SOKRATES: Der Serien-Roman: Der kafkASKe Fortsetzungsroman: Teil1: http://ask.fm/Klugdiarrhoe/answer/107277631417 Teil2: http://ask.fm/Klugdiarrhoe/answer/107427482553 Teil3: http://ask.fm/Klugdiarrhoe/answer/107685857465 Teil 4...

Uri Bülbül
Er wohnt auf diesem Landschloss am südöstlichen Ende der Stadt, wenn du durch das kleine Fachwerkhausdorf fährst und dann nach rechts Richtung Venusberg abbiegst. Du fährst dann noch etwa drei Kilometer, bis du das Anwesen dieses Psychiaters erreichst.» «Ja, danke für die Wegbeschreibung, aber du hältst mich für irre, nicht wahr?» fragte er und wollte doch aufstehen und gehen, aber das Gefühl an seiner Hand war zu schön, um sie wegzuziehen. «Nein, dass du eine derartige Selbstverstümmelung durchführst, nur um mir eine Geschichte aufzutischen, traue ich selbst dir nicht zu. Du musst wissen, dass sich Doctor Parranoia ( @DoctorParranoia ) mit den seltsamsten Fällen befasst und auch als Gerichtsgutachter arbeitet; aber er erledigt noch mehr für Polizei und Justiz. Geh und sprich mit ihm, dann wirst du schon verstehen, was ich meine.» «Er wird mich einfach da behalten in seinem Sanatorium, stimmt's?» fragte er kläglich. Sie streichelte vorsichtig, warm und weich seine Wange: «Ach du! Die einzigen, die dich da behalten, werden die da drüben sein, wenn du deine Nase untersuchen lässt. Komm! Wir gehen zusammen in die Notaufnahme», sagte sie und gab der Kellnerin ein Zeichen. «Zusammen oder getrennt?» «Zusammen», sagte Ayleen.
Die Notaufnahme war überfüllt. Eine alte Schwester nahm sich verbittert seiner an, betrachtete kurz die Nase und ging dann sofort zu den Formalitäten über: Versicherungskarte, Identität, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit, Adresse. Es dauerte. Als er endlich im Wartezimmer Platz nehmen konnte, musste Ayleen gehen. Sie hatte keine Zeit mehr, mit ihm die Warteprozedur durchzustehen. Zum Abschied nahm sie ihn vorsichtig in den Arm und versprach ihm, sich um die Angelegenheit zu kümmern. «Und du! Sobald du hier raus bist und dich stark genug fühlst, fährst du zum Doc. Klar? Es hat nichts damit zu tun, ob ich dir glaube oder nicht. Du musst mit ihm sprechen. Das ist ganz wichtig. Er kann dir viel besser helfen als ein Anwalt in dieser Sache. Bitte, vertrau mir!» Da saß er nun im Wartezimmer und beobachtete die anderen Patienten. Was für eine Sache? fragte er sich? Was soll das für eine Sache sein? Seine Nase schmerzte, sein Kopf dröhnte. Scheinbar glaubte ihm Ayleen kein Wort; aber das war ganz ungewöhnlich für sie. Für gewöhnlich hatten sie ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zueinander; und er hatte Ayleen noch nie irgend einen Blödsinn erzählt.

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