Wann gibt es den nächsten Geschichten-Teil?

Am 23. Januar, also vor 6 Tagen, fing ich an zu schreiben und kam nur bis an diese Stelle:
«Ach, ach, mein Schatz, du mein aufbrausender Wüterich, was ist mit dir nur geschehen?» Was? Wer sprach da? Das konnte doch nicht wahr sein! Ute? fragte Ross zaghaft.
SOKRATES - Folge 376:
Er hörte die Stimme seiner Frau, irgendwo ein wenig Grau auf Schwarz schaukelte ein Mädchen auf einer Schaukel, die etwas sehr Seltsames an sich hatte. Alfred Ross bekam Angst um dieses Mädchen. Es erinnerte ihn an seine Tochter. Die Schaukel war an einem Baum befestigt, der Baum war aber dünn und verdorrt. Das Mädchen schaukelte und lachte und schaukelte kräftiger. Dem besorgten Vater war das schon zu wild. Und seine Frau Ute sagte immer und immer wieder «Ach, ach, mein Schatz, was ist nur aus dir geworden? So wütend bist du so voller Zorn!» Ross versuchte seinen Arm auszustrecken und auf den Baum mit der Schaukel zu zeigen. Aber seine Glieder waren bleiern. Er konnte seinen Arm nicht heben und als er etwas sagen wollte, um das Mädchen zu warnen, bekam er keinen Ton aus seiner Kehle. Dabei war nun wirklich eine Warnung dringend notwendig. Das Mädchen schaukelte sehr hoch und schwebte in ernsthafter Gefahr. Die Stimme seiner Frau traf ihn aber auf eine andere Weise hart und aufwühlend. «Du durchlebst eine neue Liebe, mein Schatz, nicht wahr?» Er versuchte zu nicken. Auch in seiner Nackenmuskulatur schien alles voll Blei. Aber vielleicht war es auch gerade richtig und gut, dass er nicht nicken konnte. Denn Ross hatte plötzlich ein ganz tief sitzendes und beißendes schlechtes Gewissen seiner Frau gegenüber. Aber Ute Ross schien genau das in der Dunkelheit erkennen zu können. «Ach, ach, mein wütender Liebling. Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben – nicht mir gegenüber, mein wütender Liebling! Ich habe an derlei Dingen kein Interesse und mache dir sicher keine Vorwürfe, dass du dich wieder verliebt hast nach all dem Unglück.» «Wo bist du?» wollte er fragen. «Wo bist du nur?» Aber kein Ton kam aus seiner Kehle und seine Zunge ließ sich auch nicht bewegen, so schwer wie sie war. Aber Ute verstand ihn auch so. Wie im richtigen Leben, als sie noch glücklich und zusammen waren, verstand sie ihn auch ohne Worte. Und manchmal sogar, das musste er zugeben, trotz seiner Worte und geschwungenen und gebrüllten Reden verstand sie ihn, konnte ihm direkt ins Herz schauen. «Bei dir, mein Schatz. Ich bin immer bei dir. Das wird sich nicht ändern.» Das war sehr rührend, Alfred Ross begann zu schluchzen und zu weinen und da brach plötzlich der Ast, an dem die Schaukel hing. Der ganze Baumstamm brach dann auch ab. Ross konnte nicht mehr aufhören zu weinen, obwohl das Mädchen nicht wie er befürchtet hatte, auf den Boden fiel und sich Schmerzen zufügte, sondern mit der Schaukel wie ein Vogel in den finsteren Himmel flog und verschwand. Da hörte Ross die Stimme des Mädchens mit dem Regenschirm? Sie war ihm im Präsidium begegnet und hatte ihn die Treppen hinunter gestoßen.

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