«Wissen nützt allerdings nur, wenn man es auch ernst nimmt.» Hast du dich schon mal mit dem Begriff des «realisierten Wissens» beschäftigt? Was könntest du dir darunter vorstellen?

Uri Bülbül
Es mir eine Freude und Ehre zugleich, den alten Freund @Klugdiarrhoe mit einer Frage auf meinem Profil wiederzusehen.
Bekomme doch glatt Lust, den protokollierten Chatverlauf auszupacken und genau zu analysieren, ob und wie ich ihn im Disput beleidigt habe.
Wie es der Zufall so will, habe ich mich schon mal mit dem Begriff beschäftigt, nachdem du mich gefragt hast, Uri. Ernüchternde Resultate, möchte man meinen, wenn man das Internet durchforstet.
Floskeln über und von Marktwirtschaft, Management und Betriebswirtschaft. Themen, deren Reize ich für dich als nicht reizend genug empfinde und die mich alleine aus beruflichen Aspekten interessieren. Das Exam zum Informationsmanagement habe ich ausfallen lassen.
Der fünfte Absatz beginnt und ich habe noch keine Antwort gegeben. Lass mich nicht abschweifen: 'Realisiertes Wissen' klingt für mich nach einem Pleonasmus, etwa doppelt gemoppelt wie die 'tote Leiche'. Denn Wissen, dass ich nicht realisiert habe, dessen ich mir nicht bewusst bin, ist kein Wissen. Etwas von dem ich nicht weiss, dass ich es weiss, weiss ich nicht. (ß wird in der Schweiz nicht gelehrt.) Und sofern es darum geht, das Wissen zu realisieren im Sinne dessen, dass man das Wissen in die Realität umsetzt, ist das eine Formulierung die mir zuwider ist und Informationsmanager häufig verwenden: Wissen selbst wird nicht umgesetzt sondern anhand von Wissen etwas. Wissen ist ein abstrakter Prozess. Aber was wissen Informationsmanager denn schon? Wenn sie etwas wüssten, wären sie nicht Informationsmanager geworden.

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