Ask @myfinaldestination:

Kann es sein, dass VAs grundsätzlich weniger Beachtung bekommen, als schriftliche Antworten? Woran könnte das liegen? Haben manche eher keine Lust, sich diese anzusehen oder möchten die meisten lieber geschriebenes Wort lesen, als gesprochenes zu hören?

ialociN
Ich habe hier ewig niemanden mehr bewusst wahrgenommen, der noch VAs einstellt. Gründe dafür gibt es wahrscheinlich einige. Mich persönlich interessieren VAs tatsächlich nicht, da ich hier die Antworten eher lesen möchte. Außerdem höre ich relativ oft Musik während ich hier unterwegs bin, und die will ich nicht dafür unterbrechen. Was für einige andere bestimmt eine Rolle spielen könnte, das Laden von VAs auf dem Handy verbraucht Datenvolumen und das Ansehen ist vielleicht nicht unbedingt möglich. Videos auf laut sind in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht gerade beliebt.

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Wie kann man den Unterschied zwischen Falschnachrichten und wirklichen Nachrichten erkennen?

Es ist sehr schwer, da inzwischen aufgrund der Informationsgeschwindigkeit auch eine Falschmeldung oft erst mal ungeprüft durch andere Medien übernommen wird, um nicht den Anschluss und damit Leser bzw. Zuschauer oder Zuhörer zu verlieren. Meiner Meinung nach sollte man im Zweifel dennoch immer schauen, ob und wie weitere Medien über eine Nachricht berichten. Wenn z.B. der Spiegel als moderat linkslastiges Magazin und die WELT als leicht rechts tendierendes Magazin darüber berichten, dann kann man zumindest davon ausgehen, dass eine Nachricht wahrscheinlich stimmt. Liest man allerdings nur etwas in stark ideologisch gefärbten Medien darüber (Junge Freiheit, PI-News, TAZ, Bento), dann ordne ich die Nachricht als mindestens stark übertrieben, wahrscheinlich falsch ein.

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Ein Kumpel von mir will keine Handyschutzfolie kaufen, weil sie 'hässlich' aussieht und er sein Handy sehr schön findet. Legst du mehr Wert auf die Funktionalität des Handys oder auf das Aussehen?

Kapuzenkind
Ich habe relativ lange nur auf die Funktionalität geachtet, wobei mich Displayfolien eher deshalb genervt haben, weil die meisten davon die Bedienung des Touchscreens behindern. Mein aktuelles Handy ist eigentlich das erste, bei dem ich sowohl auf Funktionalität als auch das Aussehen geachtet habe, allerdings gehöre ich auch absolut nicht zu den Menschen, die alle ein oder zwei Jahre ein neues haben (wollen). Also obwohl ich dafür wirklich mal was investiert habe - netto gebe ich weniger für Handys aus als die meisten Menschen mit ihren Verträgen und Zwei-Jahres-Modellen.

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Welchen vergangenen Moment deines Lebens hättest du liebend gerne als Videodatei um ihn sich immer wieder anzusehen?

Jim Panse
Bei jedem einzelnen Gedanken zu dieser Frage lande ich bei einem Zeitpunkt kurz bevor ich etwas sehr Einschneidendes erlebt oder einen Verlust erlitten habe. Auf solche Videodateien verzichte ich in Anbetracht dessen, was sich gerade in meinem Kopf tut, nur allzu gerne.

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„Man sagt ja immer, der 9. November, das ist ein wichtiger Tag in der deutschen Geschichte. Aber das ... puh ... eigentlich der wichtigere Tag ist der 8. November. Denn da kommt wieder ‚Nuhr im Ersten‘.” Für diese Aussage im ARD-Trailer erntete Dieter Nuhr herbe Kritik. Zu Recht?

Sonnenwolke
Ich bin doch immer wieder überrascht, was ich inzwischen alles so an Shitstorms verpasse. Lass es mich mal so ausdrücken, hätte ich den Spruch mitbekommen, ich hätte ihn nicht wirklich als witzig empfunden, aber auch nicht als etwas, worüber ich mich aufregen würde. Gleichzeitig habe ich für die Kritik durchaus Verständnis, denn natürlich ist der Jahrestag der Novemberpogrome ein sehr spezieller Gedenktag in der deutschen Geschichte, mit dem man in Anbetracht der schrecklichen und widerwärtigen Ereignisse dieser Nacht sehr vorsichtig umgehen sollte.
Zusammengefasst, es gibt deutlich bessere Momente für solche (so oder so wenig kreative) Sprüche, aber ich empfinde auch viele selbsternannte Sittenwächter inzwischen als unerträglich.

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Sitzt du/saßt du in der/dem Schule/Uni/BK eher in den hinteren Reihen oder doch vorne? Warum?

Kapuzenkind
Ich saß bis auf wenige Ausnahmen immer hinten. In der Schule war ich kein Streber und habe damals schon die Aufmerksamkeit anderer gehasst, also habe ich mich lieber zurückgezogen und das Reden anderen überlassen. Wenn meine Lehrer sonst nichts hatten, was sie bei Elternsprechtagen ansprechen wollten, aber der Hinweis auf meine geringe mündliche Beteiligung hatte schon was von Tradition.

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Was ist das positive am Singleleben?

Waschbär
Es ist definitiv weniger stressbehaftet, wenn ich mir so die diversen Beziehungen in meinem Bekanntenkreis ansehe. Die ersten Tage ist alles rosa Wolke, danach wird dir in manchen Fällen relativ schnell bewusst, dass nicht alles bei RTL notwendigerweise eine Übertreibung ist.
Wenn ich mir ansehe, dass da auf einmal Dinge ins Spiel kommen wie Kontaktverbote mit langjährigen Freunden, generelle Eifersucht, Stress aus absolut nichtigen Gründen, und am Ende steht dann nicht nur die Trennung, sondern auch der Verlust des Freundeskreises, weil man triebgesteuert kein Problem mehr damit hatte, die Hälfte davon im Namen der "großen Liebe" vor den Kopf zu stoßen...kann ich echt drauf verzichten. Wie da teilweise bei manchen das Hirn aussetzt wegen einer Sache, die innerhalb weniger Stunden vorbei sein kann je nach der persönlichen Laune des Gegenübers... wer's braucht.

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Wie oft bist du schon in einen Bus eingestiegen, der in entgegengesetzter Richtung zu deinem Ziel fuhr? Wie vertreibst du dir die Zeit im Bus?

Jesus
Ich fahre absolut nicht gerne Bus. In den falschen Zug gesetzt habe ich mich bisher nur ein einziges Mal, nach einem Tagesausflug nach Köln. Es war relativ spät abends und die Züge fuhren in anderen Intervallen, also bin ich zum Schalter gegangen und habe nach dem nächsten Zug in Fahrtrichtung Koblenz gefragt. Was mir dabei entfallen war, es gibt von Köln aus auf beiden Seiten des Rheins jeweils eine Bahnstrecke, die im Koblenzer Hauptbahnhof wieder zusammenläuft. Und wie man sich denken kann saß ich natürlich auf der falschen Rhein-Seite im Zug und musste daher meine Mutter aus dem Bett holen, da der Regionalzug zu mir nach Hause nicht mehr gefahren wäre bis ich es auf die andere Seite geschafft hätte.
Im Zug benutze ich meistens meinen Laptop oder habe alternativ ein Buch dabei. Außerdem kann ich mich auch relativ lange damit beschäftigen, dass ich einfach aus dem Fenster schaue und mir bestimmte Details der vorbeiziehenden Gegend ansehe. Ich interessiere mich zum Beispiel seit je her ein wenig für Autobahnen und Verkehrsinfrastruktur, da gibt es in der Nähe von Bahntrassen doch einiges zu sehen.

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Was war deine letzte Erkenntnis und wie hast du sie erlangt?

Sonnenwolke
Aktuellste Erkenntnis - lasse niemals Handwerker unbeaufsichtigt, oder unter Aufsicht von Großeltern, die sich bei gewissen Vorgängen nichts weiter denken. Diese Erkenntnis bekommt man recht schnell, wenn man eigentlich die Möbel für das neue Bad aufbauen will und dann mit ansieht, wie der neue Wasserhahn kaputt geht beim Warmwasser-Test, das warme Wasser nicht funktioniert, Anschlüsse für die WC-Spülung vergessen werden und Handwerker ihre Arbeitsstunden strecken, indem sie für jedes Kleinteil extra zum Großhändler fahren. Ab morgen untersteht die Baustelle daher mir.

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Wie wichtig ist dir Familie?

Kapuzenkind
Ich bin mit einem sehr starken Fokus auf die Familie erzogen worden, der mir allerdings auch ein paar der größten Enttäuschungen meines Lebens eingebracht hat. Angepasst daran habe ich mich, indem ich für mich einen neuen Familienbegriff definiert habe, der sich nicht auf die "Blutsverwandtschaft" bezieht, "Blutsverwandte" sogar davon ausschließen kann. Und damit lebt es sich recht gut.

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Ich las eine Umfrage, darin wurde Indiana Jones als "der größte Filmheld" ermittelt. Unabhängig von Geschlecht & Filmgenre: Bist du der gleichen Meinung? Wer kann's besser als Indi?

Jim Panse
Er ist zumindest keine schlechte Wahl, da die Indiana Jones-Filme natürlich auch Hollywood-Produktionen mit entsprechenden Übertreibungen sind, die meisten Aktionen aber dennoch halbwegs glaubhaft und nicht wider der physikalischen Gesetze sind. Ich denke da vielleicht noch an John McClane der ersten beiden "Stirb Langsam"-Filme, ansonsten habe ich aber nicht wirklich einen Favoriten.

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Wie sehr achtest du auf deine Ernährung?

Kapuzenkind
Überhaupt nicht. Ich esse was ich möchte wann ich es möchte und in welchen Mengen ich es möchte. Nach zwei Jahren Zwangsdiät aufgrund meines Nierenversagens habe ich gelernt, dass man ohnehin nur dieses eine Leben hat, und da ich nie in Gefahr bin übergewichtig zu werden ist es mir vollkommen gleich.

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Bist du in einem Verein MItglied, wenn ja inwiefern bist du in diesem aktiv?

OOLDMKA
Abgesehen davon, dass ich in einem Forum als Moderator tätig bin, bin ich in keinem Verein aktiv und habe mich auch nie wirklich für irgendwelche Mitgliedschaften interessiert. Als Kind war ich für ein paar Monate Spieler eines lokalen Fußballvereins und auf Betreiben meiner Mutter in der KJG ("Katholische Junge Gemeinde"), wo es hauptsächlich um kirchenkonforme Freizeitaktivitäten ging, das war es aber dann auch so ziemlich.

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Wie kann einem eine Sache an einem Tag gleichgültig sein und an einem anderen Tag wieder nicht?

Kapuzenkind
Das ist eine Frage der Prioritäten. Am Donnerstag ist mir mein PC abgeraucht und wird wegen eines Fehlers von mir bei der Reparatur noch bis mindestens Mittwoch nicht funktionieren. Da hat es mich dann relativ wenig interessiert bzw. war mir ziemlich gleich, dass ein Freund mir was von der guten Satire bei extra3 erzählt hat. Am nächsten Tag und nach "Frust-Ausschlafen" habe ich mir Teile der Sendung angesehen und fand es selber witzig, da stand eben mein PC offen in der Ecke und wartet dort nun auf ein Ersatzteil.

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Das Gründungsversprechen der Europäischen Union lautete „Nie wieder Krieg“. Garantiert die Europäische Union heute noch Frieden in Europa oder würde es auch ohne die EU friedlich bleiben?

Jim Panse
Wenn man jetzt zynisch wäre, dann könnte man vermutlich bemerken, dass die EU tatsächlich Kriege verhindert, hauptsächlich durch den massiven bürokratischen Aufwand für dessen Beginn.
Ernst gemeinte Antwort, bei allem, was es an der EU zurecht zu kritisieren gibt muss man konstatieren, dass zumindest innerhalb der Gemeinschaft das Versprechen gehalten wurde. Sie hält Nationen mit teils sehr unterschiedlichen kulturellen und politischen Hintergründen im Gespräch miteinander, und die offenen Grenzen des Schengen-Raums leisten auch ihren Beitrag zur Begegnung und Verständigung der Menschen. Ich denke, dass sie den Frieden auf militärischer Ebene auch weiterhin garantieren wird, aber das eigentliche Gefahrenpotenzial sehe ich im zivilen Bereich. In den letzten Jahrzehnten hat die EU mehrere massive Krisen erlebt und in keiner einzigen davon einen auch nur im Ansatz gefestigten Eindruck hinterlassen. An der Ideologisierung der Gesellschaften könnte da in Zukunft einiges kaputt gehen, angefangen mit den Wahlen im kommenden Jahr.

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Hausaufgabenhefte! Hast du sie benutzt? Benutzt du sie vielleicht immernoch? Wie sieht dein für dich perfektes Hausaufgabenheft aus? Was muss darin vorhanden sein, was nervt total an diesen Heften?

Rabe
Sie waren eine Pflicht, die ich konsequent missachtet habe, ebenso wie Vokabelhefte. Ich kann dir also auch nicht sagen, wie es überhaupt aufgebaut war, geschweige denn was daran "perfekt" wäre, da es bei mir über Jahre ungeöffnet im Rucksack gelegen hat.

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Wie viele Freunde würdest du verlieren, wenn alle deine Freunde wüssten, was du über sie denkst?

Jim Panse
Von den Personen, die ich tatsächlich als meine Freunde betrachte, keinen einzigen. Wir haben einen offenen Umgang miteinander und wissen in aller Regel, was wir von der anderen Seite zu erwarten und zu halten haben. Wenn man "Freunde" auf Facebook-Freunde erweitert wäre da allerdings durchaus der ein oder andere, der mich vermutlich danach löschen würde, je nachdem was er oder sie gerade mal wieder geteilt hat.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren schrittweisen Rückzug aus der Politik bekanntgegeben. Hat sich Deutschland während ihrer Regierungszeit zum Besseren oder Schlechteren verändert?

Jim Panse
Nach meiner Meinung hat es sich zum Schlechteren verändert, und das ziemlich klar. Ihre ausgewiesenen Erfolge halten selten einer oberflächlichen Prüfung stand (Beispiel: Arbeitslosenzahlen, das bricht ein, sobald man mal fragt, wie viele Menschen außerhalb der Statistik in Wirklichkeit in Maßnahmen stecken, und wie viele von ihrer Arbeit denn auch leben können).
Was ich hauptsächlich mit ihr verbinde ist der von ihr eingeführte Politik-Stil, der bei vielen Themen von einer Beliebigkeit aus reinem Machterhaltungstrieb geprägt war. Das war nicht immer notwendigerweise schlecht, denn ohne diesen Machterhaltungstrieb hätte sie auch niemals die "Ehe für alle" im Bundestag zur Abstimmung gestellt. Aber, und das werfe ich ihr dabei auch am meisten vor - die heutige Spaltung unseres Landes hat maßgeblich auch damit zu tun, dass ihr Politik-Stil zuvor die einzelnen Parteien nicht mehr unterscheidbar gemacht hat. Bei den letzten drei Bundestagswahlen war es egal, in welcher Konstellation der Wähler gewählt hat - es kam immer die Politik Merkel dabei heraus. Der Koalitionspartner, ob SPD, FDP, zuletzt auch die Grünen, egal und beliebig. Der damit verbundene Profilverlust der CDU und der Parteien in ihrem Sog trägt einen großen Anteil daran, dass wir uns heute mit einer erstarkten AfD herumschlagen müssen, die genau in dieses politische Vakuum im konservativen Bereich eingedrungen ist und sich dann nach rechtsaußen erweitert hat.
Was ebenfalls schlecht war und immer mit ihr verbunden sein wird - der Begriff "alternativlos", der sich durch ihre Politik gezogen hat wie ein roter Faden, selbst wenn wie im Fall der Energiewende ein halbes Jahr später auf einmal das genaue Gegenteil von zuvor "alternativlos" war. Dass die anderen Parteien dieses Spiel oft mitgespielt haben resultierte darin, dass die Menschen fast 10 Jahre verlernt haben politisch zu streiten, für eine Demokratie eigentlich sehr wesentlich und wichtig. Wozu streiten, andere Positionen waren ja schließlich nicht gefragt. Bei dem uns allen bekannten prägenden Thema ab 2015 haben wir dann etwas erlebt, dass man so bis dahin nur in den USA beobachten konnte, wo es ja faktisch für das ganze Land nur zwei Parteien zur Auswahl gibt - es kam zu einem regelrechten Borderline-Effekt. Es gibt seit dem gefühlt nur noch rechts oder links, "Rassismus" oder "Weltoffenheit", "Feminismus" oder "back to the 50s". Die politische Mitte, wo früher die wichtigen Fragen ausgetragen wurden und Ideologen nichts zu sagen hatten ist aus dem Diskurs verschwunden, es geht faktisch nur noch um reine Ideologie und das regelrechte Entmenschlichen seines politischen Gegenübers.
Merkel hinterlässt dem Land ein Erbe, das es leider nicht ausschlagen kann.

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Ich möchte demnächst über "Kritik" nachdenken (philosophieren), aber bevor ich damit beginne, möchte ich Dein Verständnis von Kritik erfahren, weil mir Deine Antworten ausgezeichnet gefallen. Nicht, weil ich Dir in allem zustimme, die Differenziertheit ist bemerkenswert. Was ist für Dich "Kritik"?

Uri Bülbül
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du mit der Fragestellung "für Dich" eher auf meine persönlichen Empfindungen anspielst als auf die Definitionen meiner früheren Deutschlehrer.
Kritik ist für mich aufgrund meiner Persönlichkeit manchmal durchaus etwas problematisch. Ich leide unter einer Störung, die unter anderem ein paar Anleihen des Borderline-Syndroms mit sich bringt, entsprechend schnell kann ich mich von bestimmten Formen der Kritik persönlich angegriffen fühlen und schieße dann scharf zurück. Dieses Problem versuche ich in Diskussionen bewusst in den Griff zu bekommen. Mit sachlicher Kritik (z.B. "Da gibt es aber auch diese Statistik zu, die deine Annahme eher nicht bestätigt") komme ich klar und werde mich auch damit befassen. Als Kritik definiere ich dabei für mich alles, was sich um die zur Diskussion stehende Sache dreht und mit sachlichen Argumenten unterlegt wird. Der Idealfall sieht für mich dabei so aus, dass Person A eine Meinung äußert, Person B eine positive oder negative Kritik daran übt und diese auch argumentativ stützt, und daraus entsteht eine Diskussion, in der Standpunkte zusammengebracht oder wenigstens verständlicher werden.
Was ich hingegen gar nicht ab kann sind ad-hominem-"Argumente", die Sachargumente durch reine persönliche Abwertung ersetzen, oft auch unter Einbringung persönlicher Gefühle. Darin sehe ich auch keine Kritik mehr, obwohl man es ja als Kritik an der Person definieren könnte, sondern einfach einen blanken Nachweis der Diskussionsunfähigkeit. Leider war ich relativ lange blöd genug, dass ich darauf reagiert habe und damit unter anderem auch einigen Trollen auf dieser Plattform unnötige Zusatzmunition geliefert habe, aber auch das habe ich inzwischen weitestgehend im Griff.

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«Das Leben ist das, was du daraus machst» - wie stehst du zu dieser Aussage? Und wieviel gestaltest du aktiv, bewusst, selbst und individuell in deinem Leben?

Uri Bülbül
Ich würde der Aussage nur bedingt zustimmen. Sie impliziert einen Zustand der permanenten Kontrolle darüber, und der ist faktisch für so gut wie niemanden gegeben. Der Alltag der Menschen unterliegt permanenten Erwartungen, sei es seitens der Schule, des Arbeitgebers, der Freunde, der Familie, Behörden/Verwaltungen, Termine, zu erfüllende Bedürfnisse, die Führung eines Haushalts etc... Klar kann man jetzt sagen, dass man auch daraus etwas machen kann, aber das meiste davon geschieht ja nicht aus eigenem Antrieb heraus, sondern weil es sein muss oder es einfach erwartet wird. Auch die Gesundheit kann einem durch sehr viele Dinge einen Strich machen.
Damit wären wir dann bei mir mit einer sehr passenden Überleitung. Momentan "gestalte" ich zum ersten Mal tatsächlich größere Teile meines Lebens selbst, auch wenn die meisten Leute wohl eher mit Geringschätzung auf diese Gestaltung blicken würden, da sie erst einmal nur etwas mit den Basis-Bedürfnissen zu tun hat - sprich, ich entscheide wann ich schlafe, wann ich aufstehe, was und wann ich etwas esse, ob ich mal rausgehe oder mich doch lieber in meinem Bereich beschäftige, der mir die größte Sicherheit bietet. Und meistens entscheide ich mich für die Sicherheit, da sie mir davor über viele Jahre gefehlt hat. Dort haben neben den üblichen Alltagsproblemen Schule, später Ausbildung und Arbeit auch meine Krankheiten/Behinderungen und die zugehörigen Termine mein Leben bestimmt, und natürlich auch die Behörden, die bis vor kurzem noch versucht haben, mich trotz schlechter werdenden Zustands irgendwie noch in Arbeit zu bringen.
Bis zu diesem Sommer habe ich hier sechs Jahre immer wieder auf Abruf verbracht, mich dann gelegentlich mal wieder den Aufgaben gestellt mit dem immer gleichen Ergebnis, und dann hieß es wieder - Warten. Permanent bereit halten für das Telefon, für Termine, für Maßnahmen, für Gutachten etc. Mit Leben hatte das weniger zu tun als mein heutiger ist-Zustand. Es ist für viele schwer bis gar nicht vorstellbar, dass ich diese recht lange und manchmal auch sehr teuer erkaufte Sicherheit heute einem Leben vorziehe, bei dem man permanent sozial involviert und irgendwo unterwegs ist, aber ich kann mir zum ersten Mal den Luxus leisten, dass es mir vollkommen gleich ist und ich für mich entscheide.

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Freust du dich auf Halloween?

Kapuzenkind
Nicht wirklich. Diese Tage sind für mich eher sehr stressig, weil diverse unserer Nachbarn ihre Kinder gezielt zu bestimmten Häusern schicken, wo sie genau wissen, dass etwas zu holen ist. Es ist für mich kein Problem, dass die Kinder gerne etwas Spaß haben und ein paar Süßigkeiten einstecken wollen, aber dieses "gezielte" Aussenden führt auch zu einer hohen Dichte an Klingeln, und das setzt mich innerlich total unter Strom, ohne dass die Kinder etwas dafür könnten.

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Die "Sonderstellung" des Kritikers ist seine Stellung als Kritiker - mehr nicht. Was mich dazu "qualifiziert" und was ich damit "zu erreichen beabsichtige" sind zwei unterschiedliche Fragen. Das zu erkennen, könnte schon ein Merkmal sein; die Absicht: erhöhte inhaltbezogene Kommunikation.

Uri Bülbül
Also verstehe ich das richtig - ich stelle dir zwei unterschiedliche Fragen, und für dich ist der Hinweis auf diese offensichtliche Tatsache "erhöhte inhaltsbezogene Kommunikation"? Eine Antwort auf beide Fragen hätte ich dazu dann doch bevorzugt. Aber davon unabhängig - wie gesagt, es kann dir ja so oder so niemand verbieten, dass du die Antworten anderer Personen kommentierst oder rezensierst, bei mir würde das jedoch auf wenig Interesse stoßen.

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+1 answer in: “Was hältst du davon, wenn ich ab und an zu bestimmten Antworten auf Profilen, denen ich folge, kleine Rezensionen und Kritiken schreibe? So etwas wie Literaturkritik auf ask als Antwort-Kritik. Das soll nicht dasselbe sein wie die früher üblichen @-Antworten.”
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