SOKRATES - Folge 76. Die ganze Geschichte ist für einen Fortsetzungsroman vielleicht schon zu komplex. Aber man kann sie ja auch auf google-docs am Stück lesen. Ein Roman ist ein Roman ist ein Roman :)

Uri Bülbül
Im Gartenhaus kaum 3 Kilometer von Luisa entfernt zog Rufus befriedigt und zufrieden seine Hose an, schnallte den Gürtel enger, zog den Reißverschluss an seiner Hose zu, um sich dann wieder liebevoll Ayleen zu widmen. Er streichelte die Reglose, küsste sie auf die Lippen, auf den Hals, dann tiefer auf die Brüste, was sie nicht rührte. «Ich ziehe dich nun an, mein Schatz. Es war eine gute Entscheidung von dir, zu mir zu kommen! Ich werde dir auch morgen neue Kleider mitbringen und frische Unterwäsche. Damit du ungestört bei mir wohnen kannst, schließe ich die Fensterläden und mache es dir schön gemütlich, mein Herz.» Zum Abschied küsste er sie noch einmal auf den Hals und auf die Stirn. Sie saß im Sessel, hatte die Augen geschlossen, wirkte, als wolle sie sich nun entspannen. Rufus verabschiedete sich von ihr, verschloss sorgfältig die Fensterläden und die Tür. Dann machte er sich auf den Weg Richtung Wald die Villa hinter sich lassend. Als er nach ein paar hundert Metern den Waldweg erreichte, hörte er aus der Ferne Motorengeräusche, die schnell näher kamen. Er erkannte den Zweitakter des Quads, mit dem Frank immer unterwegs war. Frank Norbert Stein, der von Zodiac auch scherzhaft Frankenstein genannt wurde, weil er dem Monster aus Leichenteilen sehr ähnlich sah, war der Gärtner und Hausmeister der Villa und Rufus' direkter Vorgesetzter. Rufus wartete einfach, bis Frank aus dem Wald rasend den Weg erreichte und mit blockierenden Reifen schlitternd knapp vor ihm zum Stehen kam. «Da bist du ja! Los spring hinten auf! Ich muss aus dem Geräteschuppen ein Kanister Benzin holen. Dann fahren wir in den Wald und machen ein bißchen Holz. Ich hatte kein Benzin mehr für die Motorsäge.»
Basti ging aus dem Haus; blieb vor der Villa am Haupteingamng stehen, um zu überlegen, welche Richtung er einschlagen sollte. Um Luisa entgegen zu gehen, hätte er eigentlich Richtung Landstraße gehen müssen; aber irgend etwas zog ihn mehr in die entgegengesetzte Richtung, in den Garten. Vielleicht ist sie schon da und spielt dort mit meinen Legosteinen. Womöglich kommt sie noch auf die Idee und baut aus Lego einen gelben Gartenzwerg. Das wäre gar nicht nach meinem Plan. Ich möchte nicht, dass sie einen gelben Gartenzwerg baut. Und wenn sie es getan haben sollte, bis ich sie gefunden habe, muss sie wieder in die Stadt zurück und muss mir eben neue Legosteine besorgen. Denn eines kam für Basti überhaupt nicht in Frage: einen bereits fertig gebauten Gartenzwerg zu zerstören, um aus den Steinen etwas anderes zu bauen – z.B. ein Kamel, wie es sein ursprünglicher Plan war. Er ging links um die Villa herum, wobei er aufmerksam nach Luisa Ausschau hielt. Es war nicht ganz logisch. Warum sollte Luisa mit seinen Legosteinen spielen? Aber konnte man das mit hundertprozentiger Sicherheit ausschließen? Nein, natürlich nicht! Es konnte auf gar keinen Fall schaden, Luisa jetzt zu finden.

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