Ask @hummingbirdmarie:

Wer oder was ist dein Freund in der Tiefe?

Mania
Vielleicht sollte ich dazu erst einmal festlegen, was für mich diese Tiefe ist.
Besagte Tiefe ist das Abyssal meines Geistes, in dem ich momentan, ob der Tatsache, dass ich schon sehr tief in es hineingefallen bin, mich immer noch im freien Fall zu befinden scheine.
Und dort habe ich keinen Freund. Die Menschen um mich herum sind im Moment genug mit sich selbst beschäftigt - sie brauchen nicht auch noch meine Probleme. Somit bin ich auf mich alleine gestellt und alles, was meine Gedanken davon abhält, sich durch meinen Schädel zu graben, mein Blut daran hindert, meine Venen zu verätzen und mein Herz davon abhält, meinen Brustkorb zum bersten zu bringen, scheint Musik zu sein.
Oder das ewige Nichts.

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Morphium.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr stelle ich fest, dass ich mir selbst eine dermaßen negative Zukunt prognostiziere, dass es egal ist, was ich mache, weil es ohnehin kaoutt denkeb würde - egal, wie gut es liefe.
Ich gehöre zu denen, die ein Sandkorn Schlechtes finden und wie ein Mistkäfer weiteren Dreck darum sammle.
Bin ich so überhaupt lebensfähig?
Ist das etwas, was man mir abgewöhnen kann?
Doch will ich überhaupt, dass ea dazu kommt?
Wen würde es übermäßig interessieren, wenn ich mich all den entziehen würde?
In wessen Achtung würde ich am meisten sinken?
Und warum habe ich unendlich Angst, mit Hohn, Unglauben, Ignoranz, Ablehnung und Ächtung leben zu müssen, sollte ich es mir irgendwann misslingen?
Wieso hören meine Gedanken nicht auf, sich zu überschlagen?
Habe ich überhaupt das Recht?
Vielleicht ist es besser, dass dies alles so diffus ist, dass es kaum jemand versteht. Und wer es versteht, hat mein Mitgefühl.

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Fairer Punkt. Möglicherweise erhältst Du selbst nicht genügend Zeit, um zu erkennen, was Dich einzigartig macht. - Das sehe ich auch so; es ist sehr interessant, zu sehen, welche Auswirkungen wir allein auf die Umwelt haben können, ob diese nun positiv oder negativ sind.

Necrosaro
Möglicherweuse das, oder es gibt nichts. Vielleichr weiß ich es irgendwann.
Generell ist es interessant zu sehen, was welche Konsequenzen hat (den Butterfly Effekt a la The Butterfly Effect oder Life Is Strange)

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Der Verstand und das Herz brauchen manchmal Zeit, um wahrlich zu verstehen. Gerade in schwierigen Umständen. - Besonders ist, wie sich diese Anhäufung von Zellen gibt und wie sie handelt. Jeder existiert, doch nicht jeder erzeugt mit seiner Existenz ein großes Aufsehen.

Necrosaro
Sie haben genug Zeit. Nur muss man ihnen und mir die Zeit auch geben.
Kaun einer erzeugt Aufmerksamkeit. Und die Aufmerksamkeit, die ein paar Zellhaufen entgegengebracht werden, wurde an den falschen Haufen verschwendet. "Und zugehört wird auch nur noch denen, die schon genug Aufmerksamkeit haben, weil die, die was zu sagen haben, schon längst über den Rand gefallen sind."
Es ist wahnsinnig interessant, darüber nachzudenken, wie manche Zellansammlungen die Welt verändern (zum Guten oder zum Schlechten) können und konnten und die Existenz mancher anderer Ansammlung gänzlich unbemerkt blieb

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Du magst nicht sehen, welche Rolle Du dabei spielst, doch ich sehe es. Ich bin nicht der einzige, der in Dir etwas besonderes sieht. Das wird Dir sicherlich ebenfalls aufgefallen sein, nicht wahr?

Necrosaro
Was bringt es, wenn die Augen sehen, aber der Verstand nicht begreift und das Herz nicht fühlt? (Oh man, melodramatische Antworten hab ich scheinbar drauf)
Ich bin auch nur eine Anhäufung von Zellen. Was in aller Welt soll daran besonders sein?

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Glück ist relativ. Die einen schwelgen im Schmerz, wieder andere darin, ihn auszulösen. Ich denke jedenfalls, dass sie dadurch toleranter und offener gegenüber neuer Ereignisse und Personen seien. Was schlussendlich dem gesamten Umfeld gut tun würde.

Necrosaro
Du hast nicht Unrecht.
Hm. Stimmt auch wieder. Etwas mehr Toleranz würde der Menschheit durchaus gut tun. Was ich damit zu tun habe, weiß ich nicht, aber naja.

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Ich empfinde das genau Gegenteil. Von Dir zu lernen könnte für diese Menschen ein Schritt in ein offeneres Leben sein, auch, wenn sie dies natürlich selbst niemals einsehen würden. - Ich hoffe, ich weckte mit dieser Anrede keine „schlechten“ Erinnerungen?

Necrosaro
In ein offeneres Leben? Vielleicht. Nur vielleicht. In ein glückliches? Im Leben nicht. Was also hätten sie davon?
Nein. Doch. Ich weiß es nicht. Ich kann nicht einmal sagen, was diese Erinnerung hervorruft.

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Ich bin es gewohnt, mit Ignoranz und Hohn begrüßt zu werden. Egal in welchem Zusammenhang. Die Wege, die zu diesem führen, sind für mich unverständlich. Weißt Du, mein Umfeld könnte viel von Dir lernen, Mademoiselle Hummingbird. Es wird hier selten hinterfragt, aber gerne gleich geurteilt.

Necrosaro
Menschen sind Arschlöcher und was sie nicht kennen oder verstehen, ist gleich von Grund auf schlecht.
Ich glaube nicht, dass irgendjemand irgendetwas von mir lernen könnte oder sollte.
Mit dieser Anrede erinnerst Du mich sehr an jemanden.

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Ich ahnte bereits, dass dies Fragen aufwerfen würde, war jedoch sehr auf Deine Reaktion gespannt. Wir sind die Wärter unserer eigenen Gefangenschaft, unsere Gedanken die andauernde Unterdrückung. Freiheit und Glück sind die Befreiung der Gedankenwelt und der Umgang mit allen negativen Einflüssen.

Necrosaro
Wir kennen uns nicht gut, aber Deine Aussage war prädestiniert für derlei Fragen meinerseits.
Welche Reaktion hast Du genau erwartet?
Darin stimme ich mit Dir überein

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Und ich reiche Dir die Hand, auf dass wir in das Lande der Hoffnung übergehen. Legen wir die Fesseln der Unterdrückung nieder; fristen ein Dasein in Freiheit und Glück. Niemals finden wir uns im Gefängnis der Verzweiflung wieder. Gemeinsam.

Necrosaro
Welche Unterdrückung ist genau gemeint?
Wie sehen für Dich Freiheit und Glück aus?
Die Verzweiflung ist ein Gefängnis. Doch wer ist der Wärter? Ist das nicht eben der Gepeinigte, der sich einen Kerker aus Pein errichtet?

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