Ask @MiriJeanneBlack:

Findest du es peinlich, mit 18 noch Jungfrau zu sein? Warum (nicht)?

Mrs Ackles
Nein, ich finde es nicht peinlich, im Gegenteil: Ich bewundere es bei manch einem sogar. Viel schlimmer ist es, dass mittlerweile 13 jährige schwanger werden, die Drogenpalette durchnehmen, sich bis zum kotzen besaufen und keinerlei Respekt oder wenigstens die Fähigkeit zur Vernunft oder Selbstreflektion besitzen. Auch die Tatsache in manchen Kreisen als 'uncool' oder verklemmt zu gelten, wenn man nicht schon mit 14 regelmäßig Sex oder mehrere Beziehungen hinter sich hat ist für mich mehr als beunruhigend. Wenn man sich wirklich bereit fühlt und es ohne 'Gruppenzwang' oder seltsamen Einfluss der Medien will, ist das für mich kein Thema, jeder sollte das für sich selbst am besten entscheiden können und eigentlich kann es den meisten Bekanntschaften herzlich egal sein, wer wann und mit wem was treibt. So weit meine Meinung in der Kurzfassung dazu.

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Was hasst du am meisten?

Die Vergewaltigung der Sprache heutzutage. Ich habe nichts gegen Dialekte und Akzente, doch Sätze wie "Gibt's es was neues?", "Geil, ich hab nen Buch geschrieben", "´LoL, wir sind wahrnsinnig", "I luv yo my bebiii!" etc. fügen mir großen seelischen Schmerz zu. Das schlimmste daran ist meiner Meinung nach, dass einige Leute sich dabei auch noch für poetisch, begabt oder den König der Welt halten und es als persönliche Beleidigung oder Spießertum ansehen, wenn man ihren fahrlässigen 'Schreibstil als Ausdruck ihrer 'Kunst'' nicht aushält. Ich hasse nichts mehr als mit ansehen zu müssen, wie das Wort derart verschwendet, verunstaltet und misshandelt wird. Wenn jemand Legastheniker ist, ist das natürlich etwas anderes, aber Texte durch ein Korrekturprogramm zu jagen - und wenn es nur Word ist - ist doch wohl nicht zu viel verlangt, zumindest, wenn es ein längerer Text ist und nicht nur eine Chatnachricht, in der man mal einen Tippfehler macht. Ich verstehe diese Menschen nicht. Vor allem, weil sie auch nicht lernen wollen und sich wissentlich quer stellen.

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Was inspiriert dich?

Schmerz wie Angst, zerbroch'nes Glas, Nebel und die Nacht.
Hoffnung, Leben fremder Wesen, Regen, kranke Macht.
Jungfräuliche Melodien, blauer Augen Reflektion,
Süßes Wort bei Peitschenhieben, jede kleine Rebellion.
Energie, kaputte Seelen,
Träume die mich täglich quälen,
Leiden sehen, sie verstehen
an der Wahrheit mich vergehen
harte Hiebe, nied're Triebe
und noch mehr beschert die Liebe.
Sehnsucht .
und noch vieles mehr.

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Wie können wir wissen, ob wir in einer Welt tatsächlich existierender Dinge leben - oder einer simulierten Scheinrealität?

Soulless
Das ist tatsächlich eine Frage, die ich mir selbst oft stelle; Ich lebe in ständiger Angst, "meine" Realität zu verlieren und kontrolliere stetig, ob ich noch fühle und mir all das real vorkommt. Dieses Verhalten macht es natürlich nur noch schlimmer, aber so einfach werde ich das wohl nicht mehr los. Sicher können wir uns vermutlich nie sein, denn unsere persönliche Realität besteht zu großen Teil aus unserer Wahrnehmung. Was wir nicht in irgendeiner Form wahrnehmen, existiert für uns auch nicht, wie sollten wir auch davon wissen. Haben Menschen zum Beispiel eine "verzerrte Wahrnehmung" (hässliche Bezeichnung, wie will man so etwas festlegen? Doch das ist jetzt nicht mein Thema), wird auch ihre Realität aus fremder Sicht verzerrt sein.
Theoretisch könnte alles, was wir sehen, kennen und als unsere Welt wahrnehmen nur eine verdammt gute Illusion sein, manch einer schafft sich auch seine eigene Realität, welche von der unseren stark abweicht, er lebt dann nur noch in einer für und fremden Welt, so wie wir in manchem Traum. Ich frage mich oft, ob mein Ich und alles andere wirklich existiert oder ob ich vielleicht nur eine Traumgestalt bin, gefangen im tiefen Koma. Mein Musiklehrer sagte einmal, er sei oft davon überzeugt, dass wir alle nur existieren, um ihn zu unterhalten und sein leben zu füllen, was ich auch sehr interessant fand. Niemand konnte den anderen beweisen, dass er existiert und real ist, nicht nur ein Statist der eigenen Phantasie. Wir können nicht wissen, dass die Welt, in der wie leben wirklich real ist, wir können sie nur zu unserer Wahrheit machen.

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Wann zweifelst du? (Frei interpretierbar)

Mrs Ackles
Zu selten, wie sich oft herausstellt. Naja.. zu selten an anderen - umso zu öfter an mir. Ich beginne zu zweifeln, wenn ich unter Druck stehe, manchmal zweifle ich alles an, bis ich beginne, an meinen Zweifeln zu zweifeln, was mich dann selbst verwirrt. Durch dieses surreale Gefühl ist mir dann aber meistens egal, wie mein Umfeld reagiert und ich setzt mein Vorhaben einfach in die Tat um, das ist zum Beispiel bei Bewerbungsgesprächen oder Ähnlichem sehr, sehr hilfreich, da man - wie die Ärtze schon so schön sagten - immer dann am besten ist, wenn es (einem selbst) eigentlich egal ist.
Ich beginne an den Aussagen anderer zu zweifeln, wenn ich spüre, dass sie sich für allwissend halten, denn das bedeutet meist, dass dieser Geist nicht mehr reflektiert ist, sondern alles, was ihm entspringt als die ultimative Wahrheit bezeichnet, der Mensch entflieht in seine eigene Welt und verliert den Hang zum Lernen, da er seinen Wissensdurst an sich selbst gestillt sieht. So faszinierend ich diese Menschen auch finde, ich hasse sie, denn ich finde es schade, jemandem der unter Umstände viel weiß nicht ein Wort glauben zu können, nur weil er sich selbst für ein ultimatives Medium der Intelligenz hält.
Meist zweifle ich am Morgen, so zwischen 6 und 7, wenn ich früh aufstehen muss an meiner Fähigkeit dazu und spät Abends daran, dass es am nächsten Tag besser laufen wird.

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wie heißt das buch?

Das, von dem ich in meinem letzten Text sprach?
Aufschrei - Truddi Chase
Ich las es in meiner Klinikzeit, weil ich dort sonst nichts zu tun hatte und alle nur (bei mir) nicht mehr vorhandene Symptome behandelten, anstatt nach Ursachen zu forschen. Es war wirklich interessant und hat mir mehr geholfen, als die der Klinikaufenthalt, da ich selbst anfing, zu suchen.. und Stück für Stück fand.

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Wie fühlst du dich gerade?

Ich spüre die Sehnsucht und doch das Hochgefühl eines frisch verliebten Teenagers, wissend, dass da etwas ist. Ich schätze die Ruhe, doch treiben sich manche Worte durch mich, als würde mein klein rasend Herz bald zerspringen. Nicht etwa vor Schmerz, nein vor --- einem unbeschreiblichen Gefühl, nicht negativ, doch vielleicht nicht so positiv, wie es scheint. Ich kann es wieder fühlen und auch die schöne Nacht fällt auf mich hernieder, verfluche den Mondschein, damit er wieder neu auferstehen kann und sein Herr bald in voller Pracht am Himmel steht.. Ein wenig habe ich auch Angst, doch das Wissen siegt.

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Wenn es ein Buch über dein Leben geben würde, wie würde sein Umschlag aussehen?

Er wäre vielleicht schwarz, rot oder weiß, möglicherweise auch eine Mischung aus allem. Da das Buch keinen wirklichen Titel tragen würde, wäre der Einband entweder ganz ohne Worte, oder gefüllt mit sehr vielen, die mir wichtig Sind. Der Umschlag wirkt schon etwas abgegriffen und trägt ein paar Teeflecken, ein paar Spritzer Blut und ein paar eingeprägte Symbole, z.B. die zunehmende Mondsichel. Auf der Rückseiter sind ein paar Kratzer/feine Einschnitte zu sehen. Statt eines Klappentextes findet man ganz unten eine Signatur; mein mittlerweile typisches, geschwungenes 'L'. Manche Seiten hätten schwarze Ränder, gerade in den ersten Kapiteln wären viele weiß/leer. Wenige auch milchig-grau. Ein paar wurden herausgerissen, manche sind handschriftlich, andere an der Schreibmaschiene verfasst. Das Buch ist noch nicht beendet.

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Würdest du dich vom verhalten eher als Männlich oder eher als Weiblich bezeichen? (begründe bitte ausführlich)

Dazu müsste man bestimmte Verhaltensmuster ersteinmal als 'männlich' oder 'weiblich' bezeichnen, was ich nicht gern mache. Wenn ich davon mal absehe, kann ich nur sagen: Es wechselt fließend!
Meist mag mein Verhalten auf andere vielleicht mehr 'männlich' wirken, da auch meine Bewegungen, meine Körperhaltung und vor allem mein Gang nicht gerade 'mädchenhaft' oder gar grazil sind. In meinem Kopf, in meinem Denken bin ich auch oft männlich (auch vom biologischen her) , so kommt es sogar vor, dass ich meine körperliche Weiblichkeit vergesse und statt ihrer anderes erwarte, was unter Umständen zu.. seltsam-interessanten Situationen führen kann. Ab und zu fühle ich mich auch richtig 'weiblich' in meiner Haut, mein Gang wird weicher und ich fühle mich einfach etwas anders, richtig in dem mir gebenen Körper, vermutlich verhalte ich mich dann auch eher wie eine Frau, es kommt insgesamt aber weniger in Gesellschaft vor. Manchmal fühle ich mich auch, als wäre ich ein Mann und würde es lieben, Frauenkleider zu tragen und mich zu schminken.. ich fühle mich dann verkleidet in meinen eigenen Sachen und es kommt vor, dass ich mich schminke, was ich sonst selten bis nie der Fall ist. Wenn ich gerade so fühle und denke, ist es schwer, anderen das begreifbar zu machen; Ich hasse es in solchen Momenten, wie eine Frau behandelt zu werden, am besten noch von irgendwelchen Vollidioten, die mich in dem Moment geil finden, aber alles, was nicht der coolen und verachtenden Sexualität in ihren Gangsta-Kreisen entspricht normalerweise 'krass haten'. Ziemlich oft, wenn ich nicht schon so gut wie immer sagen kann, sehe ich mich als ein Gemisch aus beidem, bzw. als keines von beiden und so verhalte ich mich dann vermutlich auch.
Ich will meine Eigenschaften und Handlungsweisen nicht in 'männlich' oder 'weiblich' einteilen, das ist viel zu einfach gedacht.. es ist so wie 'gut' und 'böse', weder die vollkommene Männlich-/Weiblichkeit noch das vollkommene Böse/Gute gibt es, zumindest nicht außerhalb der klischeebehafteten Schubladenphantasie und somit nicht in meiner Welt.

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Du hast die Wahl: Du hast entweder einen sehr guten Freund und keine anderen Bekannten. Oder viele oberflächliche Freunde und keinen Seelenverwandten. Wie entscheidest du?

Soulless
Ich entscheide mich für Letzteres. Ich versuchte viel zu oft, mich unter vielen Menschen zurechtzufinden und mir selbst einzureden, sie seinen meine wahren Freunde, obwohl ich mir Fremdverhalten aneignete, nur, um unter ihnen weilen zu können, ohne mich selbst dafür zu hassen. Ich tat so, als wäre ich jemand anders, schaffte es sogar, mich selbst zu belügen, bin fast erstickt an meiner nicht vorhandenen Persönlichkeit. Manchmal versuche ich immer noch, unter Leute zu gehen, die mich nicht berühren, man redete mir wohl erfolgreich ein, ich müsse nur unter Leute gehen. Wenn ich mich in Gesellschaft dann erfolgreich betrunken habe, im Bestfall, gehe ich allein und niedergeschlagen nach Haus, da mir bewusst wird, dass diese Leute nicht sind, was ich will, brauche oder auch nur schätze. Sie dringen nicht vor zu mir, kennen mich nicht wirklich, unterschätzen mich und ich muss mich oft zwingen, ihnen auf Verabredungseinladungen zu antworten oder auch noch zu erscheinen. Sie bedeuten mir nichts und ich fühle mich schlecht, erstens, weil ich weiß, dass ich zwar ein Helfersyndrom habe, aber niemals zur Stelle sein würde, wenn sie in einem mir unpassenden Moment Hilfe brauchen. Ich mag es nicht, jemanden so zu behandeln. Zweitens ist es frustrierend, zu sehen, dass sie mich nicht berühren, wie sehr ich in alte Gewohnheiten verfalle und mich selbst verstecke, wenn ich bei ihnen bin. Ich verfalle dann immer in einen surrealen Zustand sowie Trunkenheit, falls ich die Möglichkeit dazu habe. Momentan habe ich mich von all diesen Bekannten distanziert. Ich habe realen Kontakt zu niemandem, außer vielleicht meiner Mutter und meiner Halbschwester, gezwungenermaßen, versteht sich - sie wohnen im selben Haus. Einen wahren Freund; eine Seele, die meine Erkennt oder auch nur versteht und schätzt würde ich allem vorziehen. Vielleicht ist das das Problem. Ich weiß, wie es ist, wenn da irgendetwas ist, daher will ich nichts anderes mehr wirklich, höchstens einen Abend ausgehen, von Zeit zu Zeit. Hier so viel zu schreiben ist schon fast zu viel Interaktion. Ich weiß, was es wert ist und glaube daran, dass es sich lohnt, den Wert meiner Zeit und Worte nicht weiterhin zu senken.

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Wann bist du das letzte Mal ins Ungewisse aufgebrochen und hattest nur eine Idee, an die du unerschütterlich geglaubt hast?

Soulless
vor ca. 1,5 Jahren. Ich bin nicht wirklich aufgebrochen, hätte es aber jederzeit getan. Ich löste mich von fast allem, was ich hatte, zumindest emotional und glaubte wirklich unerschütterlich. Ich lehnte ein paar Jobangebote ab, verwarf meinen weiteren Lebensplan, da ich ihn mit meinen tieferen Ansichten nicht vereinbaren konnte und war auf der Suche nach Neuem. In diesem Prozess befinde ich mich noch, ich festige mich. Das, an was ich glaube ist nicht so einfach, wie ich es damals vermutete, aber ich höre niemals damit auf, zumindest nicht in näherer Zukunft. Wie kaputt es auch geht, ich bin weiterhin davon überzeugt, dass es existiert. Stellvertretend dafür steht auch mein Tattoo. Für diesen Weg und meinen Glauben, selbst wenn ich irren sollte fand ich doch mich selbst, lerne, mich nicht aus meinem Handeln zu verdrängen. Es war die richtige Entscheidung, traf ich auch unterwegs einige weniger gute.

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