du machst mir Angst :(

Wieso das denn??? Ich schreibe doch nur ganz harmlose Dinge und dann eben diese schöne Fortsetzungsgeschichte SOKRATES. Die vorletzte Folge findest du hier: http://ask.fm/Klugdiarrhoe/answer/125247599289 und die letzte hier:
SOKRATES - der kafkASKe Fortsetzungsroman Folge 69:
Als er an ihr vorbei war, beschleunigte sie wieder. Ihr kam der Gedanke in den Sinn, dass er womöglich auch zur Psycho-Villa fuhr. Sie wollte ihm so weit und so gut es ging folgen. Der Abstand zwischen ihnen vergrößerte sich aber recht zügig, obwohl sie nun mit Vollgas fuhr. Sie legte sich gekonnt und elegant in die Kurven. Fast hätte sie vergessen, dass der Mercedes womöglich ein ganz anderes Ziel hatte als sie. Da konnte sie, als sie aus einer Kurve sich aufrichtete, so eben gewahr werden, dass der Wagen, den sie verfolgte, in einen kleinen, leicht zu übersehenden Waldweg einbog. Als sie die Stelle selbst erreichte, war der Mercedes schon aus dem Blick verschwunden. Ohne zu zögern bog Luisa auch in den Waldweg ein. Sie gab Gas, ließ das Hinterrad durchdrehen und das Moped leicht schleudern, was sie mit einer gekonnten Gegenlenkbewegung auffing. Es machte ihr Spaß, einen flotten Fahrstil an den Tag zu legen. Auf dem Schotterweg durch den Wald war sie bestimmt schneller als der Mercedes. Und in der Tat tauchten wenige Augenblicke später die Rücklichter des Mercedes in der Ferne vor ihr auf. In einem Hochgefühl der Zufriedenheit raste sie über den Schotterweg. Sie kam dem mercedes immer näher. Es bestand kaum ein Zweifel, dass der Fahrer sie im Rückspiegel sehen konnte. Er fährt bestimmt auch zur Psycho-Villa ging es ihr durch den Kopf. Ob das wohl der Chef der Villa war, der vor ihr fuhr und nostalgisch an seinem alten Mercedes hing? Sie hatte nun nur noch den nötigen Sicherheitsabstand zu ihrem Vorderwagen, als plötzlich und völlig unerwartet der Motor des Mopeds erstarb. Im ersten Moment begriff sie nicht, was geschah, dann aber als das Moped langsam ausrollte, fiel ihr ein, dass sie Christophs Rat zu tanken nicht befolgt hatte.
In der Villa indessen klopfte Schwester Lapidaria an Uri Nachtigalls Tür. «Mittagessen!» «Kommen Sie herein, Schwester Maja», hörte sie eine Stimme von innen, die munter und geradezu fröhlich klang. Nicht ohne Neugier öffnete sie Tür und fand den Patienten am Schreibtisch sitzen und auf seinem ThinkPad tippen. Lächelnd drehte er sich zu ihr um. «Komm, kleines Vögelchen. Ich begleite dich in den Speisesaal. So einen Service bekommst du natürlich nicht jeden Tag. Aber heute, weil es das erste Mal ist, möchte ich dich begleiten.» «Kommen Sie doch näher, liebe Schwester Maja», sagte der Patient, der irgendetwas Fesselndes auf seinem Laptop erblickt zu haben schien. Mit professioneller Unterkühltheit näherte sich Lapidaria ihrem Patienten und warf einen Blick auf den elfeinhalb Zoll Bildschirm.

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