Wann gibt es den nächsten Geschichten-Teil? :3

SOKRATES - des kafkASKen Fortsetzungsromans 118. Teil kommt jetzt angeflogen, aber nicht auf einem roten Drachen, wie du es von der Deutschlehrerin möchtest:
Seit du bei deiner Schwester wohnst, entwickelst du starke Charakterzüge einer verwöhnten Göre!» «Wie bitte? Ich hör wohl nicht recht!» empörte sich Luisa. Was fiel dieser Tussi im Spitzenkleid ein? Warum erdreistete sie sich, solche Urteile über sie zu fällen. Aber plötzlich stockte ihr kurz der Atem. «Hey? Wer bist du überhaupt? Und woher weißt du, wo ich wohne und seit wann ich da wohne?» Das Mädchen mit den schwarzen Haaren blieb stehen, legte ihre Geige an und begann zu spielen. Es war wieder dieselbe Melodie, die Luisa zwar bekannt vorkam, die sie aber nicht identifizieren konnte. «Woher kenne ich diese Melodie nur?» murmelte sie. Sie war ein paar Schritte weiter gegangen, blieb jetzt stehen und drehte sich um nach der Geigerin, die ihr aufmunternd und lustig zuzwinkerte, während sie weiter spielte. «Ich gehe weiter», stöhnte Luisa. «Wenn du nicht mitkommen willst, dann bleib halt da stehen und geige dieses seltsame Lied. Ich werde schon noch darauf kommen, woher ich es kenne und was es eventuell zu bedeuten hat.» Mit diesen Worten setzte sie ihren Weg fort. Und tatsächlich blieb das Mädchen im blauen Spitzenkleid stehen und spielte weiter Geige. Nach etwa fünfzig Schritten erreichte Luisa eine Kurve und kaum hatte sie die Kurve halb durchschritten, erschien vor ihr die große imposante Psycho-Villa. «Das waren aber keine tausend Meter», sagte sie laut, sich umdrehend. Die Musik der Geigerin war zwar noch zu hören. Sie selbst aber war verschwunden. Luisa hatte keine Lust, sich darüber weiter zu wundern. Sie freute sich darüber, dass es keine tausend Meter waren, die sie zurücklegen musste, um die Villa zu erreichen. Kräftig schob sie schnell das Moped und erreichte den Haupteingang. Neben der Villa auf der rechten Seite fiel ihr auch das Gesindehaus auf, vor dem der Mercedes parkte, der sie überholt hatte. Sie wollte das Moped nicht am Haupteingang stehen lassen. Das wirkte ungebührlich. Die Villa hatte etwas Altehrwürdiges und Imposantes. Es war zweifellos besser das Moped in die Nähe des Gesindehauses zu stellen; als sie in diese Richtung ging, bemerkte sie auch einen Seiteneingang zur Villa. Als sie an den Treppen das Zweirad aufbockte, kamen auf einem Quad zwei Männer angefahren. Der ältere von ihnen, der das Quad fuhr, erinnerte Luisa an Frankenstein, das Monster aus dem Horrorfilm, das von einem verrückten Arzt aus Leichenteilen zusammengesetzt wurde und in einer Gewitternacht durch die Energie eines Blitzeinschlags zum Leben erwachte. Nur die Schraube durch seinen Schädel fehlte dem baumlangen Mann. Hinter ihm saß ein deutlich jüngerer Mann, der eine gewisse nicht so recht zu ihm passende Eleganz ausstrahle. Die beiden Männer grüßten sie. Der jüngere deutlich freundlicher als der Fahrer des Quads.

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