Ha, ha, meine 2000. Antwort ist eine SOKRATES Folge: Teil 126!

Uri Bülbül
«Wagen K17, bitte melden!» «Ja, hier K17.» «Sie haben die dringende Anweisung, umgehend ins Präsidium zu fahren. Die Dinge, die Sie aus der Nordstadtwohnung mitgenommen haben, sind sofort im Präsidium abzugeben. Und Sie sollen sich sofort bei ihrem Dezernenten einfinden. Sie werden vom Dienst suspendiert. Jede weitere eigenmächtige Handlung gilt als Amtsanmaßung und Dienstvergehen. Haben Sie...» Johanna drehte das Funkgerät einfach ab. Nach ein paar Metern fuhr sie rechts ran, um mit ihrem Handy zu telefonieren. Sie rief Arthur Francis Suthers an. Dieser schien höchst erfreut, Johannas Stimme zu hören. «Hier ist Johanna Metzger. Arthur, ich brauche dringend Ihre Hilfe!» «Johanna! Waren wir nicht beim Du?» Johanna hatte keine Nerven für Schäkereien. «Ich werde vom Dienst suspendiert. Bitte, du musst mir helfen!» «Aber wie könnte ich dir helfen?» fragte der Sonderermittler erstaunt. Johanna kam diese Frage wie eine eiskalte Dusche. «Aber hast du nicht gesagt, dass ich dich anrufen kann, falls ich Probleme mit dem Präsidium habe?» «Ach Liebes, das ist ein Mißverständnis. Ich dachte wir hätten mehr Zeit füreinander und könnten uns besser kennen lernen, wenn du nicht bis über beide Ohren in Ermittlungen steckst, von denen du ja doch nichts verstehst und die dir nur Ärger bereiten.» Johanna war außer sich vor Wut. «Ich werde meine Zeit bestimmt nicht mit dir vergeuden, du eingebildeter Affe!» schrie sie und warf wütend das Smartphone auf den Beifahrersitz, um verzweifelt und wütend in Tränen auszubrechen. So aufgewühlt und aufgebracht, wie sie war, hatte sie nicht einmal aufgelegt, als sie das Telefon von sich schleuderte. Arthur konnte sie schluchzen hören. Zufrieden drückte er den Knopf, um aufzulegen. «Jetzt nehme ich mir diesen Niklas Hardenberg vor», murmelte er, «Es geht doch nicht mit rechten Dingen zu!»
Arthur Francis Suthers fuhr Richtung Nordstadt. Etwa zwei Bus-Haltestellen davor gab es eine kleine, feine Hochhaussiedlung mit sechs niedrigen Hochhäusern, die alle zwischen fünf und sieben Stockwerke besaßen und eine gepflegte Rasenfläche davor, Magnolienbäume, eine Hecken umgrenzte Grünfläche, die die Siedlung von der Straße distinguierte, eine Video überwachte Tiefgarage und auf dem Grundstück ein schöner Spielplatz, auf dem niemand herum zu lungern wagte, wo tagsüber junge Mütter und Väter ihre Kinder spielen ließen. In dieser Siedlung wohnte Niklas Hardenberg seit neuestem, da er sich hier eine kleine Eigentumswohnung gekauft hatte. «Wie ist der nur an das nötige Kleingeld gekommen?» fragte sich Arthur Francis Suthers. Er war nur wenige hundert Meter von dieser Siedlung entfernt, als ein Porsche ihn mit Blaulicht überholte, ihm den Weg abschnitt und ihn zum Halten zwang. Dem zivilen Sportwagen mit Polizeilicht auf dem Dach entstieg Alfred Ross. Er hatte etwas von einem Cowboy, wie er seine Hose zurechtzog und auch kurz an seine Waffe fasste, um den Sitz zu überprüfen. Alles war für ihn in Ordnung, und er stark genug, um ...

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