Was ist das nur für eine Welt, in der es so viele Handlungsstränge gibt, aus deren Verflechtungen und Knotenpunkten man nicht schlau wird - so viele Irre und Wirre; da kann nur SOKRATES Folge 320 helfen: Alice in Action!

Uri Bülbül
Nicht mehr so schnell wieder los? Was sollte das bedeuten? Niklas Hardenberg sah sich hilfesuchend um, aber Antonio kam nicht herbeigestürmt, um seine Tochter am Arm vom Gästetisch wegzureißen. «Maria, wie kann ich Ihnen helfen?» «Du kannst „du“ zu mir sagen! Wir brauchen keine Schnöseleien zwischen uns!» «Es gibt kein „Zwischen uns“» konterte Niklas. «Ich will bei dir ein Praktikum machen und es wäre ziemlich gemein von dir, wenn du mich abwimmeln würdest.» «Aber was soll das nur für ein Praktikum sein, Maria? Du hast ganz falsche Vorstellungen von meiner Tätigkeit, vielleicht verwechselst du mich sogar mit jemandem.» Maria lachte: «Nein, ganz sicher nicht. Ich verwechsle dich nicht mit jemandem. Ich möchte von dir lernen – alles, was du mir beibringen kannst, will ich lernen, und ich weiß ganz genau, dass ich das, was ich bei dir lernen kann, nirgendwo sonst in dieser Form zu lernen bekomme.» Niklas war verunsichert. Sollte das nun ein Traum oder ein Albtraum werden? Das Vorhaben, der schönen Richterin näher zu kommen, ging gerade den Bach herunter. «Was möchtest du mal damit machen?» fragte er, um eine väterlich-pädagogische Haltung einzunehmen. «Keine Ahnung. Ist das nicht völlig unwichtig? Das habe ich aus deinem Kapitel über die „Sinnlosigkeit der Teleologie“ gelernt.» Niklas versuchte nicht in eine Sprachlosigkeit vor Staunen zu verfallen. «Ich hätte nicht gedacht, dass du es so ernst meinst, als du in der Nordstadt schon bei mir auftauchtest. Ich bin geschmeichelt und beeidruckt...» «Ja, ja, du bist auch ein bißchen überrascht. Aber das kriegen wir schon hin.» Marias Mutter kam in diesem Augenblick aus der Küche. Sie war fest entschlossen, diese außer Kontrolle geratene Situation mit ihrer Tochter wieder in den Griff zu bekommen. Maria war bisher immer ein braves Mädchen gewesen; nur der Jähzorn ihres Vaters hatte sie aufgestachelt. Sie glaubte, es wieder schnell zurechtrücken zu können. In diesem Irrglauben steuerte sie direkt den Tisch an, wo ihre Tochter mit dem seltsamen Gast saß und vertraut unterhielt. «Maria! Kann ich dich bitte einen Moment unter vier Augen sprechen!»
Während Niklas Hardenberg unruhig auf seinem Stuhl hin und her rutschte und sein Unwohlsein über diese Situation nicht unterdrücken konnte, sich unter den Augen der schönen Richterin beobachtet, durchleuchtet und bis auf die Knochen blamiert fühlte, und Maria keinerlei Anstalten machte, die gehorsame und brave Tochter zu werden, die sie jahrelang für ihre Eltern gewesen war, als habe sie still und heimlich eine radikale Revolution geplant, um das Weltbild ihres Vaters von den Füßen auf den Kopf zu stellen, entdeckte Alice zwei Männer hinter einem Busch, die mit einem Abhörgerät und Richtmikrophon hantierten, was ihr Hadern mit sich beendete und ihrem Kampfstock einen Sinn verlieh. Ein Blick in die Richtung, in die das Mikrophon zeigte, verriet, wen die beiden Schwarzköpfe abzuhören versuchten: @Graf_Otto und Philomena! Ohne Zögern rannte Alice auf die beiden zu.

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Vanity@Gehirn_Zelle