Ask @PuppenspielerDerNoble:

Welches Gefühl breitet sich in Dir aus, wenn Du Dich in der Dunkelheit befindest?

Bücherzwerg
Ruhe und Sicherheit.
Ich hatte als Kind eine Phase, nach einem aufwühlenden Erlebnis, in der ich keine Sekunde in Dunkelheit aushielt. Als ich merkte, dass ich mich aus dem Gedächtnis im dunklen Zimmer bewegen konnte, bedeutete es auch, dass es niemand sonst könnte und ich so sicherer wäre, als wenn es oder er mich ohnehin sehen würde. Dieser Gedanke hat sich dann weiter entwicklet zu dieser gänzlichen Sicherheit und Ruhe.
Ich mag enge Räume und Dunkelheit, dort bin ich isoloert und allein mit Gedanken, kann ruhen und ausschalten. Ich sein.

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Ich habe lang nichts mehr verschickt. Deswegen will ich mit euren Gefühlen spielän: http://ask.fm/LolavanUnbehagen/answers/137724201311

Lola van Unbehagen
Mag dich und deine Fragen wirklich gut.
Eine Dame, die Alterserscheinungen zeigt, ohne dass sie in jenem Alter ist. Zarte Falten, Grübchen und Augenringe, vermutlich hat sie wenig geschlafen, denn krank ist sie nicht. Auch ihr Blick ist glasig leer, trüb und unfixiert und würde sie nicht warm lächeln, so hielte man sie für Melancholie. Zwar ladet das Lächeln ein und die geschrumpften müden Augen sind zu dunkeln Sicheln geformt, und so freundlich sie wirken will, so grotesk und zwielichtig ist. Sie schweigt, niemand kennt ihre Stimme und niemandes Stimme will sie kennen. Lächelt nur ruhig vor sich her, mit sich im Reinen und ohne jeglichen Ausdruck. Wunderschön und verführerisch und kalt und tot.

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«Wissen nützt allerdings nur, wenn man es auch ernst nimmt.» Hast du dich schon mal mit dem Begriff des «realisierten Wissens» beschäftigt? Was könntest du dir darunter vorstellen?

Uri Bülbül
Es mir eine Freude und Ehre zugleich, den alten Freund @Klugdiarrhoe mit einer Frage auf meinem Profil wiederzusehen.
Bekomme doch glatt Lust, den protokollierten Chatverlauf auszupacken und genau zu analysieren, ob und wie ich ihn im Disput beleidigt habe.
Wie es der Zufall so will, habe ich mich schon mal mit dem Begriff beschäftigt, nachdem du mich gefragt hast, Uri. Ernüchternde Resultate, möchte man meinen, wenn man das Internet durchforstet.
Floskeln über und von Marktwirtschaft, Management und Betriebswirtschaft. Themen, deren Reize ich für dich als nicht reizend genug empfinde und die mich alleine aus beruflichen Aspekten interessieren. Das Exam zum Informationsmanagement habe ich ausfallen lassen.
Der fünfte Absatz beginnt und ich habe noch keine Antwort gegeben. Lass mich nicht abschweifen: 'Realisiertes Wissen' klingt für mich nach einem Pleonasmus, etwa doppelt gemoppelt wie die 'tote Leiche'. Denn Wissen, dass ich nicht realisiert habe, dessen ich mir nicht bewusst bin, ist kein Wissen. Etwas von dem ich nicht weiss, dass ich es weiss, weiss ich nicht. (ß wird in der Schweiz nicht gelehrt.) Und sofern es darum geht, das Wissen zu realisieren im Sinne dessen, dass man das Wissen in die Realität umsetzt, ist das eine Formulierung die mir zuwider ist und Informationsmanager häufig verwenden: Wissen selbst wird nicht umgesetzt sondern anhand von Wissen etwas. Wissen ist ein abstrakter Prozess. Aber was wissen Informationsmanager denn schon? Wenn sie etwas wüssten, wären sie nicht Informationsmanager geworden.

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Wärst du im Herbst lieber der Baum oder das Blatt?

Uri Bülbül
Wir spürten die Liebesspiele der zarten Brisen und ihre Streicheleien. Verspielt flüsterten sie in unser Ohr Geschichten von fremden schönen Weiten, ehe zum Abschied sie uns die Wangen lieblich küssten. Wir lauschten den Menschen, den Kindern und den Verliebten, wie sie in unserem Schatten schliefen und wie sie genossen. Und nach Licht und Wärme reckten wir uns und lächelten der Sonne zurück, die uns herzlich anstrahlte. Dann wurde Herbst. Das Leben entweicht uns nun langsam und der grauen Vergänglichkeit zum Trotz, um ein letztes Mal schön zu sein, werden wir gold und rot und braun. So fallen wir, während die Brisen, die uns küssten und liebten, uns nun mit sich nehmen. Gerne hätten wir den Winter gesehen. Ach, wie wären wir doch gerne Bäume gewesen und hätten den Winter gesehen.

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Also stelle ich dir eine weitere Frage: Übe bitte geistesgeschichtlich fundierte Ideologiekritik am eigenen Denken - woher kommen deine Gedanken, welche Denktraditionen haben dich beeinflusst? Mein Fehler: Ich hätte direkter fragen müssen!

Uri Bülbül
Ideologiekritik ist ein heikler Begriff Uri, das ist uns beiden bewusst. Ideologiekritik lässt sich im Grunde vereinfacht so formulieren, dass ein eigenes Denken nicht möglich ist, da wir beeinflussbar sind und dementsprechend beeinflusst sind. Wenn man es weiter spinnt, so erkennt man, dass nicht ein Sein sondern das Sein selbst nicht in Wörter übersetzt werden kann. Auch der radikale Konstruktivismus beschreibt, dass die Wahrheit in Worten und Gedanken nicht wiedergegeben und gefunden werden kann, da der Mensch niemals unvoreingenommen sein können wird.
Weiter liegt es auch immer in der Natur der Wörter, ein Abbild zu sein. Eine Variable eines Seins, nie aber das Sein selbst. Warum denn sonst ist es dem Kind so schwer zu erklären, was denn Liebe sei, ja warum denn uns selbst?
Es ist also nachvollziehbar, dass gemäß des Modells der Ideologiekritik und der Position des radikalen Konstruktivismus meine Gedanken oder mein Denken nur ein Produkt aus psychologischen, erzieherischen und wahrgenommenen Hintergründen ist und ich deshalb nie unbeeinflusst ein Sein korrekt wiedergeben kann.
Aber was erwartet man hier anderes, Uri? Wenn ich nicht Produkt meiner Erfahrungen und Erinnerungen bin, dann bin doch nichts, dann ist kein Sein da, welches ein Sein zu beschreiben versuchen könnte. Mein Denken ist beeinflusst durch meine Eltern, durch die Aufklärer, durch Freunde und Lehrer - aber man muss wissen können, wann man selbst zu denken glaubt und wann man andere für sich denken lässt. Meine Gedanken kommen von mir, ich selbst bin Produkt meiner Psychologie, Produkt meiner Gedanken, Produkt meines Gehirns.
Meine Gedanken kommen von mir, sind allein meine und frei von Denktraditionen. Aber ich selbst bin in meiner Art Produkt, was nicht weiter verwunderlich ist, denn alles mit einem Bewusstsein ist Produkt. Eben der Rest aus Über-Ich und Es.
Du erkennst die Rhetorik hinter der Frage, was man erwarte und dahinter, dass es nicht verwunderlich sei. Radikaler Konstruktivismus und Ideologiekritik drücken Unzulänglichkeiten aus. Schwächen die offensichtlich sind, da es keine Alternativen gibt. Für mich sind beide folglich nur Binsenweisheiten.

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Beschreibe bitte dein Denken wie eine Stadt: wo ist der Stadtkern? Ist er alt und verfallen, oder renoviert, wo sind die Randgebiete, wo die Vergnügungsviertel, ein Hafen? Usw.

Uri Bülbül
Eine schöne Frage, Uri. Es wäre einfacher gewesen, das Denken als Stadt zu beschreiben und nicht, es wie eine Stadt zu beschreiben. Es wäre auch einfacher gewesen darauf zu antworten. Und dann noch sind es nicht etwa die Gedanken, die man umschreiben soll, sondern das Denken!
Vom Stadtkern, der, wie es der Name vermuten lässt, sich im Kern der Stadt befindet, gehen verschieden einladende und ausladende Gassen in die Ferne. Manche Enden sind zu sehen und wenn man die Gassen betritt, dann nicht um die Gasse zu durchgehen, damit das Ende erreicht wird, sondern um die Mauern zu mustern, welche die Gassen zu den Gassen machen. Sie sind alle sauber von Schmierereien und in einfachen, dunklen Farben gehalten. Sie bröckeln nicht und weisen keine Fenster auf. Aber man sieht sich die Mauern gerne an, versucht darin zu suchen, das nicht an ihnen ist. Und am Ende aller Gassen warten weitere runde Plätze, alle dem Kern in Allem gleich. Ein Brunnen umgeben von Bäumen umgeben von Asphalt und umgeben von Häusern. Die Einheimischen kennen die Stadt, haben sie zu lieben gelernt, weil sie im Grunde nichts zeigt: Keine schöne Bauten, keine Sehenswürdigkeiten keine Vergnügungsviertel. Und für Aussenstehende, die dennoch in der Stadt sind, wirkt sie chaotisch und erdrückend. Sie ist chaotisch und erdrückend. Aber die Einwohner finden sich ohne Probleme zurecht, ohne alle Gassen je gegangen zu sein. Aussenstehende gehen durch die Gassen, weil der Sinn einer Gasse ist durchgangen zu werden. Sie interessieren sich nicht für die faden dunklen Mauern. Es sind ja nur Mauern. Und sie sprechen nur, wenn man ihnen zuhört. Was etwas absurd ist, Uri, weil nichts da ist, dem man zuhören könnte. Es sind doch nur Mauern ohne metaphorischen Sinn, schaffen Innen, Aussen und Gassen.

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Was passierte am bisher schönsten Tag deines Lebens?

supernova ❂
Ein Philosoph meinte, dass das Verzehren des Fleisches etwa moralisch nicht verwerflich sei, weil Tiere das Prinzip der Zukunft nicht kennen. Er ergänzte nicht, dass es manche doch kennen. Zu erkennen, dass es eine solche gibt, ist ein Zeichen der Intelligenz.
Kinder neigen dazu, in ihrer Euphorie und aus Affekt jeden zweiten Tag zum Schönsten ihres jungen Lebens zu ernennen und natürlich ist eine Zukunft auch nicht sonderlich etwas, womit sie sich grämen.
Ich erinnere mich daran, ein einziges Mal als Kind einem Tag den Titel verliehen zu haben, nicht davor und nicht danach mehr. An den Tag erinnere ich mich nicht, aber er endete mit einem Happy Meal und das fröhliche Mahl wurde in Anbetracht des vorausgeganenen Tages seinem Namen in allen Belangen gerecht.

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Wenn «die Wahrheit» relativ ist; in welcher Relation steht sie zu dir und du zu ihr? Wie hältst du es mit der Wahrheit?

Uri Bülbül
Wenn man davon ausgeht, dass «die Wahrheit» relativ ist, dann dürfte man es im Grunde niemals «die» nennen, sondern vielmehr «eine Wahrheit» und dadurch im übertragene Sinne schließlich «keine Wahrheit», weil der Sinn «der» Wahrheit darin liegt, allgemein und ohne Relation gültig zu sein.
Unter welchen Umständen sollten wir also davon ausgehen, dass «die Wahrheit» durch eine Relation eben nur «eine Wahrheit» ist und dadurch nicht «keine Wahrheit» wird? Ich schätze unter keinen Umständen, Uri, und deshalb ist es für mich einfacher empirisch Belegtes als «die Wahrheit» wahrzunehmen. An dieser Stelle kommt aber die Physik mit Dingen wie dass die Messung selbst das Resultat beeinflusst und der Unschärferelation, was ich angemerkt ziemlich amüsant finde, da eine auf die Empirie begründete Anschauung sich hier mehr Philosophie erzwingt als die Philosophie sich selbst zugestehen würde.

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Wie sähe unser Leben wohl aus, wenn nicht Geld sondern Glück die grundlegende Währung und Entscheidungsgrundlage wäre?

Kämpa
Geld wird ausgegeben um vor Unglück zu wahren, oder um Glück zu ergattern. Wenn ich Geld also ausgebe um Geld zu kaufen, dann werde ich nie mehr erhalten, als ich ausgebe. Ob es sich wohl mit Glück ebenso verhält? Was meinst du Kämpa, tauschst du deine 2 Glück gegen mein Glück?

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Ich habe einen Freund, der stellte in einer kleinen Kennenlernrunde, nachdem er die ganze Zeit über sich erzählt hatte, folgende Frage: «Aber wir reden die ganze Zeit von mir. Jetzt reden wir mal von euch: wie findet ihr mich?» Wie egozentrisch bist du?

Uri Bülbül
Meine Mutter hat mir das Telefon aus der Hand geschlagen, als ich nach den Herzen auf einer meiner Antworten sehen wollte. Ich glaube es war an der Beerdigung eines Verwandten. So egozentrisch wie die Person im Sarg war ich dann doch nicht und habe, selbstlos wie ich bin, meine Aufmerksamkeit ihr gewidmet.

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Berichte von deinem schönsten und von deinem schlimmsten Traum.

Ich fürchte mich vor Albträumen, so banal und lächerlich sie sind, so sehr glauben wir ihnen und so meisterlich führt das Unterbewusstsein das Bewusstsein vor. Und doch muss man sagen, dass an Schlimme nicht der grausamste Traum an den schönsten kommt. Denn er ist der nahrhafte Boden für Sehnsüchte und falsche Hoffnungen. Gefühle welche weitaus belastender sein können im Zustand des Wachseins, als schwindende Erinnerung an irreale Furcht.

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http://ask.fm/PuppenspielerDerNoble/answer/117348319136 Und wer wärst du im Falle der Verdrängung?

Vanity
Ein etwas komplexerer Gedankengang: Ich werde immer ich sein, möge ich vergessen oder erinnern. Jedoch wäre ich aus der Perspektive des einen Ichs nie das andere. Insofern glaube ich, dass jenes Ich welches ich kenne, jenes ist welches ich schätze. Wer stünde mir denn sonst am Nächsten wenn nicht etwa Ich? Für mich ist das Ich welches anderes erinnerte und vergäße ein anderer Mensch.
Und nun das salzige Korn Ironie welches das Gericht erst schmackhaft macht wo doch in Anbetracht dieser Willkür eine Unsumme an Alternativen möglich wäre: Eben weil es geschehen ist, wie es geschah, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass es sich wiederholen wird. Es gibt nur eines und es wird nur dieses geben.
Die Antwort wäre wesentlich tiefgründiger, beschränkte ich mich ohne Umschweife auf die letzten vier Worte und das, obwohl es nun widersprüchlich scheint aber deshalb nicht unwahr ist: Du fragst den Falschen.

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http://ask.fm/PuppenspielerDerNoble/answer/111405112480 Danke sehr, dennoch würde ich gerne wissen, welche Eigenschaft du bei dir als nobel empfindest?

Zeitspiel
Ich muss gestehen, dass ich mich mit der Formulierung nur schlecht anfreunden kann. Ich erläutere es mal: Nobel an sich ist eine Eigenschaft. Du fragst mich nun, welche Eigenschaft ich an mir als eine Eigenschaft empfinde.
Aber ich will Dich nicht ganz ohne Antwort lassen, wäre ja ignorant. Alleine der Tatsache wegen, dass ich niemandem etwas Böses wollte, habe ich "der Noble" angehängt. Du siehst, stünde Puppenspieler alleine da, so hätte er einen unfreundlichen, herrischen und hochnäsigen Klang. Einen Effekt beim Leser, den ich nicht erzielen wollte. Nennen wir es der gemäß der Klassik - Harmonie der Gegensätze. Edle Einfalt und stille Größe.

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Hast du ein Lieblings-Gedicht? Wenn du eins hast, dann schreib doch bitte noch auf warum. Warum ist es für dich so besonders? Was macht es einzigartig für dich?

Mrs. Sandman
Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.
Die Silben, die Reime und die Melodie vermitteln hier, so schwer sie auch sein mögen, die Emotionen wesentlich stärker, als die Bedeutung der Worte es tun könnten.

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Wie kann man seine Fähigkeit zu fühlen in dieser Gesellschaft beibehalten? Wie gelingt es einem, nicht genauso gefühlskalt zu werden, wie all jene, die einen tagtäglich umgeben?

Wie wäre es, wenn ihr die Augen öffnen würdet? Ihr glaubt stets mit klarem Geist und kritischem Verstand der Welt entgegen zu blicken, aber ihr bevorzugt die Verallgemeinerung einer selbstsüchtigen und gefühlskalten Gesellschaft zu sehen. Es steht bei weitem nicht so schlecht um die Welt, wie ihr alle befürchtet.

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Zunächst einmal möchte ich erwähnen, dass es sehr lobenswert ist wie schön du schreibst! Eines würde mich interessieren: ist in dem Protagonisten ein Teil von dir versteckt? Kannst du dich mit den Charakteren identifizieren? Viel Glück mit dem Buch!

Jedes Stück jedes Schriftstellers ist das Ventil seiner Selbst. Nicht nur kann ich mich mit den Charakteren identifizieren, sie alle sind ich - ich habe ihr Gesehenes gesehen, ihre Gedanken gedacht, ihr Leben gelebt. Selbst wenn ich mein Gegenteil schaffen würde, wäre es ich. Herzlichen Dank für Wunsch und Lob.

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Würdest du eine Welt, in der die Existenz eines göttlichen Schöpfers nachgewiesen wäre, dieser Welt vorziehen? Ob dieser Schöpfer nun der Gott der drei monotheistischen Weltreligionen ist, sei einmal dahingestellt.

floyd
In einer Welt eines göttlichen Schöpfers hätte alles Sinn und Zweck. Schmachvoll wäre es für mich, müsste jede Kleinigkeit durch Sinn und Zweck zerstört werden.

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Alles was du schreibst, klingt so interessant. Wie bist du nur auf die Idee mit dem Puppenspieler und dem jungen Herrn gekommen ? Fällt dir sowas einfach aus dem Stegreif ein, oder lässt du dich inspirieren ?

Zücho
Ich habe mich weder inspirieren lassen, noch ist die Idee aus heiterem Himmel auf mich gefallen. Ich habe sie mir erarbeitet - ich hatte letztens manchen die Frage gestellt, wie man Kunst schaffe. Zweifelsohne will ich mit meinem Buch etwas schaffen. Viele meinten, man müsse sich loslassen und die Kreativität zügellos schweifen lassen. Viele meinten Kunst wäre ein Ventil für eben diese Kreativität.
Kunst ist eine ungemeine Last, ein unstillbares Verlangen ein Durst nach Perfektion. Hierzu nehme ich gerne Salieris Worte auf, natürlich nur sinngemäß zitiert: "Gott gab mir das Verlangen seine Musik schreiben zu können, wieso aber gab er mir nicht das Talent?"
Bei Gott, ich habe mir vorgenommen Kunst und Perfektion zu schaffen und sollte ich meine Grenzen zu früh erreichen, werde ich an diesen in tausend unglückliche Scherben zersplittern! Ich habe dieses unsagbare Verlangen, diesen unsagbaren Durst und ich spüre diese unsagbare Last. Vielleicht werden es nicht viele nachvollziehen können, vielleicht werdet ihr mich des Wahnsinns verurteilen. Doch bei Gott schwöre ich erneut, ich werde in ferner Zukunft mit Stolz verkünden, etwas geschaffen zu haben, oder ich werde mit Selbsthass nach unerreichbarer Perfektion lechzen, bis dass die Tage mich nicht mehr lassen.

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Weshalb achtest du so sehr auf deinen Ausdruck?

Jeder Mensch entwickelt durch das Verlangen jemand zu sein, einen eigenen Stil. Manche definieren ihn durch Kleidung, durch Musik oder Kunstrichtungen, ich definiere den meinen durch die Sprache - anmerken möchte ich jedoch, dass ich mich auf meine Weise nicht achte, da wie gesagt, es nun mal meine Weise ist.

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