Mein lieber Uri, ich vermute sogar, dass eine Ur-Ur-Form des SOKRATES existiert. Im Feenland scheint nichts unmöglich...wenn die Sache nicht einen Haken hätte :-) Ich wünsche dir einen watteweichenhimmelblauen Tag

Oh ja, der Haken! Reden wir nicht davon, bitte! Drehen wir lieber unsere Runden durch die Spiralen unserer Selbstreferentialität ;)
SOKRATES Folge 307:
«Was wünschst du dir zurück?», hatte Hikari Alice @Gehirn_Zelle gefragt und «Unbeschwertheit» als Antwort erhalten. [https://ask.fm/Gehirn_Zelle/answers/141118961634] Ein Ein-Wort-Satz, mehr nicht! Manchmal reichte eben ein einziges Wort mit einem Punkt dahinter aus, um ganze Geschichten, Gefühle, Tiefen und Seelenstürme zu erzählen. Eine verlorene Unbeschwertheit – was konnte tragischer sein? Verlorene Unschuld niemals! Wir alle verlieren unsere Unschuld. Der Mensch erblickt das Licht der Welt und hat schon seiner Mutter Schmerzen bereitet und selbst gelitten. Die kaiserlichen Schnittbabys wurden davon verschont und kamen ganz ohne Zerquetschungen des Kampfes durch den Geburtskanal auf die Welt wie ein makelloses Püppchen aus der Spielzeugabteilung, als ob das Unschuld bedeuten könnte! Sie würden noch früh genug erfahren, dass mit einem so leichten Start ins Leben der Kampf durch den Kanal des Lebens zu einer nächsten Geburt (in was für eine Welt und Existenzweise auch immer) nicht zu umschiffen war. Die Zeilen «Von guten Mächten treu und still umgeben,/ behütet und getröstet wunderbar» stammten keineswegs aus einer rosaroten Wattebauschzeit und waren auch nicht so gemeint. Im selben Gedicht war auch von «aufgeschreckten Seelen» die Rede, von Qualen, von «böser Tage schwerer Last»! Der Kampf durch den engen Kanal war schmerzhaft, schwer und auch lebensgefährlich. Nichts da mit einem nur kurzen Schnitt und man wurde auf Händen sanft zum Himmel gehoben. Man war vielleicht in einer Metamorphose, in einem schwerwiegenden Verwandlungskampf und irgendwann konnte man die Flügel entfalten, die Sonne auf die Schuppen fallen lassen, glitzern und davon flattern. Aber bis es mal soweit war, gab es noch eine Menge zu erledigen. Unbeschwertheit – ja, das konnte man als Antwort geben, wissend, dass kein Weg zurück führt, denn «Noch will das Alte unsre Herzen quälen,/ noch drückt uns böser Tage schwere Last». So hackte Alice @Gehirn_Zelle von ihrem Computer in der Botschaft aus ihre Anfragemails in die Welt, sowohl in das worldwideweb als auch in die interne, geheime Welt der staatlichen Diplomatie und Geheimdienste, wofür sie vom Büro des Militärattachés aus den Zugang besaß. Hikari war nicht mehr im Netz. Sie hatte eine schöne Frage formuliert und dadurch einer noch schöneren kurzen aber so tief sitzenden Antwort auf die Welt verholfen. Mehr musste nicht sein. Was aber auf die Recherche nach Marcellus Adonis Narrat aus dem internen wie externen weltweiten Netz zurückkam, füllte kaum einen Feigenkern, um es mal orientalisch auszudrücken. Zwei Screenshots, Auszüge aus einem abgefangenen Emailwechsel, die wenig Sinn ergaben und sonst immer wieder die Meldung «No Permission», «No authorization»! Und das dem Computer des Militärattachés gegenüber! Alice wurde immer neugieriger.

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Filomena@HamburgMittendrin
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