... die nicht wahr sind."

Philomena und @Gehirn_Zelle unterwegs - SOKRATES Folge 344:
Wünsche, die in philosophischen Gartenteichen von Gesprächen inspiriert einen bunten Schimmerfisch umtreiben konnten. Solche Wünsche entstanden, eine Mamagei hieß Fridolin und nicht etwa Frida und ein tanzender Elefant musste befreit werden, der zur Belustigung der gaffenden Menge auf einem Marktplatz vorgeführt wurde. Und der Schimmerfisch dachte: «So können die Menschen also auch sein», doch dachte er dies bei sich und nicht laut und nicht so, dass Fridolin mit ihrer Papageienmütterlichkeit es hören konnte, denn sie war damit beschäftigt, von Zeit zu Zeit, dem Schimmerfisch einen Schwall Wasser aus der sich ewig füllenden Gießkanne zu spritzen, damit er auch seinem Fischwesen gerecht leben konnte und nicht an der Luft kläglich einging. So viel Fürsorge wurde dem Schimmerfisch zuteil, der seinen Gartenteich verließ, um Gottes rechte Gunst zu empfangen, denn so hatte er es gehört: Wem Gott rechte Gunst erweisen wolle, den schicke er in die Welt hinaus. Und mit Fridolins Hilfe und Försorge war es für den Schimmerfisch möglich geworden, den Teich zu verlassen und einen Zwischenstopp auf dem Marktplatz einzulegen. So also konnten die Menschen auch sein. Sie begafften und beklatschen einen gefangenen tanzenden Elefanten, dem man das Tanzen nicht musikalisch beigebracht hatte, weil die Musik in ihm eine Resonanz der Bewegung hervorrief, sondern unter Schmerzen, in dem man ihm an seinen Beinen zu einer bestimmten Musik rhythmisch Schmerzen mit einem Elektroschockgerät zufügte. Menschen nannten es „Dressur“ und Fridolin konnte eine Menge darüber erzählen – eine so große Menge, dass der Schimmerfisch den Schmerz schier nicht aushielt. Und wie traurig der Elefant die beiden anblickte! Nicht auszuhalten war es. Und der Schimmerfisch schrie wie er in seinem Leben nicht geschrien hatte und gar nicht wusste, dass er überhaupt einen Ton von sich geben konnte. Denn eigentlich sind Fische sprichwörtlich stumm und dadurch verschwiegen für Menschenohren. Dem Schimmerfisch aber entrang sich ein Schrei und Fridolin wusste nur zu genau, dass Zeit für Taten war und dem Redeschwall ein handelndes Schweigen folgen musste, was für Papageien ebenso wesensfremd war wie Schreien oder Sprechen für Fische. Als der Elefant endlich eine Pause machen durfte und dafür in einem dunklen Verschlag angekettet wurde, schlichen Fridolin und Schimmerfisch zu ihm. Die Mamagei machte sich ans Werk und rasch war der Elefant von seinen Ketten befreit. Die Natur hat uns Grenzen gesetzt, damit wir sie überwinden in Liebe, hatte der Schimmerfisch im Teich des Philosophengartens gehört und wie er so seine Kreise zog zwischen Algen und Wasserpest, Larven und Eier aß von Insekten, ließ er sich dies durch den Kopf gehen, was es wohl bedeuten mochte, die Grenzen der Natur zu überwinden. Nur die Liebe kann dir helfen über dich hinauszuwachsen. Was ist das hier nur für ein Garten? fragte er sich, Tubifex und Mückenlarven verschlingend.

View more

Ecila@haesslichesSchwaenlein
Vanity@Gehirn_Zelle