Ask @funkenregen:

Der Begriff Midlife-Crisis ist ja allgemein bekannt. Mit Mitte, Ende 20 schlägt anscheinend bei vielen die Quarterlife-Crisis gnadenlos zu. Kannst du dir darunter etwas vorstellen und auch, was der Grund dafür sein könnte?

et immutati
So was gibt es? Aber der Name sagt ja schon alles: die Menschen haben eine Lebenskrise, weil ein „Viertel“ (wohl eher ein Drittel, nicht?) ihres Lebens vorbei ist und sie, denke ich mal, „nicht genug erreicht“ haben. Oder nicht glücklich genug waren. Zu viel bereuen. Was auch immer. Eben an sich dasselbe wie bei der Midlife-Crisis.
Ich müsste in dem Alter wohl eher eine Midlife-Crisis haben, allerdings bereue ich bis jetzt noch nichts und bei meiner Lebenseinstellung dürfte sich das wohl auch nicht ändern, insofern nicht irgendetwas sehr Schlimmes passiert, was einen Einfluss darauf hat. Falls ich bis dahin noch nicht „wieder“ arbeiten kann, könnte das wohl der Fall sein, aber ich hoffe einfach mal, dass das nicht passiert, da ich demnächst in Therapie gehe.

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Poste ein Bild, von etwas, was dich glücklich gemacht hat. Es kann alles sein, vom Treffen mit einem Freund bis zum super-leckerem Kuchen im Cafe um die Ecke, vom Gefühl zuhause zu sein nach einem langem Arbeitstag bis zu einem Gefallen dem du einem völlig Fremden gemacht hast.

HappinessChallenge
Ich war vor ein paar Tagen in Berlin und ich habe extra, nur für dich, ein Foto gemacht. Jemand, den ich sehr gerne mag, kommt aus Berlin und da ich ohnehin noch eine Freifahrt übrig hatte, die verbraucht werden musste und ich unbedingt wintergeeignete Barfußschuhe haben wollte, dachte ich mir, ich fahre mal nach Berlin.
Da habe ich dann meine Schuhe gekauft und danach bin ich einfach nur durch die Stadt gewandert (und zwischendurch durch einen Park) und ich war total fasziniert. Ich wohne in einer "Kleinstadt" (75.000 Einwohner) und besagter Freund meinte jedes mal, wenn er hier war, es wären einfach nur Dörfer, die aneinander gereiht sind. Ich hab das nie verstanden, weil ich von einem richtigen Dorf komme und das hier war eindeutig eine Stadt für mich.
Jedenfalls wanderte ich durch Berlin und war total beeindruckt - alles ist da so groß! Die Häuser, die Straßen, selbst die Bürgersteige. Und auch der Park, in dem ich später war. An irgendeinem Punkt habe ich mein Handy genommen und meinem Freund geschrieben: "Ich laufe gerade durch Berlin und Rheine ist ein Dorf. Hannover ist eine Kleinstadt. Meine Welt ist in Scherben." Aber ich habe seitdem das Gefühl, ihn viel besser zu verstehen und das ist total super!
Außerdem bin ich einfach unglaublich fasziniert von Berlin. Ich meine, ich würde da nie wohnen wollen - die Luft war schon ziemlich grauenvoll und ich bin einfach ein ziemlicher Dorfmensch. Aber diese Größe! Wenn ich Berlin mit einem Wort beschreiben müsste, wäre das "beeindruckend".

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Wenn du etwas in deinem Leben, problemlos von heute auf morgen ändern könntest, was wäre das?

et immutati
Ich würde meine Psyche reparieren. So verlockend die Idee klingt, meine Krankheit zu heilen, vor allem da ich gerade mal wieder Darmkrämpfe habe, hätte ich dann nichts mehr, was ich den psychischen Sachen vorschieben könnte, wofür Leute mehr Verständnis haben. Außerdem könnte mein Leben wesentlich besser sein, wenn ich mich selbst mehr mögen würde und weniger darauf achten würde, wie es anderen Menschen geht. Zumindest eben nicht um jeden Preis.

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Was bringt dich in Rage? 🙄

et immutati
Ich bin auf so einem Discordserver und da sind ein paar Menschen von der Sorte „ich mag dich, alleine weil du weiblich bist“, also, die sich halt so an alles kleben, was weiblich ist und sich da irgendwie Hoffnungen machen und so. Und der eine fragt mich irgendwie jeden Tag, ob ich ihn umarme. Sobald ich da mit irgendjemandem rede, ist er plötzlich da und fragt das oder will sonst irgendwie meine Aufmerksamkeit. Ich weise ihn immer sehr direkt ab, aber er hört einfach nicht auf. Das regt mich immer sehr auf. :D Ich werde wohl anfangen, ihn zu ignorieren.
Aber im Prinzip bin ich selten tatsächlich wütend, der nervt mich einfach nur. Ich war neulich sehr, sehr wütend, weil jemand zu mir meinte, heutzutage würden behinderte Menschen ein besseres Leben führen als gesunde Menschen aufgrund der vielen Vorteile, die sie erhalten. Das hat mich so aufgebracht, dass ich tatsächlich das Gespräch verlassen musste, weil ich nicht mehr vernünftig mit dem hätte reden können :-( Das ist allerdings tatsächlich ein Gedankengang, den Menschen öfter haben, also könnte ich wohl sagen, dass mich das allgemein aufregt.

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Warum bemühen wir uns so sehr um Menschen, die sich nicht um uns bemühen?

Abed Tariq
Ich bemühe mich um Menschen, um die ich mich bemühen möchte. Wenn ich nichts zurückbekomme, höre ich irgendwann damit auf, aber ich verlange nichts zurück. Ich habe ja keinen Anspruch auf jemanden, nur weil ich mich um ihn bemühe.

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Warum ist es für so viele Schulabgänger nicht mehr attraktiv eine Ausbildung zu machen?

et immutati
Also, ich für meinen Teil bekam wirklich meine gesamte Schullaufbahn gesagt, wenn ich nicht studieren würde, würde ich es zu nichts bringen. Von Lehrern, von den Eltern von irgendwelchen Freunden, ganz egal. Selbst, als ich beschlossen hatte, dass ich eine Ausbildung mache - das wäre eine Verschwendung meiner Intelligenz, ich solle mir das noch einmal (oder auch zehn mal) überlegen, ich solle doch lieber studieren.
Mein gesamtes Leben lang wurden Ausbildungen als etwas Negatives dargestellt, etwas, was nur "dumme" Menschen machen, Zeitverschwendung. Ich finde es rein gar nicht verwunderlich, wenn so eine Sozialisation dazu führt, dass man Ausbildungen ablehnt.
Dass man vom dem Geld aus Ausbildungsberufen nicht leben kann, höre ich auch immer wieder. Das ist bei Vollzeitarbeit, wenn man nicht gerade in einer Großstadt leben möchte, natürlich fernab der Realität und maximal zu hohen Ansprüchen geschuldet, aber die meisten werden das einfach so als gegeben hinnehmen, wenn es immer wieder gesagt wird.
Dazu kommt, dass man für viele Ausbildungsberufe mittlerweile auch Abi braucht und wenn sie sowieso Abi machen müssen, werden sich viele denken, dass sie dann eben auch gleich studieren können.

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Gehst du noch zur Schule, erlernst du einen Beruf oder bist du schon Berufstätig? Wenn ja, in welchem Gebiet?

oh boi
Du hast „erwerbsunfähig“ vergessen. :c
Ich hab Abi gemacht, eine Ausbildung (Verwaltungsfachangestellte) angefangen, abgebrochen, Studium (Ernährungstherapie) angefangen, abgebrochen und mich dann damit abgefunden, dass ich in meinem jetzigen Zustand erwerbsunfähig bin. Werde aber erst zum 31. Oktober exmatrikuliert, also studiere ich so rein juristisch wohl noch.
Wenn ich irgendwann mal einen Termin bekomme, geh ich in Therapie und meine Krankheit wird auch irgendwann deutlich besser therapierbar sein, also werde ich dann vermutlich irgendetwas machen, aber wer weiß, was das dann sein wird. Ich bleibe zumindest hier wohnen, falls ich weiterstudieren mag.

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Tabu: Wie denkst du über die Legalisierung von Nekrophilie unter Berücksichtigung von Ideen wie Einverständniserklärungen der Post-Nutzung des jeweiligen Körpers? Würdest du dich bereit erklären?

Psij'sche Tagesfragen
Ich sehe absolut nichts, was dagegen sprechen würde. Es schadet ja niemandem.
Bereiterklären würde ich mich trotzdem nicht. Ich finde die Vorstellung einfach ziemlich befremdlich, auch wenn ich dann tot wäre und es eh nicht mehr mitbekomme. Es würde sich dennoch sehr seltsam anfühlen. Ich hab da keine logische Begründung für, aber braucht man in dem Fall wohl auch nicht.
Jedenfalls würde ich nicht wirklich eine negative Konsequenz sehen, wenn es in der Form legalisiert werden würde.

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Leben wir in einer Heuchlergesellschaft? Oder: Was sagst du ständig sei schlecht, machst es aber trotzdem ständig? Trennst du Müll? Benutzt du ein Smartphone? Fährst du die fünf Kilometer jetzt doch mal mit'm Auto? Verurteilst du dich dafür oder gehört das dazu?

Psij'sche Tagesfragen
Mir fällt da eigentlich nichts ein. Warum sollte ich Dinge tun, die ich für schlecht halte? Dann würde ich mich ja schlecht fühlen. Das ergibt für mich überhaupt keinen Sinn und ich kenne, glaube ich, auch niemanden, der das macht. Oder ich bekomme es nicht so mit.
Ja, ich trenne Müll. Ich besitze auch ein Smartphone, halte das in der heutigen Gesellschaft aber auch irgendwie für wichtig, zumindest so in unserer Generation. Klar, man braucht es nicht zwangsläufig, aber ich würde sagen, dass es das Leben bedeutend einfacher macht. Mittlerweile würde ich da eher gebrauchtes kaufen, aber erstmal benutze ich ohnehin das, was ich habe, bis es nicht mehr funktioniert. Ich war auch nie so der Mensch, der unbedingt immer das Neuste von irgendwas braucht.
Mit dem Auto fahre ich nie, da ich keins besitze, aber selbst, wenn ich es mir leisten könnte, würde ich auch keins haben wollen. Seitdem ich in der Stadt wohne, laufe ich eh überall zu Fuß hin und falls die Strecke doch mal zu weit ist, habe ich immer noch einen Roller (also, einen Tretroller - ich mag nämlich Fahrräder überhaupt nicht).

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Welche Form der Dystopie (be)fürchtest du am meisten, müsstest du in dieser leben?

Psij'sche Tagesfragen
Ich habe mal eine Dystopie gelesen, in der alles öffentlich war. Also, jeder musste überall im Haus Kameras haben und es wurde alles nicht "nur" vom Staat überwacht, sondern jeder(!) konnte sich die Übertragungen ansehen. Man musste über alles, was man getan hat, einen Bericht abgeben, man konnte nicht einfach mal irgendwo hingehen, dann war man sofort verdächtig, ...
Ich glaube, die Vorstellung fand ich am schlimmsten.
Ich habe aber auch mal eine Dystopie gelesen, wo die Menschen zwar nicht überwacht wurden (oder zumindest nicht so stark), aber dafür war alles reguliert. Also, es wurde einem eine Arbeit zugeteilt (nach Fähigkeiten), man bekam einen Partner zugeteilt (nach DNA-Analyse), mit 75 ging man in Rente, mit 80 wurde man umgebracht, man bekam genau zugeteilt, was man essen muss, man durfte nur ganz bestimmte Bücher lesen, ganz bestimmte Musik hören, ganz bestimmte Filme sehen, es war festgeschrieben, wie viele und wann man Kinder bekommen muss, bestimmt noch mehr, was ich gerade vergessen habe. Die Vorstellung fand ich auch ziemlich schlimm.
Also vielleicht beides zusammen? Das wäre bestimmt ziemlich schlimm.

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Neulich hatte ich mit meinen Mitbewohner_innen eine Diskussion über Wert und Wertung. Hast du einen Wert? Woher nimmst du deinen Wert und kann sich der Wert eines Menschen in deinen Augen verändern?

Teddy Lupin
Irgendwie widerspreche ich mir da selber.
Ich finde, dass jeder Mensch wertvoll ist. Unabhängig von irgendetwas, einfach weil er existiert. Von daher kann sich dieser Wert auch nicht ändern.
Also habe ich wohl genau denselben Wert wie andere Menschen. Trotzdem fühle ich mich oft wertlos oder zumindest weniger wertvoll als andere Menschen.
Da sich der Wert eines Menschen für mich aber nicht verändern kann, kann ich auch nichts machen, wodurch ich das Gefühl haben könnte, wertvoller zu sein.
Insofern ergibt dieser Gedankengang bei mir wirklich keinen Sinn.

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Kannst du dich noch an deine erste Rebellion erinnern? Wogegen hast du rebelliert und wie alt warst du?

Moony
Ich war so unrebellisch, dass meine Mutter, als ich mal beim Psychologen war und sie mich mit drei Wörtern beschreiben sollte oder so was in der Art, "gehorsam" angegeben hat.
Als ich 18 war, habe ich mich mit Menschen getroffen, die ich vorher nicht treffen durfte, weil im Internet alles böse Menschen sind und das war vermutlich das Einzige, was ich jemals gemacht habe, was ich nicht durfte. Und ich war mal zu spät zuhause - aber das war, weil es einer Freundin schlecht ging und dann war das auch nicht schlimm.
Ich hab sehr lange verweigert, Fahrradfahren zu lernen, kann man das Rebellion nennen? Seitdem ich das dann irgendwann doch gelernt habe, habe ich nämlich auch kein Fahrrad mehr angefasst.
Ich rebelliere gegen die Welt, indem ich alle Menschen liebe! So. :D

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Die Gesellschaft konzentriert sich fast eher nur auf das Negative dieser Welt. Lasst ein wenig positiv werden; was gefällt euch an dieser Welt?

smolangelbeanie
DIE WELT IST SO TOLL.
Es gibt Erdbeeren und Bäume und Wälder und Moos und Pilze und Orangen und Bananen und Regen und Schnee und Wärme und Menschen und Umarmungen. Es gibt Glühwürmchen und Regenbögen und Sterne und Licht und Dunkelheit. Bücher und Worte und Sprachen und das Internet und Linux und Pandas und Schafe und Schmetterlinge. Blumen und Wolken und Kaninchen und Spinnen. Es gibt Tattoos und Musik, Liebe und Hoffnung, Kokosjoghurt und Gemüsetee. Mathe und Farben und Sonne und so, so viel mehr.
Es gibt so viele Dinge, dass mir vermutlich nicht mal die Hälfte einfällt!

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Wie kann man einen guten von einem schlechten Menschen unterscheiden?

Ich mag das Konzept von 'guten' und 'schlechten' Menschen nicht. Meiner Meinung nach kann ein Mensch nur gute und schlechte Dinge tun; das macht ihn aber weder allgemein gut noch allgemein schlecht, weil er erstens nie nur Dinge aus einer Kategorie tun wird und sich zweitens auch ändern kann.

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Die Top's und Flop's deines heutigen Tages:

Moony
Tops:
- mein Lieblingsmensch streamt gerade und ich kann seinen Stream zum Einschlafen benutzen
- ich habe neue Dinge im Bezug auf Ernährung gelernt
- ich wurde umarmt
- jemand hat mir ein sehr flauschiges Kompliment gemacht
- jemand anders hat mir eine sehr flauschige Nachricht geschrieben
- ich habe eine Mail mit flauschigen Neuigkeiten bekommen; da muss ich noch drauf antworten, aber das mache ich morgen
- ich habe angefangen, den supertollen Zeitplan, den ich mir gestern gemacht habe, zumindest halbwegs einzuhalten
- ich habe jemandem etwas geschrieben und derjenige hat sich total gefreut
- generell wollte ich mit diesem Menschen mal schreiben, aber ich kam vorher nie dazu
- ich probiere gerade neue Rezepte aus und habe etwas Flauschiges gekocht
- ich habe einen flauschigen Zettel bekommen (also so einen von diesen seltsamen Lebensweisheiten-Zetteln, aber es passte sehr gut)
- bestimmt noch mehr, wo ich gerade nicht dran denke
Flops:
- es ging mir heute Morgen schlecht
Aber dann sind ja ganz viele flauschige Dinge passiert!

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Habt ihr es jemals darauf angelegt? Nachts durch die dunklen Gassen, geschlossenen Augen im Wagen, balancierend auf dem Hochhausrand? Kommt da irgendwas hoch? Wieso habt ihr das getan, denkt ihr? Würdet ihr?

Psij'sche Tagesfragen
Ich habe mich neulich sehr, sehr, sehr früh morgens mit jemandem getroffen, von dem mir mehrere Menschen vorher erzählt hatten, wie manipulativ er angeblich wäre und was für ein schlechter Mensch und und und, und bin dann direkt mit ihm in seine Wohnung gegangen. Das ist wohl das höchste "Risiko", das ich jemals eingegangen bin.
Aber für mich war es nie eins. Wenn ich Menschen vertraue, vertraue ich ihnen; nicht nur zur Hälfte oder zu irgendeinem Teil, der verhindern würde, dass ich solche Risiken eingehe, sondern wirklich sehr, sehr viel (und ihm ohnehin noch mehr). Von daher bin ich auch schon mit Menschen, die ich drei Wochen übers Internet kannte und zehn Minuten irl in verlassene Wälder gelaufen und all solche Dinge. Bis jetzt ist mir in solchen Situationen nie etwas passiert.
Ich schätze meine Menschenkenntnis als so gut ein, dass das auch nicht passieren wird. Also tue ich das einfach nur aus Vertrauen heraus. Ich möchte Menschen nicht misstrauisch begegnen. Zumindest nicht den Menschen, denen ich tatsächlich vertraue.
Ich habe das Gefühl, dass es die Welt viel schöner macht, ihr mit so viel Vertrauen zu begegnen.
Das ist der einzige Hintergedanke. Ich mache nichts, weil ich die Gefahr brauchen würde oder so - die kann gerne meilenweit entfernt bleiben.

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Was beschäftigt dich aktuell am meisten, woran musst du mehrmals am Tag denken?

et immutati
Ich komme momentan nicht mit meinem Studium zurecht. Mir fehlte erst Zeit wegen meinem Umzug und momentan habe ich irgendwie ziemliche Konzentrationsstörungen, davon abgesehen, dass meine Krankheit mich gerade auch belastet und dadurch bin ich ziemlich im Stoff hinterher.
An sich würde ich wirklich gerne das Semester wiederholen, aber dadurch, dass man bei uns nur ganze Jahre wiederholen kann und nicht einfach ein Semester und das direkt 4000€ wären, ist das auch ein Problem für mich. Also nicht finanziell, sondern einfach von der Psyche her. Vor allem, weil meine Eltern das ja bezahlen und ich mich sowieso schon total belastend fühle. Wobei mir auch sehr richtig gesagt wurde, dass sie bestimmt lieber mehr bezahlen, als dass es mir die ganze Zeit schlecht geht. (Und ich ohnehin nichts schaffe.) Aber dann müsste ich ihnen mitteilen, dass ich nicht klarkomme und damit habe ich ebenfalls wieder ein ziemliches Problem. Dabei habe ich sogar schon gesagt, dass ich im Stoff hinterher bin, mit anderen Begründungen, weil ich nicht sagen wollte, dass es mir psychisch schlecht geht, aber dennoch. Und dass ich glaube, dass ich auf jeden Fall nach dem dritten oder vierten Semester ein Jahr wiederhole, habe ich ebenfalls gesagt - schon ziemlich früh. Einfach, weil ich gemerkt habe, dass es generell zu viel ist. Und meine Mutter, die das Ganze ja bezahlt, meinte auch so, dass das ja nicht schlimm ist, etc., aber... ja. Fühle mich verdammt unfähig.

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Poste einen Song, der vor den 1970ern entstand und den du wirklich, wirklich gern hast.

Psij'sche Tagesfragen
Da fällt mir ein... ich wollte dir doch mal eine Liste mit allem, was ich höre, schreiben, damit wir irgendetwas von vor 2000 finden können, das ich auch mag.
Mir ist neulich allerdings aufgefallen, dass ich ein paar Lieder von einem Soundtrack eines Films mag, der 2001 rauskam, da ist bestimmt irgendetwas von vor 2000 bei.
Aber vor 1970 kann ich dir dann wirklich nicht mehr anbieten. Es sei denn, es geht einfach nur um die Entstehung eines Liedes und nicht um die Version - dann könnte ich zumindest Scarborough Fair, House of the rising sun und Sound of Silence nennen. Das war es dann aber auch wieder.

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Kontaktabbruch. Kam es bei dir schon dazu? Was war der Auslöser? Bist du dann unversöhnlich oder gibst du weitere Chancen?

et immutati
Ja. Mir ist mal was passiert und danach war mein Vertrauen so hinüber, dass ich den Kontakt zu fast allen Menschen abgebrochen habe, mit denen ich zu dem Zeitpunkt Kontakt hatte (also bei allen, bei denen es möglich war). Von daher ging das wohl eher von mir aus. Ich brauchte damals irgendwie einen Neuanfang. Bei einer Person habe ich mich nach einem Jahr oder so wieder gemeldet, weil sie in meinem Leben sehr gefehlt hat und sie hat mir auch verziehen, aber wir haben die Freundschaft nie wirklich repariert bekommen. Und ich war zu dem Zeitpunkt wohl auch zu sehr in meinen negativen Gedanken gefangen, als dass ich es über einen längeren Zeitraum hätte versuchen können und so ist der Kontakt nach ein paar Monaten wieder eingeschlafen.
Ansonsten gab es noch ein paar Menschen, zu denen ich den Kontakt abgebrochen habe, weil sie sich unflauschig verhalten haben.
Aber zum eigentlichen Thema:
Ich hatte mal einen Freund, der sich rein zufälligerweise nicht mehr gemeldet hat, nachdem ich beiläufig erwähnt habe, dass ich allgemein kein Interesse an Beziehungen habe und er kam nach einem Jahr zwar wieder an, aber hat sich nach ein paar Monaten dann auch nie wieder gemeldet. Generell habe ich sehr oft die Situation, dass Menschen sich plötzlich einfach nicht mehr melden und auch auf nichts reagieren. Von einer Person davon habe ich nach einem halben Jahr dann mal eine Antwort bekommen, dass etwas schlimmes passiert ist und die Person nun einen Neuanfang brauche. Ich hatte auch mal eine Freundin, die alle paar Monate wieder den Kontakt "für immer" abgebrochen hat, aber dann doch wieder ankam.
Ich nehme so etwas nicht übel, auch wenn es mich traurig macht und gebe da gerne zweite und dritte (und vierte, fünfte, ...) Chancen. Ich würde unendlich Chancen geben. Aber leider musste auch ich feststellen, dass dadurch bei mir gegenüber der Person irgendwann irgendetwas anscheinend irreparable kaputt geht. Und dann mag ich die Menschen zwar immer noch, aber... Das war es. Und das ist weniger als ich normalerweise fühle, wenn mir jemand wichtig ist.

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Hast du je Tagebuch (Monatsbuch?) geführt oder tust du es sogar? (Was genau schreibst du dort hinein? Liest du dir gern alte Einträge durch?) Allgemein: Hältst du das für erwägenswert? Wieso?

Psij'sche Tagesfragen
Ich führe mehr oder weniger Tagebücher. Da schreibe ich nicht jeden Tag rein. Wobei das auch interessant wäre - das habe ich mal irgendwo als Schreibtipp gelesen, also, um sich zu verbessern: einfach jeden Tag irgendeine Situation nehmen und versuchen, sie möglichst schön aufzuschreiben. Aber da ich nicht gerne (nur) über Ereignisse schreibe, schreibe ich lieber nur meine Gedanken oder Gefühle auf. Das kann ganz interessant sein, weil man es sich danach nochmal aus einer anderen Perspektive ansehen (beziehungsweise durchlesen) kann. Was ich tatsächlich auch relativ häufig mache. Zumindest das, was ich so die letzten Tage geschrieben habe. Alles andere ist in den meisten Fällen zu sehr Vergangenheit, um sich noch damit zu beschäftigen. Manchmal fallen mir Gedankengänge ein, die ich irgendwann mal hatte, dann suche ich danach, weil sie mich in dem Moment interessieren. Vielleicht verstehe ich mich dadurch besser. Gerade jetzt fände ich es mal interessant, irgendetwas von 2013 auszugraben. Aber dann fällt mir immer auf, dass ich ungefähr 50 Notizbücher habe und, außer bei ein paar wenigen, die Zeiträume gar nicht genau weiß und weil ich früher immer dachte, ich könnte mir das merken, habe ich auch nie Jahreszahlen irgendwo hingeschrieben, sondern nur "23. Mai" oder so davorgesetzt. Ich hatte mal ein "Tagebuch", bei dem ich wirklich immer nur den Monat auf eine Seite geschrieben habe und dann einfach Einträge verfasst habe, ohne überhaupt irgendein Datum zu schreiben. Irgendwann kam einfach nur die Seite, auf der der nächste Monat stand. Das war auch interessant. Aber ich schweife ab.
Halte ich das allgemein für erwägenswert? Ja. Es hilft mir dabei, mich besser zu verstehen und anderen Menschen wird oder könnte es auch so gehen. Es wird nur genauso Menschen geben, bei denen es nicht so ist. Aber zumindest erwägenswert wäre es demnach.

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Heute stimmt dir jeder zu. Jeder macht genau das, was du willst, solange du ihn nur persönlich kennst – was schwebt dir vor?

Psij'sche Tagesfragen
*erstmal alle persönlich kennenlernen*
Nein. Mir schwebt da absolut nichts vor. Ich finde das nicht erstrebenswert. Ich würde einfach abwarten bis der Tag vorbei ist. Ich möchte nicht von willenlosen Menschen umgeben sein. Wenn Menschen für mich/wegen mir irgendetwas tun, dann sollten sie das bitte aus freiem Willen tun.

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Haben Überwachung wirklich nur die zu fürchten, die etwas zu verbergen haben? Hast du Vertrauen in deine Regierung?

Psij'sche Tagesfragen
Schon. Bei anderen Menschen kann ja nichts rausgefunden werden.
Aber(!) das heißt noch lange nicht, dass es gerechtfertigt oder gut wäre oder das man sich einfach damit abfinden sollte.
Ich verstehe, wenn Menschen sich davon gestört fühlen, es ist immerhin ein (sogar ziemlich starker) Eingriff in die Privatsphäre. Sie haben zwar nichts zu befürchten - oder zumindest denke ich das -, aber so richtig wohl wird sich dabei wohl niemand fühlen. Zumal es ja auch ziemlich ausnutzbar sein könnte.
Von daher halte ich es für ein Problem. Zumal es sich ja ausweiten lässt: wenn alles gelesen wird, was man schreibt, könnte es genauso gut ausgewertet werden und ich bezweifle, dass jede einzelne nicht ganz so legale Aktivität von Menschen, strafrechtlich verfolgt werden sollte, beziehungsweise dass das sinnvoll wäre. Könnte im Extremfall aber passieren. Ich fänd's persönlich nicht so toll, wenn plötzlich die Polizei bei Menschen, die ich mag, vor der Tür stehen würde, weil ich irgendwo in einer privaten Nachricht irgendetwas erwähnt habe, das gesetzlich gesehen nicht ganz so positiv für entsprechende Personen wäre. Das ist auch nicht so. Es hat auch niemand zu befürchten. Ich verstehe nur, wenn Menschen dennoch Angst davor haben.
Zudem: wie soll man jemandem vertrauen, der einen ausspioniert? Ich finde es ganz einfach nicht in Ordnung. Und nein - Vertrauen in meine Regierung habe ich ohnehin nicht. Wobei das mit anderen Dingen als Überwachung zusammenhängt, aber das ist ein anderes Thema.

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