Ask @mysapientdrivel:

Welches gesellschaftliche Tabu empfindest du persönlich als den verhältnismäßig größten Störfaktor?

Lola van Unbehagen
Es stört mich enorm, dass das Zeigen von Emotionen in unserer Gesellschaft als „Schwäche“ abgewertet wird. Die Affektivität des Menschen könnte man durchaus als unseren 8. Sinn bezeichnen. Doch anstatt ihn zu nutzen und auszubilden, wird man ständig dazu angehalten sich zu „benehmen“ oder „zusammen zu reißen“, als würden unsere Gefühle anderen Leuten schaden. Meiner Meinung nach schadet uns aber nicht das Zeigen sondern das Verstecken eben jener. Diese Zurückhaltung führt zu nichts anderem als Missverständnissen. Man fehlinterpretiert ständig die Handlungen und Aussagen anderer und geht dementsprechend falsch auf sie ein.
Ich fühle mich oft alleine, weil mich keiner so recht verstehen kann. Selbst wenn ich bereit bin meine Gedanken offen zu legen, wird das von meinem Gegenüber oft nicht gewürdigt, weshalb mir nichts anderes übrig bleibt als mich aus Selbstschutz zurückzuhalten.
Selbstverständlich sollte man nicht jedem einen Bären mit beispielsweise seinem Kummer, oder seiner Wut aufbinden – die meisten Menschen fühlen sich dann verantwortlich und man überfordert sie. Dies liegt allerdings allein an unserer Kultur. Wir haben nie gelernt mit all dem umzugehen, weshalb uns eine solche Ehrlichkeit verunsichert und meistens unwillkommen ist.
Das ist, was mich stört, das ist was mich äußerst betroffen macht.

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Spiele ein ausgiebiges Gedankenspiel, sofern/sobald du in die Stimmung kommst. Es darf so politisch inkorrekt, surreal-idealistisch oder deprimierend realistisch sein, wie dein Kopf es dir vorsingt - wie heißt das auf askisch - frey ynterpretyrbar.

Lola van Unbehagen
Liebe Lola van Unbehagen, vorhin bin ich nach Hause gekommen habe mir eine Tüte gedreht, Oldschool Rap angemacht und es mir gut gehen lassen. Dann habe ich darüber nachgedacht, ob Kiffen mich dumm macht und ich mein Potential verschwende. Ich las ein paar Studien, habe mich dann allerdings entschlossen auf mein Potential zu scheißen. Mein Smartphone signalisierte mir eine neue Benachrichtigung auf ask.fm. Jetzt fachsimple ich seit einer Zeit, mit welcher Intention du mir wohl diese Frage gestellt hast, mit der du dich quasi verpflichtest, dir meinen Gedankensmoothie zu Gemüte zu führen.
Ich hoffe, du bist nicht davon ausgegangen, dass ich dir etwas neues erzählen kann? Alles was ich auf alle Fragen antworten möchte hat ohnehin jeder schon einmal selbst gedacht oder empfunden und der Rest lässt sich anderweitig herausfinden.
Okay, wie paradox von mir, dich zu fragen, warum du mir auf ask eine Frage stellst... Diese Plattform ist ganz offensichtlich eine tolle Möglichkeit der Unterhaltung, und aus diesem halte ich mich noch immer hin und wieder hier auf. Trotzdem fehlt mir der Sinn hinter dem ganzen, weshalb ich schon lange nichts mehr veröffentlicht habe. Wir machen nichts anderes, als uns mit uninteressanten Dingen zu profilieren, indem wir sie auf eine interessante Weise ausformulieren, ist das nicht absurd? Und ist meine Antwort nicht uninteressant?

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Macht Intelligenz unglücklich? Warum/Warum nicht?

Dirty Harry Clit
Nicht zwangsläufig.
Das ist eher davon abhängig, wie unbekümmert man durchs Leben geht, ob man ein viel analysierender Mensch ist, etc. Wenn man sich also nicht viele Gedanken über seine, oder die Handlungsweisen der anderen macht, hat das wenig mit Intelligenz zu tun. - Im Gegenteil, das können durchaus sehr intelligente Menschen sein. Man muss dabei beachten, dass es verschiedene Arten wie z.B. emotionale oder praktische Intelligenz gibt.
Dazu haben weniger bis minderbemittelte Menschen verstärkt ganz andere Probleme, wie z.B. miserable Berufsaussichten, Schwierigkeiten damit, Zusammenhänge zu erkennen, Selbstwertprobleme, etc.
Es ist schon so, dass tiefgründiges Denken und Analysieren sehr mit Intelligenz zusammen hängt. Man kann auch durchaus sagen, dass einfach gestrickte Menschen leichter mit Kleinigkeiten zufrieden zu stellen sind und einem untragbaren Weltschmerz verschont bleiben.
Dennoch halte ich dieses Klischee eher für einen populären Irrtum. Denn wer sagt denn, dass "Grübelnde" nicht ein viel "reicheres" Leben führen?

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Empfindest du Friedhöfe als angsteinflößend? Warum (nicht)?

supernova ❂
Früher war dem so, doch seit dem mein Opa unter der Erde liegt habe ich Gefallen an Friedhöfen gefunden. Ich gehe dort gerne spazieren, lese Grabsteine durch und gedenke die Vergessenen. Dann setze ich mich auf eine Bank, genieße die Natur und lasse meine Gedanken schweifen. Es gibt kaum friedlichere Orte, als einen Friedhof. Ich mag es ganz besonders, mir zu überlegen, wer der Mensch in dem Grab vor mir war... Woran er gestorben ist, ob er glücklich war, was er gerne zum Frühstück aß und wovon er sein Leben lang träumte.

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Was hältst du von Bi- oder Homosexuellen Menschen?

Ich bin mit diesem Thema aufgewachsen und es war deshalb schon immer etwas selbstverständliches für mich und nicht sonderlich beachtenswert. Ich sehe daran nur wieder, wie beschränkt und widerlich die meisten Menschen doch sind. - Niemand wird mit Homophobie geboren und ich finde es daher einfach nur krank, Homosexualität sogar als Krankheit anzusehen, denn im Prinzip unterscheidet Homosexuelle nichts von heterosexuellen Menschen. Wir sind schließlich alle gleich scheiße. Daher finde ich es einfach nur schade, wäs für Energie in ein so nichtiges Thema investiert wird. Traurig, dass man aus solch unwichtigen Dingen Probleme macht, wenn es viel schlimmere Dinge gibt, die man anprangern und bearbeiten sollte.

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'Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird, zu leben.' - Marcus Aurelius. 1.Was hälst du von dem Zitat? Stimmst du zu oder pflegst du eine andere Meinung? 2.Ist es möglich vollkommen furchtlos zu sein?

Verbringst du dein Leben in der Furcht, dessen Beginn zu verpassen, wirst du die Hand nicht sehen, die es dir reicht um dich mitzunehmen.
Angst ist nicht real, nur Gefahr ist real.

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Angenommen du stirbst morgen, was wäre die mögliche Todesursache?

Dirty Harry Clit
Ich stehe jeden Tag gegen 6:00 Uhr auf, doch morgen bleibe ich vielleicht 5 Min. länger liegen, gequält von meiner Müdigkeit. Dann gehe ich duschen und wasche meine Haare zwei mal mit Shampoo. Währenddessen singe ich "gives you hell". Ich bleibe 2 Min. länger unter der Dusche, um das Lied zu beenden. Dann trockne ich mich 43 Sek. ab, ziehe meinen Bademantel an und gehe in die Küche. Dort werde ich 3 Min. und 12 Sek. aufgehalten, weil meine Mutter eine Tasse runtergeschmissen hat und ich ihr beim aufräumen helfen muss. Währrenddessen liest ein Mann drei Straßen weiter gerade seine Zeitung, die er versehentlich in die Flamme der Kerze auf dem Frühstückstisch hält. Es ist nun 6:27 Uhr und 28 Sek. Erschrocken läuft er zur Spüle um die brennende Zeitung darin zu löschen und sie anschließend zu entsorgen. Dieses Malör hat ihm 1 Min. und 40 Sek. seines normalerweise streng geregelten morgentlichen Ablaufes gekostet. Nun läuft er eilig ins Bad um seine Zähne zu putzen. Als er die Schranktür öffnet um seine Zahnbürste zu entnehmen, fällt ihm die offene Box mit Ohrstäbchen - die er gestern unaufmerksam hineinbefördert hat - runter und der gesamte Inhalt entleert sich auf dem Boden. Ich bin gerade dabei drei Brote mit Erbeermarmelade zu beschmieren. Es ist 6:30 Uhr und 17 Sek. Der Mann sammelt fluchend die Ohrenstäbchen auf. Jetzt hat er sich insgesamt schon um fast 5 Min. verspätet. Er stellt die Box zurück, nimmt die Pfefferminzzahnpasta und putzt sich heute 30 Sek. weniger als sonst die Zähne. Es ist nun 6:35 Uhr und 53 Sek. Ich bin gerade dabei mein zweites Brot zu essen und überfliege die Schlagzeilen der Zeitung. Nach 8 Min. und 2 Sek. habe ich mein Frühstück beendet. Es ist 6:43 und 55 Sek. Ich gehe zurück ins Bad und föhne 6 Min. und 39 Sek. meine Haare, putze 2 Min. und 31 Sek. meine Zähne und trage mir 44 Sek. lang meine Mascara auf. Es ist 6:51 Uhr und 49 Sek.:Der Mann hat inzwischen sein morgentliches Geschäft erledigt. Er packt nun seinen Aktenkoffer für die Arbeit und macht sich eine Brotzeit für die Mittagspause. Im Anschluss zieht er Mantel, Hut und Schuhe an, nimmt den Aktenkoffer, wirft einen Blick in den Spiegel und verlässt um 7:06 Uhr und 3 Sek. das Haus. In der Zeit habe ich - nach langem Suchen - etwas zum Anziehen gefunden und mein Schulzeug zusammen gepackt, bin die Treppe runter, habe meine Jacke geschnappt, Schuhe angezogen und das Haus verlassen. Der Mann steigt in sein Auto, schaltet das Radio ein und macht sich eilig auf den Weg zur Arbeit. Ich stecke meine Kopfhörer rein und drehe "carrion" von parkway drive laut auf. Ich schaue auf mein Handy statt auf die Straße, weil da sowieso nie ein Auto fährt. Es ist genau 7:07 Uhr. Der Mann fährt um die Ecke und wirft einen Blick auf die Tankanzeige, dann schaut er auf die Straße.
7:15 Uhr der Krankenwagen ist eingetroffen. Zu spät. Das Mädchen ist tot.
Was ist jetzt die Ursache für meinen Tod? Die Tatsache, dass der Mann am Tag zuvor seine Ohrenstäbchen nicht ordentlich verräumt hat?

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Wann hast du das letzte mal ein Buch gelesen? Denkst du, dass die Jugend genügend liest?

scientiam
Zurzeit lese ich 'Steppenwolf' von Hermann Hesse. Allerdings komme ich nicht oft dazu - neben Schule, Arbeit, Sport und anderen Pflichten bleibt dafür leider nicht viel Zeit. Ich würde auf jeden Fall sagen, dass meine heutige Generation zu wenig liest. Man kann ja deutlich beobachten, wie die Meisten Schwierigkeiten mit ihrer Artikulation haben. Allerdings kann man dies niemandem verübeln, Internet und andere Dinge haben diesen Platz jetzt eingenommen. Bedauerlich, denn ein Buch kann eine Tür in eine andere Welt sein, der perfekte Weg dem Alltagsstress mal zu entkommen.

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Wer oder was gibt dir das Gefühl zu leben? Was motiviert dich? Was bedeutet es überhaupt für dich zu leben?

MR.GOODLIFE.
Es gibt Tage und sogar Wochen, da fühle ich mich mehr tot als lebendig. Ich denke, jeder kennt dieses Gefühl. Es ist als würde man durch alles hindurchschweben und die ganze Welt zieht an einem vorbei... Es gibt sogar Nächte, da wünsche ich mir nicht mehr leben zu müssen. Wenn einfach nichts mehr Sinn ergibt - man sich alleine fühlt, in dieser großen Welt. Jeder Mensch gerät mal ins straucheln, stellt den Sinn in Frage. Ja, ich verzweifle manchmal wirklich an dieser Welt. - Aber es gibt Menschen, die mich am Leben halten, ohne die ich nicht mehr hier wäre. Und ich bin ihnen so dankbar dafür, dass sie mit mir diesen Weg bestreiten, dass sie mir immer wieder die Hand reichen um mir aufzuhelfen und mir dann den Dreck von den Schultern klopfen. Denn am Ende hat es sich gelohnt, und wenn es noch so aussichtslos schien. Am Ende bin ich dankbar. - Ich liebe das Leben, mit all den Steinen, die es mir in den Weg legt, mit all dem Regen, den es über mir vergießt. Denn je öfter ich falle, desto stärker werde ich. Der Gedanke, an all die Liebe, die ich noch geben möchte, an all die Erfahrungen, die ich noch sammeln werde, an all die Menschen, die ich noch kennenlernen darf, an all die Dinge, die ich noch lernen muss und an all die Träume, die noch in Erfüllung gehen, dieser Gedanke treibt mich an. Und dafür lebe ich! Ich bin stark. Denn ich weiß, es lohnt sich - mag es noch so schwer werden.

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http://ask.fm/harrySnowman/answer/35220550041

Eine sehr gute Frage. Nur leider würde das so nicht funktionieren. Wenn alle Menschen auf dieser Welt einen ähnlich gleichen Besitz hätten, würde alles aus den Fugen geraten. Wer z.B. studiert dann noch Medizin und wird Arzt, wenn ihm doch abgesichert wird, dass er nicht arm leben muss? Die Wirtschaft würde aussterben, ebenso wie die Politik. Und an dieser Stelle zitiere ich @KartoffelmitQuark : "Die Natur hat uns eigentlich alles gegeben, um glücklich zu sein, nur der Mensch spielt nicht mit. Die "hochentwickelte" Bevölkerung wie du so schön sagtest, ist gar nicht hochentwickelt, wenn sie nicht einmal mit der potentiellen Gerechtigkeit auskommt." -Dann müssen halt die Armen den Kopf hinhalten, damit wir der üblichen Hierarchie Stand halten können. Der Mensch ist egoistisch, und solange man nicht selbst betroffen ist, ist es auch nicht relevant. Allerdings muss ich hier auch etwas anfügen: Geld, ist nicht gleich Glück. Die Menschen wachsen in ihren Verhältnissen auf und sind mit genau diesen dann auch dementsprechend 'zufrieden'. Selbst Millionäre haben nie genug. Gestern bin ich durch die Stadt gelaufen und habe einem Mann zugeschaut, der sich dort, schon seit ich denken kann, sein Geld mit Kunststücken verdient. Er kann mit dem was er hat gerade so überleben, und trotzdem würde ich meine Beine darauf verwetten dass er weitaus zufriedener ist, als die meisten Menschen in dieser Konsumgesellschaft. Zum Schluss noch ein Zitat von Samuel Koch: "Man kann auf jedem Niveau klagen - aber auch glücklich sein."

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So wie du es geschildert hast, scheint alles in einer Ordnung zu sein. Es herrscht eine Hierarchie und Verhältnisse scheinen auch auffindbar. Wo ist das Chaos?

Puppenspieler
"Chaos" folgt keiner festen Definition, denn wenn es das täte, wäre es ja kein Chaos mehr, oder? Es muss nicht immer nur auf einen Augenblick reduziert sein, sondern kann ja auch eine unvorhersehbare Änderung über einen Zeitraum beschreiben. Darin besteht mein Chaos. Ich weiß nie, wie es in mir weitergeht. Die Hierarchie und ihre Geschichte war dabei nur ein Überfluss meiner gestauten Kreativität.

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Welches Chaos herrscht denn in deinem Kopf?

Puppenspieler
In meinem Kopf herrscht eine eigene Welt, völlig frei von jeglicher Realität. Ich werde dir nun die Hauptpersonen der 7,1 Milliarden Menschen dort vorstellen:
Da wäre einmal die Melancholie, sie ist die Herrscherin in meiner Welt. Sie hat Einfluss über jeden Menschen dort, ohne ihn vollkommen einzunehmen. Sie ist wahrlich eine gute Herrscherin. Ihre treuesten Dienerinnen sind die Verzweiflung und die Lebenslust. Diese beiden hassen sich auf den Tod und es herrscht ein ständiger Konkurrenzkampf. Er geht schon über Jahre und es ist ein ständiges hin und her. Mal siegt die Lebenslust und dann wieder die Verzweiflung. Darunter leidet die Kraft - das Kind von Lebenslust - sehr, welche sich jetzt völlig dem Erschöpfung hingibt. Es braucht nicht mehr viel und die Kraft ist sein. Die Bequemlichkeit - Schwester von Erschöpfung - genießt dieses Szenario. Da gibt es dann noch das Glück. Sie wirbt schon immer für die Position der Herrscherin. Aber seit der Mut sie verlassen hat, flüchtet sie sich zum Leere. Das freut die Melancholie, denn Glück war ihre größte Konkurrentin und Melancholie hatte oft mit dem Angst - er ist ein Phantom, der meine Welt oft zu Unruhen bringt - zu kämpfen. Von jenem hat vorerst aber ihre Ruhe. Die Liebe kommt mit Angst in letzter Zeit aber umso mehr in Verbindung, denn sie verliert ihren Gatten, den Bedeutung. Sie sucht Halt bei einem guten Freund, dem Leere. Der Leere nutzt diese Gelegenheit und macht sich über die Liebe her. Die Freude - Tochter von Liebe - sieht das garnicht gerne. Sie tut sich schwer zu überleben, als ihre Mutter sie im Stich lässt. Dann trifft sie auf Wut und verliebt sich unsterblich in ihn. Doch der spielt nur mit ihr. Um die Freude steht es sehr schlecht. Dann wäre da noch der Hass. Er lebt schon immer mit der Einsamkeit zusammen und ergötzt sich über dieses Szenario. Seine Rolle in dieser Welt ist unsicher, dennoch ist er von großer Bedeutung.
Ich hoffe ich konnte dir einen Einblick in meinen Kopf verschaffen und du kannst vielleicht ein wenig nachvollziehen, warum ich diese Welt mit "Chaos" betitelt habe.

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Drei Gründe, warum ich Zug fahren hasse:

Kämpa
1. Die in den Lautsprecheransagen können kein Englisch.
2. Man hat grundsätzlich widerliche Leute neben sich sitzen. Der neben mir gafft mich und mein Handy ohne Pause an. Hi, ich hoffe du liest mit und schaust ab jetzt einfach aus dem Fenster. Ich wäre dir sehr sehr dankbar dafür.
3. Ein paar Reihen weiter macht sich jemand über seinen Döner her, der bis hier duftet. Mein Magenknurren überhört er wohl absichtlich, denn bis jetzt hat er mir noch nichts angeboten.
Zug fahren ist scheiße, ich danke für eure Aufmerksamkeit.

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Thema "Black Humor" (so wie er auf facebook praktiziert wird) - Ist es vertretbar sich über ethnische Gruppen lustig zu machen und es mit "Es ist doch nur Spaß" zu rechtfertigen? Personen die diesen "Spaß" dann nicht verstehen, werden (auf fb) als humorlos bezeichnent... Your Opinion:

Ich persönlich bin Befürworter des schwarzen Humors. Er ist aber allerdings auf keinen Fall mit "ist doch nur Spaß" zu rechtfertigen. Wie du in deiner Antwort ( http://ask.fm/harrySnowman/answer/34764450969 ) bereits sagtest, geht der schwarze Humor weit unter die Gürtellinie. Du hast auch Albert Camus zitiert: "Jede einem Menschen zugefügte Beleidigung, gleichgültig welcher Rasse er angehört, ist eine Herabwürdigung der ganzen Menschheit." Damit liegst du total richtig. Jedoch ist es doch auch völlig gerechtfertigt die Menschheit mit diesem Humor herabzuwürdigen, sie gibt einem ja genügend Anlass.
Viele fühlen sich von schwarzem Humor gekränkt, weil er die meiste Zeit irgendwelche Tabuthemen behandelt. Und da liegt der springende Punkt: Schwarzer Humor klärt auf und ruft bestimmte Themen in Erinnerung, die man auf keinen Fall tot schweigen sollte. Nicht umsonst empört er die Leute. Die Grenzen dieses Humors werden bewusst überschritten. Nicht jeder versteht ihn, viele bekommen ihn in den falschen Hals. Aber diese Leute lassen den Sinn der Sache völlig außer Acht. Er lockert bestimmte Themen auf, die viel zu ernst genommen werden, z.B. mit Schwulenwitzen, und zeigt auf der anderen Seite wieder den Ernst der Lage auf. Er hilft zu verarbeiten. Oft wird er missbraucht, von dummen Schwachköpfen, die von all dem keine Ahnung haben, ihn aber trotzdem benutzen. Das ärgert mich auch. Aber ich finde, man sollte nicht immer alles so eng sehen, es ist nicht gut sich immer so zu versteifen und es trägt ja nicht umsonst den Namen "schwarzer HUMOR" . Er hat auch nichts mit fehlendem Respekt zu tun, fehlender Respekt, ist wenn man den Dingen keine Beachtung schenkt, und alles Schlechte dieser Welt ausblendet. Und die Sache, dass er die Leute provoziert und empört macht ihn für mich nur noch interessanter. Ich habe Verständnis, dass sich nicht immer jeder darüber amüsieren kann, aber man muss ihn nicht verurteilen.

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