Wann gibt es den nächsten Geschichten-Teil?

Jetzt nach 9 Stunden nach deiner Nachfrage, über die ich mich sehr gefreut habe :) SOKRATES Teil 75:
Aber Luisa war nicht auf den Kopf und erst recht nicht auf den Mund gefallen und schlug manchmal ordentlich zurück: «Haben Sie wirklich studiert, Frau Rosenberg-Kübel? Man kann es gar nicht glauben?» oder: «Vielleicht ist Deutsch ja eine Fremdsprache für Sie!» Sie hatte damit die Lacher auf ihrer Seite und davor fürchtete sich Rosenberg-Kübel ein wenig. Letztendlich aber versuchte sie immer und immer wieder zu zeigen, dass sie am längeren Hebel saß. Da Luisa sowohl bei anderen Lehrern als auch in ihrer Klasse recht beliebt war und niemand sonst sie mobbte, konnte sie die Angriffe der Deutschlehrerin relativ gelassen ertragen. Aber dass sie Luisa heute das Handy abgenommen hatte, war mehr als ärgerlich und diesen Schlamassel würde sie der Kübel bei nächst bester Gelegenheit heimzahlen. Von ihren Gedanken wütend aufgeputscht schob sie das Moped weiter und vergaß darüber fast auch ihre Unterleibsschmerzen, bis es sie so heftig stach, dass sie sich krümmte und mit Tränen in den Augen stehen blieb. Ein blödes Abenteuer war das, und sie konnte nicht einmal sagen, was genau sie suchte. Einen sprechenden rosa Delphin, der bei ihr gelbe Legosteine bestellt hatte? Willkommen im Irrenhaus! Das passte. Diese dämliche stille Marie, die sich nun wahrscheinlich in diesem Moment an ihren Verehrer machte, hatte auch eine ältere Schwester – etwas jünger als Johanna, die auch an ihrer Schule Abitur gemacht hatte und irgendetwas mit Bauwesen studieren wollte. Sie hieß Katharina und war Luisa immer schon unheimlich gewesen. Von ihr ging irgendeine undefinierbare aber auch eine nicht von der Hand zu weisende Gefahr aus. Luisa sah sich mit schmerzverzerrtem Gesicht sorgenvoll um sich und fixierte links vor sich in etwa dreißig Meter Entfernung eine besonders finstere Stelle mit Büschen und dichtem Gehölz, wohinter diese Katharina lauern konnte, um jeden Moment hervor zu springen und Luisa etwas Böses und Schmerzvolles anzutun. «Du bist eine hysterische Kuh!» schimpfte sie mit sich und nahm damit ihren Weg wieder auf. Sicher würde bald die Villa vor ihren Augen auftauchen, versuchte sie sich zu trösten. Plötzlich hörte sie aus der Ferne Motorengeräusche.

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