Ein Freund schreibt mir, ich sei für ihn unsterblich geworden. Wow, schade nur, dass es nicht durch SOKRATES war. Aber das ist kein Grund, die Folge 234 zurückzuhalten. Schluss mit dem schönen Waldspaziergang!

Uri Bülbül
«Vielleicht haben wir hier noch etwas zu erledigen – eine Aufgabe. Vielleicht müssen wir jemanden retten oder noch jemandem begegnen», spekulierte Basti. «Ich will auch bitte, dass in der Geschichte eine große bunte Libelle namens Lilli vorkommt und die so groß ist, dass man sich auf die drauf setzen und durch die Luft fliegen kann auf ihr, bitte. :3» «Mit wem redest du da?» fragte Lara erstaunt. Eine bunte Riesenlibelle – das hätte ihr gerade noch gefehlt. Aber sie wollte positiv denken: «Ja, eine bunte Riesenlibelle, die uns beide mitnehmen könnte auf ihrem Rücken und wir könnten dann nach Hause fliegen.» In diesem Moment rannte Rudi ein paar Meter weiter und Basti beeilte sich, ihm zu folgen, ohne Lara zu antworten. Sie beschleunigte ebenfalls ihren Schritt, während ein Geier über ihr einen Schrei ausstieß. Keuchend hatte sie Basti eingeholt. Mit Atempausen fragte sie ihn: «Ist es denn wichtig, dass die Libelle Lilli heißt? Ist es denn nicht ganz egal, wie sie heißt? Könnte sie nicht zum Beispiel auch Heli heißen?» Basti sah sie verständnislos an: «Wieso Heli?» Erschöpft vom Laufen und Reden ließ sich Lara auf ihren Hintern fallen. Rudi, der das bemerkte, drehte sich sofort um und kam angerannt. Basti hatte weder Zeit zu begreifen noch zu reagieren. Aus dem Gebüsch schlängelte sich eine Lanzenotter unmittelbar an Lara, richtete sich vor ihrem Gesicht plötzlich auf, dass sie vor Schreck und zugleich vor Schmerz einen Schrei ausstieß, um dann reglos nach hinten zu fallen. Die Otter hatte ihr in den Hals gebissen, noch bevor Rudi es verhindern konnte. Basti begriff die Situation jetzt erst, befand sich aber in einer Schockstarre und hätte ohnehin nicht gewusst, wie er nun Lara hätte helfen können.
Hoffmann gab seine Anweisungen durch das Telefon. Oberländer nahm sie zwar gehorsam entgegen, war aber auch selbst noch in Quatschlaune, was dem Hauptkommissar gar nicht gefiel. «Chef, hier war eine Ärztin, eine Theresa Wagner. Sie wollte Ross sprechen. Ich habe ihre Personalien aufgenommen und sie dann abgewimmelt. Ross ist bis jetzt nicht zum Dienst erschienen und auch nicht zu Hause oder über Handy erreichbar.» Hoffmann schnaubte am Rande seiner Geduld: «Ist gut, Oberländer. Ich bin nicht allein im Auto und die Botschaft ist nun angekommen!» «Nicht allein im Auto?» kam ein dümmliches Echo. Hoffmann drückte seinen Begriffsstutzigen Gehilfen weg. Bald erreichten sie, ohne viel miteinander geredet zu haben, die Abbiegung im Wald Richtung Villa. Betti fiel auf, dass der Kommissar nicht suchen musste und den Weg gut zu kennen schien. «Haben Sie häufiger mit @DoctorParranoia zu tun?» fragte sie. Er überlegte kurz, wer das sein sollte, dann schien er zu begreifen «Ah, der Leiter des Sanatoriums! Nein, ich kenne ihn nicht. Das ist niemand, der auf unteren Ebenen verkehrt, wie ich gehört habe. Soll aber auch demnächst abgelöst werden, wenn die Gerüchte stimmen.» Er fuhr gemütlich den Waldweg entlang und sah sich dabei aufmerksam die Gegend an.

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