Assoziationen zur Pädophilie? Wie stehst du zu den "Tätern"? Mehr Opfer als Täter?

Verschmitzte Augen, unachtsame Eltern, kleine spielende Kinder auf Spielplätzen und Männer unauffällig in der Nähe solcher Plätze. Lynchjustiz, Wut, Polizei, Gefängnisse, Verlogenheit.
Ich könnte noch weitere Assoziationsketten bilden, was mich aber wirklich interessiert, ist der zweite Teil der Frage: Sind Pädophile Opfer oder Täter? Ich denke, dass Pädophilie erst einmal eine Neigung, eine Obsession, eine sexuelle Fixierung auf Kinder als Lustquelle bedeutet. Und an dieser Stelle greift das Begriffspaar Opfer-Täter noch gar nicht. An anderen Stellen hatte ich schon meine Überzeugung kund getan, dass sexuelle Neigungen sich nicht im Entscheidungsraum des Bewussten abspielen, sondern unbewusst geschehen.
Opfer sind eindeutig in diesem Fall die Kinder. Sie können sich nicht gegen Mißbrauch wehren, sie finden weder die Kraft noch die Worte, ihnen fehlt auch das Bewusstsein, das Geschehene zu begreifen und zu artikulieren. Erst mit speziellen Interviewtechniken und Tests kann man psychologisch in Erfahrung bringen, was sie als Mißbrauchsopfer durchgemacht haben. Der Opferbegriff kann auf nichts und niemanden besser zutreffen als auf Kinder. Daher wäre es eine seltsame, ja geradezu verschleiernde Verwässerung des Begriffs «Opfer», wenn man nun diejenigen, die den Mißbrauch betrieben haben, auch noch als Opfer bezeichnete, wenn auch als Opfer ihrer Triebe sozusagen.
Nein, ich bin hier doch sehr für Klarheit: Opfer sind einzig und allein die Kinder.
Doch kommen wir zu den Tätern: So sehr ich der Meinung bin, dass Menschen nichts für ihre sexuelle Lust- und Gierstruktur können, ebenso sehr bin ich davon überzeugt, dass man die Art und Weise, wie man seine Lust auslebt, in der Hand hat und bewusst vorgehen kann. Auch wenn jemand sich von Kindern sexuell angezogen fühlen sollte, was ich noch zu verstehen und zu tolerieren bereit wäre, heißt das in keinster Weise, dass er das Recht hat, Kinder sexuell zu berühren und zu mißbrauchen. Ganz im Gegenteil müssen sich Pädophile strikt und bewusst von Kindern fern halten, um der «Verlockung» nicht zu erliegen. Das liegt im Bereich der Vernunft, des Bewusstseins und gehört zum Verantwortlichen Handeln dazu. Ich vergewaltige ja auch keine Frauen, nur weil ich sie furchtbar anziehend und erotisch finde. Das hat etwas mit krimineller Energie und kriminellem Handeln zu tun, was entsprechend geahndet werden kann, ohne dass sich die Täter zu «Opfern» ihrer Triebe stilisieren können und dürfen.
Gäbe es aber im Bereich der Sexualität im Allgemeinen und der Pädophilie im Besonderen weniger Tabus, so dass der Diskurs darüber offener geführt werden könnte, könnte man sich vielleicht auch Ersatzbefriedigungsstrategien für Pädophile überlegen, wie es ja auch welche für andere Menschen gibt wie zum Beispiel die lebensgroßen Puppen. Wenn aber Pädophilie so verteufelt wird, dass man gar nicht darüber spricht, wird auch mein Puppenvorschlag zur reinen Perversion erklärt und totgeschwiegen. Eine Lösung ist das allerdings nicht

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