Vielleicht handelt es sich um Paralleluniversen, vielleicht handelt es sich auch nur um einen Spaziergang. Vielleicht kann man einfach auch die berühmte Frage, was der Dichter damit sagen wollte, noch nicht beantworten. SOKRATES Teil 162: Basti ist wieder da :O

Uri Bülbül
Aber bedenke, es wird gleich dunkel und unten in den Höhlen kann man die Hand vor der Nase nicht sehen!» Sie gingen zusammen auf das Haus zu. Lara war unentschlossen, ob sie ihren Schritt Bellarosas Gemütlichkeit anpasen oder sich besser beeilen sollte. Nach ein paar Metern beschleunigte sie ihren Gang, nahm den kleinen Fußweg um das Haus herum, der wieder bergauf zum weißen Felsen führte. Bellarosa erreichte das Haus, ging links den schmalen Weg zwischen Haus und Bassin und durch die dritte Tür ins Haus hinein. Was macht Basti in der Dunkelheit in dem Felsenbunker? fragte sich Lara immer wieder. Das konnte doch alles nicht wahr sein! Wieder ihrem inneren Impuls folgend rief sie, so laut sie konnte, seinen Namen. Es schallte aus dem Wald und dem hohlen weißen Felsen das Echo zurück. «Schrei nicht so! Du erschreckst schon wieder Rudi!» Lara atmete erleichtert auf. Da war er ja wieder und ganz der Alte! Nun hatte er auch sein seltsames Schnüffeltier gefunden und auf dem Arm. Und die Hispaniola solenodon schien sich tatsächlich bei Basti wohl zu fühlen. «Ich glaube, er wird mitkommen und uns auch den Weg zeigen. Aber nicht heute Nacht. Wir müssen hier übernachten. Vielleicht bei der Frau, die dort in diesem komischen Haus wohnt.» «Ja, sie hat uns eingeladen», sagte Lara mit gemischten Gefühlen. Einerseits war sie erleichtert, dass Basti wieder da war und sein Tierchen gefunden hatte. Andererseits wäre Lara lieber wieder in der Villa bei ihrer Mutter.
«Was sagt eigentlich dieser Typ aus dem Ministerium?» fragte Leopold Lauster. «Nichts. Ich glaube, er denkt, das Präsidium hat sich gegen ihn verschworen. Er hat keine Ahnung, warum er einsitzt.» «Gefälschte Kennzeichen, nicht registrierter Revolver und er weiß nicht, warum er einsitzt?» fragte Leopold Lauster empört. «Verschwörung gegen ihn – das ist ja lächerlich! Er kam, sah und nervte!» «Und wurde daraufhin von euch weggesperrt?!» fragte Niklas Hardenberg provokant. «Nick, Nick, wo denkst du hin? Du hast doch das Video selbst gesehen, oder etwa nicht? Ross soll sich morgen seiner annehmen. Dann führen wir ihn dem Haftrichter vor.» «Übertreibt ihr nicht ein wenig?» «Mit der Waffe gleichen Typs hat eine Kommissarin ihren Vater erschossen!» bemerkte der Oberstaatsanwalt. «Ja, gleichen Typs aber nicht mit derselben Waffe. Das ist erwiesen! Da hat die Ballistik schnell gearbeitet», bemerkte Hardenberg und fügte hinzu: «Und die Kommissarin liegt nach einem schweren Verkehrsunfall auf der Intensivstation.» Dann hielt er inne. Die junge Dame, die kellnerte, brachte die Brötchen mit Knoblauchbutter. Antonio hatte sie mit Argosaugen beobachtet. Klar hatten die beiden wieder vertraute süße Blicke miteinander gewechselt. Für ihn bestand nun kein Zweifel mehr daran: Seine jüngere Tochter kannte diesen Fremdling. «Ich werde sie ausquetschen wie eine Zitrone», murmelte er mit zusammengebissenen Zähnen, während er in der Küche verschwand. «Wie geht es ihr?» fragte Leopold Lauster. «Sie liegt im Koma.»

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