https://ask.fm/Klugdiarrhoe/answers/136346265529 Also ja, Tatsache: ich bin der, der pleite ist und auf ask «unnötige romane schreibt obwohl keine Ahnung»^^ Und ich kann sie nicht mehr zurückhalten die 170. Folge des SOKRATES-Romans. Sie will unbedingt raus in die Welt, obwohl keine Ahnung :)

Uri Bülbül
«Mein Freund ist über jeden Verdacht der Bestechlichkeit erhaben» - warum hatte er das gesagt? War das nur ein dummer Zufall, eine Phrase, bloß so daher gesagt, um sich nicht von Hardenberg einladen zu lassen, sondern ihn einladen zu können? Dann diesem jungen Mädchen gegenüber! Oder hatte er ernsthaft die Befürchtung, dass Hardenberg ihm eine Falle stellen wollte? Aber so eine dumme kleine Falle mit einem Essen, was nicht einmal den Wert von 100 € erreichte? Im Grunde war diese Bemerkung von Lauster kleingeistig und dumm. Oder aber Lauster spielte auf den verdammten Auftrag an. War diese Geschichte also immer noch akut, war es Thema und beschäftigte die Herrschaften im Präsidium! Aber selbst Katja traute er so eine Rachsucht nicht zu. Letztendlich war fast niemand wirklich zu Schaden gekommen, bis auf den einen Menschen eben. Aber er war nun tot. Die Affäre mit Kristina hätte eigentlich viel präsenter sein müssen. Alfons Albermann könnte er es nicht verübeln, wenn er Rachegefühle deswegen hegte. Das aber hatte nun wiederum gar nichts mit dem Staatsanwalt zu tun. Und schon gar nicht mit Bestechung. So in Gedanken vertieft, zweifelnd und grübelnd erreichte Niklas Hardenberg seine Wohnung. Nachdem er die Tür hinter sich sorgfältig wieder verschlossen hatte, ging er durch den dunklen Flur ins Wohnzimmer. Er liebte seine Wohnung im Dunkeln. Er hatte das Gefühl in dieser Dunkelheit besonders geborgen zu sein. «Ich bin ein Mann mit Sonnenallergie, um im platonischen Höhlengleichnis zu bleiben, das wurde doch schon über mich geschrieben», ging es ihm durch den Kopf. Nein, er wollte das nicht denken! Er wehrte sich gegen diesen Gedanken, gegen dieses Gleichnis und wie er damit in Verbindung gebracht wurde. Aber wie sicher kann einer seiner Gedanken schon sein? Er stieß einen Schreckensschrei im Wohnzimmer aus, als er plötzlich eine Stimme aus der finsteren Ecke des Sofas hörte, wo Hermes es sich bequem gemacht hatte: «Guten Abend, mein lieber Freund.» «Ah! Du hast mich zu Tode erschreckt.» «Hast du mit dem dicken Polizisten gerechnet? Der Bulle ist anderweitig gut beschäftigt. Er ist mit seiner lädierten Visage im Krankenhaus auf der Intensivstation.» «Was? So schlimm habe ich aber nicht zugeschlagen!» Hermes lachte: «Manchmal überschätzt du dich! Natürlich hat das nichts mit deinen Fausthieben zu tun, Junge. Ross ist auf der Intensivstation, weil dort seine Partnerin Johanna Metzger liegt. Sie hatte einen „Verkehrsunfall“.» Hermes apostrophierte das Wort schier spöttisch. «Was willst du damit sagen?» «Ach, du hängst zu sehr in deiner Vergangenheit mit deinen Gedanken, als wärest du dein eigener Schatten und müsstest damit einem Willen folgen, der rein gar nichts mit dir zu tun hat.» «Sehr philosophisch!» Hardenberg schaltete das Licht ein. «Kristina Albermann, Frank, Katja, der Auftrag – meine Güte, was für Geschichten! Hast du dich auch mal um deine Gegenwart gekümmert? Hast du vom dicken Hoffmann deine Walther wiederbekommen?»

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