Es gibt noch viel zu philosophieren. Also packen wir's an und erzählen erst einmal die 312. Folge des kafkASKen Fortsetzungsromans. Aber was kann sich nur für eine Philosophie hinter einer surrealen Fortsetzungserzählung verbergen? SOKRATES Folge 312:

Uri Bülbül
Warum steckte diese Irrenhausschwester mit dem Theaterphilosophen unter einer Decke? Da musste es eine geheime Verbindung zwischen den beiden geben; denn kaum hatte man ihm mitgeteilt, dass er verhaftet sei, suchte er Zuflucht in der Villa. Die Dinge ergaben für Kommissar Ross, der eine erstaunliche Klarheit im Kopf verspürte, keinen Sinn, hingen aber zusammen. Auch Sinnloses kann eine Kette bilden. Der Theaterphilosoph zieht sich also, kaum, dass er von seiner Verhaftung und den Ermittlungen gegen sich erfährt, in die Psycho-Villa zurück, nach einem Ausflug in das städtische Krankenhaus, nimmt er auf dem Rückweg ein Taxi, dessen Fahrerin spurlos verschwindet. Ross als ermittelnder Kommissar wird betäubt und landet, als er den Theaterphilosophen befragen will, in diesem schwarzen Container, ohne genau zu wissen, welches Schicksal ihn nun erwartet. Und seine Partnerin kann ihm nicht helfen; denn sie ist diejenige, die im Krankenhaus auf der Intensivstation im Koma liegt! Warum aber wollte der Theaterphilosoph sie besuchen? Damit nicht genug: sie hatte wegen einer Kiste voll DVDs in Notwehr ihren Vater im Haus ihrer Eltern erschossen. Eine Menge Ungereimtheiten, aber das moderne Gedicht verzichtet auf Reim! Der Sinn klingelt nicht am Versende, sondern versteckt sich, wenn er überhaupt vorhanden ist, zwischen den Zeilen. Durstig hielt Ross inne. Er musste selbst über seine Gedanken staunen. Vorsichtig stand er auf, um den Wasserspender zu suchen. Doch da fiel ihm Nadias Warnung ein, die Finger von diesem Wasser zu lassen. Er durfte jetzt seinen frisch zurück gewonnenen Verstand nicht wieder aufs Spiel setzen. Die Kiste mit den DVDs könnte den Schlüssel zur Lösung enthalten. Wahrscheinlich konnte man über die DVDs auch erfahren, was dieser Uri Nachtigall mit all dem zu tun hatte. Warum nur wollte er Johanna besuchen? Und warum war Johanna auf dem Weg in die Psycho-Villa gewesen? Und war es wirklich ein Unfall, dass sie gegen einen Baum raste? Wer Alfred Ross in diese Kiste gesteckt hatte, musste auch Interesse an der DVD-Kiste haben. Es konnte nicht lange dauern, bis sie gefunden wurde. Er hatte sie zwar in seinem Tresor, wo er auch seine Waffen verwahrte, eingeschlossen; aber das war kein unüberwindbares Hindernis. «Ich habe einen Fehler gemacht», murmelte er, als er sich auf seinen Hintern fallen ließ.
In der marokkanischen Hauptstadt im Malak Hotel hatte Philomena ihren Entschluss gefasst, so schnell wie möglich nach Hause zu fliegen. Marokko war nur ein unsinniger Zwischenstopp. Eigentlich sollte das Flugzeug zum Weiterflug aufgetankt werden, aber den Piloten war das Ziel nicht bekannt gewesen. Wohin dieser mysteriöse Alte mit dem jungen Mädchen fliegen wollte, war geheim. Und Philomena glaubte nicht daran, dass sie hier in Rabat etwas darüber erfahren konnte. Also wollte sie es machen wie bei „Mensch ärgere dich nicht“: zurück an den Anfang. Wenn sie überhaupt wieder ins Spiel kommen wollte, war das ihre einzige Chance.

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Filomena@HamburgMittendrin
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