Warum antwortest du nur noch selten?

Das ist eine der schwerwiegendsten Fragen der letzten Wochen. Und sie macht mich einerseits glücklich, weil jemand es erstens bemerkt hat und zweitens nach meinen Antworten fragt.
Ich kann es kurz beantworten: ich befinde mich in einer existenziellen Sinnkrise. An himmlische sinnstiftende Mächte glaubte ich ohnehin nie, nun aber verliere ich den Lebenssinn, verliere das Leben selbst, verliere meine Mitte, verliere meinen Frohsinn, mein Lachen, meinen Glauben an den Menschen und an die Menschlichkeit. Der Mensch scheint nicht einmal soviel soziale und vitale Intelligenz zu besitzen, um dem Menschen ein Wolf zu sein.
Ich verbinde mal zwei Gedanken, die Friedrich Nietzsche geäußert hat:
1. Der Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt Einem, wenn man hinunterschaut;
2. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.
Ich fühle mich beobachtet.

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