wann gibt es den nächsten Geschichten-Teil? :3

Blaubeerkuchenstück mit Sahne
Ja, da muss man manchmal bei einem Fortsetzungsroman wie SOKRATES geduldig sein. Nun kommt nach 7 Tagen die 83. Folge. Aber es geht dort weiter, wo Folge 82 aufgehört hatte ^^ Ab den mit *** gekennzeichneten Stelle ist der Text in Kooperation mit @NowhereMan8 entstanden:
Franz-Joseph Metzger war aber nicht zu Hause. Ihre Mutter ging heulend ins Wohnzimmer, nachdem sie versucht hatte, Johanna in den Arm zu nehmen und sie einen entschlossenen Schritt zurücktrat. Johanna folgte ihr und wiederholte ihre Frage in einem sachlichen und geduldigen Ton: «Was ist passiert?» «Gestern Abend», stammelte und schluchzte die Mutter, dass Johannas Geduld wirklich auf die Probe gestellt wurde. Es erschien ihr alles zu theatral und überdramatisiert. Ihre Mutter besaß einfach keine Würde und kein Rückgrat, um ihrem Mann kräftig entgegen zu treten und seine Rücksichtslosigkeit und Triebhaftigkeit deutlich abzuwehren, selbst auf die Gefahr hin, dass man Blessuren davon trug. Stattdessen hatte sie sich immer in eine Welt aus Lügen und Illusionen eingesponnen. Dieses dämliche Herumgeheule im Moment machte nichts besser. Johanna empfand nicht den leisesten Hauch von Mitleid.
Es war am Abend zuvor gewesen:
***Schweigend stand sie an der Küchentheke mit einem viertelvollen Glas Gin in der einen und einem geschärften Tranchiermesser in der anderen Hand. Ihre rechte, mit der sie das Glas hielt zitterte und sie sah voller Anspannung in die Richtung des Wohnzimmers. «Also Schatz, ich hab’ Dir ja gesagt, dass es mir wirklich Leid tut, aber es lässt sich wirklich nicht vermeiden», erklärte er ihr mit Nachdruck, während er seinen Hemdkragen zurechtsetzte. Sie hörte nicht zu. Jedes Wort, das aus seinem Mund kam verletzte sie nur noch mehr. «Wenn ich den Reiseantrag nicht heute Abend noch beim Nederkorn abgebe, dann kann ich mir das mit der Montage inne Haare schmieren», sagte er, während er sich vor dem Spiegel durch die Haare ging. Sie konnte nicht glauben, dass er sie derart belog - ihr eigener Ehemann! Ein Monster! «Wie gesagt, ich kann nicht anders», versicherte er ihr zwanghaft und sie glaubte es. Sie ekelte sich vor ihm. Er stand auf junge Mädchen; aber wenn es nur das gewesen wäre! Er unterwarf sie, er quälte sie, er vergewaltigte und demütigte sie. Nicht nur in seinen Phantasien, nicht nur auf all diesen Pornobildern von Sperma überströmten Mädchen. Nein, er vergriff sich tatsächlich an jungen Mädchen. Sie durfte jetzt gar nicht weiter denken. Ihre Töchter! Um Himmels Willen! Ihre eigenen Töchter! Sie fragte sich, was er in seinem Umschlag trug. Geld? Nichts? Schlüssel für eine heimliche Wohnung seiner Geliebten auf seine Kosten? Lärmgedämmt und mit Foltergeräten darin? Als er sich umdrehte und sie ansah, legte sie das Tranchiermesser zurück in den Messerhalter. «Hör zu, ich muss jetzt los» Sie funkelte ihn böse an, während er sich sein Formel-1-Capy aufsetzte. Seit einem ganzen Jahrzehnt hatten sie keinen Sex mehr miteinander gehabt.

View more