Wir wollen doch alle eigentlich nur in den Arm genommen und zärtlich gestreichelt werden, dass man mit unserem Haar spielt, uns leise Worte ins Ohr flüstert, eine Gänsehaut bekommen. Irgendwo ganz tief in der dunkelsten Kammer unseres Herzens klammern wir uns so fest an diese Wunschvorstellung, schwimmen darauf zu, wollen an die Oberfläche, wollen lieben und verliebt sein, geliebt werden und das jemand in uns verliebt ist. und egal, wie sehr wir uns anstrengen, wir erreichen diese Oberfläche, die die Definition unseres Glücks ist einfach nicht und wir verlieren unsere Kraft und hören auf zu schwimmen. Wir sinken ganz langsam und unbemerkt zu Boden, bleiben auf dem Grund liegen, sehen zu, wie hell das Wasser kurz vor der Oberfläche doch ist, wie farbenfroh und schön und ein Seufzer verlässt unsere Lippen und wir versprechen uns aufzugeben. Nicht wieder vom Meeresboden aufzustehen und nach der Oberfläche zu greifen... Aber unser Wunsch dieses Glück zu erreichen, ist stärker als die Angst vor einer erneuten Enttäuschung. Und wir rappeln uns wieder auf und beginnen anfangs mit kleineren Bewegungen. Unser Herz schlägt fest und schnell gegen unseren Brustkorb und dieses Farbspektrum wird immer deutlicher und wir strecken erneut die Hand zur Oberfläche aus. Wer weiß... Vielleicht erreichen wir sie ja.
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