Wenn man nach und nach eine Zelle von dir durch eine von mir ersetzen würde und das selbe bei mir tut, ab wann bin ich dann du?

Sam
SOKRATES Folge 239: «Komm, Rudi! Wir wollen nachsehen, wer in der Hütte ist. Das kann nur sehr interessant sein. In diesem Wäldchen ist alles sehr interessant», sagte Basti abenteuerlustig. Das letzte Stück Richtung Eingang des schiefen alten Häuschens rannte er sogar mit Rudi um die Wette, der nur mit rannte, weil er Basti nicht allein lassen wollte. Und als die Tür der Hütte plötzlich geöffnet wurde, als habe jemand schon auf die Gäste gewartet, um sie endlich zu empfangen, schlug Rudi einen Haken und sprang schnell ins Gebüsch. Ein hagerer Mann mit grauen Haaren und dunklen Augen erschien an der Tür. «Basti! Hallo! Willkommen in meiner Hütte!» rief er herzlich. «Was war das nur für ein Liedchen, was du so durch den Wald gebrüllt hast?» «Hallo Viktor! Du hier? In dieser Hütte? Das habe ich am allerwenigsten erwartet. Auf dem Eismeer Richtung Nordpol hätte ich gedacht, dich anzutreffen, aber hier im Hattinger Wald? Ach ja, das Liedchen: Mir gefällt der Text von dem Lied nicht so richtig. :c1» «Ja, so martialisch kenne ich dich gar nicht!» «Was bedeutet „martialisch“?» fragte Basti. «Martialisch stammt vom Kriegsgott Mars; bedeutet grausam, kriegerisch, brutal, grausam und furchterregend. „Raub und Mord und Überfall sind gut“ ist schon eine sehr martialische Aussage, möchte ich meinen! Aber komm nun erst einmal herein.» «„grausam“ war zweimal», sagte Basti und drehte sich suchend nach Rudi um; dieser aber war verschwunden, hatte sich im Gebüsch versteckt und beobachtete von dort, wie sein Freund mit dem grauhaarigen Mann in die Hütte ging. Basti achtete dabei darauf, dass die Eingangstür zur Hütte offen blieb, damit Rudi nachkommen konnte, wenn er wollte. Aber Rudi wollte nicht. Der Raum in der Hütte war kaum 30m² groß und teilte sich in zwei Teile, wovon der größere Raum etwa zweidrittel der Hütte ausmachte und der kleinere mit Spüle und Kochnische den Küchenteil darstellte. Von dort aus ging es aber hinter einer Klappe mit einer Treppe, die man herunterlassen konnte, zum Dachboden und eine Falltür führte in einen Keller. Im Wohnbereich war ein Tisch mit drei Stühlen und dahinter an der Wand noch eine schmale Pritsche zum Schlafen. Auf dem Tisch erblickte Basti sofort eine Tüte mit Keksen. «Hey, das sind ja Filomena-Kekse!» rief er freudig und erstaunt.
Lara erwachte ganz in der Nähe des Gartenhauses im Garten der Villa auf einer weißen Plastikbank. Sie hatte tief und fest geschlafen und fühlte sich erholt und stark aber auch orientierungslos. Klar kannte sie den Garten und sah auf das bekannte Gartenhaus, an dem sie vorbei spaziert waren, nachdem sie Basti hier schlafend vorgefunden hatten. Uri Nachtigall und Betti waren zur Villa zurück gekehrt und Basti und sie hatten ihren Spaziergang fortgesetzt. Sie richtete sich gähnend auf. Dabei fühlte sie einen Hauch von Schmerz an ihrem Hals und als sie mit den Fingern über die Stelle fuhr, fühlte sie zwei mittelgroße Einstichstellen wie von einem Vampirsbiss. Was war das?

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