hat - das begeistert mich ungemein und macht mich glücklich. Es ist natürlich schwer zu beschreiben, was ich genau meine. Aber Irrlichter sind eine schöne Metapher dafür. "Irrlichtblick" ist letztendlich nur eine Wortspielerei, ein Ausweg, um doch noch irgendwo ein Irrlicht in meinem Benutzernamen unterzukriegen. Die Bedeutung davon ließ ich für mich selbst offen. Es kann - wie beschrieben - der Blick auf das Schöne sein, das sich manchmal aus sonst eher tristen oder unscheinbaren Szenerien herauszeichnet. Noch mehr Bedeutungen lassen sich daraus erdenken, wenn man ein bisschen mit dem Wort spielt, es auseinanderrupft und die Bedeutungen der einzelnen Wörter verbindet.

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Von wem oder was hast du dich zuletzt verstanden gefühlt?

freak on a quiche

Zuerst dachte ich: Ich habe keine Ahnung. Es muss ewig lange her sein, dass ich mich von einer Person verstanden gefühlt habe. Von Büchern, Texten, Liedern fühle ich mich häufiger verstanden und sei es nur in einem einzigen Satz. Das sind jedoch Dinge, die in meiner Erinnerung irgendwie verschwimmen, ich kann es nicht richtig erklären - es geht alles mit der Zeit in ein anderes Gefühl über, in tiefe Zuneigung und Verbundenheit zu dem Werk, aber das Verstandenwerden, ja, vergesse ich dabei. Jedenfalls dachte ich: Da muss doch noch etwas sein, irgendetwas in nicht allzu ferner Vergangenheit. Und ja, da fiel mir etwas ein. Etwas sehr Triviales, sodass es eigentlich nicht gewertet werden darf. Die Sache ist nämlich die: Ich hasse eingebackenes Obst in Kuchen oder Torten. Oder überhaupt Gebäck. Frisches Obst, das nach dem Backen daraufgelegt wird, ist absolut super, aber eingebackenes, matschig gewordenes Obst, das seine Flüssigkeit an den Teig durmherum abgab? Igitt. Nach all den Jahren des schräg angesehen werdens und kopfschüttelns ist es dann vor ein paar Monaten soweit gewesen: Jemand stimmte mir zu, er fühlte das Gleiche und ich war total baff. Tatsächlich fühlte ich so etwas wie Erleichterung. Nun, natürlich ist Kuchen eine sehr wichtige Angelegenheit und vor allem sollte man stets Kuchenverbündete haben aber ich wollte dann doch etwas tiefer graben, mich an die Momente erinnern, in denen ich eben wirklich in einer ernsten, intensiven, bedeutsamen Angelegenheit das Gefühl des Verständnisses von meinem Gegenüber bekam - einem Menschen, einem Freund, keinem Werk eines Fremden. Die Erinnerung bleibt aus. Und dann fragte ich mich: Wann musste ich überhaupt zuletzt verstanden werden? Die Antwort ist, dass auch dies schon ewig lange her ist. Ich habe mich daran gewöhnt, niemanden zu haben, dem ich mich mitteilen kann. Ich habe gelernt, das mit mir selbst auszumachen, mit den Liedern, die ich höre, und den Büchern, die ich lese. Das warme Gefühl, dass jemand schützend die Hände über einen legt, einem den Rücken stärkt, mit einem eine Front aufbaut, um einen schwierigen Tag zu überleben - dieses Gefühl bekomme ich von keinem Menschen. Dieses Gefühl baue ich mir mit Büchern und Musik auf. Seit Ewigkeiten. Und wenn ich Verständnis brauche, finde ich es darin. Es ist so einfach, man muss sich nicht erklären, nur sich selbst verstehen und wenn es dort noch Probleme gibt, so geben die Bücher und Lieder einem darüber irgendwann Aufschluss, ohne, dass man es darauf angelegt hat. Natürlich wird längst nicht jede Frage beantwortet, das ist unmöglich. Aber das Wichtigste ist: Es genügt mir vollkommen, das Gefühl des Verstandenwerdens nur als kleinen Schatten zu kennen. Es genügt mir, nicht wirklich benennen zu können, wodurch und wobei ich mich zuletzt Verstanden gefühlt habe, weil ich das Gefühl wahrscheinlich ständig in mir trage. Weil die Bücher und Lieder immer da sind, um mich zu beschützen und zu verstehen.

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Gehst du alleine oder mit Freunden shoppen?

S

Tatsächlich gehört shoppen zu den wenigen Dingen, die ich lieber in Gesellschaft mache. Wenn es nur darum geht, schöne Dinge zu kaufen - was ich sehr gerne tue - kann ich das auch einfach online machen. Beim Shoppen brauche ich jemanden, der mir die Hektik nimmt, die mir sonst bei den meisten Dingen innewohnt. Wenn ich alleine unterwegs bin, verliere ich durch meine Hektik ganz schnell die Motivation und schaue mich nur noch arg halbherzig um, bis ich dann recht bald wieder nach Hause fahre. Außerdem mache ich beim Shoppen gerne ein bisschen Quatsch - ich probiere Dinge an, die blöd aussehen und stelle dabei sogar manchmal fest, dass mir Sachen stehen, von denen ich es nie erwartet hätte. Leider stand mir das Obelixoutfit überhaupt nicht, dass ich mal durch Zufall aus Shorts und Shirt zusammenstellte. Sonst würde ich jetzt manchmal so herumlaufen! Und wenn ich dann doch mal ernsthaft etwas anprobiere, mir aber nicht ganz sicher bin, hilft es, wenn da jemand ist, der einem das Ja oder das Nein gibt. Trotz allem muss man als meine Begleitung damit leben, dass ich sie ignoriere, falls sie gegenteiliger Meinung ist als ich. Und die Begleitung hat noch eine wichtige Aufgabe: Sie nimmt mir nicht bloß die Hektik, sie verhindert auch, dass ich zu schlechte Laune durch die Anwesenheit anderer Leute bekomme. Ich kann mich direkt durch mein Gemotze abregen, wenn Menschen mitten im Gang ganz plötzlich stehen bleiben oder eine händchenhaltende Wand bilden und gleichzeitig so langsam gehen, dass selbst Schildkröten und Schnecken nervös würden.

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Poste ein Bild von deiner Lieblingsaussicht!

Ich glaube, so etwas wie eine Lieblingsaussicht könnte ich nie haben. Natürlich kann ich mich irren. Aber prinzipiell finde ich jede Aussicht auf die Natur großartig. Ein Wald vor dem Fenster ist ebenso ein Traum wie das Meer. Berge, sofern sie nicht direkt vor meiner Nasenspitze stehen und ich nur Brocken sehe, sind ebenso beeindruckend. Ein Fluss und die dahinterliegenden, im dunklen leuchtenden Häuschen. Gerne auch einfach nur viel, viel Wiese mit Blumen und herumschwirrenden Bienen, irgendwo vereinzelnde Bäume. Was mir aber immer wichtig ist und zwar nicht als meine Lieblingsaussicht bezeichnet werden kann, stattdessen aber essentiell für eine wirklich, wirklich gute Aussicht, ist die Sicht auf den Himmel. Und vor allem eine klare, nicht zu sehr durch die Lichter der Stadt gedrückte Sicht auf den Nachthimmel. Hier, wo ich aktuell wohne, ist die Aussicht nicht wirklich beeindruckend. Zum Schlafzimmer heraus steht mir direkt ein anderes Haus vor der Nase. Zum Wohnzimmer und Balkon hinaus sehe ich hauptsächlich Häuser und die andere, viel kleinere Seite zeigt - zum Glück - ein paar wunderschöne Bäume und noch ganz viel Himmel. Alles ist nicht besonders schön, aber das bisschen Natur und Himmel lassen es mich vergessen. Ich könnte Stunden damit verbringen, mich abends hinaus zu setzen, die Ruhe zu genießen und den Mond anzustarren. Das füllt mich gewissermaßen auf, macht mich gleichzeitig sehr ruhig und glücklich, gibt mir quasi ein großes Stück Zufriedenheit.
Als ich die Frage las und ein bisschen darüber nachdachte, hatte ich am Ende einen Blick auf eine Aussicht im Sinn, welche ich mit meiner läppischen Handykamera einfach nicht festhalten konnte. Es war mitten in der Nacht, ich war zu Gast bei Freunden, schlafen konnte ich nicht. Irgendwann stand ich auf und sah zum Fenster hinaus. Vor dem Fenster erstreckt sich ein Wald, hinter einem kleinen Teich und einer steil bergauf gehenden Wiese. In dieser Nacht war der Mond beinahe voll, er hing sehr tief und leuchtete ungewöhnlich hell. Er verbarg sich halb hinter großen Tannen und flutete den gesamten Nachthimmel, welcher halb klar, halb von mächtigen, weißgrauen Wolken bedeckt war. Das gab ein so unglaubliches Bild, dass mir der Atem stockte. Ich habe mir das Bild eingebrannt, um es irgendwann vielleicht zeichnen zu können. Aber mehr als diese Beschreibung habe ich nicht. Es war wunderschön und gehörte definitiv zu den schönsten und beeindruckensten Dingen, die ich bisher sah.

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Am Montag hatte ich einen ziemlich schönen Tag.
Nachdem er für einen Feiertag recht typisch damit anfing, dass ich mir mit leckerem Kram den Bauch vollschlug - es gab Kaiserschmarrn und Torte - und ich diesen vollen Bauch dann erst einmal bei einer Serie in Ruhe das Essen verdauen ließ, ging ich mit einem Hund namens Doc spazieren. Eigentlich erwartete ich, dass es eine im Vergleich zum Vortag recht kleine Runde wird. Ich lief zu einer Stelle an der Mosel, an welcher Schwäne und Enten schon warteten. Das alte Brot, das ich eingepackt habe, verfütterte ich an sie. Während dessen kamen immer mehr Schwäne und Enten. Ich liebe es, fliegende Schwäne zu sehen. Überhaupt beglückt mich der Anblick von Vögeln, bei Schwänen mag ich aber besonders diese Eleganz beim Flug durch den langen Hals und die riesigen Flügel. Was außerdem cool ist: Die Landung auf dem Wasser zu beobachten. Zwischendurch kam noch eine alte Frau, welche mir den Rest ihres Brotes gab, weil sie offenbar langsam nach Hause wollte. Ihr Brot hinterließ klebrige Finger bei mir, weil an einigen Marmelade dran war - das ahnte ich beim Hineingreifen in die Tüte natürlich nicht. Nachdem das Brot verfüttert war, ging ich einen Weg entlang, den ich noch nicht kannte. Ich verließ das Dorf, lief weiter die Mosel entlang und überquerte irgendwann die angrenzende Straße. Dort tat sich ein Berg auf, dessen Höhe mir bei weitem nicht bewusst war. Ich dachte, dass ich vielleicht fünf, höchstens zehn Minuten bergauf gegen müsse. Fehlanzeige. Ich weiß nicht, wie lange ich bergauf lief aber die Strecke hatte es ganz schön in sich. Es schüttete wie aus Eimern und der Berg bestand nur aus Erde, einigen Grasbüscheln und Glück waren die Abschnitte, in denen verteilt Faustgroße Steine in die Erde geschlagen waren - die boten Halt. Ansonsten kostete es mich viel Mühe, bei dem Matsch nicht auszurutschen und den ganzen Berg wieder herunterzurollen. Ich mochte zwar nicht gerade die Anstrengung, die mein total untrainierter und bettverwöhnter Körper sich schnell anmerken ließ, allerdings machte mir die Herausforderungen Spaß und die Ungewissheit, wann ich mein Ziel erreichen würde. Die Anstrengung heizte meinen Körper auf und der unnachgiebige Regen bot eine wunderbare Abkühlung. Obwohl der Regen den Aufstieg erschwerte, hätte ich ohne diese Abkühlung vielleicht irgendwann aufgegeben. Irgendwann hatte ich es tatsächlich geschafft und den Berg erklommen. Ich hatte wieder geteerte Straße unter den Füßen, um mich herum waren riesige Bäume, links von mir tat sich eine Klippe auf. Jetzt konnte ich den Regen noch mehr genießen. Es liebe es, wenn es so wundervoll stark stürmt und die Regentropfen riesengroß sind. Der Wind stürmte durch die Bäume und die Geräuschkulisse war mindestens so großartig, wie der Blick, der sich mir bot. Lautes Regenbrasseln, das auf Blätter schlägt, strömendes Windrausches, das zwischendurch sogar wie Donner klingt. Ich liebe die Launen der Natur. Und ich mochte diesen Tag sehr gerne.

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Was hast Du verkackt?

jupiteruntergang

Ich denke, ich habe mein Sozialleben verkackt. Zu Beginn des Studiums war ich verwundert, dass ich doch Anschluss gefunden habe. Das Problem ist allerdings, dass ich Anschluss zu Personen fand, die nicht wirklich mein Interesse teilen - ich rutschte in der Hinsicht schon immer in den falschen Freundeskreis. Das war erstmal nicht ganz so schlimm. Ich war dann eben nie dabei, wenn alle feiern gingen und galt als die Langweilerin aber das grenzte mich noch nicht ganz aus. Über Bücher und Musik konnte ich leider mit niemanden quatschen aber das stellte eigentlich kein allzu großes Problem dar. Irgendwann lernt man Menschen allerdings besser kennen und da merkte ich, dass ich mit vielen, eigentlich den meisten von diesen Personen einfach keine wertvolle Freundschaft aufbauen kann und so zog ich mich immer mehr zurück. Mittlerweile ist da nur noch sporadischer, zweckgebundener Kontakt. Wenn ich dann mal (und das ist eine Seltenheit) neue Menschen kennenlernte, mit denen ich mich gut verstand, war das Problem, in Kontakt zu bleiben. Das ist nämlich nicht passiert. Ich habe Probleme damit, mich bei noch fremden Personen aus heiterem Himmel zu melden, ich brauche da Gründe, muss wissen, wie ich mit der Person kommunizieren kann und so scheitert das eben. Zu Beginn muss ins kalte Wasser gesprungen werden und leider wagte ich das nie. Jetzt sieht es so aus, dass ich Freunde habe, die kilometerweit entfernt sind und mittlerweile hauptsächlich mit ihrem neuen Freundeskreis beschäftigt sind - was ich sehr schön für sie finde. Aber hier, wo ich vor drei Jahren hinzog, habe ich letztlich keinen Freundeskreis gefunden, der wirklich etwas zählt. Das habe ich verkackt. Es tut mir nicht leid darum, mich von Personen losgesagt zu haben, mit denen ich mich nicht wohl fühlte. Nur die Chancen, die ich verstreichen ließ und dass mich das immer weiter von weiteren Möglichkeiten entfernte, das bedauere ich.

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Hey, ich wollte dir nur sagen, dass ich dich echt schön finde! (Ich sage jetzt nicht "Du hast keinen Grund, dein Gesicht nicht zu mögen", weil ich selbst weiß, wie sinnlos das Argument ist. Aber ja. Ich finde dich schön.)

månelyst

Vielen lieben Dank. Ich hoffe einfach, dass ich irgendwann lerne, mein Gesicht gut zu finden, wie es ist. Das geht hoffentlich jedem irgendwann so. <3

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Ich wünschte ich hätte deine Augenfarbe

Oh, das hat mir noch nie jemand gesagt! So deutlich ist die Farbe aber nur zu sehen, wenn Licht direkt darauf scheint. Ansonsten kommt sie mir oft eher matt und recht dunkel vor.

(Da war ein Fehler, den konnte ich so nicht stehen lassen.)

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Ich weiß überhaupt nicht was du hast ohne Spaß. Ich finde zum Beispiel dass du sehr schöne Augen , lange Wimpern und volle Lippen hast . :)

Ich denke, man sieht sich selbst auf eine ganz andere Weise, als andere es tun. Viel kritischer, fixierter auf das "Schlechte" und da liegt vermutlich mein Problem. Ich versuche allerdings, von dieser Sichtweise wegzukommen und da ist es schön, so liebe Worte zu lesen und zu erfahren, was anderen an einem positiv auffällt. Also danke dir für das Kompliment. <3

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Dein Gesicht hat etwas sehr liebreizendes und du hast eine sehr schöne, warme Augenfarbe. Verstecke es doch nicht.

κέφι

Das ist so ein nettes Kompliment, danke dir. <3 Tatsächlich war ich bereits mehrfach kurz davor, das Bild zu entfernen, aber ich möchte genau das lernen, was du mir rietest: Mich nicht zu verstecken. Ich möchte sowohl innerlich als auch äußerlich mit mir ins Reine kommen und lernen, mich nicht für meine Person oder mein Äußerliches zu schämen oder noch schlimmeres. Ich hoffe, es gelingt mir irgendwann.

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Selfies sind immer noch etwas Wundervolles. Also auf auf!

jupiteruntergang

Oookay, ich wage das jetzt, obwohl ich mein Gesicht und vor allem Selfies von mir eigentlich hasse. Womöglich lösche ich es ganz schnell wieder. Aber ich ließ mir von der Sonne extra das Gesicht blenden, so sieht man weniger, das ist gut.

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du hast mich gerade in erinnerung an meine eine und einzige sommerromanze im jahr 2014 schwelgen lassen. danke dafür! ♡

delfinarium

Das freut mich! <3 Ich weiß ja, wie schön es ist.
Für mich ist es gerade auch sehr schön, mal Bruchteile meiner Romanze niedergeschrieben zu haben. Das wollte ich schon seit Ewigkeiten machen, obwohl ich es etwas detaillierter noch in einem Notizbuch festhalten möchte.

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Teile doch bitte eine beliebige Erinnerung mit uns!

jupiteruntergang

Ich erinnere mich sehr gerne an die einzige Sommerromanze, die ich je hatte. Und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo ich anfangen soll. Ich denke gerne an den Moment, an dem wir uns zum ersten Mal so richtig unterhielten. Wir kannten uns vorher schon, aber bloß flüchtig. Wir waren in einer Art Irrgarten, der mit bunten, ineinander verlaufenden Lichtern versehen war. Nachdem wir einigen Quatsch machten und Ärger bekamen, machten wir es uns gemütlich und redeten und ich wusste sehr genau, dass diese Person wenig von mir weiß und von vielen Dingen fälschlicherweise ausgeht. Da räumte ich direkt auf und fand das Staunen unheimlich amüsant. Es war ein schöner Nachmittag, der aus zwei Fremden zwei Menschen machte, die sich leiden können. Von dieser Erinnerung springe ich gerne zu weiteren Momenten, in denen wir dummes Zeug machten, sodass andere Leute nur kopfschüttelnd dastehen konnten und manche uns später um etwas mehr Disziplin bitten mussten. Weil wir Büromöbel mit Rädern schnell anschoben und darauf sprangen und lachend durch die Gänge fuhren. Weil wir ein dämliches Ballspiel spielten, bei welchem man jemanden hauen muss, sobald der Ball zwischen den Beinen durchrollte. Weil wir versuchte, Ballspiele mit Trampolinspringen zu vereinen. Und so manches andere. Wir konnten so viel miteinander lachen. Ich denke auch unheimlich gerne daran, wie wir beinahe nie einer Meinung waren und uns liebevoll stritten. Manchmal ging es dabei auch bloß darum, wer den nächsten Kaffee holt. Irgendwann merkte ich, wie ich mich unheimlich auf jeden neuen Tag freute, einfach, weil wir beisammen sein konnten und es mich mit so viel Glück erfüllte. Ich liebte es, wenn wir uns berührten. Irgendwann war es so weit, dass ich geradezu süchtig danach war und versuchte, Momente herbeizuführen, die Berührungen beinhalten. Dabei sei gesagt, dass es nie zu irgendetwas Intimen kam, ja nicht mal ein Kuss. Alles blieb unausgesprochen. Aber ich bin mir ziemlich sicher - und andere waren das auch, die uns ganz subtil näher bringen wollten - dass dies keine einseitige Sache war. Nein, da waren Funken in Überhauf. Und was das Schöne an diesen Erinnerungen ist: Das Ende war von Anfang an festgelegt und... da war kein Schmerz, kein Groll, als es soweit war. Ich hätte zwar unheimlich gerne gesagt, was ich fühle, aber ich vermute, das hätte die Erinnerung in etwas schlechteres Licht getaucht. Es war eine unmögliche Zusammenkunft und das wussten wir. Ich hoffe, die Person weiß und spürte, wie sehr ich ihr zugetan bin. Aber ob es so ist oder nicht: Die Erinnerung besteht nur aus Schönem. Sie erzählt von zwei Menschen, die glücklich miteinander waren. Von einer unerwartet bedeutenden Begegnung, deren Ende vorgeschrieben war. Ich hoffe, dass mir jede einzelne Erinnerung an diese Zeit so intensiv und umfangreich erhalten bleibt, wie noch heute.

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Welches unerwartete Kompliment hast Du zuletzt erhalten?

jupiteruntergang

Eigentlich trifft mich jedes Kompliment unerwartet. Ist es denn traurig, wenn das letzte Kompliment, das man erhielt, drei Monate zurückliegt und davor... ewig keines kam?
Jedenfalls hat mich das Kompliment wirklich sehr gefreut. Ich bekam es, nachdem ich einen Abend mit meiner Schwester und Freundinnen von ihr verbrachte. Das sind sehr witzige Menschen, mit denen man sich schnell versteht. Allerdings sind deren Gespräche sehr, sehr oberflächlich. Es traten trotzdem interessante Themen auf, wie beispielsweise Sexualität (auch oberflächlich, wobei ich dann ein bisschen an der Oberfläche kratzte, weil ich merkte, dass ein paar von denen einige Sexualitäten wohl als "Fehlfunktion" sehen und ich das dringend aufklären wollte). Sichtweisen zu Kindererziehung mit Religion (u.a. auch das Thema Beschneidung) wurden diskutiert und es war interessant, das auch aus der Sicht von Müttern zu hören. (Leider ging es bei der Meinung weniger um Selbstbestimmung und Einfluss, sondern beispielsweise um Hygiene. Aber hey, für den anderen Kram war ich ja da.) Nun ja. Unter diesen oberflächlichen, aber sehr netten Menschen war eine, die mir sofort ins Auge sprang (aus oberflächlichen Gründen): Rote, schulterlange Haare und ein wunderbarer Kleidungsstil. Sie hat auch eine etwas weitere Sicht auf die Dinge und einen sehr offenen Lebensstil, wodurch sie sich sehr stark in diesem Freundeskreis abhebt. Von ihr erhielt ich am darauf folgenden Tag das Kompliment, jedenfalls schrieb sie es meiner Schwester, welche es mir einfach mal mitteilte. Sie sagte, ich sei entzückend, hübsch und gebildet. Und das von dieser wunderschönen und vor allem interessanten Frau.

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Erstelle eine Playlist mit deinen liebsten Songs deines Februars!

Kalliope

Ich fürchte, die Playlist wird nicht besonders lang. Aber die Lieder, die ich nenne, haben mir für den Februar unheimlich viel Kraft gegeben. Sie haben quasi in mir aufgeräumt, während Verzweiflung und Versagensangst immer wieder für Chaos in mir gesorgt haben. Aufgeräumt und Platz gemacht, sodass auch gute Gefühle wieder hinzukommen können.

Dead Man's Bones - Lose Your Soul
Dieses Lied war Liebe auf... die ersten paar Sekunden. Zugegeben, der Text ist nicht gerade umfangreich. Ich hatte zunächst auch eine ganz andere Interpretation davon, als die, welche sich schließen lässt, wenn man die Hintergrundgeschichte der Band nachliest. Aber mit der Hintergrundgeschichte finde ich das gesamte Album eigentlich noch viel schöner. Ursprünglich sollte das nämlich eine Art Horror-Musical werden und die Bandgründer hatten vorher nicht wirklich Erfahrung beim Musikmachen. Ich finde das immer wieder umwerfend, wenn ich Musik höre und jeder einzelne Klang etwas in mir trifft, genau ins Schwarze. Und wenn ich dann lese, dass diese Musik ohne viel Übung, viel mehr spontan entstand, finde ich das immer beeindruckend. Es ist natürlich ebenso beeindruckend, wenn man sein Talent über Jahre mit Übung besser einzusetzen lernt. Dennoch, das hat irgendwie etwas. Ich finde es schön. Und dieses Lied war auch jenes, das mich aus dem tiefsten Loch geholt hat. Bloß ein paar Stunden mit diesem Lied und ich fühlte mich freier und konnte wieder durchatmen. Es half mir die darauf folgenden Wochen jeden Tag beim Aufstehen und Weitermachen.

Asaf Avidan & the Mojos - This Cool
Ach, diese wundervolle Band, die es leider nicht mehr gibt. Eigentlich habe ich alle paar Monate ein neues Lieblingslied von ihnen. Davor war es 'Weak', welches sich ebenso zu hören lohnt, diese wunderbare Tragik in seiner Stimme, das ist so schön. 'This Cool' hingegen macht gute Laune und ich hörte es vor allem an Tagen, an denen es schneite. Wenn Schnee fällt, bin ich ausnahmsweise diejenige mit dem wohl größten Grinsen in der Stadt. Sonst unterstellen mir die Leute ja immer einen bösen Blick, dabei gucke ich eigentlich bloß neutral. Tja, mit Schnee und 'This Cool' in den Ohren bin ich dann das Honigkuchenpferd. Gestern erst tanzte ich dazu ein bisschen durch die Wohnung und warf damit erfolgreich meine enormen Kopfschmerzen fort.

Electric Guest - Troubleman
Bei diesem Lied weiß ich gar nicht so genau, was ich sagen soll. Es gefiel mir einfach auf Anhieb, hat mich beruhigt, wenn es nötig war und es lässt sich so schön dazu mitsingen und -wanken. Ich finde, es verbreitet sanfte Frühlingsgefühle. Aber vielleicht trügt das auch, weil überall langsam Blüten auftauchen und ich das Lied gegen Ende Februar entdeckte. Am liebsten mag ich es ab 4:30.

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Masters of Sex! Das guckst du auch? Ich liebe diese Serie, bin nur momentan nicht so weit, weil ich doch ein Jahr in Indien war (da hatte ich keinen Laptop) und nur mit meiner engsten Freundin gemeinsam die Folgen gucke. Aber hey, du guckst Masters of Sex! Das freut mich gerade irgendwie ungemein

Papiertiger.

Oh, endlich jemand, der die Serie auch guckt! Mich freut das gerade auch sehr. Mittlerweile sah ich die erste und zweite Staffel komplett und die Begeisterung ließ keineswegs nach. Die Serie ist einfach großartig. So gut gemacht. So nachvollziehbar. So bewegend. Und sogar lehrreich.
Leider hatte ich niemanden, mit dem ich Masters of Sex zusammen ansehen konnte. Das war zwar ganz gut in der Hinsicht, dass ich nicht darauf warten musste, weitere Folgen zu sehen, allerdings hat es mich zwischendurch ganz schön nervös gemacht, nicht darüber reden zu können. Zum Beispiel über meine Liebe zu Lillian. (Jetzt ist das alles wieder so lange her und ich weiß gar nicht mehr, was mir noch auf der Seele lag. Tja.)
Wie weit bist du denn? Ich warte schon gespannt darauf, die dritte Staffel zu sehen und Masters of Sex ist definitiv eine der Serien, bei denen ich wünschte, es ginge nie vorüber. Schade, dass es das irgendwann muss. Und schlimm, dass ich bisher niemanden dazu bewegen konnte, die Serie zu gucken. Die sagten alle, das würde sie nicht interessieren. (Übrigens finde ich es schön, dass du auf Ask wieder aktiv geworden bist. Deine Antworten lesen sich immer so schön. Ich wünschte, ich hätte auch die Fähigkeit, mich so wundervoll auszudrücken. Und ich mag deine Gedankengänge.)

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Ich bin nicht vegan, hab mir aber für 2016 gewünscht, mich vielleicht ein bisschen mehr damit auseinanderzusetzen, also mit der Ernährung. Unter anderem will ich auch ein paar Ersatzprodukte probieren. Gibt es ein veganes Ersatzprodukt, was dir richtig gut schmeckt? Dann bitte empfehle es mir!

Tut mir leid, nein, davon weiß ich leider nichts. Obwohl: Ich bekomme bei Freunden mit, dass der pflanzliche Joghurt von Alpro super sein soll. Außerdem habe ich eine Freundin, die als Milchersatz Haselnussmilch verwendet, sie macht sie sogar selbst. Ihrer Aussage nach schmeckt das besser als Sojamilch und ist besser für den Körper (sie erwähnte etwas davon, dass Soja in größeren Mengen schlecht für den Hormonhaushalt ist). Ansonsten habe ich mich leider selber noch zu wenig damit auseinandergesetzt. Das sieht in ein paar Monaten vielleicht etwas anders aus. Ich empfinde es mehr und mehr als eine Art Wegschauen von mir, weiterhin Milch, Eier und andere tierische Produkte zu kaufen und möchte auch etwas an meinem Konsumverhalten ändern. Das ist in den letzten Jahren zwar schon passiert, aber irgendwie reicht es nicht. (Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Suche nach leckeren Ersatzprodukten und deinem Vorhaben!)

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Zähle bitte ein paar Fakten zu deiner Zeit in der Schule, im Studium oder im Job auf.

Ich habe im Herbst 2012 mit dem Studium begonnen.
Obgleich die meisten davon nur Bekannte wurden und blieben, lernte ich viele nette und enorm witzige Menschen kennen. Selbst noch im letzten Theoriesemester lernte ich drei Kommilitonen besser kennen und war unheimlich froh darüber. Ich belegte einen Kurs und keiner meiner engeren Freunde nahm an diesem teil und das hat mir ziemlich viel Angst gemacht. Da waren dann allerdings diese drei Kommilitonen und ich könnte nicht glücklicher darüber sein, wie alles kam. Es wäre schade, hätte ich nie erfahren, wie großartig diese Menschen sind.
Nun studiere ich also schon etwas über drei Jahre, schließe das Studium in den nächsten zwei Monaten ab und habe die Mensa noch nie betreten. Noch nie!
Ich muss immer noch auf den Campusplan gucken, wenn ich ein Gebäude suche, das nicht alltäglich für mich ist.
Es macht mich nervös, zu spät zu sein. Darum habe ich noch nie eine Deadline überschritten oder um Verlängerung gebeten.
Einer der Laboringenieure, der, welcher die Erstis in den Einführungstagen am meisten einschüchtert (auch ich war sehr klein geworden, nachdem er sich da hingestellt hatte und erzählte), ist mir besonders ans Herz gewachsen und ich bin jetzt schon traurig darüber, ihn gar nicht mehr zu sehen und doofe Witze mit ihm zu reißen.
Ich gehöre zu diesen nervigen Strebern, die immer herumheulen, es nicht zu schaffen und dann Bestnoten bekommen. Aber ich habe meine Angst nie gespielt, ich glaube einfach nie an mich.
Bis vor etwa fünf Monaten fragte ich jeden, warum sie denn so froh darüber seien, dass das Studium zu Ende geht. Ich wies dann darauf hin, dass wir danach im Job vermutlich etwa acht Stunden pro Tag in einem Büro herumsitzen werden und der ganze Spaß eigentlich vorbei ist. Spaß im Sinne von Freiheit, zwischen den Vorlesungen mit einer Frisbee spielen, in der längeren Pause bei A. Spaghetti oder Wraps zubereitet bekommen und Karten spielen und noch viel mehr. Mittlerweile bin ich selber froh, dass es bald vorbei ist, was aber hauptsächlich an der Qual liegt, welche die Bachelorarbeit mit sich bringt. Zu ein paar mehr Theoriesemestern würde ich nicht nein sagen. (Natürlich machen manche auch etwas echt Cooles nach dem Studium, also abgesehen von einem regulären Job, der ja auch cool sein kann. Aber in der Regel sieht es eben so aus, dass wir früher oder später zu arbeitenden Erwachsenen werden, die nicht mehr (mit Kollegen) auf der Wiese eine Frisbee herumschmeißen.)
Ich habe in meiner Studentenlaufbahn nur einmal zu... Aufputschmitteln (ich bin nicht sicher, ob das Wort dafür nicht schon zu krass ist) gegriffen, genau genommen zu Koffeintabletten. Die Prüfung, für die ich diese Tabletten beim Lernen einnahm, war die einzige, in der ich je durchgefallen bin.

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In wessen Kopf würdest du gerne mal einen Tag lang hineinschauen können?

Es mag kitschig oder, wer weiß, eifersüchtig klingen, allerdings ist mein Motiv ganz anderer Natur. Ich möchte gerne mal in den Kopf des Kerls gucken können. Wobei vorzugsweise nicht im Sinne von Gedankenlesen, ich möchte lieber seine Art zu denken erfahren können. Ich weiß, dass sie sich mit meiner absolut nicht gleicht, so viel kann man mit Fragen und einfach dadurch, dass man jemanden kennt, schon herausfinden. Dadurch erschließt sich aber eben noch nicht alles und doch, das fände ich gerade bei ihm besonders interessant. Nicht weil wir in einer Beziehung sind, sondern weil ich weiß, dass es eine ganz neue Erfahrung wäre, weil ich alles in einem anderen Licht sehen könnte, unterschiedliche Verbindungen herstellen und auf andere Weise verstehen würde und mir vor allem ganz andere Dinge auffielen. Das fände ich enorm großartig. Ich finde es immer wieder bemerkenswert, dass wir trotz unserer unterschiedlichen Art, Dinge zu analysieren und zu verstehen, oft gleichzeitig zu dem gleichen Gedanken kommen - und das bei wenig trivialen Gegebenheiten. Das passt jetzt nicht direkt zum Rest der Antwort, ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, wie sehr ich immer wieder über unser Gehirn staune und darüber, wie viele Gemeinsamkeiten Menschen haben können, die doch eigentlich ganz wenig gleich zueinander sind.

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Was nervt Dich momentan an Dir selber?

jupiteruntergang

Meine Wissenslücken. Mein Mangel an Effizienz, um diese Lücken zu füllen und allgemein Aufgaben stressfrei(er) zu erledigen. Meine Müdigkeit. Meine Probleme in sozialer Interaktion und dass mich jedes Gespräch so lange verfolgt und quält, weil ich wieder irgendetwas darin nicht ganz richtig gemacht habe. Meine Unfähigkeit, mir im Stress denoch genug Zeit für wichtige Menschen einzuräumen, ohne dass es mich nervös und wütend macht. Mein Körper, der mir gerade zu viele Sorgen macht und anstrengend zu bedienen ist.

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Worauf hättet ihr jetzt Lust?

jupiteruntergang

Angesichts der Tatsache, dass ich gerade hier auf ask unterwegs bin, anstatt fleißig die Artikel zu lesen, die ich heraussuchte, und die wichtigen Informationen darin zu einem ordentlichen Text umzuwandeln, habe ich gerade Lust, nichts zu tun. Nichts spezielles. Ich möchte Masters of Sex gucken, vielleicht davor noch Pfannkuchen machen (dafür müsste ich aber die Küche sauber machen, vielleicht ließe ich das eher) und ein Smoothie wäre toll. Dann ein Mittagschlaf und zum Wach werden durch die Wohnung tanzen und dabei so ein Glück spüren, wie ich es bei sonst keiner Tätigkeit tue. Und dann noch eine Folge, zwischendurch etwas kochen, mich vielleicht kreativ betätigen und abends stundenlang in "Der Nachtzirkus" lesen. Wäre heute ein ganz normaler, schöner Sonntag, käme ich gerade von einem Spaziergang durch den Wald und wäre froh, daraufhin den aufgeführten Aktivitäten nachzugehen. Ich vermisse diese Freiheit so sehr, dass ich nicht einmal Lust auf irgendetwas Besonderes habe. Ich könnte mir auch enorm gutes Essen vorstellen oder mich zurück in den Segelurlaub wünschen aber nein, ich vermisse die ganz normalen Samstage und Sonntage, die ich mit wundervollen Nichtigkeiten fülle.

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Wo warst du als Kind?

Ich habe daran nicht so viel Erinnerungen. Ich erinnere mich an die Nordsee, der einzige Urlaub, den wir uns für sehr lange Zeit leisteten. Ich weiß nicht, wie alt ich war. Aber ich war die unermüdliche Drachensteigerin, die unerschrockene Nachtwanderin, die herausragende Minigolferin. Ich liebte die Strandkörbe. Ich war begeistert vom Zauberer. Ich dachte noch viele Jahre dahin zurück und bin immer wieder voller Sehnsucht. Ansonsten war ich an keinen spektakulären Orten. Ich weiß, dass ich in Landsberg wohnte. Dass ich häufig in München war. Dass ich mir auf einem Hügel in einem Außenbezirk Münchens eine Mondfinsternis ansah aber was sich am meisten einbrannte, waren die Flughunde. Oh, wie begeistert ich war. Ich sah zum allerersten Mal welche. Heute bin ich immer noch begeistert, wenn ich mal eine Fledermaus zu Gesicht bekomme. Dann war ich natürlich dort, wo ich zum größten Teil aufgewachsen bin, in einer Stadt mit komischen Namen in Franken. Allerdings habe ich viele Erinnerungslücken. Wir lebten wohl mal für ein, zwei Monate in Wiesbaden und wer weiß, wo noch. Wir sind sehr viel umgezogen. Im Urlaub waren wir bloß dieses eine Mal, soweit ich mich erinnere. Angeblich war ich auch mal in London, vielleicht war ich da aber noch ein Fötus. Ich glaube, mich an eine Erzählung aus Frankreich zu erinnern. Na ja. Bei alldem war ich noch so klein, dass ich es nicht mitbekam. Bei manch anderen Orten ist es so, dass ich sie schlichtweg vergaß. Nur wo wir länger waren, blieb in Erinnerung.

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Welche zwei Tierarten sollten sich kreuzen und eine neue Tierart erschaffen?

Keine neue, eine alte!

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Was fragst Du dich selber?

jupiteruntergang

Momentan stellt sich mir immer wieder die Frage, weshalb ich eigentlich nicht Entdecker, Forscher, was auch immer geworden bin. Eigentlich wusste ich immer schon, dass mich kaum etwas mehr begeistert, als die Natur. Wetter, Phänomene, Lebewesen, Veränderungen durch andere Lebensbedingungen. Vor Natur- und Tierdokumentationen sitze ich immer mit glänzenden, weit aufgerissenen Augen, staunend, begeistert, sehnsüchtig. Ich wäre auch gerne auf Antarktika, um bisher unentdeckte Tiere unter der Eisdecke zu erforschen, ohne Schaden zu hinterlassen. Und um all die Auswirkungen zu ermitteln, die sich durch die Aurora oder Vulkane ergeben.
Der Grund ist mir eigentlich auch klar. Die Schulbildung, die doch eigentlich auch dafür da ist, dass jeder herausfindet, was ihm liegt, was ihn interessiert, war bei mir in dieser Hinsicht einfach nicht intensiv genug. Ich kann gerade mal ein oder zwei Jahre Biologie vorweisen. Ein Jahr Chemie. Zwei Jahre Erdkunde. Nicht viel. (Die Grundschule zähle ich nicht.) Ich kann mir vorstellen, dass ich einen ganz anderen Weg eingeschlagen hätte, wenn das anders gewesen wäre. Natürlich trage ich selber auch viel Schuld daran. Ich war ein furchtbar dummer, typischer Teenie; war die ganze Zeit damit beschäftigt, cool und rebellisch zu sein und ignorierte meine Interessen, um irgendwo reinzupassen, wo ich gar nicht hingehörte. Und als es dann so weit war, dass ich mir meiner Interessen bewusst sein musste, war ich mir derer eben nicht bewusst. Nicht im vollen Umfang.
Natürlich mag ich, was ich mache. Meine Entscheidung war nicht doof und mit ihr habe ich bestimmt kein langweiliges und außerdem ein recht gesichertes Berufsleben. Es ist nun mal so, dass jetzt, wo sich mein Studium dem Ende zuneigt, all meine anderen Interessen zu kribbeln anfangen, Angst haben, nie so sehr ausgelebt werden zu können, wie sie es verdient hätten. Dokus gucken ist ja schön und gut. Bücher und Fachzeitschriften lesen auch. Aber meine Interessen wollen leben. Nicht bloß im kleinen Käfig gefangen sein und regelmäßig gefüttert werden. Natürlich könnte ich auf eigene, nicht berufliche Faust versuchen, mehr daraus zu machen aber ich bräuchte jetzt schon längere Tage, um alles zu erledigen, was ansteht. Vielleicht ist nach dem Studium mehr Zeit dafür. Vielleicht beschließe ich auch in fünf Jahren, alles hinzuschmeißen und eben einen anderen Traum zu erfüllen. Das, was ich in den letzten drei Jahren lernte, wäre für diesen Weg sicher auch sehr nützlich. Neben dem Warum frage ich mich das auch: Was. Was wird daraus, aus all dem, was ich jetzt gelernt habe und dem, was ich noch misse?

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wo gibt's den besten donut den du kennst und welche sorte ist es?

Oh, was für eine wunderbare Frage, wo ich doch nur die Katze mehr liebe als Donuts!
Nicht nur den, sondern die besten Donuts gibt es bei "Happy Donazz". Die sind fluffig, zart, liebevoll angerichtet und es gibt immer wieder kreative Variationen. (Donuts von Dunkin' Donuts mag ich zum Beispiel gar nicht (mehr). Im Vergleich zu Happy Donazz schmecken die fast wie Supermarktdonuts. Sogar schlimmer, weil die Erwartungen an Dunkin' Donuts höher sind.)
Die beste Sorte bei Happy Donazz ist meiner Meinung nach "Crystal Cinnamon" oder so ähnlich. Also ein Donut mit Zimt und Zucker. Der "Rainbow" mit Zuckerguss und diesen kleinen, bunten Zuckerperlen ist aber auch super!

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