Ask @SeliNeli2001:

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“Die Nächte, in denen ich alleine in meinem Zimmer saß und darüber nachdachte, was er wohl gerade macht, waren mit Abstand die schlimmsten. Es ist schon traurig, sich ständig den Kopf über eine Person zu zerbrechen, die es keine Sekunde wert ist, die wahrscheinlich schon ausgeblendet hat, dass du existierst. Die dafür lebt, seine kleinen schmutzigen Ziele im Leben zu erfüllen und für die du ein paar schöne Stunden bist und kein Ziel, dass man ein Leben lang verfolgen möchte. Liebe macht müde, wenn sie derart kompliziert und hoffnungslos erscheint. Sie macht müde und sie macht dich kalt, auch wenn man sagt, sie härtet dich ab. Sie raubt dir jegliche Ressourcen und lässt dich so sehr an dir selbst zweifeln, dass du irgendwann ganz vergisst, wer du wirklich bist. Und man kann nicht mehr aufhören zu denken, denn wie eine Sucht nimmt sie dein gesamtes Leben in den Griff und wartet nur darauf, mit Erinnerungen gefüttert zu werden, um dich noch fester zu greifen und um dich danach zu zerquetschen, sodass es am Ende richtig weh tut. Man muss sie loslassen, auch wenn es unendlich wehtut, man sich ausgenutzt und alleingelassen fühlt. Besser man fühlt sich einige Zeit lang schlecht, als das sie dich wieder greift und nicht mehr loslässt. Besser ist es, einfach einzusehen, dass selbst die schönste Zeit mal ein Ende findet, vielleicht schafft man somit ja sogar Platz für was Neues, Besseres.”

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