kann in der Geschichte auch eine Tropfsteinhöhle mit drin vorkommen, bitte? :3

Blaubeerkuchenstück mit Sahne
Unaufhaltsam nähert sich die Folge 98 des kafkASKen Fortsetzungsromans SOKRATES und dabei dürfte eine Tropfsteinhöhle nun wirklich das geringste Problem sein:
Hinter der dritten tobten Kinder und schrien in ihrem Spiel. Hinter der vierten Tür aber war es nicht nur still, an der Klingel war auch ein Namensschild mit einem Doppelnamen angebracht: Meissner-Metzger. Johanna lauschte einen Augenblick, bevor sie klingelte. Es rührte sich nichts. Johanna holte ihr Dietrichbesteck aus der Tasche und begann sich am Schloss schaffen zu machen. Sie war darin sonst durchaus geschickt. Aber an diesem Schloss wollte es nicht so schnell klappen, wie sie es sich vorgestellt hatte. Sie begriff, dass von Innen der Schlüssel steckte. In diesem Moment kam ein alter Mann aus der fünften Wohnung heraus, um im strengen Ton zu fragen: «Was machen du da?» «Polizei. Ich will in diese Wohnung.» Johanna zeigte dem Mann ihren Dienstausweis. Vom gebrochenen Deutsch abgesehen, kannte er seine Rechte. «Egal Polizei! Du das nicht dürfen!» «Oh doch. Es ist Gefahr im Verzug, und ich muss augenblicklich die Tür öffnen. Und Sie gehen jetzt besser in Ihre Wohnung oder sonstwohin und lassen mich meine Arbeit machen.» «Arbeit? Ich rufe andere Polizei!» sagte der Mann als er in seiner Wohnung verschwand. Verärgert hantierte Johanna an dem Schloss und fühlte, wie Wut in ihr aufstieg und ihre Hände zittern ließ. Endlich gab das Schloss nach. Hinter sich die Tür schließend ging sie in die Wohnung. «Hallo! Hier ist die Polizei! Ist jemand zu Hause?» Blöde Frage, dachte Johanna. Es musste jemand zu Hause sein; denn schließlich steckte der Schlüssel von Innen im Schloss. Aber es blieb unheimlich still in der Wohnung. Johanna konnte nur den nachbarlichen Lärm hören.
Unwillkürlich hatte sie das Bedürfnis, ihre Dienstwaffe zu ziehen. Sie lud durch und entsicherte. Sie hatte das starke Gefühl, dass hier eine weitere Gefahr auf sie lauern konnte, obwohl ja für sie die schlimmste beseitigt war. «Hier ist die Polizei! Kommen Sie mit erhobenen Händen sofort heraus! Ich habe eine schussbereite Waffe in der Hand. Kommen Sie sofort heraus und geben Sie sich zu erkennen!» rief sie in die bedrohliche Stille der Wohnung. Aber es rührte sich nichts.
«Was für eine Katastrophe!» sagte Oberkriminalrat Reiniger und wiederholte es immer wieder leiser werdend. Dann hob er die Stimme noch einmal bedrohlich an und ließ seine Befürchtung donnernd durch den Raum hallen: «Oh! Es werden Köpfe rollen! Ich sage euch: es werden Köpfe rollen!» «Vielleicht auch nur ein Kopf!» murmelte Alfons Albermann vor sich hin. Oberstaatsanwalt Leopold Lauster verstand die Dramatik nicht ganz: «Was soll schon groß passieren? Wir sind Beamte dieses Staates, meine Herren!» «Respekt für die Gelassenheit», sagte Suthers, «mit diesem kühlen Kopf kann man agieren!» «Was gedenken Sie zu tun?» fragte Reiniger, bekam aber keine Antwort, weil in diesem Moment Arthurs Handy klingelte. «Entschuldigen Sie, meine Herren, ist dringend!»

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