Mich würden deine Gedanken dazu interessieren: "Welch töricht Ding die Liebe ist,« sagte der Student als er davon ging. »Sie ist nicht halb so brauchbar wie die Logik, da sich mit ihr nichts beweisen läßt und sie erzählt immer von Dingen, die niemals geschehen werden, sie läßt einen Dinge glauben...

Ich widme Dir und Deiner Frage in zwei Teilen zwei SOKRATES Folgen. Hier FOLGE 343:
Der Fisch schimmerte in den Farben des Regenbogens. Ihm war nach Fliegen. Sprung aus dem Wasser hoch hoch empor der Sonne entgegen, dem blauen Himmel, den ein zwei weißen schäumigen Wölkchen, mal testen, wie sie schmecken. In ihm jauchzte und jubelte es. Was konnte es Schöneres geben als das Leben und all die Liebe in diesem Leben, die möglich war und doch unmöglich schien, wie aus dem Nichts tauchte sie auf, wie er gleich aus dem Wasser, schimmerte und glitzerte, bezauberte und verwunderte. Und blieb immer unbegreiflich und ungreifbar schön. Wer sie sah und sich an ihr entzückte, wollte sie berühren und dann richtig anfassen, zupacken und festhalten. Aber so war die Liebe nicht. Sie passte nicht in eine Faust. Das wusste Philomena genauso gut wie Alice. Aber daran muss man doch nicht verzweifeln, sagte sich Philomena und Alice @Gehirn_Zelle richtete ihre scharfen Augen und ihren scharfsinnigen Verstand auf den Liebesfisch wie ein Angelhaken. Greifen war das falsche Instrument. Nur Indianer und Trapper in Filmen konnten mit bloßen Händen Fische fangen. Und Bären natürlich, aber sie hatten auch ganz andere Möglichkeiten mit ihren Reflexen und Tatzen. Eine Gießkanne müsste man haben und eine Mamagei als Freundin und dann könnte man in die Welt hinaus, in die weite weite Welt. So dachte der Fisch aus dem philosophischen Gartenteich. «Aber wenn einem doch die Brust so eng wird, ganz eng, weil die Liebe, die wundervolle erfüllte und schöne, die traumhafte und schillernde Liebe, die Schmetterlinge singen lässt, dass man die Schaumküsse der Wolken vernaschen möchte, wenn also diese wundervolle Liebe zugleich mit ihrer Kehrseite janusköpfig Angst und Eifersucht mit sich bringt, was sich schwarz ins Herz einschleicht wie zähfließender Straßenteer, klebrig und fest, dass man ihn nie mehr loswird, ein Asphalt der Einsamkeit und Bosheit in der Brust, wenn also dieses Gift sich ins liebende Herz ergießt, wie soll man dann je wieder einen freien Atemzug machen können? Einen einzigen freien Atemzug. Gerade noch jubelierend der Duft der Liebe leicht und schimmernd und schillernd und schöner als ein Regenbogen, erstickt nun plötzlich alles in Pech und Schwefel.» Dies hatte der Fisch gehört. Er lauschte im Teich des Philosophen in seinem philosophischen Garten den Gesprächen und dachte sich seinen eigenen Teil dabei. Ein bunter Vogel musste als Freund dabei sein, eine sich immer wieder füllende Gießkanne und schon konnte man sich auf die Reise machen, dachte der Fisch, die Liebe zu suchen, die janusköpfige mit Regenbogen und Pech und Schwefel. Damit er nicht verendet, begleitete ihn die fröhlich plappernde Mamagei 'Fridolin', die eine Gießkanne bei sich trug, die sich immer wieder mit Wasser füllte. Und so traf den Schimmerfisch von Zeit zu Zeit ein Schwall Wasser inkl. vieler Worte. So also gingen Wünsche in Erfüllung.
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*Philomena-Variationen <3

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