Vergessen wir Lara und Betti in der Psycho-Villa nicht und vergessen wir auch nicht Basti @Maulwurfkuchen im Hattinger Wald in der schiefen Hütte bei Viktor. Erst aber wird sich der Käptn von Philomena verabschieden müssen. SOKRATES Folge 278:

Uri Bülbül
Nun hieß es warten. Für die Piloten herrschte so etwas wie Normalität, da der Tankwagen vorfuhr, um die Maschine vollzutanken. Sie schwiegen im Cockpit, bis der Käptn sich aus seinem Sitz erhob. Er hatte unbändige Lust, sich noch einmal mit Philomena zu unterhalten. Er wollte sie näher kennenlernen, er wollte erfahren, wo sie wohnte und ob es nicht eine Möglichkeit gab, dass sie sich wiedersahen. Philomena schrieb auf ihrem Smartphone bereits ihren Bericht. Bevor sie das Flugzeug verlassen musste, wollte sie ihn unbedingt absetzen. Dann wäre er unwiderrufbar im Äther. Sie hatte auch einen Freund im Innenausschuss des Bundestages. Sie wollte ihm auf jeden Fall auch eine Kopie des Berichts zukommen lassen. Sie musste sich absichern – das war klar. Denn jene Mächte, die diesen Narrat unterstützten, waren mit Sicherheit nicht auf ihrer Seite. «Nötigung, Prostitution einer Minderjährigen und vergleichbare Delikte scheiden nach meiner Einschätzung aus; Luisa Metzger begab sich völlig freiwillig und ohne jeden Zwang in das Verhältnis mit Marcellus Adnonis Narrat. Allerdings bleibt zu prüfen und zu begutachten, ob MAN nicht eine Schutzbefohlene mißbraucht hat. Luisa Metzger befindet sich aufgrund des Todes ihres Vaters und des Unfalls ihres Schwesters und insbesondere aufgrund der Umstände des väterlichen Todes durch die Hand der eigenen Schwester in einer besonderen Stresssituation und dadurch bedingt in einem besonders schützenswerten und hilfsbedürftigen Zustand. Diesen nutzt MAN bewusst aus.» Ein Schatten, der sich ihr unbemerkt genähert hatte, ließ sie aufsehen. «Käptn!» «Entschuldigen Sie, ich wollte Sie nicht stören.» Philomena schüttelte mit einem herzlichen Blick in den Augen den Kopf: «Sie stören nicht. Warten Sie! Ich schicke noch kurz meinen Bericht ab!» Kaum aber hatte Philomenas Bericht ihr Smartphone verlassen, war er auch schon vom ewigen Nichts des Datennirvana verschluckt.
«Lass uns erst mittagessen, dann können wir immer noch spazierengehen», sagte Lara in einem lieblichen Ton, unter und zwischen dessen Wellen allein ihre Mutter eine leichte Gereiztheit ihrer hungrigen Tochter erkennen konnte. Die übernächste Stufe einer mies gelaunten und quängelnden Lara hatte auch nur Betti vor Augen. Ein Uri Nachtigall konnte das nicht erkennen; und ein Basti @Maulwurfkuchen erst recht nicht. Warum dachte Betti nur an diese beiden? Und warum wollte sie so dringend mit ihnen und mit Schwester Maja reden? Hatte Maja nicht klar und deutlich gesagt, dass Lara nichts fehlte und dass man sich auch um Basti keine Sorgen machen musste? Lara genügte das. Warum auch nicht? Aber ein Spaziergang ohne Fotoausbeute – was sollte das sein? Sie fotografierte im Zimmer herum und fotografierte aus dem Fenster, um ihre Geräte und Speicherkarten zu testen. Sowohl auf ihrem Handy als auch in der Spiegelreflexkamera schien alles in Ordnung zu sein. Sie speicherte die Fotos ab und Lara konnte sie immer wieder und so oft sie wollte aufrufen.

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