Für den werten Uri:

Zeitspiel
Johanna schaut versunken auf den Boden. Nilam beginnt wieder schüchtern auf sie einzureden, dass es doch nicht schlimm sei sie als beste Freundin zu haben und mit ihr würde sie auch Eikes Schläge besser ertragen. Auch seien doch seine Schläge sehr erregend, oder nicht? "Sei still,sofort!", rief Johanna ihr zu, Nilam verstummte nicht:"Warum sollte ich das tun? Ich bin du, du bist ich. Was macht es denn für einen Unterschied ob ich rede oder nicht. Im Grunde genommen bin ich dennoch anwesend und du spürst mich jede MIllisekunde. Ich bin immer bei dir in deinem Körper, oder bist du in meinem? Vielleicht habe ich ja dann das Recht dazu, dir den Mund zu verbieten." Johanna schwieg, sie wusste dazu keine wirkliche Gegenkonter um Nilam zu schweigen zu bringen. Immer wenn Alfred zu Eike mutiert, tritt sie in den Vordergrund und beschützt sie. Irgendwie. Alfred ist selbst nicht bewusst, dass Nilam ihn Eike nennt, aber dieser Name passt dann zu Alf. Johanna weiß selber nicht mal warum das der Fall ist, doch kommt ihr dieser Name sehr vertraut vor. "Na? Wer von uns beiden ist nun das graue Mäuschen?", fragte Nilli provokant. Johanna entgegnete trocken:"Damit du dich stärker fühlst nutzt du immer drei Möglichkeiten. Die erste ist die Mitleidstour, damit du deinem Gegenüber dann leichter in den Arsch treten kannst. Die zweite ist das provozieren sodass du dann der Person leichter die Schuld zuweist und die dritte Möglichkeit..." Johanna machte eine lange Pause, sagte nichts und schwieg. Nilli begann einzuwenden:" Wie? Ich soll manipulieren? Hör auf sowas zu denken! Denk nicht mal daran." "Ich habe es doch schon getan", erwiderte Johanna mit einem finsteren Lächeln, "Ich habe nie wirklich das bemerkt, aber du manipulierst mich imer im Hintergrund. Du kranke Person stehst auf Schläge und wirst dabei feucht. Du unterwirfst dich, obwohl du eine starke und selbstständige Frau bist. Du bist intelligent! Der Beweis ist der beste Abschluss in der Polizeiakademie, oder nicht?" Nilli fing an zu lächeln, dann kicherte sie leise bis sie anfing hysterisch zu lachen. Sie warf dabei den Kopf in den Nacken, ihre Haare flogen in Johannas Kopf nach hinten. Sie zeigte ihre Zähne, während sie wie eine Hyäne lachte:"Hanna, du machst mich so fertig. Du hast dich selbst als krank bezeichnet!" Johanna verdrehte die Augen und schwieg. Nilli drängelte sie zum weiterreden, aber sie blieb stur.
"Meine liebe, warum sind Sie heute so in ihren Gedanken versunken? Es steht Ihnen natürlich frei zur Wahl, ob Sie mir Ihre Gedanken offenbaren, aber ich bin Ihnen wirklich sehr verbunden, wenn Sie sich mir öffnen würden. Schlussendlich bin ich ,laut Ihrer Akten, Ihr Doktor." sprach eine beruhigende und dennoch klare Stimme. Johanna fuhr aus ihrer Diskussion mit Nilam und schaute erschrocken in die warmen und freundlichen Augen eines jungen Mannes.
Teil zwei: http://ask.fm/MaskenmitMasken/answer/114538352255

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