Ask @Irrlichtblick:

Würdest du bitte 10 Fakten über dich auflisten?

Ich versuche es.
- Momentan bin ich 22 Jahre alt.
- Wäre ich biologisch männlichen Geschlechts zur Welt gekommen, hieße ich nun Jeremias.
- Ein schlechtes Gewissen schwindet bei mir erst, wenn ich meine Tat wieder gut oder soweit wie möglich rückgängig gemacht habe. Das älteste schlechte Gewissen, das mich noch heute plagt, entstand vor etwa 12 Jahren.
- In meiner Familie waren meine Schwester und ich der Nachwuchs, von dem jeder (außer meiner Mutter) meinte, aus uns würde nie etwas werden. Wir haben allen das Gegenteil bewiesen.
- Wenn mich mal etwas in den Ruin treibt, dann meine Abneigung gegen Organisatorisches. Sprich Ausfüllen und Abgeben von Formularen, Anrufe (bei Ärzten, beim Vermieter wegen Schäden o.ä.), Kommunikation auf der Arbeit. Ich ignoriere generell alles, was anfällt und hoffe stets, dass es sich von alleine erledigt. Tatsächlich kam ich bis heute damit problemlos durch.
- Bekomme ich Schluckauf, habe ich ihn mit Pausen den ganzen Tag über.
- Eine sehr entfernte Verwandte, die ich das erste und letzte Mal auf einer familiären Feier traf, dachte mehrere Stunden lang, dass ich stumm sei. Der Irrtum löste sich erst auf, als ich mich von den Menschen weg zu den Hasen setzte und mit ihnen sprach.
- Ich ernähre mich zu geschätzten 80% von Süßkram.
- Ich liebe Blaubeeren, schwarzen Tee mit Zitrone und Donuts mit Zimt und Zucker.
- Als Kind las ich unglaublich gerne und irgendwann jahrelang nicht mehr. Zurück zu den Büchern brachte mich eine ehemalige Lehrerin, die mich zwang, 'Schlafes Bruder' zu lesen. Diese Lehrerin kannte mich aus irgendeinem Grund viel besser, als ich mich selbst und hat meinen künftigen Lebensweg stark und ausschließlich positiv beeinflusst. Ich hoffe, irgendwann den Mut zu finden, bei ihr zu klingeln und mich zu bedanken.

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Poste ein Bild vom besten Cartoon-Charakter aller Zeiten!

Okay, das ist ein Comic. Aber ein besserer Cartoon-Charakter fällt mir gerade nicht ein.

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Welches Bild hast du zuletzt gemacht?

Katze guckt, was sie als nächstes lesen soll.

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Welche zwei Tierarten sollten sich kreuzen und eine neue Tierart erschaffen?

Keine neue, eine alte!

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Hier kommt eine weitere Bilderfrage nach dem Vorbild von http://ask.fm/heimkatzen . Poste als Antwort ein selbstgemachtes Foto. Das Thema lautet: "Süß"

ootd?

Ich habe mich nun ein paar Tage davor gedrückt, ein Bild zu posten, weil mein Kleidungsstil eher... sagen wir mäßig ist und ich nur doofe Spiegelbilder machen kann. Aber weil ich mich heute ganz wohl in meiner Haut fühle, mache ich das mal.

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Wovor ekelst du dich?

Goethes Groupie
Ich ekel mich davor, Geld oder Schlüssel beziehungsweise Materialien, die einen unangenehmen Geruch auf der Haut hinterlassen, anzufassen. Wenn ich mir die Hände gewaschen habe, ekelt es mich, Papier, Karton oder raue Oberflächen anzufassen, ehe ich mir die Hände eingecremt habe. Einen riesengroßen Ekel habe ich vor verkommenen Lebensmitteln; selbst wenn ich sie nur sehe, muss ich mir danach die Hände waschen. Wenn in Filmen irgendetwas mit Zähnen passiert - eigenständiges herausziehen, brechen, ausspucken - oder wenn ich bloß davon höre, durchfährt mich immer ein ganz furchtbares Gefühl. Selbst gerade darüber zu schreiben, ekelt mich. Berührungen von Fremden ekeln mich auf gewisse Weise. Manchmal ekelt es mir vor meiner selbst - vor meiner Schwäche, vor meinem Gejammer. Zum Glück nicht mehr so häufig. Außerdem ekeln mich die Worte, die Unbedachtheit, die Grausamkeit mancher Menschen.
Viel mehr fällt mir auf Anhieb nicht ein aber mit Sicherheit gibt es da noch etwas.

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Wenn jemand deine Biografie schreiben würde, wie sollte der Titel lauten?

Unter der Oberfläche.

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Leben wir in einem aufgeklärten Zeitalter?

Inkorrektes Konzept
Wir leben in einem aufgeklärterem Zeitalter. Vor allem aber leben wir in einem Zeitalter, in dem sich nahezu jeder für völlig aufgeklärt hält, obwohl dem nicht so ist.

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Mit welchen Gesprächsthemen kann man sofort bei dir landen?

Papillon de nuit
Tiere, Bücher, Konzerterfahrungen, Reiseanekdoten, Serien, Diskriminierung, philosophischer Kram, gutes Essen, Pokémon, Gemecker über Menschen und Nachbarn.

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Ich erinnerte mich vorhin an eine Sache, die ich früher häufig machte. Wenn ich zu Fuß alleine unterwegs war, rannte ich ohne erfindlichen Grund einfach los. Von jetzt auf gleich. Mit jedem Schritt wurde ich schneller und ich versuchte stets, noch schneller zu werden, obwohl natürlich irgendwann das Maximum erreicht sein musste. Ich spürte den Wind, hörte, wie er an meinen Ohren vorbeipfiff und am meisten liebte ich es, wenn ich starken Gegenwind hatte, der mich zu bremsen versuchte. Das Ziel bloß ein unsichtbarer Punkt, der sich, sobald ich ihn erreicht hatte, um ein paar Meter weiter nach vorne verschob. Und irgendwann meldete mir mein Körper, dass ich nicht mehr konnte und ich rannte nur umso schneller, wollte meine Grenzen nicht gewinnen lassen. Ich hörte erst auf, als da nur noch die Geschwindigkeit und die Bewegung war, erst, als ich das Körperliche mental überwunden hatte. So wie ich plötzlich losrannte, ging ich abrupt wieder. Es war, es ist eine gänzlich schöne Sache, vielleicht etwas eigenartig. Und ich möchte es unbedingt wieder tun.

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Selfies sind immer noch etwas Wundervolles. Also auf auf!

jupiteruntergang
Oookay, ich wage das jetzt, obwohl ich mein Gesicht und vor allem Selfies von mir eigentlich hasse. Womöglich lösche ich es ganz schnell wieder. Aber ich ließ mir von der Sonne extra das Gesicht blenden, so sieht man weniger, das ist gut.

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Katzenmenschen: Was hat eure Katze schon alles zerstört? Katzenlose Menschen: Was habt ihr schon alles zerstört?

Sie hat zwei Paar Kopfhörer auf dem Gewissen. Schlaf, natürlich. Dank ihr musste ich einen Vorhang loswerden, den sie immer wieder erklomm. Ladekabel und Mäuse sind zu kritischen Zuständen angeknabbert worden. Sie zerstörte einen Elektroheizkörper. Bücher und Ordner (zum Glück nur Lehrbücher aber trotzdem schlimm) haben Bissspuren an Ecken und Seiten - teilweise sieht man, dass es sehr feucht wurde - und manchmal fehlen Ecken einfach gänzlich. Ich habe auch eine Tür, an der eine Ecke fehlt und die süßen Zahnabdrücke findet man dort natürlich auch. Mit Hilfe dieser Tür schaffte sie es außerdem, für die Instabilität einer Verbunddecke (ich glaube, das heißt so?) zu sorgen, die momentan gefährlich lose hängt. (Okay, das ist nur eine Vermutung aber... liegt nahe.) An sämtlichen Teilen meiner Bettwäsche lugt zu allen vier Ecken die Decke oder das Kissen heraus, weil sie wohl zwanghaft Ecken entfernen muss aber dabei immerhin aufpasst, dass das Bettzeug nicht kaputt geht. Außerdem knabberte sie BHs und Taschen an, natürlich nicht einfach an irgendwelchen Stellen, sondern gezielt an den kritischsten: Den Trägern. Auch Stifte haben Zahnabdrücke aber die gehen dadurch immerhin nicht kaputt. Sehr wohl kaputt geht jedoch Kleidung, wenn man auf ihr herumnagt und da glaubten zwei sehr hübsche Teile dran, sowie eine Jeans, die sie mal mit ihrem Kratzbaum verwechselte. Während ich sie trug. Auf dem Pflanzenfriedhof landeten ihretwegen auch ein Ficus sowie ein Vergissmeinnicht. Ersteren schlug sie so oft, bis er starb, was natürlich ein langer Prozess war, und zweiteres aß sie einfach. Und eine wirklich wunderschöne Vase musste sterben!
Und trotzdem liebe ich dieses kleine Monsterchen über alles und lasse mich von ihrem Unschuldsblick mit den riesengroßen blauen Augen verarschen. Tja.

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Kulli, Füller, Bleistift oder digital?

Kuli für Mitschriften, Klausuren und Übungen. Füller für Gedanken und Momentaufnahmen. Bleistift für Zeichnungen. Digital für Zusammenfassungen, Antworten auf Fragen und weniger intime Gedanken.

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TF: Was macht dich zum folgenswerten User?

Meiner Meinung nach findet sich alles, was ich hier von mir gebe, interessanter, durchdachter und wortgewandter auf anderen Accounts. Überhaupt denke ich, dass ich ziemlich uninteressant bin.
Jedoch denke ich auch, dass, obgleich es anderswo bessere Antworten gibt, meine nicht direkt schlecht sind. Folgenswert ist vielleicht, dass ich Fragen ernsthaft beantworte, nicht bloß mit einem Wort, sondern mir durchaus auch Gedanken mache und Mühe gebe, mich verständlich auszudrücken.

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Was fragst Du dich selber?

jupiteruntergang
Momentan stellt sich mir immer wieder die Frage, weshalb ich eigentlich nicht Entdecker, Forscher, was auch immer geworden bin. Eigentlich wusste ich immer schon, dass mich kaum etwas mehr begeistert, als die Natur. Wetter, Phänomene, Lebewesen, Veränderungen durch andere Lebensbedingungen. Vor Natur- und Tierdokumentationen sitze ich immer mit glänzenden, weit aufgerissenen Augen, staunend, begeistert, sehnsüchtig. Ich wäre auch gerne auf Antarktika, um bisher unentdeckte Tiere unter der Eisdecke zu erforschen, ohne Schaden zu hinterlassen. Und um all die Auswirkungen zu ermitteln, die sich durch die Aurora oder Vulkane ergeben.
Der Grund ist mir eigentlich auch klar. Die Schulbildung, die doch eigentlich auch dafür da ist, dass jeder herausfindet, was ihm liegt, was ihn interessiert, war bei mir in dieser Hinsicht einfach nicht intensiv genug. Ich kann gerade mal ein oder zwei Jahre Biologie vorweisen. Ein Jahr Chemie. Zwei Jahre Erdkunde. Nicht viel. (Die Grundschule zähle ich nicht.) Ich kann mir vorstellen, dass ich einen ganz anderen Weg eingeschlagen hätte, wenn das anders gewesen wäre. Natürlich trage ich selber auch viel Schuld daran. Ich war ein furchtbar dummer, typischer Teenie; war die ganze Zeit damit beschäftigt, cool und rebellisch zu sein und ignorierte meine Interessen, um irgendwo reinzupassen, wo ich gar nicht hingehörte. Und als es dann so weit war, dass ich mir meiner Interessen bewusst sein musste, war ich mir derer eben nicht bewusst. Nicht im vollen Umfang.
Natürlich mag ich, was ich mache. Meine Entscheidung war nicht doof und mit ihr habe ich bestimmt kein langweiliges und außerdem ein recht gesichertes Berufsleben. Es ist nun mal so, dass jetzt, wo sich mein Studium dem Ende zuneigt, all meine anderen Interessen zu kribbeln anfangen, Angst haben, nie so sehr ausgelebt werden zu können, wie sie es verdient hätten. Dokus gucken ist ja schön und gut. Bücher und Fachzeitschriften lesen auch. Aber meine Interessen wollen leben. Nicht bloß im kleinen Käfig gefangen sein und regelmäßig gefüttert werden. Natürlich könnte ich auf eigene, nicht berufliche Faust versuchen, mehr daraus zu machen aber ich bräuchte jetzt schon längere Tage, um alles zu erledigen, was ansteht. Vielleicht ist nach dem Studium mehr Zeit dafür. Vielleicht beschließe ich auch in fünf Jahren, alles hinzuschmeißen und eben einen anderen Traum zu erfüllen. Das, was ich in den letzten drei Jahren lernte, wäre für diesen Weg sicher auch sehr nützlich. Neben dem Warum frage ich mich das auch: Was. Was wird daraus, aus all dem, was ich jetzt gelernt habe und dem, was ich noch misse?

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Teile doch bitte eine beliebige Erinnerung mit uns!

jupiteruntergang
Ich erinnere mich sehr gerne an die einzige Sommerromanze, die ich je hatte. Und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo ich anfangen soll. Ich denke gerne an den Moment, an dem wir uns zum ersten Mal so richtig unterhielten. Wir kannten uns vorher schon, aber bloß flüchtig. Wir waren in einer Art Irrgarten, der mit bunten, ineinander verlaufenden Lichtern versehen war. Nachdem wir einigen Quatsch machten und Ärger bekamen, machten wir es uns gemütlich und redeten und ich wusste sehr genau, dass diese Person wenig von mir weiß und von vielen Dingen fälschlicherweise ausgeht. Da räumte ich direkt auf und fand das Staunen unheimlich amüsant. Es war ein schöner Nachmittag, der aus zwei Fremden zwei Menschen machte, die sich leiden können. Von dieser Erinnerung springe ich gerne zu weiteren Momenten, in denen wir dummes Zeug machten, sodass andere Leute nur kopfschüttelnd dastehen konnten und manche uns später um etwas mehr Disziplin bitten mussten. Weil wir Büromöbel mit Rädern schnell anschoben und darauf sprangen und lachend durch die Gänge fuhren. Weil wir ein dämliches Ballspiel spielten, bei welchem man jemanden hauen muss, sobald der Ball zwischen den Beinen durchrollte. Weil wir versuchte, Ballspiele mit Trampolinspringen zu vereinen. Und so manches andere. Wir konnten so viel miteinander lachen. Ich denke auch unheimlich gerne daran, wie wir beinahe nie einer Meinung waren und uns liebevoll stritten. Manchmal ging es dabei auch bloß darum, wer den nächsten Kaffee holt. Irgendwann merkte ich, wie ich mich unheimlich auf jeden neuen Tag freute, einfach, weil wir beisammen sein konnten und es mich mit so viel Glück erfüllte. Ich liebte es, wenn wir uns berührten. Irgendwann war es so weit, dass ich geradezu süchtig danach war und versuchte, Momente herbeizuführen, die Berührungen beinhalten. Dabei sei gesagt, dass es nie zu irgendetwas Intimen kam, ja nicht mal ein Kuss. Alles blieb unausgesprochen. Aber ich bin mir ziemlich sicher - und andere waren das auch, die uns ganz subtil näher bringen wollten - dass dies keine einseitige Sache war. Nein, da waren Funken in Überhauf. Und was das Schöne an diesen Erinnerungen ist: Das Ende war von Anfang an festgelegt und... da war kein Schmerz, kein Groll, als es soweit war. Ich hätte zwar unheimlich gerne gesagt, was ich fühle, aber ich vermute, das hätte die Erinnerung in etwas schlechteres Licht getaucht. Es war eine unmögliche Zusammenkunft und das wussten wir. Ich hoffe, die Person weiß und spürte, wie sehr ich ihr zugetan bin. Aber ob es so ist oder nicht: Die Erinnerung besteht nur aus Schönem. Sie erzählt von zwei Menschen, die glücklich miteinander waren. Von einer unerwartet bedeutenden Begegnung, deren Ende vorgeschrieben war. Ich hoffe, dass mir jede einzelne Erinnerung an diese Zeit so intensiv und umfangreich erhalten bleibt, wie noch heute.

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Welche beruflichen Ziele / Wünsche hast du? Und was tust du, um diese zu verwirklichen?

Nun, mit dem Beginn meines Studiums habe ich schon einen Schritt in Richtung Verwirklichung beruflicher Ziele getan. Ich studiere Informatik und habe aktuell auch vor, später einen Beruf in dem Bereich auszuüben. In der Forschung und Entwicklung würde ich mich wohlfühlen aber es gibt noch so viele andere Möglichkeiten, die ich erst besser kennenlernen müsste, um zu wissen, ob das etwas für mich ist. Ich werde am Ende einfach in eines der vielen kalten Wasser springen und na ja, sehen, was daraus wird. Es sind eher ein paar Grundsätze, die ich für meine berufliche Zukunft habe. Ich möchte das, was ich tue, beherrschen und gleichzeitig davon gefördert werden. Ohne Herausforderungen und Dingen, die ich lernen muss, würde ich von der Eintönigkeit unglücklich. Wichtig ist mir auch, mein Leben nicht vom Beruf einnehmen zu lassen. Ich möchte nicht bloß noch aus Stress bestehen, von morgens bis abends arbeiten um dann Zuhause nur duschen und schlafen zu gehen. Nein, da muss schon ein Gleichgewicht bestehen. Aber so leicht das auch klingen mag, es passiert ganz schnell, dass man in solch ein Leben hineinrutscht und es gar nicht richtig merkt.
Unabhängig davon hoffe ich, später die Zeit und Möglichkeit zu haben, mich auch auf einem ganz anderen Gebiet zu bilden: Psychologie. Wie und in welcher Form, weiß ich noch nicht. Es ist hauptsächlich Interesse oder gar ein Drang. Natürlich möchte ich beruflich trotzdem bei der Informatik bleiben; es sei denn, es bietet sich später mein Traumjob im Bereich der Psychologie. Das ist aber utopisch.

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Was gibt es, das „uncool" ist, aber das du trotzdem tust?

Ich bin aus dem Alter raus, in dem in "cool" und "uncool" kategorisiert wird. Das, was ich machen möchte, mache ich auch und ich denke gar nicht darüber nach, was davon cool ist und was nicht. Uncool ist nur, dass ich nicht alles mache, was ich will, weil ich mich selbst stoppe. Sei es wegen Faulheit, leicht zu überwindender Furcht oder einfach nur dem Ausbruch aus dem Gewohnten, vor dem ich mich drücke.

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Welche Tiere sollte man, neben Pinguinen, noch zum Ritter schlagen?

Norwegisches Superseemops!
Giraffen, weil ich mir die Zeremonie mit denen interessant vorstelle. Außerdem Red Pandas (Katzenbär, Kleiner Panda, welches ist denn das geläufige deutsche Wort?), bitte. Weil das so lustige, niedliche Tiere sind. Vielleicht sollte man ihnen eher den Thron anbieten.

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Welcher Gedanke macht dir am meisten Angst?

Wattebauschbommelpo
Ich wage es nicht, diese Gedanken weiter auszuführen. Damit würde ich mich ja schon tiefer in solche Gedanken begeben, mich darin verlieren, mich hineinsteigern. Und die Angst selbst ist nicht einmal das furchtbarste daran.

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Das ist der erste Gedankenstrich, den ich hier bekomme und nun, da er hier so herumliegt und wartet, fühle ich mich fast überfordert. Ich denke viel nach, immer. Und mir fällt es schwer, nun zu bewerten, was am besten dafür geeignet ist, hier niedergeschrieben zu werden. Im Endeffekt ist es nichts. Alles ist auf unterschiedliche Weise bedeutungsvoll aber fast alles ist auf die gleiche Weise bedeutungslos, denn eines Tages, spätestens in einigen Jahren, wenn ich fort bin, wird alles vergessen sein.
Dennoch habe ich mir etwas herausgepickt, denn diese Gedanken sind noch am frischesten: Unvergesslichkeit. Ich dachte ein wenig über das Wort nach und frage mich, ob man unmittelbar nach einem Ereignis sagen kann, es sei unvergesslich. Damit meine ich nichts, das in die Geschichte eingeht, sondern die Dinge, die nur für einen oder die wenigen beteiligten Menschen Bedeutung haben, für andere aber nur eine Erzählung wären. Dieses Jahr war so vieles, von dem ich meinte, es war großartig genug, um nie vergessen zu werden. Und auch in den Jahren davor. 2014: Pisa, England, She Keeps Bees und die Menschen, die unglaubliches für mich waren/sind und taten. 2013: Ich zog in meine erste eigene Wohnung, ich habe meine erste Beziehung beendet, ich nahm eine Katze bei mir auf, The Airborne Toxic Event und wieder die Menschen. 2012: Ich beendete die Schule und begann ein Studium. Ich zog von Zuhause aus, in meine erste WG. 2011: Tja, und hier fängt es an. Hier schaffe ich es nicht mehr, Erinnerungen chronologisch aufzuzählen. Natürlich habe ich noch Unmengen davon aber je älter sie werden, desto... vager, mehr wie ein Gefühl nehme ich sie wahr. Zwar nur teilweise, da sind immer noch Momente, die sich wie ein Kurzfilm in meinem Kopf abspielen lassen. Aber ich weiß nicht, ob ich das immer kann. Da so viele andere schöne und schlimme Dinge irgendwie verschwammen. Falls ich irgendwann einmal sehr alt sein sollte, vielleicht ist das meiste, woran ich mich erinnere dann eher ein Gefühl, das sich aus all den Geschehnissen zusammenmischte, als ein klarer Ablauf von Momenten. Nur ein paar wenige Momente werden wohl völlig oder teilweise klar sein. Ich komme mir mit meinen Gedanken hierzu etwas dämlich vor. Nur finde ich es erschreckend, wie klein und durchsichtig so manches wird. Und was das eigentliche ist, das sich in meinen Gedanken dahinter verbirgt: Ich bin so gespannt darauf, was die wenigen Momente, die am Ende wirklich unvergesslich waren, sein werden. Durch alles, was in Vergessenheit geriet, schimmert anderes nur umso deutlicher hervor. Das kann zwar Erinnerungen verfälschen, sie vor allem näher in die Richtung irgendeines Extrems schieben, aber letztlich zeigt es... irgendetwas. Ich weiß ja nicht einmal, was. Was wirklich wichtig war? Was einen wirklich beeinflusst hat? Sogar das werde ich wohl auch erst dann wissen. Und wenn ich am Ende nur weiß, dass tatsächlich alles ganz egal ist und Bedeutung mit der Zeit einfach abnimmt, sich verschiebt.

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Was nervt Dich momentan an Dir selber?

jupiteruntergang
Meine Wissenslücken. Mein Mangel an Effizienz, um diese Lücken zu füllen und allgemein Aufgaben stressfrei(er) zu erledigen. Meine Müdigkeit. Meine Probleme in sozialer Interaktion und dass mich jedes Gespräch so lange verfolgt und quält, weil ich wieder irgendetwas darin nicht ganz richtig gemacht habe. Meine Unfähigkeit, mir im Stress denoch genug Zeit für wichtige Menschen einzuräumen, ohne dass es mich nervös und wütend macht. Mein Körper, der mir gerade zu viele Sorgen macht und anstrengend zu bedienen ist.

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Was hast Du verkackt?

jupiteruntergang
Ich denke, ich habe mein Sozialleben verkackt. Zu Beginn des Studiums war ich verwundert, dass ich doch Anschluss gefunden habe. Das Problem ist allerdings, dass ich Anschluss zu Personen fand, die nicht wirklich mein Interesse teilen - ich rutschte in der Hinsicht schon immer in den falschen Freundeskreis. Das war erstmal nicht ganz so schlimm. Ich war dann eben nie dabei, wenn alle feiern gingen und galt als die Langweilerin aber das grenzte mich noch nicht ganz aus. Über Bücher und Musik konnte ich leider mit niemanden quatschen aber das stellte eigentlich kein allzu großes Problem dar. Irgendwann lernt man Menschen allerdings besser kennen und da merkte ich, dass ich mit vielen, eigentlich den meisten von diesen Personen einfach keine wertvolle Freundschaft aufbauen kann und so zog ich mich immer mehr zurück. Mittlerweile ist da nur noch sporadischer, zweckgebundener Kontakt. Wenn ich dann mal (und das ist eine Seltenheit) neue Menschen kennenlernte, mit denen ich mich gut verstand, war das Problem, in Kontakt zu bleiben. Das ist nämlich nicht passiert. Ich habe Probleme damit, mich bei noch fremden Personen aus heiterem Himmel zu melden, ich brauche da Gründe, muss wissen, wie ich mit der Person kommunizieren kann und so scheitert das eben. Zu Beginn muss ins kalte Wasser gesprungen werden und leider wagte ich das nie. Jetzt sieht es so aus, dass ich Freunde habe, die kilometerweit entfernt sind und mittlerweile hauptsächlich mit ihrem neuen Freundeskreis beschäftigt sind - was ich sehr schön für sie finde. Aber hier, wo ich vor drei Jahren hinzog, habe ich letztlich keinen Freundeskreis gefunden, der wirklich etwas zählt. Das habe ich verkackt. Es tut mir nicht leid darum, mich von Personen losgesagt zu haben, mit denen ich mich nicht wohl fühlte. Nur die Chancen, die ich verstreichen ließ und dass mich das immer weiter von weiteren Möglichkeiten entfernte, das bedauere ich.

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Weshalb philosophieren wir?

Weil wir nicht unhinterfragt lassen wollen. Weil wir verstehen wollen. Weil wir es gut machen wollen. Weil wir kontrollieren können wollen. Weil wir uns nicht verloren fühlen wollen. Weil wir Halt wollen. Weil wir Richtungen wollen. Weil wir Fehlern entkommen wollen. Weil wir bestehen wollen. Weil wir einen Sinn erkennen wollen. Weil wir Sinn machen wollen.

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