Ach eine fremde Sehnsucht klingt und breitet ihre Schwingen aus in mir... wohin nur wohin geht der Flug... das Lied Sound of Silence: https://ask.fm/Gehirn_Zelle/answers/141118961634 und der Wunsch Unbeschwertheit! SOKRATES Folge 307:

Uri Bülbül
Nein, nein, das ist nicht die Folge 307! Wir sind schon einen Schritt weiter. Die Gedanken über die verlorene Unbeschwertheit nahmen einen anderen Gang, als wollten sie Philomenas These, dass es womöglich irgendwo im Nirgendwo sogar eine Ur-Ur-Form des SOKRATES geben könnte, bestätigen. Sie äußerte diese Vermutung und streute zugleich einen immensen Zweifel ins schöpfende Gemüt: «wenn die Sache nicht einen Haken hätte». Uri Nachtigall sitzt vor seinem Thinkpad in der Psycho-Villa, seine Nase schmerzt und ist blau bis violett verfärbt und angeschwollen; ihm fällt es schwer, sich auf die Paradieseologie zu konzentrieren, er schaut aus dem Fenster, sieht, wie Lara und Betti von einem Mittagsspaziergang zurück kommen und er kann auch sehen, dass Lara etwas im Arm hält, ein kleines Tierchen, eine Katze womöglich, einen Hasen oder einen Hund. Betti und Lara wissen es besser, auch wenn Lara es nicht glauben kann; es ist ein kleines Wolfsbaby. Seltsamerweise bemerkt er auch auf die große Entfernung die unruhige Stimmung in Betti. Was sind das nur für unsichtbare Fäden, die Menschen manchmal miteinander verbinden? Da sitzt man im Auto hinter einer getönten windschutzscheibe und lächelt eine Person im anderen Auto an und diese lächelt zurück. Eine optische Unwahrscheinlichkeit sondersgleichen und doch so real in der Welt, die durch Gefühle zusammengehalten wird. Lara hat von diesen Gefühlen mehr als genug in sich und das spürt der kleine Wolf. Ob er seine Mutter überhaupt noch vermisst? «Wer schreibt uns nur?» könnte Uri Nachtigall sich fragen, er könnte Bastis Aufforderung aufgreifen und versuchen der Frage nachzugehen. Und vielleicht hätte er die Ahnung in sich, dass wir nur Träume von Figuren in Ur-Ur-Fassungen unserer Lebenswirklichkeiten sind. Apropos Lebenswirklichkeit: aus irgendeiner Ecke springt sie heraus, holt uns immer wieder ein und schleudert uns irgendwohin. Und wir erfinden eine Geschichte dazu, damit das Leben nicht lose in der Luft hängt. Philomena jedenfalls hat ihren Flug zurück nach Deutschland schon gebucht. Sie kann nur detailreich berichten, was im Flugzeug geschah. Ob sich die Details zu Informationen zusammenfügen, kann bezweifelt werden und muss sich noch erweisen. Alice sitzt im Büro vor einer Nachrichtensperrewand über Marcellus Adonis Narrat, Dr. Alfons Albermann, der Herr Polizeipräsident, murmelt angesichts der Meldung, jemand recherchiere in der deutschen Botschaft in Marokko über den alten Mann, der mit der jungen Luisa Metzger auf und davonflog, schier resignativ: «auch das noch», nachdem er ungerührt die Botschaft mit einem eisigen „Danke“ entgegennahm. Im Krankenhaus desselben Städtchens steht Dr. Theresa Wagner auf der Intensivstation am Bett der Komapatientin und kann auf dem EEG ungewöhnliche Hirnstömungsaktivitäten beobachten. Sie ist unschlüssig, ob sie ihren Chef davon in Kenntnis setzen soll oder erst einmal abwarten, wie es sich weiterentwickelt. Dem Theaterphilosophen tränen die Augen-nicht aus Sentimentalität.

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