Ben @Gedankenkammer noch immer mit den «Träumen eines Geistersehers» beschäftigt, wird zu Dr. Zodiac gerufen - Zeit für ein Psycho-Gespräch ;) Was treibt eigentlich @Maulwurfkuchen bei Viktor in der schiefen Hütte? SOKRATES Folge 292:

Uri Bülbül
«Andererseits würde bei solchen Grundsätzen die Seele auch in diesen inneren Bestimmungen als Wirkungen den Zustand des Universum anschauend erkennen, der die Ursache derselben ist. Welche Nothwendigkeit aber verursache, daß ein Geist und ein Körper zusammen Eines ausmache, und welche Gründe bei gewissen Zerstörungen diese Einheit wiederum aufheben...»1 Immanuel Kants „Träume eines Geistersehers, erläutert durch Träume der Metaphysik“ war längst nicht ausgeschöpft und abgehakt. Zugegeben, Ben @Gedankenkammer war nicht allein an Philosophie interessiert, sondern ebenso an Informatik und Computerprogrammierung, aber der klassische Widerstand der Aufklärung und des Vaters der deutschen Aufklärung gegen die Geisterseherseherei beschäftigte ihn noch. Wollte der große Kritizist Immanuel Kant gegen die Geistergeschichten mit Argumenten der klassischen Mechanik entgegnen oder wollte er mit seiner kritizistischen Bescheidenheit jene Fragen, die nicht zu beantworten waren als solche prinzipiell herausarbeiten und auf sich beruhen lassen? Denn, wenn man einmal erkannt und sogar womöglich bewiesen hatte, dass sich eine Frage grundsätzlich also prinzipiell nicht beantworten ließ, war es doch sinnlos, immer und immer wieder nach einer Antwort zu suchen! Ist die Seele unsterblich? Oder gibt es einen Gott? Wie sollte man solche Fragen sinnvoll beantworten: „sinvoll“ hieß in diesem Zusammenhang „eindeutig und für alle verbindlich“! Was aber konnte eine solche Verbindlichkeit herstellen und garantieren? In diese Gedanken hinein funkte eine Whatsapp-Nachricht von Schwester Maja: «Wir können uns in zehn Minuten bei Doktor Zodiac treffen. Kommst du?»
Rudi, Bastis Hispaniola, der Schlitzrüssler, hatte sich geweigert in die Hütte einzutreten. Beim Anblick des Mediziniers und Anthropologen hatte er sich doch lieber schnell ins Gebüsch verkrochen und hatte dort angefangen nach Käfern und Würmern zu wühlen und zu schnuppern. So war er aber auch nicht in dem Gebüsch geblieben. Schnuppernd, schnüffelnd und wühlend hatte sich Rudi immer weiter von der Hütte entfernt; ganz im Jagdfieber nach Käfern und Würmern war er wieder bergab gerannt, instinktiv zurück zu der Gegend, aus der sie in mühseliger Wanderung mit Lara gekommen waren. Lara war weg, an sie konnte sich Rudi kaum noch erinnern. Er war ganz berauscht vom Duft des Waldbodens, von der feuchten fruchtbaren Erde unter dem Laub. Noch einpaar schritte und er würde auch Basti vergessen haben. Er hätte Basti ja den Weg aus dem Wald zurück zur Villa gezeigt, aber Basti war ja bei Viktor in der schiefen Holzhütte hängen geblieben. Und Rudi wusste als Schlitzrüssler, der sich mit dem Erdreich bestens auskannte, ganz genau, dass sich tief in der Erde unter der Hütte etwas sehr Unheimliches befand. Es war sehr leichtsinnig von Basti, in die Hütte zu gehen. Aber er hätte Basti auch nicht davon abhalten können. Also folgte er seinem Rüssel, der nun den Geruch von modrigem Wasser aufnahm. Er war wieder in der Nähe des Bassins.

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