stumpfe Wiederholen und Auswendiglernen dessen, was der Lehrer von sich gibt, ohne zu hinterfragen oder Interesse zu entwickeln, was ja nun wirklich nicht der Sinn der Sache sein sollte, oder? Ich würde sagen, Schule ist das, was man daraus macht.

Ich will nicht drei Antwortfelder für die Bildungsdiskussion im Allgemeinen verwenden. Darum greife ich mal den dritten und letzten Teil deiner Frage auf, zumal er auch den wesentlichen Satz enthält «Schule ist das, was man daraus macht». Hättest du statt «Schule» «Bildung» geschrieben, hättest du meine volle und uneingeschränkte Zustimmung gehabt. So aber muss ich doch ein wenig widersprechen, ohne dir dabei deine positiven Erfahrungen absprechen zu wollen: Schule ist ein bestimmtes System mit dem dazugehörigen Regelwerk. Die Spielräume, etwas anderes daraus zu machen sind gering: Auch ein Fußballspiel ist das, was man daraus macht; aber Basketball oder Volleyball wird man daraus nicht machen können.
Ich bin heute in diesem Zusammenhang auf einen interessanten Artikel gestoßen. Vielleicht ist er ja anregend für dich. Er stellt auch nicht das Schulsystem in Frage, wie es beispielsweise Precht in seinem Buch gemacht hatte: http://www.wiwo.de/politik/deutschland/philosoph-konrad-paul-liessmann-das-system-der-credit-points-ist-unsinnig/10830084.html
Dann würde ich gerne wieder auf das kreative Schreiben zurück kommen wollen, wobei die Frage lautet: Lässt sich das literarische sprich kreative Schreiben überhaupt lernen? Und wenn ja, wie?

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