Ask @StadtderNebel:

Fröhliche Gedankenwelle 🌊:

Fruchtzwerg
Danke für die schöne Welle!
Ich bekomme gerne Zuspruch. Auf Arbeit mache ich Vorschläge, von denen ich vermute, dass sie gut ankommen.
Meine oberste Priorität in Gesprächen scheint es nicht zu sein, den wahrsten Kern einer Sache zu erschließen, sondern eine Wahrheit zu finden, und wenn nötig auch zu erfinden, auf die sich alle einigen können. Ich möchte gefallen und Gefallen finden. Ich bin gut darin zu moderieren.
Ich rede mir diese Einstellung schön. Es gäbe kein objektiv Wahres. Gesellschaft sei Kompromiss. Wenn alle berücksichtigt sind, kann das nichts Schlechtes sein.
Und doch verachte ich mich. Willkommen im Konsens!

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Du hast eine Zeitmaschine was tust du? (a) Du verhinderst die Wahl von Trump und die Erde verwandelt sich dadurch in einen friedlichen Ort, der dafür später von Aliens erobert wird. (b) Du hilfst Trump, die Weltherrschaft zu erringen und dafür besiegt er später dann die Aliens.

Simona ⁽⁽⁽i⁾⁾⁾
Eine Zeitmaschine eröffnet mir unvorstellbar viele Möglichkeiten Spaß zu haben und Einfluss zu nehmen. Aber alles was ich damit - laut deiner Frage - tun kann, ist a oder b. Dann wäre ich zuerst ziemlich frustriert und würde trotzdem versuchen, der Entstehung des Lebens auf der Erde beizuwohnen. Vielleicht bekäme ich ja die Möglichkeit, in die Ursuppe zu spucken.
Aber angenommen, es ist keine Zeitmaschine in meinem Sinne, sondern bloß ein intertemporaler Schicksalschalter, den ich auf Ereignis a oder b einstellen kann.
Meine Entscheidung ist abhängig von den Aliens. Habe ich weitere Informationen über sie? Kenne ich ihre Ambitionen? Wenn dass nicht so ist, dann verhindert dieses Nicht-Wissen eine verantwortungsvolle Entscheidung. Ohne diese Information kann a besser als b, b besser als a oder a und b genauso schlecht sein. In diesem Fall würde ich eine Münze werfen.

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Möchtest du mehr über deine Gedanken zum Leistungsdeken berichten?

Teddy Lupin
Ich kanns versuchen.
Ich schaue mir zuerst Leistungsdenken an. Also wenn Leistung und Gegenleistung gleichwertig sind, ist das Leistungsprinzip erfüllt. Das viele Menschen bei diesem Wort zuerst an eine Gesellschaft denken, in der Ellenbogen das Mittel der Wahl sind, liegt nach meiner Ansicht am ständigen Missbrauch dieses Wortes durch Leute die Superreich sind und ihren Reichtum verteidigen wollen oder wenn Sozialkürzungen durchgesetzt werden sollen. Oft verdanken diese Menschen ihren Reichtum aber leistungslose Einkommen und verstoßen damit gegen die Leistungsgerechtigkeit. (Ein Problem ist natürlich, dass Leistung nicht objektiv bewertbar ist, sondern die anderen entscheiden, was Leistung ist.) Mit leistungslosen Einkommen meine ich Verdienste, die nicht in eigener Leistung begründet liegen, sondern in der Leistung anderer (Beispiel: wenn ich als Fabrikbesitzerin meine Mitarbeiter*innen ausbeute und damit ihre Leistungen abschöpfe), der Allgemeinheit (Beispiel: der Wert meines Grundstücks und damit der potenzielle Verkaufserlös daraus steigt dadurch, dass die Gemeinde mit Steuergeldern ein Einkaufszentrum und eine Straßenbahnhaltestelle direkt daneben baut) oder der Natur (Beispiel: Ich fördere Braunkohle aus dem Boden und verbrenne diese zu Strom ohne dass ich für die Renaturierung und CO2 Emission die (vollen) Kosten zahlen muss).
Würde es gelingen Leistungsgerechtigkeit herzustellen, glaube ich tatsächlich, dass mehr soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und ein achtsameres miteinander möglich wären (wie ich in dem Satz, den ich dir als Frage schickte, schrieb).
Gleichzeitig ist es trotzdem wichtig, dass ein gutes soziales Sicherungsnetz für alle Menschen, die (temporär) keine Leistung erbringen (können), existiert.
Ich hoffe, das ist wenigstens ein bisschen verständlich.

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Wie groß ist der Unterschied zwischen dem was du sein willst und dem was du bist?

Simona ⁽⁽⁽i⁾⁾⁾
Was für eine große Frage!
Fangen wir mit ask.fm an. Ich habe seit ein paar Wochen vor, hier täglich eine Frage zu beantworten. Das wurde bisher augenscheinlich nichts. Unter anderem auch, weil ich an jeder meiner Antworten solchen Gefallen habe, dass ich sie ständig wieder lese, dann fallen mir kleine Fehler in Grammatik oder Rechtschreibung auf und ich wäge ab, ob eine Korrektur nötig oder immer noch verständlich ist, was ich meine.
Ähnlich geht es mir mit dem lesen oder lernen. Ebenso kann ich meine Konzentration nur schwer auf Aufgaben halten, die sich aus der bezahlten Tätigkeit ergeben, der ich nachgehe, ergeben.
Deswegen bin ich weit weniger produktiv tätig als ich es mir wünsche. Denn ich lasse mich extrem leicht ablenken und habe einen Anspruch auf Perfektion, dem ich sehr selten gerecht werde, es aber fast immer versuche.
Aus einem Englischseminar weiß ich, dass dieses Verhalten typisch für Millennials sein soll. Ich bin also ganz normal :D

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Was würdest du in diesem Moment tun, wenn es das Internet nicht gäbe?

Ich mag "was wäre, wenn...".
1. Wie müsste die Welt beschaffen sein, damit es kein Internet geben kann?
Es fällt mir schwer, diese Frage genau zu beantworten und ich wünsche mir, im Physikunterricht nicht immer nur die Hausaufgaben für andere Fächer gemacht zu haben.
Wo fang ich also an, welche Eigenschaft darf welches Element nicht haben, damit es das Internet nicht geben kann?
Okay, das führt zu nichts. Die Voraussetzungen elektrischer Spannung lässt sich nicht von den Voraussetzungen biologischen Lebens trennen.
Aber was wäre "was wäre, wenn..." ohne willkürliche Einschränkungen des Modells.
Die Antwort auf 1. ist also "Es ist gegeben, dass es keine Computertechnologie und kein Internet geben kann. Um es einfach zu machen, gibt es auch keine Telekommunikation.".
2. Was würde ich gerade tun unter den Bedingungen aus 1.?
Statt einem digitalen Studeinsemester, hätte ich jetzt ein postalisches, würde ich spontan sagen. Gäbe es globalen Waren- und Personenverkehr und in welchem Umfang? Angenommen Sars-Cov-2 hätte es trotzdem nach Europa geschafft. Würde es reichen, dass warnende und anweisende Informationen über den Postweg fließen? Immerhin kam in den 1920er Jahren dreimal am Tag der Postbote (in Berlin, auf dem Land bestimmt noch öfter). Das ist doch eine gute Taktung, fast Echtzeit-Kommunikation. Und als Medien stehen Zeitungen und Zeitschriften zur Verfügung, Graffiti, sowie Flugblätter und Megafon-Ansagen von der Straße aus.
Wenn die Welt so wäre, dann säße ich auf meiner nicht von Fertigungsrobotern hergestellten Couch und läse die Tageszeitung, tränke grünen Tee ( es gab hier doch Tee, bevor sich ein global-supply-chain-management Programm darum gekümmert hat?) und würde mir die Nägel lackieren oder was Menschen so gemacht haben, bevor es spannenderes gab.

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Die TV-Derie Lindenstraße wurde eingestellt. Der Nachfolger heißt "Beringstraße". Wo wird die Nachfolgeserie gedreht und worum geht es wahrscheinlich?

Simona ⁽⁽⁽i⁾⁾⁾
Gedreht wird auf Hiddensee, das war nicht nur eine Kostenfrage, sondern es ging vorallem darum die deutsche Wirtschaft zu stärken. Sind ja immerhin deutsche Zwangsbeiträge.
Die Serie spielt auf Little Diomede Island und im Unterschied zur Lindenstraße handelt sie nicht nur von den Einwohner*innen einer Straße. Warum es nicht gehen wird, ist Kritik an der moraden Infrastruktur und die unzureichende Vertretung der Interessen der Iñupiat. Es wird das Leben aller Menschen der wunderbaren idyllischen Stadt Diomede (die Landschaft ist so schön einfach) in bunten grellen Farben und dargestellt durch ganz wunderbare Stars des deutschen Fernsehens, präsentiert.
Zu Beginn der Serie hat der raubeinigen Elfenbeinschnitzer Irdlirvirisissong (Till Schweiger) den Tod irgendeines nahen Angehörigen zu verkraften. Er reift an seinem Schmerz und verliebt sich in irgendwen. Innerhalb weniger Jahre werden mindestens fünf Menschen ermordet und niemand stört sich ernstlich an dieser Tatsache.
Drehbuch und Produktion übernimmt Hana Geißendörfer. Näheres zum Plot ist bisher nicht durchgesickert. Klar ist nur, dass auch Robbenfelle eine große Rolle spielen werden.

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Was ist den los mit euch? Bis jetzt hat mich noch niemand versucht in den April zu schicken :(

Simona ⁽⁽⁽i⁾⁾⁾
Am ersten April des vergangen Jahres wollte ich an meiner Uni eine Arbeitsgruppe gründen. Ich konnte auch ausreichend Kommiliton*innen (drei) gewinnen, mit mir den Gründungsantrag zu stellen. Ich wollte, dass wir die AG "Kritische Kritik der kritikwürdigen Kritik an kritischer Theorie" nennen. Als Hobbystatistiker*innen spielten wir einige Modelle durch und nach dem wir viele Variablen hinzufügten, erschien es uns plausibel dass wir vom Plenum der studentischen Selbstverwaltung mit großer Wahrscheinlichkeit nicht anerkannt werden würden, da unser Antragsplädoyer nicht ausreichend anti-zionistische Anspielungen (natürlich solche, die eindeutig nicht anti-semtisch sind!) enthalten würde.
In vorauseilendem Gehorsam sparten wir uns den Antrag und gingen in den Untergrund.

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Im Kapitalismus sind wir dazu verdammt, ein mehr oder minder widersprüchliches Leben zu führen. Was mich aber wundert ist, dass viele von euch behaupten, trotzdem ein ehrliche sLeben zu führen?

Simona ⁽⁽⁽i⁾⁾⁾
Ich möchte die Unterscheidung zwischen meinem Leben und dem System aufmachen. Hier stellst du sehr verkürzt, aber auch aus meiner Sicht richtig, ein paar der Gründe dar, aus denen kapitalistisches Wirtschaften seine eigenen Grundlagen vernichtet ( https://ask.fm/simonalein_/answers/162468960365 ).
Nun stimmt es, dass die meisten Menschen aus verschiedenen Gründen mehrmals am Tag lügen ( siehe zB https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Jeder-Mensch-luegt-mehrmals-am-Tag-298344.html ). Sei es, um Familie und Freundinnen nicht vor den Kopf zu stoßen, aus Freude an Harmonie oder allen anderen Gründen die sich kurz mit „sich einen Vorteil verschaffen wollen“ beschrieben werden können. Ich bin in der Soziologie und ihren Teildisziplinen, wie der Sozialpsychologie, nicht bewandert. Aber ich stelle frech die These auf, Alltagslügen und der tägliche Versuch mit seiner Umwelt auszukommen ist kein Verhalten das Menschen in kapitalistischen Wirtschaftssystemen von solchen in anderen Systemen unterscheidet.
Nun weiß ich aber nicht, ob ich damit deinem Verständnis eines „ehrlichen Lebens“ gerecht geworden bin.
Auch mir scheint, ein richtiges Leben lässt sich schwer führen. Nur hört meine Kritik nicht beim Kapitalismus auf. Patriarchale Strukturen, die seit vielen Jahrhunderten die großen Kulturen dieser Erde maßgeblich prägen, sind auch ein großer Grund für Ungerechtigkeiten.
Ich finde die Frage spannend. Sagst du mir, welches Verständnis du von einem ehrlichen Leben hast?

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Geht es dir besser nach 1 Liter Bier oder nach 1kg Schokolade? 😁

Das entspricht ja zwei Flaschen Bier beziehungsweise rund zehn Tafeln Schoki. Soviel Schokolade habe ich noch nie an einem Tag gegessen, zwei Bier aber schon getrunken. Ich mag den Geschmack von letzterem nicht mehr. Aufgrund fehlender Fakten (:wie ich mich nach 1 kg Schokolade fühle) kann ich deine Frage dennoch nicht beantworten.

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Ist das Glas halb voll oder halb leer?

Pragmatisch gesehen, ist dieses Glas zu groß für den darin befindlichen Inhalt. Ein kleineres Glas würde es also auch tun, im Sinne von: Die Form dem Inhalt anpassen. Aber vielleicht ist die uneffizient eingefüllte Flüssigkeit scheiße - deswegen bedarf es auch einer transparenten inhaltlichen Prüfung.

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Wie ist das leben?

Mal ist es ein am See verbrachtes Wochenende mit romantischen Sonnenuntergängen, nackt baden und viel Weinschorle. Aber oft besteht es aus endlosen Sitzungen, Tagen und Nächten am Schreibtisch und in der Bibliothek lernend und Emails schreibend.
Es lässt sich sagen, das Leben ist abwechslungsreich.

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