Also das finde ich süß :D Sei aber nicht zu bös mit mir!

Ach liebe @Gehirn_Zelle, zu keinem Zeitpunkt der Werkgeschichte war SOKRATES eine Strafexpedition gegen unliebsam gewordene Menschen und Freunde, sondern immer der Versuch, die Grenze zwischen Fiktion und Realität zu öffnen und Traum, Phantasie, Fiktion, Philosophie umgarnt von Geschichten in eine literarische Symphonie einzufügen.
Diese Zeilen waren Uri Bülbül schon zig mal durch den Kopf gegangen, hatten diverse Verbalkleider angezogen und hatten sich einem ritterlichen Troubadour auf die Zunge gelegt, damit er sie unter dem Fenster einer angebeteten Edeldame vortrüge. Es war ein Teil der höfischen Kunst und Uri Bülbül, der immer wieder auch an seinen Avatar im SOKRATES-Roman dachte, wie er in der Psycho-Villa in seinem Zimmer saß, aus dem Fenster schaute und an seinem Thinkpad die Studien zur Paradieseologie betrieb, las zur Zeit „Hamlet oder Die lange Nacht nimmt ein Ende“ von Alfred Döblin, dessen Kosmologie er gerne in seinen Roman einfließen lassen wollte, und ließ sich davon zu diesen Metaphern inspirieren. Warum sollte er nicht ein Troubadour sein und Pseudonym @Gehirn_Zelle die verheiratete Edeldame, Mutter von zwei Kindern, glücklich an der Seite ihres Mannes und doch umschmeichelt von der epischen Poesie eines alternden Narren, in seinen Roman als die Assistentin des deutschen Militärattachés in Marokko einfügen, die Philomena am Casablanca-Airport in Empfang nehmen und in die Botschaft nach Rabat in die marokkanische Hauptstadt begleiten sollte. Es war ein durchaus heikler diplomatischer Auftrag, den sie da von ihrem Chef erhalten hatte; denn es war klar, dass Philomena im hohen Regierungsauftrag unterwegs war und nun von ihrem Auftrag abgezogen werden sollte, ohne großen Unwillen zu erzeugen. Denn unwillige Agenten können sehr heftige Eigendynamiken entwickeln und leise abzuwickelnde Regierungsgeschäfte wie Sand im Getriebe empfindlich stören. Diese Störung zu vermeiden und den Sandkorn aus dem Räderwerk zu pusten, oblag nun @Gehirn_Zelle :)
So schlüpfte sie in die Rolle der Assistentin des Militärattachés in Rabat und ließ sich im gepanzerten Mercedes der Botschaft zu Casablanca-Airport kutschieren, wo ein ziviler Airbus der Luxusklasse gelandet war und dessen Piloten sich darüber nicht so sehr wunderten, dass der Lotsenwagen die Maschine auf einen abgelegenen Parkplatz führte, wo sie von Uniformierten mit Maschinenpistolen im Anschlag umstellt wurde. Über Funk war den Piloten mitgeteilt worden, sie sollten die Türen geschlossen lassen und auf weitere Anweisungen warten. So begann die Geduldsprobe, die damit enden sollte, dass der besagte Mercedes mit @Gehirn_Zelle darin vorfuhr. Die beiden Passagiere im Airbus ließen es sich einfach gut gehen. Luisa warf zwischendurch zufällig einen Blick aus dem Fenster und rief: «Wow! Schatz, schau mal raus! Da ist ein Riesenaufgebot!» Adonis schmunzelte über die vertraute und souveräne Anrede, die das junge, verführte Ding an ihn richtete: «Ja, Liebes. Sie sorgen für unsere Sicherheit!»

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Vanity@Gehirn_Zelle