Ich bedanke mich für die Kritik und mache mich schnellstmöglich an die Verbesserung.

Hey Ambrose, vorausgesetzt, dass es dir ernst damit ist, finde ich deine Reaktion super klasse und bin ganz neugierig auf deine nächste Version.
Ich habe schon so viel shit auf dem Feld der Literatur, der Pseudokreativen und Supereingebildeten bzw. Eitlen erlebt, dass ich eigentlich gar keine Lust mehr habe, hier überhaupt noch etwas zu machen.
Aber andererseits bin ich gerne Literat und mein Herz schlägt für Literatur und auch für Menschen. Es tut mir richtig weh, wenn ich Fehlentwicklungen und dummes Zeug auf dem Massenmarkt sehe, auch dort, wo sich Literatur als «niveauvoll» ausgibt, dass ich denke, ich sollte auch mein Möglichstes in die Waagschale werfen.
Hin und her gerissen zwischen der Sehnsucht nach Qualität und aufrichtiger literarischer Freundschaft und Kollegialität ohne Neid und EItelkeit, ohne Geniekult und Genieästhetik und der Realität von anstrengenden, sinnlosen und irrationalen Diskussionen (die letzte davon hatte ich vergangenen Dezember und Januar) komme ich nicht richtig zu einer Entscheidung, ob es sich tatsächlich lohnt, mich weiter in diesem Bereich zu engagieren oder mich einfach in Sachen Literatur auf mein Eigenes zu konzentrieren und alles andere sein zu lassen.
Als Philosoph der Anwendung aber flüstert mir eine Stimme zu: das kannst du doch nicht machen! Siehst du denn nicht, wie schön es sein könnte, wenn sich einige «deiner» Ideen durchsetzen würden? Aber ich habe schon einige Kämpfe und Versuche hinter mir. Ich habe nicht alles unversucht gelassen und mich auf die faule Beobachter- und Lästerhaut gelegt. Ich weiß, dass meine erneuten Anstrengungen wieder auf Neider, giftige Konkurrenten und dumme Kritikaster stoßen werden, die nichts anderes sagen können als: «Schau mal, wie wenig Leute Uri folgen, wie leer seine Lesungen sind, wie wenig Bücher er verkauft» nachdem sie mir alles durch Gerüchte madig gemacht und systematisch auf Ignoranz gesetzt und Ignoranz verbreitet haben: «Da muss man nicht hin gehen, da kommt sowieso keiner!»
Wenn ich aber dann solche einfachen und ergreifenden Reaktionen wie von dir erlebe, wenn ich sehe, wie Schreibtalent und Lust sich mit Kollegialität und Kritikfähigkeit verbinden kann, bekomme auch ich wieder Lust, das große Thema des kreativen Schreibens und der Vermittlungs- und Nachwuchsarbeit anzugehen. Vielleicht hilfst du mir beim Sprung über meinen Schatten.
Ich werde dir einen Link über meine konkrete Vision schicken und mal abwarten, was du dazu sagst. Sei herzlich gegrüßt aus der Einsamkeit des Schreibhauses.

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Katerina@illusionblau