Mit einem Gedankenstrich erwarte ich keineswegs eine Meinung über meiner einer, viel mehr will ich damit bezwecken dass du deinen Gedanken unter diesem besagten Strich freien Lauf lassen kannst. Ich verschicke jeden Abend einen an die Menschen denen ich folge und freue mich sie Morgen's zu lesen.

ichbineindunkindonut.
Oh, ein Mißverständnis. Das kann sehr gut daran liegen, dass ich mich mit dem Sprachcode auf ask nicht detailliert genug auskenne. Den Ausdruck «Gedankenkotze» habe ich schon mitbekommen und finde ihn auch irgendwie witzig - weit witziger als «Bewusstseinsstrom», der vor mehr als einem halben Jahrhundert entstanden sein muss. Auch das @ als eine Aufforderung zur Meinungsäußerung habe ich registriert und dachte nun fälschlicherweise, dass auch der Gedankenstrich in dasselbe Bedeutungsfeld gehört.
Aber da sich jeder, der sich auskotzen möche, weil ihm einfach übel ist, er den Kanal voll hat und ihm alles hochkommt, keinerlei weiteren Aufforderung mehr bedarf, um sich zu übergeben, denke ich, jeder kann sich selbst die Aufforderung «Gedankenkotze» schicken und sich auskotzen. Mit dem Gedankenstrich verhält es sich doch ebenso. Wenn ich einen Gedanken habe, den ich loswerden möchte, mache ich mir einen Gedankenstrich in das Fragefeld und lege los. Ich selbst würde mir ja auch immer versuchen einen Titel über das Fragefeld meiner Gedankenkotze zu geben. Aber das ist persönliche Geschmackssache.
So habe ich deinem Gedankenstrich eine Bedeutung gegeben, die anscheinend ihm gar nicht zukommen sollte. Schön daran ist auf jeden Fall, dass man über Kommunikation nachdenken konnte. Nicht alle Zeichen werden vom Empfänger so interpretiert, wie sie der Sender meint. Das weiß eigentlich jeder. Was aber seltsamerweise häufiger in Vergessenheit gerät: Mißverständnisse in der Kommunikation werden wiederum nur durch Kommunikation beseitigt. Das aber erfordert eine gewisse Kompetenz, die nicht jeder aufzubringen vermag. Obwohl man angeblich «nicht nicht kommunizieren kann».

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