Ask @myfinaldestination:

Welches Buch oder evtl auch welcher Film (ggf von damals) ist ein (trauriger) Spiegel unserer Zeit?

Rabe
Ich fand immer, dass der Film "American Beauty" in einigen Dingen doch ein ziemlicher Spiegel unserer Zeit bzw. dem Leben darin geliefert hat. Natürlich sind nicht alle Situationen daraus in der Form übertragbar (den von der Army gedrillten, nach außen homophob agierenden und in Wirklichkeit homosexuellen Vater zum Beispiel gäbe es in der Form bei uns höchstwahrscheinlich nicht), aber der Film hat es doch geschafft, viele aktuelle gesellschaftliche "Motive" aufzugreifen und sie zu integrieren.

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Hast du bzw. lernst du gerne in einer Gruppe oder lieber alleine? Bitte mit Begründung.

Kapuzenkind
Ich bin in jeder Hinsicht eher der Einzelgänger-Typ, das galt natürlich auch beim Lernen. In einer Gruppe konnte ich mich überhaupt nicht konzentrieren und war ständig von irgendetwas abgelenkt, deswegen habe ich auch Gruppenarbeiten gehasst wie die Pest.

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“Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht.” Findest du das zutreffend? Wie viel Toleranz verträgt Glaubwürdigkeit?

Sonnenwolke
Komplett zutreffend sicher nicht. Es ist eine Tatsache, dass jeder Mensch bewusst oder unbewusst sogar ziemlich häufig lügt, insofern würde eine konsequente Anwendung dieses Prinzips jede Vertrauensgrundlage schon vor ihrer möglichen Entstehung zerstören. Meine Toleranz endet mit der bewussten Absicht. Es ist mir dann auch ziemlich egal, worin diese Absicht letztendlich bestand. Ich bin weder so fragil, dass man sich für mich irgendwelche "Notlügen" ausdenken müsste, noch macht es in der Konsequenz einen Unterschied, ob ich Jahre später erfahre, dass jemand zum Erhalt der Freundschaft mich zu einer bestimmten Sache angelogen hat. Sich mein Vertrauen zu verdienen ist schwer, es zu verlieren dauert genau diesen einen Bruchteil einer Sekunde.

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"Loch ist Loch”, heißt es im neuen Werbeslogan von Lidl, der dafür einen Shitstorm im Internet kassiert. S.e.xistisch, frauenverachtend, billig … wie denkst du darüber und wie über die Reaktionen?

Sonnenwolke
Ja ich habs gestern auch mitbekommen, weil jemand in meinem Bekanntenkreis es aus welchem Grund auch immer für eine gute Idee hielt, mir den Empörungsartikel der "bento" zukommen zu lassen.
Mir wird es einfach langsam echt zu dämlich. Ja, "Loch ist Loch" ist ein Spruch, der üblicherweise unter bestimmten Männern fällt, wenn sie unter sich sind bzw. zu sein glauben, so gut wie immer in einem scherzhaften Kontext. Meinen Humor trifft er nicht, dazu interessiert mich dieses ständige zwanghafte Gelaber über den Geschlechtsakt auch einfach viel zu wenig.
Kurz, ja, ich hätte der PR von Lidl im momentanen Klima von einem solchen Slogan abgeraten, finde ihn selber nicht gerade sehr intelligent, aber wenn man sich ansieht, wer diesen Shitstorm anführt bzw. medial ausschlachtet weiß man auch schon wieder genug. Ich will mit so was nichts zu tun haben.

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Wo beginnt Manipulation?

Sonnenwolke
Manipulation beginnt in dem Moment, in dem der Arzt oder die Hebamme das neu geborene Kind zum Schreien bringen will. Unser gesamter Alltag ist von ständiger Manipulation durchsetzt, nicht im Sinne eines Aluhut-Denkens, sondern dass jeder von uns eigentlich ständig versucht, andere in seinem Sinne zu beeinflussen.

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Wie hinterlässt man einen interessanten Eindruck bei dir?

Waschbär
Dafür gibt es kein festgelegtes Muster. Bei mir läuft eigentlich fast alles über den ersten Eindruck, ist der positiv kann auf mich sehr vieles interessant wirken. Genauso gibt es auch umgekehrt Menschen, die für mich vollkommen uninteressant sind, selbst wenn sie sich mit meinen eigenen Interessensgebieten befassen. Auf ask bezogen wären das zum Beispiel Personen, die schon in ihrer Beschreibung "vegan", "gender xyz" stehen haben, oder in ihren Antworten ein Gendersternchen verwenden.

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Kommst du besser mit Menschen klar die durchgehend über alles lachen oder mit Menschen die durchgehend nur ernst sind?

Waschbär
Wenn du von einem reinen schwarz-weiß-Szenario ausgehst, dann wohl tatsächlich eher mit Menschen, die durchgehend nur ernst sind. Ich mag Menschen, die bei Humor offen und idealerweise mit meinem auf einer Wellenlänge sind, aber wenn jemand durchgehend über alles lacht, dann empfinde ich das bestenfalls als nervig, schlimmstenfalls als deutliches Anzeichen für Dummheit und Begriffsstutzigkeit.

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http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/soziale-netzwerke-wo-mitgefuhl-uberbewertet-wird-1.8545885?fbclid=IwAR0EqOJKnwMkE92p2Z-cUW38yZRpBUr5HGrFz23nbz8jA4doDQ6l2OgZJFo In den sozialen Netzwerken reagieren immer mehr Nutzer mit Häme und Sarkasmus auf Tragödien. Woran liegt das?

Sonnenwolke
Überrascht mich ziemlich wenig, nicht nur, weil ich es auch täglich erlebe. Die vom Autor als "normal" ins Feld geführten Begriffe "Bestürzung, Betroffenheit, Anteilnahme, Mitgefühl" haben in den letzten Jahren einen ideologisch motivierten Missbrauch erfahren, der bei vielen Menschen den bei solchem Missbrauch üblichen Effekt hatte, dass sie dagegen abgestumpft sind.
Ich weiß nicht, ob es so vielleicht mehr Sinn ergibt, aber nach meiner Ansicht ist es eben so, dass die ständige Ansprache der Emotion im Kampf um die Aufmerksamkeit von Lesern und damit quasi Kunden oder Anhängern dazu geführt hat, dass die Menschen emotional ermüdet und abgestumpft sind. Sarkasmus, Zynismus, auch Häme, sind da absolut keine ungewöhnliche Entwicklung. Vor allem hat es sehr viel mit Selbstschutz zu tun. Wenn ich beispielsweise jedes Mal betroffen wäre, wenn mir einer meiner Facebook-Kontakte mit einem Status wieder vermittelt "DAS ist jetzt wichtig, DA musst du emotional sein!", dann würden selbst 24 Stunden/Tag nicht dafür ausreichen. Und das ohne Selbstschutz und emotionale Distanz würde jeden Menschen psychisch schwerst krank machen.

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Für wie ausgeprägt hältst du dein Mitgefühl und deinen Anstand?

Sonnenwolke
Gibt es so was wie eine allgemeine Definition von Anstand? Für mich ist der Begriff ebenso wie "Moral" so individuell wie der Mensch selbst. Mein Anstand besteht daraus, dass ich ein paar grundlegende Dinge mache wie das Sagen von "Bitte", "Danke", "Guten Tag" und "Auf Wiedersehen", und in Streitgesprächen nicht auf Beleidigungen meines Gegenübers zurückgreife. Alles darüber hinaus ist Sache meiner persönlichen Einstellung, und ich entscheide mit wem ich diskutiere bzw. ob ich überhaupt sozial mit jemandem interagiere oder nicht.
Was das Mitgefühl betrifft - das bringe ich dort auf, wo ich es für richtig halte, und das betrifft Konkret meine Freunde und meine Familie, wenn eine Situation es erfordert bzw. rechtfertigt. Emotionale Unterstützung zu geben ist mir nicht möglich (den Artikel hatte ich dir ja verlinkt), aber ich versuche sachlich bei der Lösungsfindung zu unterstützen. Darüber hinaus analysiere ich Ereignisse für mich eher sachlich und habe nur sehr selten Mitgefühl für jemanden außerhalb der genannten Personenkreise.

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Woran zweifelst du?

Sonnenwolke
An viel zu vielem. Erst eben sind mir kurz mal sämtliche Gesichtszüge entglitten, als ich gehört habe, dass Hannover über anderthalb Jahre eine Komission aus Beamten beschäftigt hat, deren einzige Aufgabe darin bestand, eine "gendergerechte Sprache" für die Verwaltung zu entwickeln, Gendersternchen inklusive. Und überall dort, wo ganz bestimmte Parteien mitregieren, soll dieser Vorschlag nun kopiert werden. Naja. Wenn diese Ideologen radikal werden wollen, meinetwegen. Bei mir ist ab sofort jeder, der ein Gendersternchen verwendet, automatisch von jeder Diskussion und jedem weiteren persönlichen Kontakt disqualifiziert. Ich ertrage diesen ideologischen Schwachsinn nicht mehr, und fast noch unerträglicher ist dabei der Gedanke, dass ich noch nicht mal die Hälfte meiner durchschnittlichen Lebenszeit rum habe und die restliche Zeit so was ertragen soll. Klare Haltung: NEIN.
Weitere Dinge, bei denen ich zweifle:
- an mir selbst
- am Erreichen meiner durchschnittlichen Lebenserwartung
- an den meisten Menschen
- an einer Besserung des gesellschaftlichen Klimas in Zukunft
- am Verschwinden der AfD
- am Vermeiden zukünftiger Armut
- an der Aufrechterhaltung meines Lebenswillens
usw.

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Hast du eine Charaktereigenschaft, die beim anderen Geschlecht häufiger vorkommt? Was ist das für eine Eigenschaft?

Mhm, klar ask, ich gebe jetzt auch eine Antwort auf diese Frage, für die mir im Anschluss ein keifendes Feministen-Kollektiv auf der Matte steht und mich als die Inkarnation des CIS-heteronormativen Patriarchats an den Pranger stellt, bevor sie dann von öffentlichen Geldern gefördert das Vorlesungsmaterial eines Gender-Studies-Seminars für noch-nicht-Indoktrinierte wird und am Ende noch mehr Gendersternchen-Fetischisten von den Unis auf das Land losgelassen werden.

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Was schaust du auf youtube gerne?

Niklas Braun
Auf Youtube schaue ich mir meistens bestimmte Konzertmitschnitte an, die früheren Jahresrückblicke von Urban Priol, Spiele-Reviews, selten mal ein Lets Play, wenn ich irgendwo feststecke, ansonsten hauptsächlich Tutorials für ein paar Programme und die Links, die mir so zugeschickt werden. Von den "großen" Youtubern halte ich mich allerdings fern, deren Content ist für mich völlig irrelevant.

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Die rot-rot-grüne Landesregierung in Berlin macht den 8. März zum gesetzlichen Feiertag. Sollten am Internationalen Frauentag die Arbeitnehmer bundesweit frei haben?

Ich stehe dem ganzen Thema zwiespältig gegenüber. Einerseits habe ich grundsätzlich nichts gegen einen solchen Feiertag einzuwenden, andererseits ist es wie mit vielem, was in Berlin geschieht - es trieft dermaßen vor Ideologie, dass ich damit auch absolut nichts zu tun haben will.
Von daher - nein, ich denke nicht, dass ein Feiertag, der aus ideologischen Gründen nur einer Hälfte der Bevölkerung gewidmet ist, zur bundesweiten Sache werden sollte. Was sie meiner Meinung nach allerdings gerne übernehmen dürfen und wesentlich mehr Sinn machen würde wäre der ebenfalls eingeführte 8. Mai als Tag der Befreiung vom NS-Faschismus. Einem solche Feiertag würde ich mich sofort anschließen, würde alleine mehr Sinn machen als die Hälfte der religiösen Feiertage zusammen.

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so selten daemlich ein robert eben ist. liegt wohl am name 🤷🏻‍♂️

Flynn McLoughlin
"Robert ist die normannische Namensform von altgermanisch „(H)rod-berht“ und bedeutet so viel wie „von glänzendem Ruhm“.[1] Die Bedeutung des althochdeutschen Wortes „hrōd“, „hruod“ ist Ruhm, Ehre und das Wort „beraht“ steht für strahlend, glänzend, stolz."
Noch Fragen, Twinny-Midget? <3

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+5 answers in: “Was wissen deine Eltern immer noch nicht über dich?”

Was wissen deine Eltern immer noch nicht über dich?

Meine Mutter weiß eigentlich alles Wesentliche über mich, ein paar Dinge sind und bleiben natürlich auch rein bei mir. Bei meinem Vater wäre wahrscheinlich die Antwort auf die Frage "Was weiß er über mich" wesentlich kürzer, im letzten Jahr hat er sich nicht mal meinen Geburtstag gemerkt. Von daher, Zeitverschwendung darüber nachzudenken.
(Ich hab eben ernsthaft "wäre" mit h geschrieben. Wie däh..dämlich kann man eigentlich sein...)

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“Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.” Was fällt dir dazu ein?

Sonnenwolke
Kann, nicht muss. Wenn man sich heute so umschaut, dann stelle ich für mich fest, dass es viel zu vielen Menschen nur noch um Ideologie geht und das Denken nur dann die Richtung wechselt, wenn es dem Erhalt der eigenen Weltanschauung dient. Bei mir wechselt dann die Denkrichtung, wenn neue Fakten präsentiert werden, die ein zuvor bestehendes Gesamtbild verändern. Zu behaupten, dass mir das leicht fiele, wäre jedoch gelogen, denn es ist in der Informationsüberfrachtung und dem ständigen Heischen nach Aufmerksamkeit unglaublich schwer geworden, Fakten noch von falschen Behauptungen und Verleumdungen zu unterscheiden.
Man sieht es aber gerade sehr anschaulich an der Debatte um den Diesel bzw. die Auswirkungen von Feinstaub. Eine größere Gruppe renommierter Lungenfachärzte veröffentlichen einen Brief, in dem sie gemeinsam große Zweifel an den bestehenden Grenzwerten hegen, dies auch medizinisch-wissenschaftlich begründen, und die momentane Hysterie rund um Fahrverbote, Geschwindigkeitsbegrenzungen etc. für maßlos übertrieben bis hin zu komplett unnötig halten. Normalerweise sollte ein Richtungswechsel beim Denken an dieser Stelle bedeuten, dass man die vorgelegten Fakten erst mal einer Prüfung unterzieht bzw. genauer gesagt sie prüfen lässt, denn die wenigsten von uns wissen wohl ernsthaft darüber Bescheid, ob und wie viel Feinstaub die Lunge abbekommt und vertragen kann. Das wäre also eine Aufgabe für Ärzte und qualifizierte Wissenschaftler.
Stattdessen besteht der Richtungswechsel darin, dass ein grüner Politiker, seines Zeichens Berufspolitiker mit dem üblichen Werdegang (abgebrochenes Studium in Soziologie und Gender Studies) auf Twitter mal eben in 280 Zeichen rotzt, dass die Fachärzte, vielfach Dozenten an Universitäten mit Professoren-Titel, ja keine Ahnung haben und er sich mit seiner Partei nicht davon beirren lässt. Stattdessen unterstellt man nun dem Berufsstand, dass der sich Sorgen mache, weil ihm bei sauberer Luft die Patienten wegbleiben könnten, was gerade im Bereich der Lungenheilkunde nun wirklich komplett schwachsinnig ist, wenn man sich die Belegung in den Fachkrankenhäusern und die Arten der Krankheiten ansieht, mit denen die Menschen einen Lungen-Spezialisten aufsuchen müssen. Aber das ist völlig egal. DIESEL BÖSE! FAHRVERBOT! TEMPOLIMIT! PROGRAMM SCHREIBGESCHÜTZT!
Ja, die Denkrichtung wechselt bei vielen Menschen sogar sehr häufig, aber leider viel zu oft vor allem zum Zweck des Erhalts einer bestimmten Weltanschauung.

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Wie erzähle ich meinem fünfjährigen Kind, warum Obdachlose obdachlos sind und warum Menschen auf der Straße leben?

Rabe
Das Problem bei der Sache ist - auch um einem fünfjährigen Kind etwas zu erklären muss man es erst mal selber verstehen können. Eigentlich dürfte das in einem Sozialstaat wie dem unseren gar nicht mehr vorkommen, selbst der ärmste Mensch hat ein Anrecht auf ein Dach über dem Kopf und eine Versorgung mit lebensnotwendigen Dingen wie Wasser, Lebensmittel etc. Wie erklärt man einem Kind, dass in der Praxis oft bürokratische Hürden im Weg sind wie mangelnder Wohnraum, ein Mangel an Notunterkünften, der oft bei Obdachlosen anzutreffende Hund unerwünscht ist, oder der Obdachlose selbst dem Staat zu sehr misstraut, um seine Hilfen in Anspruch zu nehmen?
Mein persönlicher Ansatz wäre, dem Kind zu erklären, dass der Obdachlose in seinem Leben sehr viel Pech gehabt und deshalb sein Zuhause verloren hat und die Hilfe anderer Menschen braucht. Anschließend würde ich ihm seine Folgefragen dazu möglichst kindgerecht beantworten, immer mit dem Fokus darauf, dass das Kind Obdachlose nicht als "Menschen zweiter Klasse" sieht. Darauf hat meine Mutter in der Erziehung erfolgreich wert gelegt, und ich halte das für etwas, das man jedem Kind auch so weitergeben sollte, damit man keine Berichte mehr von in U-Bahnhöfen angezündeten oder zusammengeschlagenen Obdachlosen lesen muss.

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