Ja, das ist eine wahrhaft sokratische Weisheit der heutigen Zeit: http://ask.fm/PuppenspielerDerNoble/answers/141208276384 Mein Puppenspieler, der Noble muss auch unbedingt in SOKRATES. Aber jetzt erst einmal die Folge 264:

Uri Bülbül
Nur hatte die Frau Staatssekretärin vergessen, ihr eine kleine Nebensächlichkeit mitzuteilen: ihr Exmann Niklas Hardenberg war auch mit von der Partie. Er nannte sich Philosoph und Investigator, betrieb einen undurchschaubaren Mischmasch aus Philosophie, Politik, Journalismus, betätigte sich investigativ, indem er überall seine Nase hinein steckte und hatte sogar neuerdigs einen Anwalt als Partner, der ihm Aufträge zuschusterte und ihn wahrscheinlich somit über Wasser hielt. Aber diese Theorie über den Investigator hatte Philomena bereits korrigieren müssen, wobei sie beinahe vom Stuhl gefallen wäre: der Exmann der Staatssekretärin war ein Multimilliardär und hatte es überhaupt nicht nötig, sich von einem Anwalt mit kleinen Aufträgen aushalten zu lassen. Das veränderte die ganze Dimension der Geschichte. Aber Philomena blieb keine Zeit, der Sache in Ruhe auf den Grund zu gehen, weil sie Order unter dem Aktenzeichen ihrer neuen Auftraggeberin, der Staatssekretärin, bekam, sofort in den Flug als Flugbegleiterin einzuchecken und Marcellus Adonis Narrat zu überwachen. Er wolle einen Flug in Begleitung der minderjährigen Tochter des verstorbenen Franz-Joseph Metzger mit dem Flugdienst der Luftwaffe antreten. Ziel: unbekannt. Zweck der Reise: unbekannt. Eine Gleichung mit zwei Unbekannten – das ist doch leicht zu lösen, hatte sich Philomena @Phinaphilo gedacht und sich an die Erfüllung ihres Auftrages gemacht.
So wurde Hoffmann Zeuge des freudigen Wiedersehens von Mutter und Tochter: Betti fiel vor Freude Kommissar Hoffmann um den Hals, als sie von Schwester Maja die Nachricht erhielt, die sie vor Freude und Erleichterung Luftsprünge machen ließ – Luftsprünge hoch bis Hoffmanns Hals. «Lara ist wieder da! Lara ist wieder da! Ihr geht es gut. Ich muss schnell zu ihr!» Hoffmann umarmte sie herzlich und bemerkte unweigerlich, wieviel Leben und Kraft in dieser zerbrechlich wirkenden, zarten Physis steckte. Während er sie umarmte, trafen sich die Blicke von Hoffmann und Friedhelm Förster, der verständnisvoll wirkte, während jedoch der große schwer beleibte Kommissar etwas Hilfloses in seinen Augen hatte. «Ich muss sofort zurück», wiederholte Betti @liebeanalle. «Ich muss sofort zu meiner Tochter!» Die Männer nickten zustimmend. Förster sagte: «Ich kann die Suche nach Basti mit den Hunden auch alleine fortsetzen. Geht ihr beiden ruhig zurück in die Villa zu Lara. Ich melde mich, sobald ich eine Spur habe. Und ihr meldet euch, wenn ihr von Lara erfahrt, wo Basti stecken könnte!» Wie aber war dieses Wiedersehen zwischen Mutter und Tochter, nachdem sie sich von Förster verabschiedet und in die Villa geeilt waren? Dieser erste Moment? Wo war die Herzlichkeit? Wo die Körperlichkeit? Wo die emotionale Nähe? Als hätte sie sich auf einen einzigen winzigen Punkt im persönlichen Universum zurückgezogen. Wie ein schwarzes Loch hatte sie sich konzentriert in die Pupillen der beiden Frauen. Nichts regte sich um ihre Blicke herum.

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