Ist das nicht zuviel? Zwei Accounts? Du kommst doch mit den Fragen des einen schon nicht hinterher?! Wie willst du diesen Mehraufwand händeln? Das geht ganz schnell und dann ist die Birne raus (Burnout-Syndrom)...

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Für diese Frage hast du wirklich die Goldene Tante verdient, lieber Arthur. In der Tat habe ich schon mit @Klugdiarrhoe ganz schön viel zu tun, und ich versuche die Fragen so gut und umfangreich wie nur möglich zu beantworten. Aber auch da liegt manchmal die Würze in der Kürze.
Vom Burnout sehe ich mich weit entfernt, denn ich mache das, was ich mache ja nicht als eine Aufgabe, zu der ich mich irgendwie zwingen muss oder weil ich mich, warum auch immer, verpflichtet fühle, sondern weil mir die Dinge tatsächlich sehr viel Spaß machen. Die Kontakte und Fragen auf ask beleben Geist und Phantasie.
Wie schon erwähnt, will ich mich hier hauptsächlich der Literatur widmen und literarischen Fragen und Fragen der Text- und Literaturkritik stellen. Ich hatte früher schon einmal eine ganz intensive Phase der Literaturarbeit im Netz, und irgendwann stockte sie, weil erstens die technischen Mittel noch nicht ganz so toll, aber hauptsächlich, weil die Gruppe, die schrieb und diskutierte zu klein und die Hoffnungen zu groß waren - auch gemessen am mitgebrachten Talent. Kurzum: wir hatten uns alle ein wenig übernommen. Das kann natürlich auch hier passieren. Das kreative Arbeiten birgt Risiken in sich. Nicht jeder eingeschlagene Weg führt zum Erfolg und zu produktiven Ergebnissen.
Aber erstens kommt es auf die Erfahrungen an, die man sammelt und zweitens kann man auch mit «gescheiterten» Vorhaben und Projekten kreativ umgehen. Wer zu sehr Ergebnis orientiert denkt und plant, wird es im künstlerisch-literarischen Bereich schwer haben. Aber natürlich gibt es auch hier eine große Bandbreite von Möglichkeiten; manche möchten Kindergeschichten schreiben oder halten Gattungen wie Krimis für überschaubar und arbeiten daran wie an einem Projekt. Es gibt ja auch viele Autoren, die sich eines bestimmten Strickmusters bedienen.
Ich für meinen Teil liebe das Offene, Wirre, Verwirrende, Experimentelle und das scheinbar Sinnlose. Auch mein SOKRATES - der kafkASKe Fortsetzungsroman, den ich hier im Schreibhaus übersichtlicher darstellen könnte, ist offen. Obwohl nur drei Teile veröffentlicht, existieren bereits drei weitere. Und ich plane schon die siebte Folge.
Gestern Nacht aber machte ich für mich eine neue Entdeckung: Ich habe «Kazam Bildschirmvideo» für mich entdeckt und kann jetzt alle Interessierten in einem Bildschirmvideofilm mit gesprochenen Kommentaren aus dem Off durch die Schreibhaus-Akademie führen. Heute werde ich es erst einmal begeistert Kazim, meinem Theaterleiter erzählen. Ich habe die Brücke zu unserer Arbeit am Theater schon geschlagen: http://www.kulturakademie-ruhr.de/literatur-im-netz/ und dann drehe ich in den nächsten Tagen mal den Bildschirmfilm. Auf meiner Agenda stehen aber auch ganz viele Fragen - auch von dir die nach dem Germanistikstudium und nach politischen Abenteuern, bei denen man des Hausfriedensbruchs bei Nazis angeklagt werden und eins in die Fresse bekommen kann; der Parteitag fand bestimmt nicht an einem öffentlichen Platz statt.

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